Kloster Schiffenberg

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Luftaufnahme von 2011
Luftaufnahme von 2016
Luftaufnahme von 2016
Blick von Osten: rechts die Basilika, links das Schaftor

Das Kloster Schiffenberg ist eine ehemalige Klosteranlage auf dem Gießener Hausberg Schiffenberg (281 Meter). Es befindet sich am südöstlichen Rand des Gießener Stadtwalds nahe dem Stadtteil Petersweiher und dem Pohlheimer Ortsteil Hausen. Die doppelchörige, ursprünglich dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querschiff und oktogonalem Vierungsturm aus dem 12. Jahrhundert ist weitgehend erhalten. Aufgrund ihres Alters und ihrer architektonischen Bedeutung wurde ihr im Juli 2012 der Rang eines Bauwerks von nationaler Bedeutung zuerkannt.[1] Im Sommer werden die Basilika und der Hof für kulturelle Veranstaltungen und Gottesdienste genutzt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bedeutung des Namens „Schiffenberg“ ist nicht gesichert. Weder ist die eindeutig, was mit dem Erstglied „Schiffen“ bezeichnet wird, noch ist geklärt, ob das Zweitglied „Berg“ oder „Burg“ meint.[2] Insgesamt werden mindestens sechs unterschiedliche Deutungen des Namens vertreten.[3] Die ältesten Belege lauten „Skephenburc“ (1129) und „Sefphenberch“ (1139). In der älteren Forschung ist die Ableitung vom althochdeutschen „sceffin(o)“ und mittelhochdeutschen „schepfe, scheffe“ (Schöffe) gängig. Demzufolge bedeutet Schiffenberg: Burg/Berg der Schöffen. Dies scheint geschichtlich stimmig, da im 11. Jahrhundert der Sitz der Schöffen verlegt wurde.[4] Jedoch sind ab 1148 Namen mit I statt E geläufig: „Schiffinburch“ (1148), „Schiphenburch“ (1145/1153), „Schiffenburg“ (1265). Dies steht der „Schöffen“-Deutung entgegen, da eine derartige Hebung von E nach I sonst nicht zu belegen ist. Etymologisch wahrscheinlicher ist deshalb die Ableitung von „schief“ (aus dem Niederdeutschen ins Mittelhochdeutsche), alternativ auch vom althochdeutschen „Siffo“ (Kaufmann).[5][6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mauerreste eines vorklösterlichen Gebäudes im „Eselsgartens“

Ausgrabungen förderten vorgeschichtliche Scherbenfunde der Bandkeramischen Kultur (4000 v. Chr.) und der Michelsberger Kultur zutage. Eine Ausgrabung nördlich der Klosteranlage zeigt frühe Siedlungsspuren auf dem Schiffenberg, die auf die späte Bronzezeit um etwa 1000 v. Chr. datiert werden. Baggerschnitte im Innenhof stießen 1978 auf eine Grube aus der späten Urnenfelderkultur, die eine Höhensiedlung im 8. Jahrhundert v. Chr. wahrscheinlich macht.[7] Aus den zahlreiche Scherben wurden vorerst vier Gefäße rekonstruiert.[8]

Vorklösterliche Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruktion der Umrisse des Kalkbrennofens

Die Entstehung der „Skephenburc“ wird im späten 7. Jahrhundert angenommen. Keramikfunde reichen bis in die Zeit um 800 n. Chr.[9] Die Vorgängerbauten gehen ebenso wie die Umfassungsmauer und die weiter östlich (im Bereich der Rodelwiese) entdeckten Wehrgräben und Toranlage in den ältesten Teilen auf die fränkische Zeit des 7.–8. Jahrhunderts zurück. Während die steil abfallenden Seiten des Schiffenbergs nach Süden, Norden und Westen in vorklösterlicher Zeit durch eine Umfassungsmauer geschützt wurden, sicherten dreifache Wehrgräben die nur flach ansteigende Ostseite.[10] Ein Torturm im Osten führte in die fränkische Anlage. Ihre Funktion ist unklar, doch könnte sie als Etappenhof die vorbeiführenden Straßen gesichert haben.[11] Über dem inneren Graben war ein Gebäude auf rechteckigem Grundriss errichtet (11 × 6 Meter). Die Mauerreste gehören zu einem Keller und ermöglichen keine genaue Datierung.[9]

