Liebenzeller Mission

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Liebenzeller Mission
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Rechtsform Gemeinnützige GmbH
Gründung 13. November 1899
Gründer Heinrich Coerper
Sitz Bad Liebenzell, Deutschland
Personen Johannes Luithle, Martin Auch, Hansgerd Gengenbach, Volker Gäckle
Aktionsraum weltweit
Schwerpunkt missionarische und soziale Projekte, Ausbildung, Qualifizierung von Multiplikatoren, Medizinische Arbeit, Hilfe für Straßenkinder
Budget 12,9 Mio. Euro (2015)
Angestellte 240 Missionare in 25 Ländern
Motto Mit Gott von Mensch zu Mensch
Website www.liebenzell.org
Missionshaus

Die Liebenzeller Mission (LM) ist eine evangelische Missionsgesellschaft mit Sitz in Bad Liebenzell und ist als freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland auch Mitglied im Diakonischen Werk. Der erste Namensteil steht für den Sitz der Organisation, den Kurort Bad Liebenzell, Mission steht für den Zweck der Organisation: Menschen in verschiedenen Ländern weltweit werden zum Glauben an Jesus Christus eingeladen. Ferner wird Lebenshilfe unabhängig von sozialer, religiöser, politischer und nationaler Herkunft angeboten.

Die LM hat rechtlich selbständige Zweige in Deutschland, USA, Japan, Kanada, Schweiz, Österreich und Ungarn. Diese Zweige haben sich zur Liebenzeller Mission International (LMI) zusammengeschlossen.

Direktor ist Pfarrer Johannes Luithle, der im Januar 2018 die Stelle von Detlef Krause übernahm.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liebenzeller Mission ist aus der China-Inland-Mission entstanden. Am 13. November 1899 wurde der deutsche Zweig auf Initiative von Hudson Taylor durch Heinrich Coerper gegründet. Im Jahre 1902 zog die Mission von Hamburg in die Kleinstadt Liebenzell, die erst 1926 den Namenszusatz „Bad“ erhalten sollte. Schon 1904 wollte und am 6. Juli 1906 wurde die Missionsgesellschaft selbständig von der englischen Organisation und in „Liebenzeller Mission“ umbenannt. Seit 1937 steht auf dem Gelände im Haus Elim eine „dauernde Missionsschau zur Besichtigung zur Verfügung, um die einzelnen Arbeitsgebiete der Liebenzeller Mission anschaulich vor das Auge der Missionsfreunde führen zu können“.[2] Dieses Missionsmuseum ist inzwischen für alle Besucher zugänglich.

Bereits im Gründungsjahr 1899 reiste Heinrich Witt als erster Missionar nach China aus. Durch die China-Inland-Mission wurde die chinesische Provinz Hunan als Arbeitsgebiet zugeteilt, wo eine Arbeit unter Blinden begonnen und Krankenhäuser, Schulen und Waisenheime gegründet wurden. Bis zu 80 Missionare mit 202 chinesischen Mitarbeitern waren an 21 Haupt- und 172 Außenstationen tätig. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in China mussten alle Missionare das Land verlassen. 1953 kehrten die letzten nach Deutschland zurück.[3]

Die Liebenzeller Mission in der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie viele andere pietistische Personen und Werke war auch die Liebenzeller Mission mehrheitlich nationalkonservativ und kaisertreu eingestellt. Denn Liberalismus, Sozialismus und die Weimarer Republik waren in diesen Kreisen negativ besetzt. Ein latenter Antisemitismus gehörte schon früher zu dieser Sichtweise, die zusätzlich theologisch durch den Fluch des Messiasmordes leicht begründet werden konnte. Die Missionsleitung unter Ernst Buddeberg ordnete 1936 an, dass jüdische Personen wie Ärzte zu meiden seien. Adolf Hitler und die nationalsozialistische Bewegung und Herrschaft wurden oft positiv gesehen und teilweise aktiv unterstützt. Etwa die Hälfte der deutschen Missionare in China waren sogar Parteimitglieder, es gab aber auch einige entschiedene Nazigegner. Nach dem Zweiten Weltkrieg zeigte nur einer der Missionsleitung, Adolf Sauter, öffentlich Reue. Ansonsten setzte ein jahrzehntelanges Verdrängen und Schweigen über die beschämende, unheilvolle Teilkollaboration mit dem nationalsozialistischen Regime ein.[4][5][6]

