Konföderation von Bar

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Krieg der Konföderation von Bar
Bar Konföderierte im Gebet an die Königin von Polen unmittelbar vor Beginn der Schlacht von Lanckorona.  Ölgemälde von Artur Grottger
Bar Konföderierte im Gebet an die Königin von Polen unmittelbar vor Beginn der Schlacht von Lanckorona.
Ölgemälde von Artur Grottger
Datum 1768 bis 1772
Ort Polen-Litauen
Ausgang Russischer Sieg
Konfliktparteien
Polen-LitauenPolen-Litauen Radom Konföder.
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russland
Polen-LitauenPolen-Litauen Bar Konföderation
Frankreich Konigreich 1792Frankreich Frankreich
HabsburgermonarchieHabsburgermonarchie Österreich
Befehlshaber
Polen-LitauenPolen-Litauen Karol Radziwiłł
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Alexander Suvorov
RusslandRussland Johann von Elmpt
Polen-LitauenPolen-Litauen Ignacy Malczewski
Polen-LitauenPolen-Litauen Michał Jan Pac
Polen-LitauenPolen-Litauen Kazimierz Pułaski
Polen-LitauenPolen-Litauen Moritz Benjowski
Frankreich Konigreich 1792Frankreich Charles Dumouriez
Truppenstärke
Lanckorona: 4.000 Lanckorona: 1.300
Total: 100.000 [1]
Verluste
unbekannt schwer

Die Konföderation von Bar (poln. Konfederacja barska; engl. The Bar Confederation) war die 1768 in Bar gegründete und historisch bedeutendste Konföderation polnischer Landadliger zur Verteidigung ihrer Goldenen Freiheit im Lande. Sie richtete sich primär gegen ihr neues Staatsoberhaupt, das eine Fremdherrschaft zur grundlegenden Modernisierung ihrer Republik im Sinne Russlands billigte und deshalb als fremdbestimmter Kurator und Volksverräter verpönt war.

Ziel der Konföderation war die Blockierung sämtlicher Gesetzesvorschläge im Sejm sowie die Aufstellung von Truppen gegen ihr Staatsoberhaupt. Nach einem 5-jährigen Bürgerkrieg zwischen der Konföderation von Bar (mit der Unterstützung Frankreichs und Österreichs) auf der einen Seite und der Konföderation von Radom (mit der Königlich Polnischen und der Kaiserlich Russischen Armee) auf der anderen Seite, siegte 1772 schließlich die russische Allianz. Die Teilnehmer der Konföderation von Bar wurden nach Sibirien deportiert oder konnten mit ihren Familien vorher noch rechtzeitig nach Westen fliehen, wo sie nach der Ersten Teilung Polen-Litauens unter preußische oder österreichische Fremdherrschaft kamen.

Die Konföderation von Bar gilt als letzte große Massenbewegung der Szlachta und als erster polnischer Nationalaufstand [2] mit weitreichenden Folgen bis in die 1980er Jahre hinein.

Hintergrund[Bearbeiten]

In der Union Polen-Litauen hatte sich die aus der Ritterschaft des Mittelalters hervorgegangene Szlachta (polnischer Landadel) als die stärkste politische Kraft erwiesen. Ihr Sejm tagte bereits seit 1493, seit 1505 galt die Reichsverfassung Nihil Novi. Sie legte fest, dass das Parlament (Sejm) allen neuen Gesetzen zustimmen muss und der König nur das auf Lebenszeit gewählte Oberhaupt des Staates mit eingeschränkter Macht ist (Wahlkönigtum). Sein eigentliches Feld war die Außenpolitik. Polen war zur Adelsrepublik geworden, in der die Goldene Freiheit herrschte. Dieses System sah gleiche Rechte für alle Edelleute vor; der meist über riesige Ländereien verfügende Hochadel stand rechtlich auf einer Stufe mit dem einfachen, verarmten Landadel.

Im Jahr 1652 setzte dieser Landadel für sich ein weiteres Recht durch: das Liberum veto (Einspruchsrecht der Freien); es ermöglichte praktisch jedem einzelnen Mitglied der Szlachta, durch seinen Einspruch einen zuvor ausgehandelten Beschluss des Sejms zu Fall zu bringen. Die unkritischen, finanzschwachen Landadligen waren in Polen-Litauen nun also omnipotent. Zur gleichen Zeit gerieten sie aber auch in eine lange Phase zumeist unfreiwilliger kriegerischer Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn im Ausland. Insbesondere die immer wiederkehrenden Zusammenstöße mit Schweden und Russland belasteten die Stabilität ihres Unionsstaates stark.

Kosakenaufstand, Schwedische Sintflut und Sarmatentum[Bearbeiten]

Polen-Litauen war bis Ende 1655 fast vollständig von den Schweden (hellblau) und russischen Truppen (hellgrün) besetzt worden.