Die am nördlichen Hang nachgewiesene Randmauer hat wahrscheinlich die gesamte Burganlage umschlossen.[12] Aus dem 9.–11. Jahrhundert n. Chr. sind im Bereich des Torgartens („Eselsgartens“) Mauerreste eines rechteckigen, wahrscheinlich zweistöckigen Baukörpers erhalten (etwa 24 × 9 Meter), der in zwei Räume aufgeteilt war und 0,96 Meter (= 3 karolingische Fuß) starke Mauern aufwies. Ein Treppenansatz im Inneren weist auf eine zweigeschossige Anlage, deren Funktion unbekannt ist.[8] Im Osten schloss sich ein Anbau an (5,10 Meter in Ost-West, 7,75 Meter in Nord-Süd). Angrenzend wurde ein Kalkbrennofen entdeckt, der aus aufeinandergesetzten Steinen aufgeführt war, die mit Lehm verstrichen waren.

Im 10. Jahrhundert war der Schiffenberg in Besitz der Konradiner und gehörte zur Grafschaft Gleiberg. Durch Erbschaft gelangte er 992 an die Grafen von Luxemburg.[13]

Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kopie der Gründungsurkunde von 1129 aus dem 14. Jahrhundert

1129 wurde das Gelände von Gräfin Clementia von Gleiberg, der Witwe Konrads I. von Luxemburg, dem Erzbistum Trier gestiftet, mit der Maßgabe, dort ein Kloster zu errichten. Noch im gleichen Jahr weihte Erzbischof Meginher von Falmagne die unfertige Anlage. Die Klosterkirche wurde von 1130 bis 1150 in mindestens zwei Bauabschnitten gebaut und Maria geweiht. Kirchlich gehörte sie zum Archipresbyterat Wetzlar des Archidiakonats St. Lubentius Dietkirchen im Bistum Trier.[14] Kurz darauf bezogen Augustiner-Chorherren aus dem Mutterkloster Springiersbach an der Mosel das Kloster. Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Kirche durch einen überwölbten Westchor vergrößert, der von zwei Rundtürmen flankiert wurde. 1239 wurde erstmals ein Chorfrauenstift „Cella“ am Südhang des Schiffenbergs erwähnt, das zunächst in Gemeinschaft mit den Augustiner-Chorherren existierte. 1264 klagten die Nonnen vor einem Gießener Schöffengericht, dass die Chorherren ihren Pflichten ihnen gegenüber nicht nachkämen.[15] Die in diesem Jahr verhängte Aufteilung der Klostergüter zog neue Auseinandersetzungen nach sich. Der Rechtsstreit zog sich lange hin, bis das kleine Kloster 1323 seine völlige Selbständigkeit erlangte. Von einem Brand, dem Cella im Jahr 1334 bis auf die neu errichtete Kirche zum Opfer fiel, sollte es sich nicht wieder erholen. Cella verarmte immer mehr, sodass die vier verbliebenen Nonnen 1449 um Wiedervereinigung mit dem Schiffenberg baten. Erzbischof Jakob I. von Trier besiegelte im Jahr 1450 das Ende des kleinen Klosters, von dem heute nur noch wenige Mauerreste erhalten sind.[16] Zu diesen und weiteren Streitigkeiten der Chorherren kamen Misswirtschaft und die eigenen politischen Ziele von Erzbischof Balduin von Trier, aufgrund derer er das Kloster im Jahr 1323 aufhob und es dem Deutschen Orden anvertraute.[17]

Deutscher Orden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provisorisch verschlossene Südseite der Basilika (2017)

