Liste der Gerechten unter den Völkern aus Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Der Garten der Gerechten unter den Völkern

Die Liste der Gerechten unter den Völkern aus Deutschland enthält Deutsche, die für die Rettung von Juden während der Zeit des Nationalsozialismus von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt wurden.

Seit 1953 werden durch den Staat Israel Menschen als Gerechte unter den Völkern ausgezeichnet, die zwischen 1933 und 1945 große persönliche Risiken in Kauf nahmen und dabei ihr Leben in Gefahr brachten, um von der Deportation in Arbeits- oder Vernichtungslager bedrohte Juden zu schützen. In Yad Vashem wird im Garten der Gerechten unter den Völkern für jede Person eine Plakette angebracht, für die frühen Geehrten wurde zudem in der Allee der Gerechten unter den Völkern jeweils ein Baum gepflanzt, dies ist inzwischen jedoch aufgrund Platzmangels selten geworden. Zum 1. Januar 2019 betrug die Zahl der Gerechten insgesamt 27.362, darunter befanden sich 627 Deutsche.[1] Aufgrund der großen Anzahl an Personen ist die Liste nach Nationalitäten aufgeteilt. Für andere Nationen siehe die Liste der Gerechten unter den Völkern.

Neben dem Namen sowie den Geburts- und Sterbedaten der jeweiligen Person enthält die Liste Spalten zum Ort, in dem die Rettungsaktionen schwerpunktmäßig stattfanden, eine kurze Beschreibung der Taten, für die die Person geehrt wurde, sowie das Jahr der Auszeichnung.