Kriegerische Auseinandersetzungen, welche die Szlachta und ihren Unionsstaat schwer erschütterten, begannen schon 1648 mit dem großflächigen Chmelnyzkyj-Aufstand der ukrainischen Kosaken, die sich gegen die polnische Adelsherrschaft in der westlichen Rus auflehnten. Im Vertrag von Perejaslaw stellten sich die Kosaken schließlich unter den Schutz Russlands, womit der Russisch-Polnische Krieg 1654-1677 ausbrach. Das Vorrücken der Russen und Kosaken begünstigte 1655 den Einfall Schwedens in Polen-Litauen (Zweiter Nordischer Krieg), der in der polnischen Geschichtsschreibung als Potop - also als „(Blutige) Sintflut“ bzw. „Schwedische Sintflut“ - bekannt werden sollte. Zeitweise rückten die Schweden bis nach Warschau und Krakau vor. Gegen Ende der 1650er Jahre wurde Schweden durch den Kriegseintritt weiterer Mächte dann so weit in die Defensive gedrängt, dass der polnische König im Frieden von Oliva den Status quo ante aushandeln konnte. Die Auseinandersetzungen mit Russland gingen jedoch weiter. Am Ende musste die Adelsrepublik große Teile ihres Territoriums abtreten und verlor hunderttausende Quadratkilometer Fläche und Millionen von Einwohnern an das Russische Zarentum. Nicht nur territorial war die Szlachta und ihre Republik nun geschwächt. Außenpolitisch wurde sie immer handlungsunfähiger und wirtschaftlich bedeuteten die Kriegsfolgen eine Katastrophe: Die Hälfte der Bevölkerung starb in den Wirren der Kriege oder wurde vertrieben, 30 % der Dörfer und Städte waren zerstört. Der Rückgang landwirtschaftlicher Erzeugnisse war dramatisch, allein die Getreideproduktion erreichte nur noch 40 % des Vorkriegsniveaus.[3] Polen-Litauen geriet bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts in einen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsrückstand, den es bis ins darauffolgende Jahrhundert nicht aufholen konnte.

Gleichzeitig entwickelte die Szlachta, die in Polen-Litauen etwa 8-15 % der Bevölkerung ausmachte, eine eigene provinzielle Kultur, das Sarmatentum. Es prägte die Bildende Kunst, Architektur, Literatur sowie den Alltag. Die Mode orientierte sich an Vorbildern aus dem Orient, zu dem Sarmatien angeblich gehörte; Preußens König Friedrich II. spottete über die "türkischen Gewänder" des polnischen Landadels, der sich von europäischen Einflüssen abzuschotten versuchte. Die Aufklärung erreichte zwar den polnischen Hochadel und die Gelehrten, nicht aber die Szlachta. Stattdessen frönte diese einem sehr ausgeprägten Marienkult. Ausgelöst hatte ihn 1655 die Verteidigung der Klosterfestung Jasna Góra im Zweiten Nordischen Krieg. Der Landadel, der die Polen seitdem gern als auserwähltes Volk der Gottesmutter von Częstochowa ansah und sie ein Jahr später von König Jan II. Kazimierz zur Patronin und Königin von Polen wählen ließ [4], zeigte sich gegenüber anderen Bekenntnissen häufig intolerant und prangerte die Juden als "Christusmörder" an. Streitigkeiten trugen die Landadligen nicht selten im Duell aus, sie verachteten die weltliche Gerichtsbarkeit (anerkannten nur die göttliche Gerichtsbarkeit, also die des Papstes als offizieller Stellvertreter Christi auf Erden). Es galt der Grundsatz: Ehre vor Nützlichkeit. Auch Opfermut wurde als herausragende Tugend gepriesen.

Der polnische Landadel unter sächsischer Hegemonie[Bearbeiten]

Bedingt durch den auszehrenden Zweiten Nordischen Krieg war die Adelsrepublik ein Land ohne staatliche Verwaltungsorgane, mit einer unterentwickelten Wirtschaft, unzureichenden Steuereinnahmen und einer Armee, die den Erfordernissen der Zeit weder qualitativ noch zahlenmäßig gewachsen war. [5] Dafür verfügte die Adelsrepublik über Rohstoffreichtum und war daher für das gewerblich geprägte Sachsen interessant. Nach den üblichen Bestechungsgeldern konnte nach dem Tod König Jan III. Sobieskis auf dem Wahlfeld in Wola Sachsens Kurfürst Friedrich August "der Starke" entgegen allen Anfangserwartungen gewählt werden. Am 15. September 1697 wurde er zum König gekrönt. Unter sächsischer Hegemonie wurde der polnische Landadel und seine Republik nun im März 1700 in den Dritten oder Großen Nordischen Krieg hineingezogen, der heute häufig als Ausgangspunkt der Geschichte der Teilungen Polens angesehen wird. [6] Über 20 Jahre dauerten die erneuten Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Die meisten Anrainer schlossen sich im Vertrag von Preobraschenskoje zur „Nordischen Liga“ zusammen und bezwangen Schweden letztendlich. Die Friedensverträge von Stockholm, Frederiksborg und Nystad bedeuteten das Ende Schwedens als europäische Großmacht und den gleichzeitigen Aufstieg des 1721 von Peter I. gegründeten Kaiserreiches Russland.

