Liste der Gerechten unter den Völkern aus Norwegen

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Blick auf einen Abschnitt des Weges, auf dem im Rahmen des "Carl-Fredriksen-Transports" Juden aus dem besetzten Norwegen nach Schweden gelangten

Die Liste der Gerechten unter den Völkern aus Norwegen führt in alphabetischer Reihenfolge diejenigen Norweger und Norwegerinnen auf, die von der Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel Gerechter unter den Völkern geehrt wurden. Der Titel wird an nichtjüdische Einzelpersonen vergeben, die unter nationalsozialistischer Herrschaft während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben einsetzten, um Juden vor der Ermordung zu retten. Die angefügte Jahreszahl gibt das Jahr an, in dem die betreffende Person diesen Titel erhielt.

764 Juden in Norwegen wurden während der deutschen Besatzung des Landes umgebracht, aber 1.000 wurden durch die Hilfe nicht-jüdischer Norweger gerettet. Die meisten wurden dadurch gerettet, dass die Helfer sie aus dem Land heraus ins nicht besetzte Schweden schmuggelten.[1] In dem im Text erwähnten jüdischem Kinderheim in Oslo überlebten zudem 14 jüdische Kinder innerhalb des Landes die Besatzung.

41 norwegische Frauen und Männer erhielten bisher den Titel Gerechter unter den Völkern, außerdem kollektiv der norwegische Widerstand gegen die Nationalsozialisten.

Name Nummer Jahr Grund
Alfhild Bonnevie.[2] 8611.2 1999
Ola Breisjøberget 10816.5 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Harald Bryn und Nanti Bryn 8611.3 1999
Per Faye-Hansen 11021 2007
Agnes Follestad und Einar Follestad 8611 1999 Für die Rettung der Familie Roskow in Oslo.[3]
NIna Hasvold 10816 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Sigrid Helliesen Lund[4] 10856 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Bjørn Hougen und Torbjørg Hougen 9750 2002
Helga Hougen (1) 9750.1 2002
Helga Hougen (2) Die beiden Helga Hougens waren Kusinen. 9750.2 2002
Kåre Kleivan 10764.2 2006
Erling Malm 5881 1994 Beging lieber Selbstmord als das Netzwerk zum Herausschmuggeln der Juden aus Norwegen zu verraten
Hans Christen Mamen 1248 1979 Geistlicher, der kleine Gruppen jüdischer Flüchtlinge von seinem Heimatort Asker über die Grenze nach Schweden brachten, bis er schließlich selbst fliehen musste.[5][6]
Astrid Michelsen, Bjørn Michelsen und August Michelsen 9493 2001
Finn Nielssen und Valdis Nielssen 8611.4 1999
Anny Nilsen und Nikolai Nilsen sowie ihre Kinder Edmund Nikolai, Nordal Nikolai, Jenny Nikolai, Pauline Nikolai 10764 2006 Für die Rettung der Familie Smith in Tromsø[7]
Norwegische Widerstandsbewegung 616.1 1977 Erhielten den Titel kollektiv
Ola Rauken 10816.4 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Alice Resch-Synnestvedt 2142.1 1982 Eine norwegische Bürgerin, die in Frankreich aktiv war[8][9]
Per Roth 6267 1994 Für die Unterstützung jüdischer Jungen im KZ Sachsenhausen
Markus Rotvold 10764.1 2006 Für die Rettung der Familie Smith in Tromsø[7]
Frida Sjølie und Oscar Sjølie 10565 2005
Ingebjørg Sletten-Fosstvedt 70 1967 Halfen der Familie des Rabbi Julius Samuel nach Schweden zu entkommen
Martin Solvang 10816.2 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Gerda Tanberg 10816.3 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Margit Tosterud (Limbodal) 9069 2000
Nic Waal[10] 10816.1 2006 Für die Rettung von Kindern im Jüdischen Kinderheim in Oslo
Einar Wellen[11] 6846 1995 Für die Organisation der Flucht der Familie Rosenberg und anderer
Agnes Wilhelmsen und Carl Wilhelmsen 8611.1 1999

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ragnar Ulstein/Yale Genocide Studies Program: The rescue of approximately 1,000 Jews in Norway during World War II (MS Word; 98 kB) Yad Vashem. 1985. Abgerufen am 1. August 2008.
  2. Alfhild Bonnevie auf der Website von Yad Vashem (englisch).
  3. Martin Gilbert: The Righteous. The Unsung Heroes of the Holocaust. Macmillan, 2003, ISBN 0-8050-6260-2, S. 251.
  4. Prominente Quäkerin.Quakerism, a way of life: In homage to Sigrid Helliesen Lund on her 90th birthday, February 23rd 1982. Norwegian Quaker Press, Oslo 1982, ISBN 82-90311-22-2.
  5. Iver B.M. Alver: Vårherres kurér. Asker og Bærums historielag, Sandvika 2002, ISBN 82-90095-10-4 (norwegisch).
  6. Else und Geoff Ward: Hans Christen Mamen: Vår Herres Kurer (norwegisch) Norway: War Resistance Peace. Juli 2007. Abgerufen am 2. März 2008.@1@2Vorlage:Toter Link/www.wwiinorge.com (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  7. a b Mark Ledingham: Hedret for innsats under andre verdenskrig (norwegisch), Municipality of Tromsø. 1. September 2006. Abgerufen am 11. April 2010. @1@2Vorlage:Toter Link/www.tromso.kommune.no (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  8. Those Who Save One Life.
  9. Alice Resch Synnestevdt: = Over the highest mountains. A memoir of unexpected heroism in France during World War II. Intentional Productions, Pasadena, Ca. 2005, ISBN 0-9648042-6-3 (englisch, books.google.com).
  10. Nic Waal war auch im geheimen Netzwerk des Norwegischen Militärischen Geheimdienstes aktiv, bekannt als XU. Siehe Einar Sæter/Svein Sæter: XU – I Hemmeleg Teneste 1940–45. 3. Aufl., Det Norske Samlaget, Oslo 2007, ISBN 978-82-521-7208-9, S. 305.
  11. Margrit Rosenberg Stenge: Margrit’s Story: Narrow Escape to/from Norway. The Concordia University Chair in Canadian Jewish Studies and The Montreal Institute for Genocide and Human Rights Studies. 2004. Abgerufen am 29. Juni 2008.