Innerhalb des Deutschen Ordens gehörte das Kloster Schiffenberg zur Ballei Hessen.[18] 1333 wurde es zum Sitz eines Komturs. Aus den folgenden Jahrhunderten sind immer wieder Rechtsstreitigkeiten um die Verwaltung des Klosters und der zugehörigen Besitzungen überliefert. Gut Neuhof in Leihgestern wurde Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet und war der größte und erträglichste Einzelbesitz des Klosters. In spätgotischer Zeit wurden Querhaus und Chor der Basilika umgebaut und erhielten ein steileres Dach. Die drei Ostapsiden wurden abgerissen und durch die bestehende Rechteckapsis ersetzt.[19] Im Jahr 1516 wurden in Ostchor und Querschiff ein Sterngewölbe eingebaut. Ab 1526 führte Philipp I. von Hessen die Reformation ein. Die zahlreichen Filialgemeinden des Klosters wurden 1532 lutherischen Pfarreien zugeordnet. Der Versuch Philipps, im Jahr 1543 das Kloster zu säkularisieren, misslang. Jedoch setzte Philipp seinen Beamten über die Verwaltung des Klosters ein.[20] Bis 1561 wurden dort – vermutlich als letzter Ort in Hessen – katholische Gottesdienste abgehalten.[21] Der Schiffenberg erhielt erst 1562 einen lutherischen Pfarrer, der dort bis 1582 wohnte.[13] Aus dem Kloster wurde allmählich ein großer Gutshof, der von höheren Offizieren als Komturen verwaltet wurde, die die Aufgaben Verwaltern übertrugen.[22] Zwischen 1582 und 1838 wurde der Schiffenberg kirchlich von Steinbach betreut, danach nach Hausen umgepfarrt.[23]

In nachreformatorischer Zeit folgten verschiedene Umbauten der Basilika. Im Jahr 1561 wurde das Langhaus durch eine Mauer abgetrennt und seitdem wurden nur noch Querhaus und Chor gottesdienstlich genutzt. Das Inventar samt Orgel wurden im Jahr 1737 verkauft. Zwischen 1561 und 1751 folgte der Abriss des südlichen Seitenschiffs samt dem südlich vorgelagerten Kreuzgang. Die Empore war in nachreformatorischer Zeit gegenüber dem Chor an der Zwischenwand von 1561 angebracht und wurde 1595 im nördlichen Seitenschiff eingebaut.[24] Im Jahr 1690 erhielt der Chor ein hölzernes Kreuzgewölbe, das 1737 auch in die Querhausflügel eingezogen wurde, nachdem das südliche Gewölbe 1735 eingestürzt war.[25] Das nördliche Seitenschiff wurde zugemauert und diente als Stellmacherei und Obstdarre. Nach Zumauerung der südlichen Arkaden diente ein Teil des Mittelschiffs als Orangerie. Im Jahr 1837 wurde auch die Restkirche entwidmet. Die in der Mitte des 18. Jahrhunderts angeschaffte Orgel mit fünf Registern und das Kirchengestühl wurden verkauft[26] und die gesamte Kirche als Scheune und Schafstall genutzt.[27]

Wirtschaftshof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schiffenberg als Mensurlokal: Partie Teutonia c/a Starkenburgia, Wintersemester 1855/56

Als Napoleon Bonaparte 1809 im Zuge der Säkularisation den Deutschen Orden aufhob und seine Besitzungen verteilte, wurde der Schiffenberg königlich westphälische, dann 1813 kurhessische Domäne. Ab 1837 war das ehemalige Kloster an die Adelsfamilie Lyncker verpachtet. Damit begann es, zu einem beliebten Ausflugsziel für die Gießener Bevölkerung und die Studenten zu werden.[28] Im 19. und 20. Jahrhundert war der Schiffenberg eines der wichtigsten Pauklokale der Gießener Studentenschaft. 1885/86 wurden die wirtschaftlichen Einbauten in der Kirche entfernt und ältere Wirtschaftsgebäude, die sich direkt an die Kirche anschlossen, abgerissen und neue gebaut, die ihrerseits 1972/73 niedergelegt wurden.[11] Die Ruine erhielt in den Jahren 1902 bis 1904 ihre heutige Gestalt.[27] Bei Grabungen in diesen Jahren wurde die halbrunde Ostapsis nachgewiesen.