Die Rolle der Szlachta in diesem Konflikt offenbarte die Schwäche ihrer Republik nur allzu deutlich. Schon vor Kriegsausbruch war sie kein gleichrangiger Akteur mehr unter den Ostseemächten gewesen. Vielmehr fiel Polen-Litauen, bedingt durch die russischen Erfolge, immer weiter unter die Hegemonie Russlands. Dennoch strebte der Sachse August der Starke als neuer polnischer König danach, aus den Auseinandersetzungen um das Dominium maris baltici Profit zu schlagen und seine Position wie die des wettinischen Hauses zu stärken. Hintergrund dieser Bestrebungen war wohl insbesondere die Absicht, ein dynastisches Zeichen zu setzen, um die von ihm gewünschte Überführung der sächsisch-polnischen Personalunion in eine Realunion zu forcieren. Nachdem Russland die schwedischen Truppen 1709 in der Schlacht bei Poltawa jedoch besiegt hatte, stand die „Nordische Liga“ endgültig unter seiner Führung. Für die Szlachta bedeutete diese Entscheidung einen erheblichen Bedeutungsverlust, da sie keinen Einfluss mehr auf den weiteren Kriegsverlauf nehmen konnte. Russland betrachtete den Doppelstaat Polen-Litauen nicht mehr als möglichen Bündnispartner, sondern nur noch als „Vorfeld“ seines Imperiums. Das russische politische Kalkül sah vor, die Adelsrepublik soweit unter russische Kontrolle zu bringen, dass sie dem Einfluss konkurrierender Mächte entzogen blieb. Polen-Litauen geriet in eine Epoche der Souveränitätskrise.[7] Die Situation im Inneren des Staates war ebenso schwierig wie die außenpolitische Lage. Neben seinen Versuchen, sich nach außen hin Geltung zu verschaffen, war der sächsische Kurfürst August II. als neuer polnischer König bestrebt, die Republik in seinem Sinne zu reformieren und die Macht des Königs auszubauen. Doch verfügte August II. weder über eine Hausmacht noch über ausreichend Unterstützung, um ein solches absolutistisches Reformwerk gegen die mächtige Szlachta durchzusetzen. Im Gegenteil: Kaum trat er mit seinen Reformbestrebungen auf den Plan, formierte sich Widerstand in der Szlachta, was 1715 letztendlich die Bildung der Konföderation von Tarnogród nach sich zog. Augusts Staatsstreich führte zum offenen Konflikt. Russland nutzte die Chance des Bürgerkriegs und sicherte sich schließlich mit seiner Intervention auch längerfristigen Einfluss. Am Ende des Großen Nordischen Krieges 1721 gehörte die Adelsrepublik zwar zu den offiziellen Gewinnern, doch täuscht dieser Sieg über den immer weiter fortschreitenden Prozess der Unterordnung der Adelsrepublik unter die Hegemonialinteressen der Nachbarstaaten hinweg, bedingt und gefördert durch eine „Koinzidenz von innerer Krise und außenpolitischem Konstellationswechsel“. [8] De iure war Polen-Litauen freilich noch kein Protektorat Russlands, aber de facto war der Souveränitätsverlust deutlich spürbar. In den folgenden Jahrzehnten bestimmte Russland die polnische Politik.[9]

Abhängigkeit vom Ausland und Widerstand im Inneren[Bearbeiten]

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts verschob sich das Mächtegleichgewicht in Europa. Russland war nach dem Sieg im Großen Nordischen Krieg zur neuen Hegemonialmacht in Europa aufgestiegen und versuchte die Adelsrepublik Polen-Litauen soweit unter russische Kontrolle zu bringen, dass sie dem Einfluss konkurrierender Mächte entzogen blieb. Wie groß die Abhängigkeit Polen-Litauens von den anderen europäischen Mächten war, zeigte 1733 die Wahl des Thronfolgers nach dem Tod August des Starken. Zwar war da die Szlachta in zwei Adelsfraktionen gespalten (die eine gruppierte sich um die traditionelle, anti-wettinische Familie Potocki und die andere dominierte die Familie Czartoryski, welche eine Modernisierung im Sinne des englischen Parlamentarismus anstrebte), doch war die Thronfolge des polnischen Wahlkönigs längst auch von den europäischen Großmächten erörtert. So sah schon der Preußisch-russische Allianzvertrag von 1726 und seine Erneuerungen von 1729 und 1730 ein gemeinsames Vorgehen in dieser Sache vor. Aber auch Österreich fühlte sich vom erneuten Bestreben Schwedens und Frankreichs, Stanisław Leszczyński (den Schwiegervater Louis XV.) als Wahlkönig einzusetzen, bedroht. Deshalb verpflichteten sich schließlich Österreich, Preußen und Russland noch vor dem Tode Augusts des Starken im Allianzvertrag der drei Schwarzen Adler auf einen eigenen, gemeinsamen Kandidaten zur Verhinderung Leszczyńskis als Thronfolger. Eine große Konföderation polnischer Landadliger unter Führung des Kardinalprimas Teodor Potocki ignorierte den Vertrag der drei Nachbarstaaten jedoch und wählte am 10. September 1733 Stanisław Leszczyński zum neuen polnisch-litauischen Staatsoberhaupt. Prompt erschienen Ende September 1733 Truppen der Kaiserlich Russischen Armee auf dem Wahlfeld von Wola, unter deren Schutz der wesentlich kleineren sächsischen Partei die Gegenwahl des Wettiners August III. (Sohn des verstorbenen Königs) gelang. Es kam zum Polnischen Thronfolgekrieg 1733-1738. Das zur Unterstützung König Leszczyńskis entsandte, französische Expeditionskorps wurde von der Kaiserlich Russischen Armee niedergeschossen. Nach der Flucht Leszczyńskis formierte sich 1734 die anti-wettinische Konföderation von Dzików. Diese Konföderation war von vornherein chancenlos, beendete aber erst im März 1736 (zwei Monate nach dem Thronverzicht Leszczyńskis) die Kampfhandlungen. Auf dem „Pazifikationsreichstag“ 1736 erkaufte sich Gegenkönig August III. mit dem Verzicht auf eigene Gestaltungsmöglichkeiten schließlich den Königstitel und beendete somit das Interregnum. [10]