Im Rahmen ihres Pfingstmissionsfestes im Mai 2015 veröffentlichte die Organisation unter der Leitung von Detlef Krause ihre Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus.[7] Die Leitung der LM hatte den Historiker Helmuth Egelkraut gebeten, über diese Zeit zu recherchieren. Egelkraut zufolge herrschte damals eine antijudaistische Stimmung und die Machtübernahme Hitlers wurde begrüßt. Der damalige Missionsdirektor Ernst Buddeberg „vertrat einen Antisemitismus, der sich in nichts von der Judenfeindschaft seiner Umwelt unterschied“.[8] Die heutige Leitung drückte ihre Betroffenheit über die Verstrickung des Missionswerks mit dem Nationalsozialismus aus. Mit einem öffentlichen Bußakt bekannte sich die LM zu diesem dunklen Kapitel ihrer Geschichte und bat um Vergebung.[9]

Arbeitsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu OMF International (ehemals Überseeische Missions-Gemeinschaft bzw. China-Inland-Mission) hat sich die Liebenzeller Mission nicht auf Asien beschränkt. Sie arbeitet mit rund 240 Missionaren in 25 Ländern (u. a. Papua-Neuguinea, Mikronesien, Burundi, Sambia, Japan, Spanien, Frankreich, Russland) und ist damit eine der größten deutschen Missionsgesellschaften.[10] In Deutschland engagiert sich die LM mit Missionaren in Mecklenburg-Vorpommern (Neubrandenburg und Bad Doberan) sowie in Berlin. Die LM engagiert sich in der Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem Jugendverband Entschieden für Christus (EC), sie arbeitet überkonfessionell. Die meisten Missionare sind in den Bereichen Evangelisation und Gemeindegründung tätig. Das geschieht in Zusammenarbeit mit einheimischen christlichen Gemeinden und Partnermissionen.

Arbeitsbereiche der Liebenzeller Mission sind:

Missionsarbeit im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über zwei Drittel der Finanzmittel der LM fließen in ihr Engagement im Ausland. Schwerpunkte der Arbeit sind:

  • Gründung von christlichen Gemeinden
  • Unterstützung einheimischer Kirchen
  • Theologische Fortbildung
  • Medizinische Arbeit
  • Soziale Projekte
  • Katastrophenhilfe

Kurzzeiteinsätze Die LM bietet folgende Programme für Kurzzeiteinsätze in ihren Missionsländern:[11]

  • impact classic: Für eine Einsatzdauer zwischen 3 und 11 Monaten als Gemeindehelfer in Missionsprojekten, in Kinder- und Jugendarbeit und als Lernhelfer in Familien.
  • impact teams: Für eine Einsatzdauer zwischen 3 und 11 Monaten in Teams mit 4 bis 8 jungen Erwachsenen sozial-missionarisch und praktisch mitarbeiten. Begleitet wird der Einsatz von einem Jüngerschaftsprogramm.
  • impact projects: Für eine Einsatzdauer ab 3 Wochen Länge. Diese sind zeitlich an laufenden Projekten orientiert. Einsätze im Rahmen der sozial-missionarischer Arbeit wie Kids Clubs, Religionsstunden, Gefängniseinsätze, Gottesdienste, evangelistische Einsätze, Schulungseinsätze und praktische Arbeiten.
  • Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD): Für eine Einsatzdauer zwischen 6 und 18 Monaten für Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren und mindestens 25 Seminartagen. Einsätze im Ausland im sozialen oder ökologischen Bereich sowie in der Friedens- und Versöhnungsarbeit.[12]