Städtischer Besitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1939 kam der Schiffenberg im Rahmen einer Gebietsreform zur Gießener Stadtgemarkung. 1972 endete der Pachtvertrag mit Familie Lyncker und erwarb die Stadt Gießen vom Land Hessen den Schiffenberg, um ihn als Naherholungsgebiet auszubauen. Das Hochbauamt unter Baudirektor Hans-Werner Riebel nahm in Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde den Um- und Ausbau vor. Die Wirtschaftsgebäude, die an die südöstliche Umfassungsmauer angrenzten, wurden abgerissen und ein Gebäude im Innenhof in einen Kiosk umgebaut. In drei Bauabschnitten erfolgte von 1974 bis 1977 die Sicherung, Sanierung und der Umbau der Gebäude, in die die Stadt über 3,4 Millionen DM investierte. Seit 1976 dient die ehemalige Komturei als Gasthaus und seit 1992 der ehemalige Pferdestall als Galerie.[29] Archäologische Ausgrabungen wurden zwischen 1972 und 1981 sowie im Jahr 2014 durchgeführt. Die Kosten für eine weitere Sanierung der Gebäudekette von Komturei bis Brauhaus in den Jahren 2003/2004 beliefen sich auf 1,2 Millionen Euro, die Sanierung der Basilika in den Jahren 2011 bis 2015 auf 3,3 Millionen Euro. Im Jahr 2012 wurde sie als Bauwerk von nationaler Bedeutung eingestuft. Die Verkleidung der sieben südlichen Arkaden mit Glas im Jahr 2018/2019 bildet den Abschluss der Renovierungsmaßnahmen.[30]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundriss der Basilika
Klosterkirche von Nordost
Langhaus der Basilika mit Blick in den hölzernen Dachstuhl

An der Nordseite des großen Innenhofs, der mit alten Bäumen bestanden ist, erhebt sich eine geostete romanische Pfeilerbasilika mit Querschiff. Sie ist als einziges Gebäude aus der Klosterzeit erhalten.[31] Die Kirche besteht vorwiegend aus unverputztem Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung aus Sandstein und wenig Lungstein. Nur die Hochschiffwände sind verputzt. Als Baumaterial diente überwiegend Basalt. Die Pfeiler und Arkaden haben Sandsteinquaderung. Aus Lungstein sind das Quadermauerwerk der Westapsis und die Rahmung der Obergadenfenster. In den Arkadenzwickeln ist ein Werksteinwechsel zu Lungstein auszumachen, der einen Planwechsel oder Umbau im Westteil belegt.[32] Das schmale Mittelschiff (29,86 Meter lang, 5,79 Meter breit) wird durch rundbogige Obergadenfenster belichtet. Die Arkaden ruhen auf sechs viereckigen Pfeilern mit attischen Basen und wulstigen Kämpferplatten. Das nördliche Seitenschiff hat ein Pultdach und kleine Rundbogenfenster.[33] Durch den Abriss des südlichen Seitenschiffs entstand ein offener Bogengang, durch den man das Hauptschiff auf ganzer Länge von der Seite betreten kann. Das Querhaus ist im Norden 6,33 Meter lang und im Süden 6,20 Meter.[34] Eine Besonderheit ist der Vierungsturm, der aus einem Quadrat über Schrägen in ein Achteck übergeht und von einem 16-eckigen Helm bedeckt wird. Er hat gekuppelte rundbogige Schallarkaden und schlanke Säulen mit Würfelkapitellen und Kämpfern.[35] Im Zuge einer Restaurierung der Basilika wurde dendrochronologisch nachgewiesen, dass der Dachstuhl des Langschiffs aus dem Jahr 1162[36] und der des Turmhelms aus dem Jahr 1142 stammt und somit einer der ältesten erhaltenen Dachstühle in Deutschland ist.[37] Das Dreiergeläut im Vierungsturm ging im Laufe der Jahrhunderte verloren. 1992 wurde die Marienglocke des 14. Jahrhunderts nachgegossen. Die westliche, halbrunde Apsis (4,94 Meter lang), die die gesamte Breite des Mittelschiffs einnimmt, wird durch Lisenen gegliedert und durch ein einziges hochsitzendes romanisches Fenster belichtet.[38] Die zwei begleitenden Rundtürme aus dem Ende des 12. Jahrhunderts sind fast komplett zerstört und waren wahrscheinlich nie ganz ausgeführt.[39] Ursprünglich waren alle Baukörper flachgedeckt. Das Sterngewölbe der Vierung von 1516 ist als einziges Gewölbe vom gesamten Ostteil erhalten. Es ruht auf Konsolen, von denen zwei mit Köpfen verziert sind. Der Schlussstein ist mit einem Wappen belegt. Ein Eselskopf weist auf den Komtur Johann Riedesel von Bellersheim; die Jahreszahl 1516 ist in Spiegelschrift angebracht.[40] Zwei steinerne Konsolen des hölzernen Kreuzgewölbes in Chor und Querhausarmen tragen ebenfalls Köpfe. Ein rundbogiger Triumphbogen, dessen Vorlagen wegen des Gestühls erst in 1,80 Meter ansetzen, öffnet die Vierung zum Mittelschiff. Querhaus und Ostchor wurden in spätgotischer Zeit verkürzt. Der querrechteckige Chor wird seitdem durch schräge Verbindungsgänge hinter den östlichen Vierungspfeilern mit den Seitenschiffen verbunden.[39] Die Gänge treten nach außen als Kegel aus den Mauerecken. Gegenüber der Vierung ist der Chor um drei Stufen erhöht. In alle drei Giebelseiten des Ostteils ist ein großes Spitzbogenfenster eingebrochen. Das östliche Giebeldreieck ist verschiefert. Das Westportal im Nordflügel ist heute vermauert. Im Jahr 2014 wurden die Fundamente einer östlichen Chorapsis, Mauerreste eines Kreuzgangs und zwei in den Fels gehauene Gräber entdeckt.[41] Der Bau verzichtet fast gänzlich auf Bauschmuck und wirkt durch seine schlichte Monumentalität und stilistische Geschlossenheit.[42]