Russischer Diplomat und Generalfeldmarschall Repnin im Sejm der Adelsrepublik

Die Fremdbestimmung durch das hegemonialpolitische Europa verstärkte die innere Spaltung des polnischen Landadels und seiner Republik, so dass beispielsweise während der kompletten Regierungszeit König Augusts III. 1736 bis 1763 kein einziger Sejm erfolgreich abgeschlossen werden konnte und kein einziges Gesetz verabschiedet wurde. [11] Auch in den Jahren davor zeigt die Bilanz der Reichstage die lähmende Wirkung des Einstimmigkeitsprinzips: Von den insgesamt 18 Reichstagen wurden alleine elf „gesprengt“, zwei endeten ohne Beschlussfassung und nur fünf erzielten Ergebnisse. [12] Nach dem Tod August III. 1763 brachten sich für die Thronfolge erneut die beiden polnischen Adelsgeschlechter Potocki und Czartoryski in Position. Doch wie schon beim Interregnum 1733 wurde die Thronfolge wieder zu einer Frage europäischer Dimension. Es waren wiederum keineswegs die polnischen Adelsparteien, die die Nachfolge bestimmten, sondern die europäischen Großmächte, speziell die großen Nachbarstaaten. Russlands Entscheidung über die Person des Thronfolgers war dabei schon längst gefallen. Bereits im August 1762 sicherte die Zarin dem früheren britischen Botschaftssekretär Stanisław August Poniatowski die Thronfolge zu und verständigte sich mit der Adelsfamilie der Czartoryski über deren Unterstützung. [13] Ihre Wahl fiel dabei auf eine Person ohne Hausmacht und mit geringem politischen Gewicht. Ein schwacher, pro-russischer König bot in den Augen der Zarin „die beste Gewähr für die Subordination des Warschauer Hofes unter die Weisungen Petersburgs“. [14] Dass Poniatowski ein Liebhaber Katharinas II. war, spielte bei der Entscheidung wohl eine untergeordnete Rolle. [13] Dennoch war Poniatowski mehr als nur eine Verlegenheitswahl, denn der erst 32-jährige Thronanwärter hatte eine umfassende Bildung, ein großes Sprachtalent und verfügte über weitgehende diplomatische und staatstheoretische Kenntnisse. [15] Nach seiner Wahl am 6./7. September 1764, die durch den Einsatz beträchtlicher Bestechungsgelder und die Anwesenheit von 20.000 Mann der Kaiserlich Russischen Armee einstimmig verlief, erfolgte die Inthronisierung schließlich am 25. November. Krönungsort war entgegen der Tradition Warschau, nicht der Wawel. [16] Preußen akzeptierte die Wahl des russischen Wunschkandidaten und Österreich blieb bei dieser Entscheidung ausgeschlossen. So bestimmte Russland quasi im Alleingang über die Thronfolge des polnisch-litauischen Wahlkönigs.

Stanisław August Poniatowski mit Krone und Stundenglas (Gemälde von Marcello Bacciarelli)

Poniatowski erwies sich jedoch als nicht so loyal und gefügig wie von der Zarin erhofft. Bereits nach kurzer Zeit nahm er tiefgreifende Reformen in Angriff. Um nach der Wahl des neuen Königs auch dessen Handlungsfähigkeit zu garantieren, beschloss der Reichstag am 20. Dezember 1764, sich selbst in eine Generalkonföderation umzuwandeln, die eigentlich nur für die Dauer des Interregnums Bestand haben sollte. Dies bedeutete, dass zukünftige Reichstage vom Liberum veto befreit wurden und Mehrheitsentscheidungen (pluralis votorum) zur Beschlussfassung ausreichten. Auf diese Weise wurde der polnische Staat gestärkt. Katharina II. wollte die Vorteile der dauerhaften Blockade des politischen Lebens in der Adelsrepublik, der so genannten „polnischen Anarchie“, jedoch nicht aus der Hand geben und suchte nach Möglichkeiten, ein funktions- und reformfähiges System zu verhindern. Zu diesem Zweck ließ sie einige pro-russische Edelleute mobilisieren und verbündete diese mit orthodoxen und protestantischen Dissidenten, die seit der Gegenreformation unter Diskriminierungen litten. Diese schlossen sich im Juni 1767 zur Konföderation von Radom zusammen. Am Ende des Konflikts stand ein neuer polnisch-russischer Vertrag, der am 24. Februar 1768 vom Repnin-Sejm gezwungenermaßen gebilligt wurde. Dieser sogenannte „Ewige Vertrag“ beinhaltete die Manifestierung des Einstimmigkeitsprinzips, die russische Garantie für die staatliche Integrität und politische Souveränität Polen-Litauens sowie die rechtliche Gleichstellung orthodoxer und protestantischer Christen mit Katholiken.

Entstehung[Bearbeiten]

Kreuz der Konföderation von Bar
Pułaski in Bar,
Ölgemälde von Korneli Szlegel

Am 29. Februar 1768 gründete sich auf der Festung von Bar die Konföderation polnischer Landadliger gegen das Ende ihrer Goldenen Freiheit und die kaiserlich russische Vormundschaft. Dabei erklang als Wahlspruch der Konföderation wiara i wolność ("Glaube und Freiheit"). [17] Vier Tage später, am Gedenktag des Schutzpatrons der Ritter, waren die Truppen gegen den König aufgestellt. Zahlreiche Landadlige in Kleinpolen und Großpolen schlossen sich ihnen an. Zudem ließ der Hajdamakenaufstand 1768 die Konföderation von Bar auch im ganzen Großfürstentum Litauen populär werden.

König Stanisław August Poniatowski besprach daraufhin am 23. März 1768 mit dem Königlichen Rat des Senats die Anforderung der Kaiserlich Russischen Armee zur Bekämpfung der Konföderation von Bar. Es stimmten nur 14 Senatoren dafür (darunter der Primas Poloniae Gabriel Podoski und der Kronschatzmeister Teodor Wessel sowie die beiden Königlichen Hofmarschalle Franciszek Wielopolski und Władysław Gurowski). Der König beschloss jedoch, die Anforderung der russischen Streitkräfte gegen die Mehrheit seiner Senatoren durchzusetzen, um seine Hingabe und unerschütterliche Loyalität gegenüber der russischen Kaiserin Katharina II. unter Beweis zu stellen. [18]. Die Kaiserlich Russische Armee marschierte in der Union Polen-Litauen ein und erhielt Streitkräfte der Königlich Polnischen Armee unter der Führung des Großhetmans Branicki im Kampf gegen die Konföderation von Bar zur Unterstützung.