Arbeit in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kinderzentrale (KidZ)
Es werden christliche Veranstaltungen für Kinder in Gemeinden und an Schulen durchgeführt. Zusätzlich stehen Fortbildungen für Mitarbeiter in der Jugendarbeit im Angebot. Die KidZ betreibt ein Internetangebot für Kinder "Mäxis Welt".[13]
  • Teens in Mission (TiM)
Die Teenagerarbeit[14] bietet eine Jüngerschaftsschule unter dem Namen „Fire Mountain Training School“, den „Youth Prayer Congress“ (YouPC) und missionarische Einsätze (ReachOuts), z. B. Reach (Einsätze in Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt) an.
  • Seelsorge
Eine Seelsorgezentrale bietet persönliche Beratung sowie Schulungen und Vorträge an. Die Seelsorge-Beratungsstelle (ISBB) ist seit 1. Januar 2011 ein Arbeitszweig des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes.[15]
  • Evangelisation
Evangelisten stehen für evangelistische Einsätze, Vorträge, Beratung für Gemeinden zur Verfügung.
  • Interkulturelle Teams Deutschland
Die Teammitarbeiter engagieren sich für ausländische Studenten und Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.[16] In Kooperation mit der Hoffnungsträger-Stiftung Leonberg gibt es seit 2018 in Bad Liebenzell zwei „Hoffnungshäuser“, ein Integrationsmodell, wo Studenten der IHL mit Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten zusammenleben.[17]
  • Jährlich finden Veranstaltungen für junge Leute statt:
  • Youth Prayer Congress (1200)
  • Kindermissionsfest (5500)[18]
  • Teenager-Missions-Treffen (2000)
  • eXchange (800)
Zentrale in Bad Liebenzell
Weitere Veranstaltungen
  • Seniorenkongress
  • Singlekongress
  • Pfingstmissionsfest
  • Herbstmissionsfest

Medienarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1906 gegründete Verlag der Liebenzeller Mission[19] veröffentlichte unter anderem Werke seiner Mitarbeiter, wurde 1991 an den damaligen Johannis-Verlag in Lahr/Schwarzwald verkauft und dort unter dem eigenständigen Label Edition VLM weitergeführt.

Zeitschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweimonatlich erscheint die Zeitschrift Mission weltweit (ISSN 1430-9092).

Buchhandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1906[19] ist am Standort Bad Liebenzell mit der Buchhandlung der Liebenzeller Mission eine der größten christlichen Buchhandlungen Deutschlands vertreten. 2009 wurde sie von der Stiftung Christliche Medien übernommen und als SCM Shop weitergeführt.

Fernsehproduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fernseh-Magazin „Weltweit am Leben dran“[20] wird wöchentlich über Bibel TV gesendet.[21]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anliegen der Liebenzeller Mission ist es, eine theologisch qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen, die Menschen zu missionarischem Engagement motiviert, sie sprach- und beziehungsfähig macht. Ein wichtiger Bestandteil ist deshalb ein Mentoringprogramm, das Studierenden im Bereich der Charakterbildung und geistlichen Formation hilft.

Theologisches Seminar (ThSLM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Theologische Seminar der Liebenzeller Mission (ThSLM) wurde ab September 2006 von Volker Gäckle geleitet. Dessen Studiengänge sind inzwischen ausgelaufen. Bis dahin angebotene Abschlüsse waren in Theologie ein BA und MA sowie in Gemeindepädagogik ein BA, die von der britischen Middlesex University vergeben wurden. Die Ausbildung war akademisch qualifiziert und praxisnah konzipiert.

Internationale Hochschule Liebenzell (IHL)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. September 2011 hat die Internationale Hochschule Liebenzell (IHL) als Nachfolger des Theologischen Seminars den Lehrbetrieb aufgenommen. Sie bietet folgende Studiengänge an:

  • Bachelor-Studiengänge (B.A.) in Evangelischer Theologie, in „Theologie / Pädagogik im interkulturellen Kontext“ und – dieser Studiengang ist in Deutschland einzigartig – in „Theologie / Soziale Arbeit im interkulturellen Kontext“.[22]
  • Master-Studiengänge (M.A.) in „Integrative Beratung“ und – in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg – in Evangelischer Theologie.[23]

Interkulturelle Theologische Akademie (ITA)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein alternatives Ausbildungskonzept stellt die Interkulturelle Theologische Akademie (ITA) dar. Sie bietet seit 1. September 2012 ein praxisnahes Studium an, das nach den ersten drei Studienjahren berufsbegleitend im In- oder Ausland abgeschlossen wird.[24] Dem Gemeindepraktikum als Gemeindehelfer folgt nach dem vierten Jahr ein Studium an der Akademie für Weltmission (AWM) in Korntal, das mit dem „B.A. - Focus: Intercultural Studies“ über die Columbia International University (CIU) abschließt.