Liste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Geboren Gestorben Ort der Rettung Grund der Ehrung Jahr
Elisabeth Abegg 3. März 1882 8. August 1974 Berlin Versteckte Verfolgte u. a. in ihrer Wohnung, organisierte Nahrung, Geld sowie gefälschte Papiere und unterrichtete heimlich Kinder und Jugendliche, die aufgrund der Nürnberger Gesetze nicht mehr unterrichtet werden durften. 1967
Richard Abel Tunesien Abel verhalf als Soldat fünf gefangenen Juden zur Flucht, indem er sie mit Lebensmitteln und Karten ausstattete und die zuständigen Wachen unter einem Vorwand wegschickte. Als er am nächsten Morgen die Flucht „bemerkte“, schickte er die ihm unterstellten Soldaten zur Suche in die falsche Richtung. 1969
Frieda Adam Berlin Frieda versteckte ihre ehemalige jüdische Arbeitskollegin Erna Puterman, als diese 1942 in Not an ihrer Wohnungstür klingelte, zweieinhalb Jahre lang in der eigenen Wohnung und versorgte sie mit ihren eigenen knappen Lebensmitteln. Als Friedas Mann 1944 von ihr verlangte, sich des Gastes zu entledigen, konnte sie mit Hilfe ihrer Schwester Frau Puterman in der Wohnung eines Nazigegners unterbringen. So überlebte Erna Puterman die Shoa. 1992
Willi Ahrem 1902 20. Juni 1967 Nemyriw Als Kommandant eines Zwangsarbeitslagers der Organisation Todt warnte er wiederholt dort internierte Juden vor bevorstehenden Aktionen der SS und versteckte Personen während dieser Aktionen in seinem Haus. Schließlich schmuggelte er eine Familie aus dem Lager in ein Ghetto in rumänisch besetztem Gebiet und versorgte sie und andere dort mit Nahrung und Kleidung. 1965
Adolf Althoff 25. Juni 1913 14. Oktober 1998 Darmstadt Als Direktor des Zirkus Althoff nahm er die Lebensgefährtin eines seiner Mitarbeiter und deren Familie bei sich auf und rettete so fünf Menschen vor der Deportation. Adolf Althoff wurde dafür gemeinsam mit seiner Frau Maria Althoff geehrt. 1995
Maria Althoff 1908 Darmstadt Ehefrau von Adolf Althoff, dem sie durch engagiertes und einfallsreiches Tun bei der Rettungsaktion für diese jüdischen Menschen vorbehaltlos unterstützte. 1995
Ruth Andreas-Friedrich 23. September 1901 17. September 1977 Berlin-Steglitz Gründerin der Widerstandsgruppe Onkel Emil. Sie versteckte Verfolgte, versorgte sie mit Nahrung und gefälschten Papieren. 2002
Aurelius Arkenau 7. Januar 1900 19. Oktober 1991 Leipzig Als Dominikanerpater versteckte er mehr als 100 Menschen im Dachgeschoss des Klosters St. Albert in Leipzig oder besorgte ihnen Verstecke bei christlichen Familien. 1998
Hugo Armann 11. August 1917 Mai 1989 Baranawitschy Armann war Hauptfeldwebel der Wehrmacht und rettete zwei jüdischen Menschen das Leben, indem er sie im September 1942 versteckte und anschließend ihr Untertauchen zu den Partisanen ermöglichte. 1985
Hildegard Arnold 8. Februar 1915 2. Mai 1997 Berlin Arnold gehörte zum Unterstützerkreis von Elisabeth Abegg – siehe dort! 2007
Heinrich Aschoff 9. August 1893 10. Dezember 1958 Herbern Der Landwirt versteckte auf dem Hof seiner Familie Marga Spiegel und deren Tochter Karin (* 1938). 1965
Fritz Aub 26. Dezember 1890 Berlin Aub war Arzt in Berlin. Er versorgte untergetauchte Juden mit ärztlicher Hilfe, Lebensmitteln und Lebensmittelkarten und beschaffte Unterkünfte für sie. Bei seinen Rettungstätigkeiten unterstützte ihn seine Ehefrau Hedwig. 1987
Hedwig Aub Berlin 1987
Arno Bach Niederschmiedeberg Arno Bach hat mit seiner Ehefrau Margarete und unterstützt durch Alfred Griesmann, Luise Griesmann und Frieda Lissack, zwei Juden, die einem Todesmarsch per Eisenbahntransport im April 1945 entfliehen konnten, versteckt und damit gerettet.[2] 1987
Margarete Bach Niederschmiedeberg 1987
Leonard Bartlakowski 31. August 1916 1953 Rawa Ruska Leonard Bartlakowski versteckte zunächst zwei, später vier jüdische Bürger aus Rawa Ruska. Alle vier versteckten sich in der kleinen Wohnung bis zur Befreiung von Rawa Ruska am 27. Juli 1944. Das Versteck bestand aus einem etwa ein Kubikmeter großen Loch, das in die Erde unter dem Bett gegraben worden war. Die Beschaffung von Lebensmitteln war eine besonders heikle Angelegenheit, da Bartlakowski nicht die Mengen einkaufen konnte, die für fünf Personen ausreichte, ohne den Verdacht zu erregen. Er war daher gezwungen, von seinem Arbeitsplatz am Bahnhof zu stehlen. Gerüchte, er habe Juden versteckt, führten zu einer Hausdurchsuchung durch die Gestapo mit einem Hund, die die Versteckten jedoch nicht fand.[3] 1979
Cläre Barwitzky[4] 19. Juni 1913 10. März 1989 Frankreich Die Seelsorgehelferin betreute in einem Heim bei Chamonix ab 1943 etwa 30 jüdische Kinder, die so vor der Deportation bewahrt wurden. 1991
Albert Battel 21. Januar 1891 1952 Przemyśl Rettete im Sommer 1942 zusammen mit Max Liedtke Juden, die vor der drohenden Deportation aus dem Ghetto von Przemyśl geflohen waren, und verhinderte zeitweise die Räumung des Ghettos durch die SS. Später ließ er etwa 500 Insassen des Ghettos in eine Kaserne überführen; in deren Kellerräumen entgingen sie der Deportation in Vernichtungslager.[5] 1981
Gitta Bauer 1919 1990 Berlin Versteckte ihre Freundin Ilse Baumgart ab Juli 1944 neun Monate lang in ihrer Wohnung. 1985
