Konklave 1939

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Wappen des Kardinalkämmerers während der Sedisvakanz
Papst Pius XI. †
Papst Pius XII.

Das Konklave 1939 tagte in der Zeit vom 1. bis zum 2. März 1939. Es war nötig geworden, nach dem Papst Pius XI. am 10. Februar desselben Jahres gestorben war. Es endete mit der Wahl von Kardinalstaatssekretär und Camerlengo Eugenio Pacelli (an dessen 63. Geburtstag) zum neuen Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, der den Namen Pius XII. annahm.

Ablauf[Bearbeiten]

Nach dem Tod von Pius XI. rief Kardinaldekan Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte die Kardinäle zum Konklave zusammen. Mit einer Dauer von nur drei Wahlgängen war es das kürzeste Konklave des 20. Jahrhunderts. Von den 62 wahlberechtigten Kardinälen war jeder anwesend. Wie eindeutig die Wahl von Kardinal Pacelli zum Papst war, lässt sich daran ermessen, dass seine Wahl nur einen Tag dauerte.

Pacelli war der erste Kardinalstaatssekretär seit 1667 Clemens IX., der zum Papst gewählt wurde, der erste Camerlengo seit Leo XIII. im Jahr 1878, war das erste Mitglied der Kurie seit Gregor XVI. im Jahr 1831 und der erste gebürtige Römer seit Clemens X. im Jahr 1670.

Teilnehmende Kardinäle[Bearbeiten]

Unter den 62 Kardinälen waren auch drei deutsche Kardinäle sowie einer aus Österreich (damals Teil des nationalsozialistischen Deutschen Reichs). Die Anzahl der nicht-europäischen Kardinäle hatte sich auf sieben erhöht.[1]

Die meisten Kardinäle wurden von dem verstorbenen Pius XI. kreiert. Nur zehn Kardinäle hatten bereits am Konklave 1922 teilgenommen.

Anmerkung: (AUT) = zählt heute als Österreicher

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Giancarlo Zizola: Der Nachfolger, Patmos-Verlag 1997, S. 116