Studien- und Lebensgemeinschaft (SLG)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Studien- und Lebensgemeinschaft (SLG) unter der Leitung von David Jarsetz bietet ein ganzheitliches Studium für die Studierenden der IHL als auch der ITA. Die SLG wurde im Jahr 2011 gegründet und bewährt sich als Studien- und Lebensmodell.[25]

Schwesternschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwesternschaft ist eine ordensähnliche, evangelische Gemeinschaft von rund 140[26] Schwestern, die zölibatär leben, solange sie ihr angehören. Sie legen kein Gelübde, sondern ein Versprechen ab.[27] Schwestern in Vorbereitung lernen die Gemeinschaft kennen, indem sie zunächst im Schwesternhaus auf dem Gelände der LM wohnen und das Leben teilen. Eine Ausbildung bei der LM oder je nach Einsatz bei anderen Ausbildungsstätten ist möglich.[28]

Seit dem Jahr 1900 wurden Frauen aufgenommen, die für den Einsatz in China und später – ab 1906 – in der Südsee geeignet waren.[29] Die ersten Schwestern reisten 1903 nach China aus. Für den Verkündigungsdienst absolvierten sie zuvor eine theologische Ausbildung. Ab 1913 wurden Schwestern auch in Deutschland in der Gemeinschaftsarbeit eingesetzt. Erst 1922 bekamen die Schwestern, die in Deutschland arbeiteten, auf ihren Wunsch hin eine Schwesterntracht. Ab 1930 wurden Schwestern auch in der Krankenpflege eingesetzt. Zeitgleich wurden Missionare in neue Gebiete entsandt. So reisten neben den Missionaren auch Schwestern der Liebenzeller Schwesternschaft als Missionsschwestern nach Japan und Palau in Mikronesien. Später arbeiteten sie auch als theologische Dozentinnen, in der Gästearbeit, in der Verwaltung und in der Gemeindekrankenpflege. Erst 1936 konstituierte sich die Schwesternschaft als Schwesternverband und trat dem Bund Deutscher Gemeinschafts-Diakonissenmutterhäuser mit Sitz in Aue bei, der Mitglied der von Auguste Mohrmann während der NS-Zeit gegründeten Diakoniegemeinschaft war.[30] Bis heute spielt die Liebenzeller Schwesternschaft unter der Leitung von Oberin Johanna Hägele eine wichtige Rolle in der Arbeit der Liebenzeller Mission.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Finanzierung erfolgt durch Spenden von Einzelpersonen als auch durch Stiftungen.[31][32] 2009 lag der Jahreshaushalt bei 12,4 Millionen Euro. Die Arbeit der LM wird auch durch ehrenamtliches Engagement getragen. Unterstützer stellen neben ihren finanziellen Beiträgen auch Zeit und Fachwissen zur Verfügung. Nur so können die verschiedenen Arbeiten im Ausland und in Deutschland sowie die zahlreichen Veranstaltungen gemeistert werden.

Missionsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liebenzeller Mission ist ein freies Missionswerk, das im Rahmen der evangelischen Landeskirche eng mit den folgenden pietistischen Gemeinschaftsverbänden zusammenarbeitet:

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeiten und Reisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Was 1953 mit Singe-Freizeiten der Missionsschwester Lydia Ewald begann, weitete sich aus, bis 1971 unter Führung von Albert Weidle ein erster Freizeitprospekt mit 17 Freizeiten in vier Ländern herausgegeben wurde. 1996 wurde die Arbeit unter ihrem damaligen Geschäftsführer Paul-Gerhardt Koch als Liebenzeller Mission Freizeiten und Reisen GmbH fortgeführt.[33][34] Daraus ist einer der größten christlichen Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum entstanden. Aktueller Geschäftsführer ist seit Mai 2015 Thomas Trommer.[35] Jährlich werden mehr als 250 Gruppenreisen in rund 50 Ländern mit rund 7.000 Teilnehmern als Pauschalangebote zusammengestellt und angeboten. Die Freizeiten zeichnen sich durch geistlich geprägte Programme aus.