Frühgotisches Taufbecken und Altar

Von der Ausstattung sind nur wenige Teile erhalten, unter anderem ein frühgotischer Taufstein des 13. Jahrhunderts aus Basalt (0,70 Meter hoch, 0,93 Meter Durchmesser) mit sieben spitzbogigen Doppelblenden im Chorraum.[43] Der schlichte Blockaltar mit einer kleinen Reliquiennische ist aus bunten Quadersteinen unterschiedlicher Größe aufgemauert und wird von einer überstehenden Platte aus Lungstein bedeckt (1,73 × 0,93 × 0,28 Meter), die von einem größeren Altar stammt. In der Nordseite des Chors ist eine rundbogige, vergitterte Sakramentsnische erhalten. Die hölzerne, stark beschädigte, herrschaftliche Empore in der Westapsis ist farbig gefasst.[24] Sie trägt die Inschrift: „15 OTMAR VOИ GALEИ CVMMEИTVR ZVM SCHIFFEИBERG TEVSCHEИS ORDEИS AИИO DOMIИI 95“. Eine frühgotische, steinerne „Madonna vom Schiffenberg“ aus dem Jahr 1322 wurde wahrscheinlich von Balduin von Trier anlässlich der Übergabe des Klosters an den Deutschen Orden aus territorialpolitischen Gründen gestiftet.[44] Das Original befindet sich seit 1917/1918 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Zwei Repliken des Torsos wurden 1977 gefertigt, eine steht seit 2018 wieder in der Wandnische im südlichen Querhaus eine, eine weitere in St. Bonifatius.[45] Ein Messkelch in Silbervergoldung aus dem 13. Jahrhundert wird heute von der Kirche in Hausen als Abendmahlskelch verwendet. Der Knauf ist mit Medaillons mit den vier Evangelistensymbolen und der runde Fuß ist mit einem Kruzifix verziert.[46] In der östlichen Außenwand des Chors ist ein Männerkopf mit edlen Zügen aus weißem Sandstein eingelassen, dem möglicherweise eine apotropäische Wirkung zugesprochen wurde.[25] Vielleicht wird aber Christus, der Baumeister oder der Stifter darstellt. Erhalten sind einige Grabsteine aus dem 14.–17. Jahrhundert und einige Wappentafeln von Komturen des Deutschen Ordens aus dem 18. Jahrhundert.[24]

Komturei aus spätgotischer Zeit

Von den Stiftsgebäuden im Süden der Kirche sind nach einem Abriss im Jahr 1751 nur wenige erhalten. Laut einer quadratischen Wappentafel an der Nordseite wurde die Komturei an der südlichen Hofseite von 1493 bis 1503 errichtet. Eine Tafel zeigt das Vollwappen der Nordeck zur Rabenau.[47] Der dreigeschossige, spätgotische Bau auf rechteckigem Grundriss wird mit einem abgewalmten, steilen Schieferdach bedeckt, das mit kleinen Gauben bestückt ist. Während die beiden unteren Geschosse massiv aufgemauert sind, besteht das Obergeschoss aus Fachwerk. Der bauzeitliche Fachwerkgiebel im Osten hatte ursprünglich einen Erker mit einer hohen Bekrönung. Erhalten sind hingegen die mit 1584 bezeichneten kleinen Vorbauten an der Südseite.[24] Die nördliche Fachwerkwand wurde später erneuert. Von den alten Fenstern und der alten Spitzbogentür sind noch Reste der Gewände erkennbar. Die heutigen Rechteckfenster haben seit 1904 Lungsteingewände statt Holzgewände.[48] Das barocke, repräsentative Nordportal mit rotem Sandsteingewände entstand nach 1700. Über dem Architrav sind im gesprengtem Dreiecksgiebel vier eiförmige Wappentafeln angebracht, dessen größtes das von Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg ist. Im Inneren ist die geometrisch gegliederte Stuckdecke aus der Zeit um 1600 erhalten.[49]