Katharina Bayerwaltes 20. Januar 1914 11. Juni 2011 Bonn Sie beherbergte das Kölner Ehepaar Salomon und Henriette Jacoby und dessen Tochter Hildegard Schott in ihrem Haus in der Argelanderstraße 44 vom Mai 1943 bis zur Befreiung Bonns durch die US-Armee am 9. März 1945. Siehe auch: Heinz Odenthal, Josephine Odenthal, Sibylla Cronenberg 2005
Julia Beck Zolkiew Das Ehepaar versteckte 18 Juden in seinem Keller. Valentin Beck lebte nach dem Krieg weiterhin in Polen.[6]| 1983
Valentin Beck Zolkiew 1983
Emil Beer 1883 1970 Reichshof Emil Beer aus Reichshof bei Köln, Ortsteil Berg, war 1933 der einzige Vermieter, der der ihm bis dahin unbekannten 5-köpfigen jüdischen Familie Löwenstein aus Köln eine Unterkunft gab. Sie waren auf das Land ausgewichen, zogen aber ein Jahr später wieder nach Köln zurück. Beers Tochter und der zum Christentum übergetretene Sohn der Löwensteins, Rudi, hatten sich in der Zwischenzeit kennengelernt und verlobt, lösten die Verbindung aber nach der Verkündung der Nürnberger Gesetze 1935. Als 1941 die Deportationen begannen, bestätigte Beer dem Freund seiner Tochter, ein wahrer Christ zu sein, und ließ ihn bei sich wohnen. Ende 1941 suchte die Gestapo nach Rudi Löwenstein und war ihm schon auf der Spur. Emil Beer sorgte dafür, dass er in ein anderes Versteck im Dorf kam. Trotzdem wurde er verhaftet und deportiert. Rudi Löwenstein wurde in Auschwitz ermordet. Seine Schwester Trude entkam nach England, die Eltern Löwenstein überlebten versteckt in Köln, wo sie von Emil Beer heimlich mit Lebensmitteln versorgt wurden. 1998
Else Beitz 11. Juni 1920 14. September 2014 Boryslaw War zusammen mit ihrem Mann Berthold an der Rettung hunderter Zwangsarbeiter sowie am Verstecken bedrohter Juden beteiligt. 2006
Berthold Beitz 26. September 1913 30. Juli 2013 Boryslaw Stufte mehrere hundert jüdische Zwangsarbeiter – darunter auch arbeitsunfähige – als unentbehrlich für die Erdölindustrie ein und beschäftigte sie in den von ihm verwalteten Fabriken, wodurch diese der Deportation entgingen. Zusammen mit seiner Frau Else Beitz versteckte er zudem Juden in seinem eigenen Haus. 1973
Otto Berger 15. April 1900 22. Mai 1985 Berlin Versteckte u. a. seinen Kollegen Fedor Bruck ab Juli 1943 in seinen Privaträumen vor der drohenden Deportation und besorgte ihm gefälschte Papiere. 2009
Ella Bernhardt 16. Juli 1914 Berlin Herbert Bernhardt arbeitete während des Krieges als Textileinkäufer in einer Berliner Firma. Seine Frau Ella leitete die Abteilung eines anderen Unternehmens, in der rund 80 jüdische Frauen als Zwangsarbeiterinnen beschäftigt waren. Das Ehepaar rettete Hugo Kähler und seine jüdischen Mutter Rosa, denen sie eine kleine Wohnung in Berlin einrichteten. Darüber hinaus stellten er und seine Frau mehrmals jüdischen Frauen von Frau Bernhardts Arbeitsplatz Notunterkünfte im eigenen Haus zur Verfügung.[7] 1983
Herbert Bernhardt 6. Februar 1913 Berlin 1983
Rudolf Bertram 8. Mai 1893 1975 Gelsenkirchen Rettete zusammen mit vier weiteren Krankenhausangestellten 17 jüdische Zwangsarbeiterinnen, die nach einem Bombenangriff schwer verletzt in das Gelsenkirchener Krankenhaus gebracht worden waren, in dem er als Chirurg tätig war, vor dem Abtransport in ein Außenlager des KZ Buchenwald. 1979
Werner von Biel 19. Mai 1911 17. Januar 1972 Berlin Werner von Biel rettete den 1920 in Berlin geborenen Juden Manfred Alexander, dem es gelungen war, aus dem Minsker Ghetto nach Berlin zurückzukehren. Von Biel versteckte Manfred Alexander in seiner zweiten Berliner Wohnung und versorgte ihn mit Geld und Proviant.[8] 2003
Ekkehard Bingel-Erlenmeyer 20. November 1907 1993 Kamenets-Podolski und Kiew Ekkehard Bingel-Erlenmeyer und Bronislava Adamchuk retteten das Leben des in der kommunistischen Jugendbewegung aktiven Yakov Stein aus Cernăuți (Czernowitz, heute Chernivtsi in der Ukraine)[9] 2011
Cläre Blaeser 26. Mai 1900 25. September 1996 Wuppertal Cläre und Leni Bläser versteckten Hermann/Grischa Barfuss in ihrer Wohnung in Wuppertal. 2017
Willi Bleicher 27. Oktober 1907 23. Juni 1981 KZ Buchenwald Rettete als Kapo im KZ Buchenwald den polnisch-jüdischen Jungen Stefan Jerzy Zweig vor dem Abtransport nach Auschwitz und damit vor dem sicheren Tod, indem er ihn gemeinsam mit Robert Siewert im Lager unter Typhuskranken versteckte. Später wurde dessen Name von einer Transportliste entfernt. Bekanntheit erlangte die Rettung durch das Buch Nackt unter Wölfen von Bruno Apitz 1958 und die Verfilmung des Buches 1963. 1965
Else Blochwitz 1899 Berlin Else Blochwitz war Luftschutzbeauftragte eines großen Wohnblocks in Berlin und hatte als solche Zugang zu frei gewordenen Wohnungen und Kellern. Sie nutzte diese Position, um Juden auf der Flucht in ihrem eigenen Haus als auch an anderen Orten zu verstecken und zu unterhalten. Sie betrieb auch ein informelles Netzwerk von Freiwilligen, die Lebensmittel und Kleidung spendeten und illegale Pakete und Briefe an deportierte Juden schmuggelten.[10] 1965
Irene Block 19. November 1915 Frankfurt Die promovierte Irene Block nutzte ihre Verbindungen, um für ihre jüdischen Kunden ärztliche Atteste zu erhalten, die sie immer wieder vor der Abschiebung bewahrten.

