Laudenbach (Großalmerode)

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Laudenbach
Koordinaten: 51° 13′ 50″ N, 9° 48′ 30″ O
Höhe: 333 (300–650) m ü. NHN
Fläche: 8,62 km²[1]
Einwohner: 1003 (2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 37247
Vorwahl: 05604

Laudenbach ist ein Stadtteil der Stadt Großalmerode im hessischen Werra-Meißner-Kreis. Die Ortschaft hat heute mehr als 1000 Einwohner.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laudenbach liegt im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald) etwa 3,5 km südöstlich der Kernstadt von Großalmerode – zwischen Uengsterode (zu Großalmerode) im Nordnordosten und Velmeden (zu Hessisch Lichtenau) im Südsüdwesten. Es befindet sich zwischen dem Hohen Meißner (753,6 m) im Ostsüdosten und dem Hohekopf (539,4 m) im Nordwesten und wird vom Gelster-Zufluss Laudenbach durchflossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte Erwähnung findet sich in einer Urkunde des Klosters Hersfeld aus dem Jahre 1297. Seitdem wuchs die Bevölkerung kontinuierlich.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–48) fiel Laudenbach 1637 dem sogenannten Kroatensturm zum Opfer, von dem es sich aber wieder erholte. Stets zur Landgrafschaft Hessen-Kassel gehörend, waren die örtlichen Greben dazu angehalten, nach Kassel über die wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten in Laudenbach zu berichten.

Die alte Salzstraße nach Bad Sooden-Allendorf führte durch Laudenbach, somit war das Salzfahren neben der Landwirtschaft und dem seit 1585 betriebenen Bergbau (Braunkohle, Alaun, Wascherde) ein wichtiger Erwerbszweig. Schon seit dem 17. Jahrhundert verfügt Laudenbach über eine eigene Schule, die Kirche des Ortes ist eine der ältesten der Gegend und war Zentrum des Pfarrgemeindebezirks der umliegenden Dörfer.

Der Ort gehörte bis 1821 zum hessischen Amt Lichtenau und danach zum Landkreis Witzenhausen. Während der französischen Besetzung gehörte der Ort zum Kanton Lichtenau im Königreich Westphalen (1807–1813).[1] Politisch wurde das Dorf seit der Reichsgründung 1871 und noch mehr seit 1919 von der SPD (der SPD-Ortsverein Laudenbach wurde 1909 gegründet) geprägt; noch heute gewinnt diese Partei bei Wahlen in Laudenbach über 70 % der Stimmen.

Am 1. Januar 1974 wurde Laudenbach in die Stadt Großalmerode eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbeirat des Dorfs besteht aus fünf Mitgliedern. Ortsvorsteher ist Horst Küllmer (SPD).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Laudenbach gibt es einen Sport-, Heimat-, Gesang-, Reit- und Schützenverein, die Theatergruppe „Die Hoaderlumpen“, eine Abteilung der Bundeswehr-Reservistenkameradschaft, die gemeinnützige Jugendvereinigung „Partyteufel Laudenbach“ und die Freiwilligen Feuerwehr.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krummel, Die hessischen Ämter, S. 69.
  • Küther, Historisches Ortslexikon des Kreises Witzenhausen, S. 82 f.
  • Siegel, Geschichte der Stadt Lichtenau, S. 261 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Laudenbach, Werra-Meißner-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 12. Februar 2016)
  2. Laudenbach im Internetauftritt der Stadt Großalmerode, abgerufen im Februar 2016
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 410.