Der kurz nach 1700 errichtete, zweigeschossige „Neue Bau“ ist im stumpfen Winkel an die Komturei angebaut. Er hat ein massives Untergeschoss, Fachwerkobergeschoss und verschiefertes Satteldach mit Gauben mit steilem Schopfwalm im Westen.[50] Das Portal ist baugleich mit dem der Komturei. Ursprünglich war das Obergeschoss nur über die Komturei zugänglich. Dort waren ein Speisesaal und zwei getäfelte Gästezimmer untergebracht. Als Verbindungsbau zur Propstei wurde 1885/1886 nördlich ein kleiner Fachwerkbau im Stil des Historismus mit Erdgeschosslaube errichtet.[11]

Propstei von 1463

1463 entstand das langgestreckte Propsteigebäude an der Westseite des Platzes, das in seinen ältesten Teilen auf die Gründungszeit des Klosters zurückgehen kann. Der dreigeschossige Bau auf rechteckigem Grundriss hat zwei massiv aufgemauerte Untergeschosse und ein Fachwerkobergeschoss zwischen massiven Giebelseiten, das von einem hohen, verschieferten Satteldach bedeckt wird. Von den vier Erkern ist nach einem Umbau von 1751 bis 1754 noch der dreiseitig gemauerte Unterbau eines östlichen Erkers („Chörlein“) vorhanden. Die Wohnung des Propstes befand sich im ersten Geschoss. Die angebaute steinerne Treppe stammt von 1839 bis 1841. Schon 1761 wurde das Gebäude als Fruchtspeicher genutzt. Die ehemalige Propstei wird durch ein Spitzbogenportal aus der Erbauungszeit erschlossen. Die gekuppelten Fenster im zweiten Geschoss wurden 1899/1900 geschaffen. Nördlich schließt sich der eingeschossige Pferdestall von 1716 an und im rechten Winkel dazu das Brauhaus, das vor 1761 an das Eselstor angebaut wurde.[51]