Die Jüdin Maria Johanna Fulda bewahrte sie vor der Deportation und nahm sie für mehr als zwei Jahre in ihre Wohnung in Frankfurt und später in einer kleinen Stadt in der Region Schwalm auf.[11]

1992
Mathilde Böckelmann 1907 1978 Pustow, heute OT von Sassen-Trantow Versteckte und versorgte Miriam Brudermann geb. Fernbach 1945 bis zum Kriegsende auf ihrem Hof bei Greifswald und riskierte damit ihr Leben.[12] 2015[13]
Adolph Kurt Böhm 27. Juli 1926 Paris Fälschte zusammen mit seiner Mutter Marie Böhm Ausweise, um Juden vor Verfolgung zu schützen. 1994
Marie Böhm ? Paris Fälschte zusammen mit ihrem Sohn Adolph Kurt Böhm Ausweise, um Juden vor Verfolgung zu schützen. Sie besorgte Verstecke und warnte Juden in ihrem Stadtviertel vor bevorstehenden Polizeiaktionen. 1994
Helena Bollen 1891 10. November 1990 Wettringen Helena Bollen war Leiterin eines Waisenhauses in Wettringen und rettete das Leben des jüdischen Jugendlichen Heinz Guenther Katz. Sie wusste, das der Jugendliche unter einem falschen Namen registriert ist. Bollen war die einzige Person, die sich der wahren Identität Heinz Günthers bewusst war und diese bis Kriegsende geheim hielt. Dessen Mutter, Nellie Katz, gelang es, unter einer falschen Identität zu überleben und von einem Versteck zum anderen zu wechseln. Am Ende des Krieges kam sie, um ihren Sohn abzuholen.[14] 2012
Gottfried Bongers 9. Januar 1881 15. Juli 1965 Köln Als nach dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 das Naziregime die Verfolgung von Gegnern und Juden verstärkte und im September 1944 die Behörden beschlossen, die bisher verschonten Halbjuden und jüdischen Partner in Mischehen zu verhaften und in einem Lager bei Köln festzuhalten, erhielt auch die Jüdin Herta Olbertz mit ihrer Tochter den Befehl, sich bei der Polizei zu melden. Gottfried Bongers, der Arbeitgeber von Herta Olbertz, sagte ihr, sie solle nicht gehen, und bot an, sie und ihre halbjüdische Tochter Kaetedore Olbertz in seiner Wohnung und der Wohnung seines Sohnes Ludwig Bongers unterzubringen. Mutter und Tochter blieben bis Oktober im Haus der Bongers. Ihre Retter versorgten sie mit Essen und kümmerten sich um alle ihre Bedürfnisse. Da Gottfried Bongers als Nazigegner bekannt war, befürchtete er, dass die Gestapo sein Haus durchsuchen würde. Er brachte die beiden Frauen deshalb in einem Keller unter, den er besaß.

