La finta semplice

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Werkdaten
Originaltitel: La finta semplice
Originalsprache: Italienisch
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Marco Coltellini
Uraufführung: 1. Mai 1769
Ort der Uraufführung: Salzburg
Spieldauer: ca. 2 1/2 Stunden
Personen
  • Fracasso, ungarischer Hauptmann (Tenor)
  • Rosina, die angebliche Einfältige; Baronin (Sopran)
  • Don Polidoro, einfältiger Edelmann (Tenor)
  • Don Cassandro, einfältiger und geiziger Edelmann (Bass)
  • Giacinta, Schwester von Don Cassandro und Don Polidero (Sopran)
  • Ninetta, Kammermädchen (Sopran)
  • Simone, Sergeant (Bass)

La finta semplice (dt.: Die falsche Einfältige), KV 51 ist eine Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Sie wurde am 1. Mai 1769 in Salzburg uraufgeführt. Auf die Anregung Kaiser Joseph II. hin komponierte Mozart erstmals eine Opera buffa. Mozart komponierte dieses Werk 1768 so frühreif, dass bei ersten Proben in Wien der Verdacht aufkam, dass das Werk nicht vom 12-jährigen Wunderkind selbst, sondern von seinem Vater stammten. Die darauf einsetzenden Gerüchte führten dazu, dass die Premiere abgesagt werden musste. Mozarts Vater Leopold blieb aber hartnäckig und schaffte es, dass die Oper ein Jahr später in Salzburg uraufgeführt werden konnte.

Handlung[Bearbeiten]

Hauptfiguren sind Cassandro und sein naiver jüngerer Bruder Polidoro, die gemeinsam mit dem Nesthäkchen, der jungfräulichen Schwester Giacinta, auf ihrem Landschloss in der Nähe Cremonas ein abgeschiedenes Junggesellendasein führen. Die Brüder beherbergen in ihrem Haus den ungarischen Hauptmann Fracasso und seinen Sergeant Simone. Seit Don Cassandro einmal von einer Frau schlecht behandelt wurde, spielt er den Frauenfeind. Sein ebenfalls unverheirateter Bruder Don Polidoro, der am liebsten jeder Frau nachstellen würde, steht unter der Fuchtel seines Bruders und muss sich ebenfalls von den Frauen fernhalten. Fracasso verliebt sich in Don Cassandros und Don Polidoros Schwester Giacinta, Simone in deren Zofe Ninetta. Der einzige Ausweg, den Weiberfeind dazu zu bewegen, in die Heiratspläne der Schwester einzuwilligen, scheint eine List zu sein: Fracassos kluge Schwester, die Baronessa Rosina, gibt sich einfältig und umwirbt gleich beide Brüder. Als sie bemerken, dass sie Rivalen sind, bringt eine weitere List sie so durcheinander, dass Cassandro schließlich der Hochzeit von Giacinta und Fracasso zustimmt.

Weblinks[Bearbeiten]