Christliche Gästehäuser Monbachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1975 übernahm die LM die Trägerschaft der heutigen Christlichen Gästehäuser Monbachtal, eine Ferienanlage, Familienferien- und Tagungsstätte mit christlichen Programmangeboten.[36]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 wurde die Missionsgesellschaft im Rahmen eines Innovations-Wettbewerbes durch Ranga Yogeshwar im Auftrag der compamedia mit dem „Top 100“-Siegel ausgezeichnet.[37] „Die Liebenzeller Mission stellt unter Beweis, dass auch eine christliche Missionsgesellschaft innovativ sein kann“, so die Jury. Sie biete als Träger der Internationalen Hochschule Liebenzell als einziges deutsches Hilfswerk ihren rund 250 Studenten eine eigene akademische Ausbildung an. Im Ausland werden Programme von Anfang an gemeinsam mit Einheimischen entwickelt, damit diese die Hilfsmaßnahmen langfristig selbstständig weiterführen können. So auch beim Projekt „Shape Life“, einer Arbeit unter jungen Menschen in den sozialen Brennpunkten in Port Moresby, der Hauptstadt von Papua-Neuguinea.[38]

Dokumentation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dokumentarfilm „Der große Navigator“ begleitet den Missionar Jakob Walter bei seinen ersten Schritten als Missionar in Neubrandenburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Ernst Buddeberg: Zu Lob und Herrlichkeit: Werden und Wachsen der Liebenzeller Mission. Buchhandlung der Liebenzeller Mission 1934.
  • Paul-Gerhardt Möller (Hrsg.): Chinas Millionen: 50 Jahre Liebenzeller Mission 1899–1949, in der Werkszeitschrift Mitteilungen der Liebenzeller Mission, 4. Quartal 1949.
  • Eduard Kühn: Werden und Wachsen der Liebenzeller Mission. Lahr-Dinglingen 1951.
  • 60 Jahre Liebenzeller Mission. Festschrift zum 60jährigen Bestehen der Liebenzeller Mission am 13. November 1959. Buchhandlung der Liebenzeller Mission 1959.
  • Kurt E. Koch: Heinrich Coerper und sein Werk. Verlag der Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell 1964.
  • Wilhelm Steinhilber: In aller Welt am Netz. Festschrift zum 75. Jubiläum der Liebenzeller Mission. Mit Anhang: Die Märtyrer der Liebenzeller Mission. Verlag der Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell 1974, ISBN 3-88002-012-4.
  • Wilhelm Steinhilber: Der feuerspeiende Berg. Aus der Frühzeit der Liebenzeller Mission. Verlag der Liebenzeller Mission, Lahr/Schwarzwald 1985, ISBN 3-88002-050-7.
  • Karl Kalmbach: Mit Gott von Mensch zu Mensch. Aus der Geschichte der Liebenzeller Mission. Verlag der Liebenzeller Mission, Lahr/Schwarzwald 1999, ISBN 3-88002-664-5.
  • Erika Leimenstoll, Gudrun Neumaier (Hrsg.): 73 gute Gründe, sich auf Gott zu verlassen. Verlag der Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell 2009, ISBN 978-3-921113-57-8 (zur über 100-jährigen Geschichte der Liebenzeller Schwesternschaft).
  • Helmuth Egelkraut: Die Liebenzeller Mission und der Nationalsozialismus. Eine Studie zu ausgewählten Bereichen, Personen und Positionen. Mit einer Stellungnahme des Komitees der Liebenzeller Mission (= Interkulturalität & Religion, Bd. 3). Lit Verlag, Münster 2015, ISBN 978-3-643-12980-2.
  • Elmar Spohn: Zwischen Anpassung, Affinität und Resistenz. Die Glaubens- und Gemeinschaftsmissionen in der Zeit des Nationalsozialismus, Beiträge zur Missionswissenschaft und interkulturellen Theologie, Band 34, LIT Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3-643-13213-0, S. 195–216.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liebenzell Mission – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizieller Stabwechsel an der Spitze der Liebenzeller Mission, idea.de, Meldung vom 14. Januar 2018.
  2. Magazin der Liebenzeller Mission: Chinas Millionen, Juni/Juli 1937, S. 83.
  3. Karl Kalmbach: Mit Gott von Mensch zu Mensch. Aus der Geschichte der Liebenzeller Mission, 1999, S. 69ff.