Als sein anderer Sohn Heinz, ein ergebener Nazi, im Dezember 1944 seinen Heimaturlaub ankündigte und die Gefahr bestand, dass dieser die beiden Frauen entdeckt, wandte sich Gottfried Bongers an seinen Bruder Paul, der im Osten Kölns lebte, und bat ihn, Herta und Kaetedore Olbertz aufzunehmen und zu beschützen. Paul Bongers und seine Frau Kaethe lebten mit ihrer Tochter Anni, Annis Ehemann Bertram Schallenberg und ihren vier Töchtern in einem großen Haus. Trotz der Gefahr zögerten sie nicht und stimmten zu, die beiden Frauen ab Ende Dezember 1944 aufzunehmen, wo sie sich zwei Monate lang verstecken konnten. Ab Februar 1945 nahmen Gottfried und Ludwig Bongers die beiden Frauen wieder auf.

Herta und Kaethedore Olbertz blieben im Keller der Bongers, bis die amerikanischen Soldaten am 6. März 1945 Köln besetzten und die beiden Frauen nach Braunschweig ziehen konnten.[15]

2007
Ludwig Bongers 22. November 1911 11. Juli 1982 Köln 2007
Käthe Bongers 10. Juli 1887 15. April 1967 Köln 2007
Paul Bongers 21. Oktober 1882 15. März 1965 Köln 2007
Elisabeth Bornstein Berlin Versteckte gemeinsam mit ihrem Mann Ludwig das jüdische Ehepaar Gerhard und Ilse Grün für etwa eineinhalb Jahre in ihrer Einzimmerwohnung. 1982
Johannes Böttcher 1895 23. November 1949 Essen-Rüttenscheid Versteckte als Pfarrer der Bekennenden Kirche, gemeinsam mit seiner Frau Käthe Böttcher mindestens sieben jüdische Mitbürger im Keller der Reformationskirche und im Heizungskeller seines Pfarrhauses. 2004
Käthe Böttcher Essen-Rüttenscheid 2004
Günther Brandt 24. März 1912 1. Januar 1987 Potsdam Brandt war als Gräber-Offizier eingesetzt, in dieser Funktion war er berechtigt, deutschen Flüchtlingen neue Dokumente auszustellen. Dieses Privileg nutzt er, um mehrere jüdische Mitbürger mit neuen Dokumenten zu versorgen, die sie als deutsche Flüchtlinge auswiesen. 1980
Elisabeth Braun Stuttgart-Degerloch Pfarrer Kurt Müller (s. v.) versteckte im reformierten Pfarrhaus von Degerloch im Rahmen der Untergrundorganisation Württembergische Pfarrhauskette und in Zusammenarbeit mit der Vikarin Margarete Hoffer (Schwenningen) und der Gemeindehelferin Elisabeth Braun (Gerstetten) mehrere jüdische Personen vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Staatsgewalt.[16] 2012
Elisabeth Bredig Berlin Nach der Ermordung ihres jüdischstämmigen Mannes durch die Nazis wohnte Bredig wieder bei ihren Eltern, sie überredete ihre Eltern, Ilse Grün und ein weiteres Ehepaar bei sich aufzunehmen, verschwieg dabei aber, dass es sich um Juden handelte. 1982
Fritz Briel 25. Oktober 1906 Burscheid Biel und seine Ehefrau versteckten mehrmals kurzzeitig Marianne Strauss. 2004
Maria Briel 12. Mai 1905 Burscheid Ehefrau von Fritz Briel. 2004
Heinrich Brockschmidt Warschau Brockschmidt und seine Frau Herta Brockschmidt beschäftigten die, mit Arierausweis ausgestattete, polnisch-jüdische Frau Gruenfelds als Haushaltshilfe und boten den beiden Kindern ein Dach über den Kopf. Als die Brockschmidts 1944 nach Deutschland zurückgingen, überließen sie den Gruenfelds ihre Wohnung. 1975
Herta Brockschmidt Warschau Ehefrau von Heinrich Brockschmidt. 1975
Ernst Bross 13. Dezember 1868 8. Dezember 1953 Domersleben Ernst Bross nahm die Jüdin Ilse Meyer und ihre drei halbjüdischen Kinder von Herbst 1943 bis zur Befreiung bei sich auf und rettete sie damit vor der Deportation.[17] 2008
Henny Brunken Bremen Henny Brunken steckte KZ-Häftlingen Brot und Lebensmittel zu, wenn die Gefangenen nach Bombenangriffen auf die Stadt den Schutt von den Straßen räumen mussten.[18] 1968
Valeska Buchholz Berlin Valeska Buchholz, die vor dem Krieg als Kindermädchen und Hausmädchen für die wohlhabende jüdische Familie in Berlin gearbeitet hatte, versteckte ab März 1943 das jüdische Ehepaar Krieger, das in der Vergangenheit im selben Wohnblock gelebt hatte. Valeska Buchholz nahm das Ehepaar auf, versteckte es in einem Nebengebäude und teilte mit ihm die mageren Essensrationen. Dies erfolgte bis zum 23. November 1943, als das Gebäude bombardiert und in Brand gesteckt wurde. Das Ehepaar Krieger fand dann eine weitere Zuflucht und überlebte den Krieg.[19] 1984
Erich Büngener 1905 Berlin-Charlottenburg Während des 2. Weltkrieges lebte Familie Büngener mit ihren Kindern in Berlin-Charlottenburg, wo der Innenarchitekt Erich Büngener ein modernes Möbelgeschäft hatte. Als Erich Büngener 1941 von der Armee einberufen wurde, wurden seine Ausstellungsräume nicht genutzt. Stattdessen versteckte das Ehepaar Büngener vom März 1943 bis zum 1. Mai 1945 hier vier Juden: Max Mandel und seinen Sohn Gert, seine Schwester Ester Kantorowicz und seinen Schwager Kurt Kantorowicz.