Die Konföderation von Bar bat infolgedessen das Osmanische Reich um Hilfe und begünstigte den Russisch-Türkischen Krieg (1768–1774). Die Situation erschien so gefährlich, dass selbst Preußenkönig Friedrich II. der russischen Zarin riet, mit den Konföderierten zu verhandeln.

Anführer[Bearbeiten]

Pfarrer Marek war Pfarrer Marek Jandołowicz; er gilt als geistiger Anführer der Konföderation von Bar; Ölgemälde aus dem 18.Jh.

Die vier Gründer und Anführer der Konföderation von Bar waren Bischof Adam Stanisław Krasiński, Kurienmarschall Jerzy August Mniszech sowie Moritz Benjowski und Kazimierz Pułaski. Die Aufstellung der Truppen gegen den König organisierten neben Józef Pułaski als Marschall der Konföderation und Wawrzyniec Potocki, Repräsentant Großpolens, Generalregimentarius des Komputheers der Konföderation:

Kriegsverlauf[Bearbeiten]

Konföderation von Bar, 1768-1772

Die Konföderation von Bar - durch Frankreich ermutigt und militärisch unterstützt - erklärte Russland den Krieg. [19] Ihre uneinheitlich aufgestellten Truppen, formiert durch Freiwillige, Magnaten-Miliz und Deserteuren der Königlich Polnischen Armee, trafen rasch auf die Kaiserlich Russische Armee und deren verbündete Einheiten der polnischen Krone. Die Konföderationstruppen unter Ignacy Malczewski, Michał Jan Pac und Prinz Karol Radziwiłł durchstreiften das ganze Land, gewannen die ersten Schlachten gegen die russischen Truppen und entsandten schließlich, den polnischen König übergehend, eigene Diplomaten an die wichtigsten Herrscherhäuser Europas.

Generalfeldmarschall Krasiński empfängt den osmanischen Würdenträger. Ölgemälde von January Suchodolski
Pułaski bei Częstochowa.
Ölgemälde von Józef Chełmoński, 1875
Pułaski bei Częstochowa
Aquarell von Juliusz Kossak

Polen-Litauens König Stanisław August Poniatowski war zunächst geneigt, über Repnin, dem russischen Botschafter in Warschau, zwischen den Konföderierten und Russland zu vermitteln, entsandte dann aber doch seine Truppeneinheit unter Hetman Franciszek Ksawery Branicki und zwei Generälen gegen die Konföderation von Bar. Dies markiert die Ukrainische Offensive, die vom April bis Juni 1768 lief und mit der Einnahme der Stadt Bar am 20. Juni 1768 endete. [20] Die Direktorien der Konföderation zogen sich ins Fürstentum Moldau zurück. [21] Es gab auch eine die Konföderation unterstützende Truppeneinheit in Kleinpolen, die vom Juli bis August 1768 operierte, aber von der Königlich Polnischen Armee besiegt wurde, als diese Krakau am 22. August 1768 sicherte. Die Konföderation agierte daher von August bis Oktober 1768 im weißrussischen Großfürstentum Litauen weiter, wo sie am 26. Oktober 1768 in Njaswisch jedoch ebenfalls kapitulieren musste. [22] Der zeitgleiche Ausbruch der Koliyivshchyna-Rebellion im ukrainischen Großfürstentum Litauen (Mai 1768) hielt die Konföderation von Bar schließlich am Leben. Die Konföderation bat in Europa um militärische Unterstützung und trug dazu bei, dass im September 1768 der Russisch-Türkische Krieg (1768–1774) begann. Der folgende Abzug vieler russischer Truppen an die türkische Front stärkte die Konföderation von Bar, und sie erschien 1769 wieder in Truppenstärke auf dem Gebiet Kleinpolens und Großpolens. Sie operierte auch im litauischen Teil der Adelsrepublik, was nach ersten Siegen allerdings scheiterte, so mit den Niederlagen in der Schlacht von Białymstok (16. Juli 1769) und in der Schlacht von Orzechowo (13. September 1769).

Die schweren Niederlagen in der Schlacht von Dobra (20. Januar 1770) und Błonia (12. Februar 1770) drängte die Konföderation von Bar in eine weitgehend defensive Position. Noch im selben Jahr verlegte sie den Konföderationsrat von Schlesien nach Ungarn, wo er mit Frankreich, Österreich und dem Osmanischen Reich Verhandlungen zur Bildung einer anti-russischen Allianz aufnahm. Am 22. Oktober 1770 rief er die Absetzung des polnischen Königs Stanisław August Poniatowski aus. Der französische Königshof Versailles entsandte mit Einverständnis der Konföderierten seinen Berater Charles François Dumouriez nach Polen-Litauen Reorganisierung der Truppen gegen den russischen Kurator auf dem polnischen Thron. Die Situation wurde so ernst, dass selbst Preußenkönig Friedrich II. der Russischen Kaiserin Katharina II. riet, mit den Bar Konföderierten zu verhandeln.

Die von Dumouriez reorganisierte Armee der Konföderation von Bar konnte den politischen Bedeutungsverlust um einige Jahre überleben. Zwar musste sie 1771 die schweren Niederlagen in der Schlacht von Lanckorona (21. Mai 1771) und Stałowicze (23. Oktober 1771) hinnehmen, [23] doch hatte sie am Jahresende die Festung Jasna Góra in Częstochowa erkämpft und damit ihre Königin, die das geistige Zentrum der Adelsrepublik Polen-Litauen war.