Ziehbrunnen von 1715

Der aufwändig gestaltete, barocke Ziehbrunnen aus rotem Sandstein wurde 1715 geschaffen. Er misst 16,25 Meter in die Tiefe und weitere 7 Meter Schutt.[52] Das achtseitige Becken hat zwei Kartuschenfelder mit den Wappen des Komturs Eugen von Dönhoff, der den Brunnen stiftete. Die beiden toskanischen Säulen auf Postamenten haben Kugelaufsätze. Ein Rollband trägt die Inschrift: „EUG V. DÖNHOFF T.O.R. C.Z.S. Sr koengl. Mayest in Preussen wohl bestalter GENERAL LIEUTENANT über DERO Infanteri Aō: 1715“.[53] Die 5–6 Meter hohe Umfassungsmauer ist erhalten und stammt teilweise aus der Gründungszeit des Stifts und ist möglicherweise teilweise noch älter. Der rundbogige Torbogen des Eselstors datiert von 1715 und wurde anstelle eines früheren Torhauses errichtet. Nach Norden wurde 1729 eine Wappenschild ergänzt. Das rundbogige Schaftor im Osten stammt aus dem Jahr 1630. Östlich der ehemaligen Komturei ist in der Südmauer ein romanischer Torbogen mit Kämpfer eingelassen, neben der Kirche einer der wenigen Reste aus der Gründungszeit. Der Zugang zur Terrasse wurde 1829 geschaffen.[54]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Blechschmidt: Die Ausgrabungen auf dem Schiffenberg. In: Heimatvereinigung Schiffenberg e. V.: Festschrift 75 Jahre Heimatvereinigung Schiffenberg. Gießen, 2004, S. 61–67, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 1,3 MB).
  • Manfred Blechschmidt: Die Geschichte des Schiffenbergs. In: Heimatvereinigung Schiffenberg e. V.: Festschrift 75 Jahre Heimatvereinigung Schiffenberg. Gießen, 2004, S. 7–10, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 134 kB).
  • Manfred Blechschmidt: Die stadtarchäologische Forschung. In: Ludwig Brake, Heinrich Brinkmann (Hrsg.): 800 Jahre Giessener Geschichte. 1197–1997. Brühlscher Verlag, Gießen 1997, ISBN 3-922300-55-3, S. 313–349.
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Hessen I: Regierungsbezirke Gießen und Kassel. Bearbeitet von Folkhard Cremer, Tobias Michael Wolf und anderen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2008, ISBN 978-3-422-03092-3, S. 319–322.
  • Karl Friedrich Euler: Clementia – Gräfin von Gleiberg und Stifterin des Schiffenbergs. Gießen 1978.
  • Karl Friedrich Euler: Der Giessener Hausberg. Aufsätze zur Vorgeschichte und Geschichte des Augustinerchorherrenstiftes Schiffenberg. Schmitz Verlag, Gießen 1985, ISBN 3-922272-14-2.
  • Karl Friedrich Euler: Das Haus auf dem Berge. Die Geschichte des Augustinerchorherrenstiftes Schiffenberg (1129–1323), Sonderband des Oberhessischen Geschichtsvereins, Gießen 1984.
  • Felicitas Janson: Romanische Kirchenbauten im Rhein-Main-Gebiet und in Oberhessen. Ein Beitrag zur oberrheinischen Baukunst. (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte; 97). Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt und der Historischen Kommission für Hessen, Darmstadt 1994, ISBN 3-88443-186-2, S. 173–176.
  • Roswitha Kaiser: Neue Erkenntnisse zum Dachtragewerk der Basilika auf dem Schiffenberg bei Gießen. In: Denkmalpflege und Kulturgeschichte 1/2013, S. 41 f.
  • Erwin Knauß: Schiffenberg und Gießen im Laufe der Jahrhunderte. In: Zur Geschichte Gießens und seines Umlandes. Aufsätze und Reden. Oberhessischer Geschichtsverein, Gießen 1987, S. 245–257 (online).
  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.), Karlheinz Lang (Bearb.): Kulturdenkmäler in Hessen. Universitätsstadt Gießen. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland.) Verlagsgesellschaft Vieweg & Sohn, Braunschweig / Wiesbaden 1993, ISBN 3-528-06246-0.
  • Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. Die Geschichte eines Berges. Seine Siedlungen und seine Kirche. Chemoprint, Gießen 1979 (Auszug, PDF-Datei; 8 kB).
  • Heinrich Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. Bd. 3. Südlicher Teil. Hessisches Denkmalarchiv, Darmstadt 1933, S. 358–392.
  • Peter Weyrauch: Die Kirchen des Altkreises Gießen. Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft, Gießen 1979, S. 170 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kloster Schiffenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erhardt Goltze: Denkmalschutz verleiht Schiffenberg-Basilika Status eines Bauwerks von nationaler Bedeutung. In: Gießener Anzeiger vom 4. Juli 2012.
  2. http://www.ortsnamen-in-hessen.de/index.php/hessische-ortsnamen/typische-namen/namen-auf-burg/31-hessische-ortsnamen/ortsnamenlexikon-fuer-hessen/namen-auf-burg/2675-schiffenberg (Memento vom 13. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 7. April 2015.
  3. Euler: Der Giessener Hausberg. 1985, S. 46.
  4. Blechschmidt: Die Geschichte des Schiffenbergs. S. 7, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 134 kB).
  5. Schiffenberg. Mittelhessisches Flurnamenbuch. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Abgerufen am 7. April 2015.