  4. https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2015/12/11/die-liebenzeller-mission-und-der-nationalsozialismus/ Johannes Gerloff: Die Liebenzeller Mission und der Nationalsozialismus, Israelnetz 11. Dezember 2015
  5. https://www.evangelisches-gemeindeblatt.de/detailansicht/entsetzt-ueber-antisemitismus-1008/ Andreas Steidel: Entsetzt über Antisemitismus, Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg 2015
  6. Elmar Spohn: Zwischen Anpassung, Affinität und Resistenz. Die Glaubens- und Gemeinschaftsmissionen in der Zeit des Nationalsozialismus, Beiträge zur Missionswissenschaft und interkulturellen Theologie, Band 34, LIT Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3-643-13213-0, S. 154–177: Ernst Buddeberg, Liebenzeller Missionsleiter 1934-1953
  7. Helmuth Egelkraut: Die Liebenzeller Mission und der Nationalsozialismus. Eine Studie zu ausgewählten Bereichen, Personen und Positionen. Mit einer Stellungnahme des Komitees der Liebenzeller Mission. Lit Verlag, Münster 2015.
  8. Gerhard Gronauer: Rezension zu Helmuth Egelkraut, „Die Liebenzeller Mission und der Nationalsozialismus“ (2015), in: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte, Jg. 84 (2015), S. 288–291, hier 290.
  9. Schuld thematisiert, schwarzwaelder-bote.de, Meldung vom 26. Mai 2015.
  10. Liebenzeller Mission mit 307 Mitarbeitern auf Platz 3 der größten protestantischen Missionswerken in Deutschland nach Zahl der Mitarbeiter, in: IdeaSpektrum, Ausgabe 11.2015, S. 13.
  11. LM-Kurzzeiteinsätze, impact-teams.de, abgerufen am 6. Juni 2014.
  12. Drei Jahre nach der Dreifachkatastrophe, erf.de, Meldung vom 11. März 2014.
  13. Liebenzeller Mission: Mäxis Welt
  14. Liebenzeller Mission: Teens in Mission
  15. Initiative Seelsorge - Beratung - Bildung (ISBB), lgv.org, abgerufen am 18. April 2015.
  16. "Blickpunkt Mission", Ausgabe 2009/4 (PDF; 1514 kB)
  17. Deutschland: Flüchtlinge und Einheimische unter einem Dach, ead.de, Artikel vom 29. Januar 2018.
  18. Kindermissionsfeste: Gott hält seine Versprechen, idea.de, Meldung vom 30. Mai 2017.
  19. a b 100 Jahre Literaturverbreitung. In: Freizeitung Nr. 5/2006 (Memento vom 23. Januar 2016 auf WebCite)
  20. Liebenzeller Mission: Fernseh-Magazin im Medien-Portal
  21. Liebenzeller Mission: Fernseh-Magazin
  22. Bachelor-Studiengänge in Bad Liebenzell, studieren-studium.com, abgerufen am 4. Februar 2017.
  23. Studiengänge der IHL
  24. Studienverlauf der ITA
  25. Ganzheitliches Studium in der Studien- und Lebensgemeinschaft, liebenzell.org, abgerufen am 28. Mai 2014.
  26. Schwesternschaft der Liebenzeller Mission: das sind wir, liebenzell.org, abgerufen am 4. Januar 2014
  27. Schwesternschaft der Liebenzeller Mission: so sieht unser Leben aus, liebenzell.org, abgerufen am 4. Januar 2014.
  28. Schwesternschaft der Liebenzeller Mission: Vorbereitung und Ausbildung, liebenzell.org, abgerufen am 4. Januar 2014.
  29. Schwesternschaft der Liebenzeller Mission: so fing es an, liebenzell.org, abgerufen am 4. Januar 2014.
  30. Die Schwesternschaft der Liebenzeller Mission in der NS-Zeit, in: Helmuth Egelkraut: Die Liebenzeller Mission und der Nationalsozialismus, 2015, S. 153.
  31. Liebenzeller Mission: Spendenstand
  32. Stiftung 'Helfen aus Dank' unterstützt die Liebenzeller Mission, abgerufen am 3. Dezember 2013.
  33. Freizeiten und Reisen: So begann es, liebenzell.org, abgerufen am 22. Februar 2014.
  34. Missionswerk als größter christlicher Reiseveranstalter feiert 40-jähriges Bestehen, livenet.de, Meldung vom 30. März 2011.
  35. Paul-Gerhardt Koch geht in den Ruhestand, schwarzwaelder-bote.de, Meldung vom 21. März 2015.
  36. Gästehäuser Monbachtal, liebenzell.org, abgerufen am 22. Februar 2014.
  37. Liebenzeller Mission: Top-Innovator 2017, top100.de
  38. „Top 100“-Siegel: Liebenzeller Mission als besonders innovativ ausgezeichnet, idea.de, Artikel vom 26. Juni 2017.


Liebenzeller Mission 

Koordinaten: 48° 46′ 18,4″ N, 8° 43′ 46,9″ O