Karl von Sachsen, Königskandidat der Konföderation von Bar nach der geplanten Absetzung Poniatowskis

Der Versuch der Bar Konföderierten unter Pułaski [24] am 3. November 1771 den eigenen König zu entführen und durch den Wahlkandidaten Karl von Sachsen zu ersetzen, ließ die Habsburger ihre Unterstützung der Bar Konföderierten beenden und sie aus allen seinen Landen (Österreich, Fürstentum Moldau etc.) vertreiben. [25] Er gab den drei europäischen Hegemoniemächten Preußen, Österreich und Russland nur einen weiteren Vorwand, die "polnische Anarchie" unter Beweis zu stellen, verbunden mit der Notwendigkeit, als Nachbarn ins Land einfallen zu dürfen, damit man den Menschen dort wieder "Ordnung" bringen könne. [26] [27]

Die Regimenter der Konföderation von Bar, deren Direktorien nun das zu Österreich gehörende Fürstentum Moldau verlassen mussten, legten die Waffen trotzdem nicht nieder. Viele ihrer Festungen hielten Stellung solange sie konnten: das Königsschloss auf dem Wawel fiel erst am 28. April 1772 [28] [29] Die Tyniec-Festung hielt bis zum 13. Juli 1772 und die Festung Jasna Góra mit der Königin von Polen unter dem Kommando Kazimierz Pułaskis bis 18. August 1772. [30] [31] Insgesamt kämpften 100.000 polnische Landadlige bei 500 Gefechten zwischen 1768 bis 1772. [32] Der vermutlich am längsten gehaltene Stützpunkt war das Kloster Zagórz, der erst am 28. November 1772 fiel.

Am Ende erlag die Konföderation von Bar der Kaiserlich Russischen Armee und ihre Anhänger flohen gen Westen oder wurden vom Russen zusammen mit ihren Familien nach Sibirien deportiert. [33] Historiker konnten zeigen, dass es ca. 5.000 ehemalige Konföderierten von Bar waren. Sie bilden zusammen mit ihren Familien die erste bedeutende Polengruppe, die nach Sibirien ins Exil verschleppt wurden.

Folgen und Historische Beurteilung[Bearbeiten]

Kreuz der Konföderation von Bar über dem Eingang der Nationalgedenkkapelle auf dem Jasna Góra
Die derzeit älteste erhaltene Polnische Uniform ist die Kavallerie-Jacke der Konföderation von Bar im Hauptgebäude des Nationalmuseums Krakau

Die Konföderation von Bar gilt heute als erster polnischer Nationalaufstand [34] und als letzte Massenbewegung der Szlachta. [35] Ihr wird auch gedacht auf dem Grabmal des unbekannten Soldaten (Warschau) mit der Inschrift "KONFEDERACJA BARSKA 29 II 1768 – 18 VII 1772”. Die wichtigsten Helden der Konföderation von Bar sind Kazimierz Pułaski (Verteidiger von Jasna Góra), der Kosake Józef Sawa-Caliński in Masowien und Józef Zaremba in Großpolen. Darüber hinaus wird der charismatische Karmelit Marek Jandołowicz (Pfarrer Marek) auch als Prophet geehrt. Die Konföderierten hinterließen eine große Liedersammlung: darin befindet sich das heute berühmteste Lied der Konföderation von Bar Zdaj się, Polaku, w opiekę Maryi, Stawam na placu z Boga ordynansu (Piosenka o Drewiczu). Der Konföderation von Bar widmeten sich auch polnische Schriftsteller, z.B. Juliusz Słowacki in seinem Drama Ksiądz Marek mit dem bekannten Konföderiertenlied, aber auch in seinem Drama Sen srebrny Salomei. Adam Mickiewiczs Meinungsäußerung 1833 O ludziach rozsądnych i ludziach szalonych ("Über vernünftige und verrückte Menschen") bestimmt die Konföderation von Bar erstmals als Ersten Polnischen Nationalaufstand und markiert damit den Beginn des "Mythos von Bar". Alle folgenden polnischen Aufstände bis in die 1980er Jahre hinein waren vom Leitspruch "Glauben und Freiheit" motiviert und damit Ableger der Konföderation von Bar.

Bis zu den Zeiten der Konföderation von Bar, in denen die Konföderierten besonders mithilfe französischer und österreichischer Unterstützung operierten, werden die Konföderierten als unpatriotische Antagonisten gesehen. [36] Aber im Jahre 1770, als die Kaiserlich Russische Armee durch das offiziell unabhängige Polen-Litauen marschierte und die europäischen Fremdmächte den Sejm bedrängten, der Ersten Teilung Polen-Litauens zu zustimmen, begannen die Konföderierten das Image vom Polnischen Exilsoldaten zu entwickeln, der seinem Vaterland bis zum bitteren Ende treu bleibt. Dieses Image führte während der folgenden 200 Jahre zur Bildung Polnischer Legionen und anderer Truppen im Exil. [37]

Historiker beurteilen die Konföderation von Bar sehr unterschiedlich: Während keiner ihre patriotischen Absichten zur Befreiung Polen-Litauens von äußeren (primär russischen) Einflüssen leugnet, kritisieren manche Historiker wie Jacek Jędruch die Konföderation von Bar für ihre rückschrittliche Einstellung bei den Bürgerrechtsfragen, besonders im Hinblick auf religiöse Toleranz (Jędruch schreibt von "religiöser Bigotterie", "peinlich genauer katholischer Haltung") und macht sie als Beitrag zur Ersten Teilung Polen-Litauens geltend. [38] [39]. Andere Historiker wie Bohdan Urbankowski loben die Konföderation von Bar als erste ernsthafte militärische Anstrengung zur Wiederherstellung der Unabhängigkeits Polens, Polnisch-Livlands, Litauens, Weißrusslands und der Ukraine. [40]

