Liebe zu viert

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Filmdaten
Deutscher TitelLiebe zu viert
OriginaltitelFour’s A Crowd
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1938
Längeca. 92 Minuten
Stab
RegieMichael Curtiz
DrehbuchWallace Sullivan,
Casey Robinson,
Sig Herzig
ProduktionHal B. Wallis,
für Warner Brothers
MusikEddie Durant,
Ray Heindorf,
M. K. Jerome,
Heinz Eric Roemheld
KameraErnest Haller
SchnittClarence Kolster
Besetzung

Liebe zu viert (Originaltitel: Four’s A Crowd) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Michael Curtiz aus dem Jahr 1938. In den Hauptrollen spielen Errol Flynn, Olivia de Havilland, Rosalind Russell und Patric Knowles.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patterson Buckley, der junge Besitzer eines Verlages, überlegt ein Zeitungsblatt zu schließen. Jean, die Reporterin des Blattes, wehrt sich und schlägt Buckley vor, den ehemaligen Chefredakteur Robert Lansford wieder einzustellen. Doch Patterson hatte diesen selbst entlassen und Robert ist ein hoffnungsloser Frauenheld und führt inzwischen ein anderes Unternehmen. Ohne Wissen von Buckley holt sie Bob zurück. Dieser sagt erst zu, als er erfährt, dass Buckley mit Lorri Dillingwell in einer Beziehung ist. Bob will Lorris Großvater, den Millionär John P. Dillingwell, als Klienten gewinnen. Daher kommt Bob zum Verlag zurück. Er erzählt Pat, dass er und Jean zusammen seien. Bob stellt John Dillingwell als Menschenfeind dar, um die Auflage des Blattes zu erhöhen, und Lorrie beendet daraufhin ihre Beziehung mit Patterson Buckley.

Nun versucht Bob, John Dillingwell davon zu überzeugen, mit Hilfe der Zeitung sein Image aufzubessern. Dillingwell lehnt ab – ihm sei sein Image egal. Bob provoziert Dillingwell zu einem Rennen von Spielzeugeisenbahnen auf der Anlage des Millionärs. Erst als Dillingwell erkennt, dass Bob erfolgreich geschummelt hat, ist er so begeistert, dass er auf Bobs Vorschläge eingeht. Patterson denkt, dass Jean in ihn verliebt ist, und Lorri denkt dasselbe von Bob. Dabei sind Bob und Jean inzwischen ein Paar. Als es zu einer Affäre Dillingwells kommt, muss Bob verhindern, dass Jean diese in die Zeitung setzt. Am Ende werden sie ein Paar und auch Lorri und Patterson versöhnen sich wieder.

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produzent Hal B. Wallis und Regisseur Michael Curtiz hatten bereits im selben Jahr zusammengearbeitet und den heute wesentlich bekannteren Abenteuerklassiker Robin Hood, König der Vagabunden gedreht. In diesem hatten die Hauptdarsteller Errol Flynn (Robin Hood), Olivia de Havilland (Lady Marian) und Patric Knowles (Will Scarlet) zusammengespielt. Mit Rosalind Russell kam eine erfahrene Komödien- und Musicalfilmdarstellerin hinzu, die in diesem Genre insgesamt erfahrener war. Die Nebenrollen wurden mit ebenfalls erfahrenen Charakterdarstellern wie Walter Connolly und Melville Cooper besetzt. Der Film mit Screwball-Elementen feierte im Herbst 1938 Premiere und wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1977 im Fernsehen gezeigt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiken zum Film fielen geteilt aus. So schrieb eine Zeitung, der Film sei der schlechteste des Jahres und wenn nicht, dann nur um Haaresbreite. Die Rollen werden als schwach betrachtet und die Hauptdarsteller würden wie „Flüchtige aus dem Irrenhaus“ agieren. Dabei würden sie auch noch denken, dass sie witzig wären, was sie aber keineswegs seien. Flynn solle nur noch Abenteuerfilmen drehen und Russell sollte überzeugt sein, dass MGM für sie besser sei. Knowles und DeHavilland solle man vergeben, denn sie wüssten sowieso nicht, was sie tun.[1]

Andere Kritiker benutzten für den Film zweideutige Bezeichnungen wie „verrückt“ und „turbulent“. Der Film habe nur ein Ziel, nämlich die Zuschauer zum Lachen zu bringen.[2] Cinema lobte zwar die Dialoge, die für den Zuschauer jedoch zum Ende ermüdend werden würden. Was damals frech gewesen sei, wirke heute leicht angestaubt.[3] Das Lexikon des Internationalen Films schrieb: „Alte, streckenweise noch immer recht frische und muntere Hollywood-Komödie über Irrungen und Wirrungen im Zeitungs- und Millionärsmilieu.“[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harold W. Cohen: The New Films – ‘Four’s A Crowd’. In: Pittsburgh Post-Gazette, 31. August 1938.
  2. News of Screen and Talkies: Granada Theatre. In: The Daily Times, 3. Oktober 1938.
  3. Liebe zu viert auf cinema.de, abgerufen am 30. Juli 2015.
  4. Liebe zu viert bei Zweitausendeins