  6. vnder dem berge Schiffinburg. Hessische Flurnamen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  7. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 8.
  8. a b Blechschmidt: Die stadtarchäologische Forschung. 1997, S. 324.
  9. a b Blechschmidt: Die stadtarchäologische Forschung. 1997, S. 325.
  10. Blechschmidt: Die Ausgrabungen auf dem Schiffenberg . S. 64, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 1,3 MB).
  11. a b c Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Sachgesamtheit Schiffenberg In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  12. Blechschmidt: Die stadtarchäologische Forschung. 1997, S. 326.
  13. a b Weyrauch: Die Kirchen des Altkreises Gießen. 1979, S. 170.
  14. Gerhard Kleinfeldt, Hans Weirich: Die mittelalterliche Kirchenorganisation im oberhessisch-nassauischen Raum. (= Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 16). N. G. Elwert, Marburg 1937, ND 1984, S. 204.
  15. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 25 f.
  16. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 365.
  17. Blechschmidt: Die Geschichte des Schiffenbergs. S. 8, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 134 kB).
  18. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 363.
  19. Janson: Romanische Kirchenbauten im Rhein-Main-Gebiet und in Oberhessen. 1994, S. 173.
  20. Knauß: Schiffenberg und Gießen im Laufe der Jahrhunderte. 1987, S. 254 (online).
  21. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 364.
  22. Blechschmidt: Die Geschichte des Schiffenbergs. S. 9, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 134 kB).
  23. Hausen, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 7. April 2015.
  24. a b c d Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Hessen I. 2008, S. 321.
  25. a b Weyrauch: Die Kirchen des Altkreises Gießen. 1979, S. 171.
  26. Franz Bösken, Hermann Fischer: Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins. (= Beiträge zur Mittelrheinischen Musikgeschichte. Band 29,2). Band 3: Ehemalige Provinz Oberhessen. Teil 2: M–Z. Schott, Mainz 1988, ISBN 3-7957-1331-5, S. 839.
  27. a b Blechschmidt: Die Geschichte des Schiffenbergs. S. 10, abgerufen am 7. April 2015 (PDF-Datei; 134 kB).
  28. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 89 f.
  29. Dagmar Klein: Die Stadt Giessen übernimmt den Schiffenberg. In: Heimatvereinigung Schiffenberg e. V.: Festschrift 75 Jahre Heimatvereinigung Schiffenberg. Gießen 2004, S. 72, 74, abgerufen am 13. Mai 2016 (PDF-Datei; 1,4 MB).
  30. Gießener Allgemeine Zeitung vom 11. Mai 2018: Siebenmal Maßanfertigung für den Schiffenberg, abgerufen am 11. Mai 2018.
  31. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 369.
  32. Janson: Romanische Kirchenbauten im Rhein-Main-Gebiet und in Oberhessen. 1994, S. 174–175.
  33. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 11.
  34. Janson: Romanische Kirchenbauten im Rhein-Main-Gebiet und in Oberhessen. 1994, S. 174.
  35. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 380.
  36. Kaiser: Neue Erkenntnisse zum Dachtragewerk. 2013, S. 41.
  37. mittelhessen.de: Deutschlands ältestes Dach, abgerufen am 6. April 2015. Älter ist noch der Dachstuhl der Martinskirche (Dautphe).
  38. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 46.
  39. a b Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Hessen I. 2008, S. 320.
  40. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 374.
  41. Gießener Anzeiger vom 5. Juli 2014: Schiffenberg: Bei Erdarbeiten zwei Gräber im Fels sowie Beweise für Kreuzgang und Chorapsis entdeckt, abgerufen am 22. Juli 2014.
  42. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 45, 50.
  43. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 381.
  44. Verena Kessel: Balduin von Trier (1285–1354). Kunst, Herrschaft und Spiritualität im Mittelalter. Kliomedia, Trier 2012, S. 233–236.
  45. Gießener Allgemeine Zeitung vom 20. März 2018: Madonna ist zurückgekehrt, abgerufen am 11. Mai 2018.
  46. Homepage der Ev. Kirchengemeinde Hausen: Schiffenberger Abendmahlskelch, abgerufen am 8. April 2015.
  47. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 385.
  48. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 386.
  49. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 387.
  50. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 388.
  51. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 392.
  52. Magistrat der Stadt Lahn (Hrsg.): Der Schiffenberg. 1979, S. 11.
  53. T.O.R. C.Z.S. bedeutet: Teutsch Ordens Ritter, Comtur zu Schiffenberg. Walbe: Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen. 1933, S. 388.
  54. Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Hessen I. 2008, S. 322.

Koordinaten: 50° 33′ 19,3″ N, 8° 43′ 17,9″ O