Schlachten[Bearbeiten]

im Jahr 1768:

  • 1768-06-11: Gefecht bei Rataje (bei Pyzdry)
  • 1768-06-12: Gefecht bei Raszków
  • 1768-06-14: Schlacht bei Krotoszyn (irrtümlich bekannt als Schlacht bei Zduny)
  • 1768-06-19: Belagerung von Bar
  • 1768-06; 1768-07-27 bis 1768-08-17: Belagerung von Krakau
  • 1768-10-03/04: Bezirk Lackowa
  • 1768-10-26: Kapitulation von Nieśwież

im Jahr 1769:

  • 1769-03-08: Schützengräben der Hl. Dreifaltigkeit
  • 1769-03-19: Schlacht bei Pakość
  • 1769-03-30: Schlacht bei Lwów
  • 1769-04-06: Schlacht bei Rogi und Miejsce Piastowe
  • 1769-04-08: Schlacht bei Iwla
  • 1769-05-27: Schlacht bei Brzeżany
  • 1769-07-12: Schlacht bei Słonim
  • 1769-07-17: Schlacht bei Białystok
  • 1769-08-08: bitwa pod Hoszów
  • 1769-08-11/12: Verteidigung des Lubomirski-Schlosses in Rzeszów
  • 1769-08-15: Powitno (heute Rzeszów-Pobitno)
  • 1769-09-13: Schlacht bei Orzechów
  • 1769-09-14: Schlacht bei Radomin, Schlacht bei Tarpno
  • 1769-09-15: Schlacht bei Włodawa, Schlacht bei Łomazy

im Jahr 1770:

  • 1770-01-13: Grab
  • 1770-01-23: Schlacht bei Dobra
  • 1770-01-29: Schlacht bei Kcynia
  • 1770-04-05: Schlacht bei Jedlicze und Siepietnica
  • 1770-05-15: Schlacht bei Dęborzyn
  • 1770-08-03 bis 1770-08-05: Schlacht bei Izby
  • 1770-08-16: Gefecht bei Kościan
  • 1770-09-05: Schlacht bei Pińczów
  • 1770-09-10 bis 1772-08-18: Verteidigung von Jasna Góra

im Jahr 1771:

  • bis 1771-01-30: Belagerung von Poznań
  • 1771-02-20: Belagerung von Lanckorona
  • 1771-03-01: Schlacht bei Rachów
  • 1771-04-16 und 1771-04-28: Schlacht bei Szreńsk
  • 1771-05-23: Schlacht bei Groby
  • 1771-05-23: Schlacht bei Lanckorona
  • 1771-06-25: Schlacht bei Charchwo und Charchówek
  • 1771-07-23: Schlacht bei Widawa
  • 1771-09-06: Antopol
  • 1771-09-23: Schlacht bei Stołowicze

im Jahr 1772:

  • 1772-02-02: Schlacht bei Doroszewicze am Prypjat
  • bis 1772-04-24: Belagerung des Wawel
  • 1772-05-14: Belagerung der Grenzen in Barwinek
  • 1772-06-12: Belagerung von Krosno
  • 1772-07-13: Tyniec bei Kraków
  • 1772-08-18: Belagerung von Częstochowa
  • 1772-09-19: Eintritt der österreichischen Truppen in Lwów
  • 1772-09-29: Belagerung des Karmeliterklosters in Zagórz

Literatur[Bearbeiten]

  • F. A. Thesby de Belcour: Die Konföderierten von Bar, Kraków, 1895 (poln.)
  • Charles-François Dumouriez: Mémoires et correspondance, Paris, 1834
  • Chisholm, Hugh, ed. (1911): Bar, Confederation of. Encyclopædia Britannica (11th ed.). Cambridge University Press.
  • Aleksander Kraushar: Książę Repnin i Polska w pierwszem czteroleciu panowania Stanisława Augusta (1764-1768) ("Fürst Repnin und Polen während der ersten vier Jahre unter König Stanisław August (1764–1768)"), Revidierte Auflage, Warszawa: Gebethner i Wolff; Kraków: G. Gebethner i Spółka, 1900.
  • Paweł Matejko (2011): The Mixed Multitude: Jacob Frank and the Frankist Movement, 1755–1816. Philadelphia, PA: University of Pennsylvania Press. ISBN 978-0-8122-4315-4, S. 180-191 "The Bar Confederation"
  • Piotr Kreczetników: Radom und Bar 1767-68. Kriegstagebuch und militärpolitische Korrespondenzen mit dem Minister Repnin

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dominic Lieven: The Cambridge History of Russia: Volume 2, Imperial Russia, 1689–1917. Cambridge University Press. 2006. S. 171.
  2. Verknüpfung der Konföderation von Bar (Interview) mit Dorota Dukwicz, Muzeum Historii Polski (pol.) letzter Zugriff 2015-06-20
  3. Vgl. Rudolf Jaworski, Christian Lübke, Michael G. Müller: Eine kleine Geschichte Polens, Frankfurt a. M. 2000, S. 167.
  4. Die verhältnismäßig ruhigen Zeiten, die nach 1711 in Polen-Litauen nach den schwedischen, osmanischen und Kosakenkriegen waren, begünstigten die Vorbereitungen für die Krönung des Gnadenbildes. Dass die päpstliche Krone das Haupt der Muttergottes von Jasna Góra zieren würde, wünschten sich schon seit langem die Herzen der Gläubigen, insbesondere die des polnischen Landadels. 1716 fuhr Chryzostom Koźbiałowicz mit der Bitte nach Rom und schenkte Papst Clemens XI. eine Kopie des Bildes der Muttergottes von Częstochowa. Der Papst unterzeichnete auf Wunsch der Gläubigen das Krönungsbreve, und am 8. September 1717 fand die feierliche Krönung statt, an der 200.000 Gläubige teilnahmen.
  5. René Hanke: Brühl und das Renversement des alliances. Die antipreußische Außenpolitik des Dresdener Hofes 1744–1756. Lit, Berlin 2006, ISBN 3-8258-9455-X, S. 18
  6. Zur Periodisierung vgl. Müller: Die Teilungen Polens, S. 12 f.
  7. Vgl. Hans Lemberg: Polen zwischen Rußland, Preußen und Österreich im 18. Jahrhundert, in: Friedhelm Berthold Kaiser, Bernhard Stasiewski (Hrsg.): Die erste polnische Teilung 1772, Köln 1974, S. 36 f., oder Müller: Die Teilungen Polens, S. 15–18.
  8. Müller: Die Teilungen Polens, S. 14.
  9. Vgl. Müller: Die Teilungen Polens, S. 17.
  10. Vgl. Jaworski / Müller / Lübke: Eine kleine Geschichte Polens, S. 178 f., und Müller: Die Teilungen Polens, S. 18–20.
  11. Vgl. Jaworski / Müller / Lübke: Eine kleine Geschichte Polens, S. 181.
  12. Vgl. Meisner: Gerichtswesen und Rechtspflege, S. 314.
  13. a b Vgl. Hans Roos: Polen von 1668 bis 1795, in: Theodor Schieder, Fritz Wagner (Hrsg.): Handbuch der Europäischen Geschichte. Bd. 4: Europa im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung, Stuttgart 1968, S. 740.
  14. Jaworski / Müller / Lübke: Eine kleine Geschichte Polens, S. 185.
  15. Vgl. Roos: Polen von 1668 bis 1795, S. 741.
  16. Vgl. Andrea Schmidt-Rösler: Polen. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Regensburg 1996, S. 53.
  17. Sołtyks Worte
  18. Władysław Konopczyński: Konfederacja barska, t. I, Warszawa 1991, S. 46
  19. Barska Konfederacja, WIEM Encyklopedia
  20. Barska Konfederacja, WIEM Encyklopedia
  21. Barska Konfederacja, WIEM Encyklopedia
  22. Barska Konfederacja, WIEM Encyklopedia
  23. Barska Konfederacja, WIEM Encyklopedia
  24. AnnMarie Francis Kajencki: Count Casimir Pulaski: From Poland to America, a Hero's Fight for Liberty 2005 The Rosen Publishing Group. S. 23. ISBN 978-1-4042-2646-3
  25. Daniel Stone: The Polish-Lithuanian state, 1386-1795. 2001 University of Washington Press. S. 272. ISBN 978-0-295-98093-5
  26. Barska Konfederacja, WIEM Encyklopedia
  27. David Pickus: Dying with an enlightening fall: Poland in the eyes of German intellectuals, 1764-1800 2001 Lexington Books. S. 35. ISBN 978-0-7391-0153-7
  28. Lewinski Corwin, Edward Henry (1917): The Political History of Poland, Google Print, S. 310–315
  29. Halina Nehring: Kartki z kalendarza: kwiecień
  30. Lewinski Corwin, Edward Henry (1917): The Political History of Poland, Google Print, S. 310–315
  31. Norman Davies: God's Playground A History of Poland: Volume 1: The Origins to 1795, 2005 Oxford University Press. S. 392. ISBN 978-0-19-925339-5
  32. Dominic Lieven: The Cambridge History of Russia: Volume 2, Imperial Russia, 1689-1917, Cambridge University Press. 2006. S. 171
  33. Norman Davies: Europe: A History, 1996 Oxford University Press, S. 664, ISBN 978-0-19-820171-7
  34. Alicja Deck-Partyka: Poland, a Unique Country & Its People, 2006 AuthorHouse. S. 35. ISBN 978-1-4259-1838-5.
  35. Jacek Jędruch: Constitutions, elections, and legislatures of Poland, 1493–1977: a guide to their history, 1998 EJJ Books, S. 160 ISBN 978-0-7818-0637-4
  36. Bohdan Urbankowski: Józef Piłsudski: marzyciel i strateg ("Józef Piłsudski: Träumer und Strategist"), Wydawnictwo ALFA, Warsaw, 1997, ISBN 978-83-7001-914-3, S. 155
  37. Bohdan Urbankowski: Józef Piłsudski: marzyciel i strateg ("Józef Piłsudski: Träumer und Strategist"), Wydawnictwo ALFA, Warsaw, 1997, ISBN 978-83-7001-914-3, S. 155
  38. " Confederation of Bar". Encyclopædia Britannica. Letzter Zugriff 2015-06-30. "Its activities precipitated a civil war, foreign intervention, and the First Partition of Poland."
  39. Jacek Jędruch: Constitutions, elections, and legislatures of Poland, 1493–1977: a guide to their history, 1998 EJJ Books, S. 160. ISBN 978-0-7818-0637-4
  40. Bohdan Urbankowski: Józef Piłsudski: marzyciel i strateg ("Józef Piłsudski: Träumer und Strategist"), Wydawnictwo ALFA, Warsaw, 1997, ISBN 978-83-7001-914-3, S. 155