Max Mandel war ein langjähriger Freund von Erich Büngener. Anfang 1943, als die Situation für die verbliebenen Juden Berlins immer verzweifelter wurde, rief Mandel seinen Freund an und fragte ihn, ob er vorübergehend vier Personen bei sich unterbringen könne. Büngener stimmte zu, obwohl verheiratet und mit Kindern. Das Ehepaar Kantorowicz versteckte sich zuerst in den Ausstellungsräumen, Max Mandel und sein Sohn stießen etwas später dazu. Bis auf Kurt Kantorowicz, der im Juli 1944 von der Gestapo gefasst wurde, blieben alle bis Kriegsende bei Familie Büngener. Die Unterbringung von vier illegalen Juden in Berlin der Kriegszeit war nicht nur eine sehr gefährliche, sondern auch eine sehr anstrengende Angelegenheit. Die Hauptlast hatte Erika Büngener zu tragen, die Lebensmittelkarten ihrer beiden kleinen Kinder verwendete, um Nahrung für alle zu erhalten. Ergänzt wurde dies durch Lebensmittel, die die Mandels bei ihren verschiedenen Ausflügen selbst beschaffen konnten.

Erika Büngeners Eltern, die von den vier versteckten Juden wussten, waren besorgt über die möglichen Folgen. Dies hinderte sie jedoch nicht daran, die Versteckten acht Tage lang selbst zu beherbergen, während die Wohnung der Familie Büngener nach einem großen Luftangriffs repariert wurde.[20]

1991
Erika Büngener 1916 Berlin-Charlottenburg 1991
Wilhelm Bürger Mannheim Wilhelm Bürger spielte eine wichtige Rolle bei der Rettung der jüdischen Familie Herzberg aus Mannheim in den Monaten Februar und März 1945. Der wohlhabende jüdische Textilhändler Karl Herzberg, aus Danzig stammend, lebte bereits seit seiner Kindheit in Mannheim und heiratete hier eine nichtjüdische Frau. Seine Frau trat der jüdischen Gemeinde bei, ebenso wie ihre drei Kinder – ein Sohn und zwei Töchter. Nach den Nürnberger Gesetzen galten die drei Geschwister als Juden (Geltungsjuden), und die Familie Herzberg wurde wie jede andere jüdische Familie im nationalsozialistischen Deutschland verfolgt. Trotzdem trug die Abstammung der Mutter dazu bei, den jüdischen Ehemann und die beiden Töchter – der Sohn hatte es 1938 geschafft, nach Großbritannien auszuwandern – bis sehr spät im Krieg vor der Deportation zu schützen. Im Februar 1945 wurden alle drei von der Gestapo aufgefordert, sich zum Transport ins Konzentrationslager Theresienstadt zu melden. Ab diesem Zeitpunkt trugen Georg Hammer und seine Tochter Gertrud, Wilhelm Bürger sowie Frieda und Mathias Müller dazu bei, die drei Verfolgten zu retten:

Herzbergs ehemaliger Geschäftspartner Wilhelm Bürger, der die Familie Herzberg bereits 1944 mit Lebensmittelkarten unterstützt hatte, beschloss – als er merkte, dass die Amerikaner nicht mehr weit entfernt waren – einen vorübergehenden Unterschlupf für die Herzbergs zu finden. Er brachte die Familie zunächst bei Gertrud Hammer und ihrem Vater Georg unter. Obwohl diese die Herzbergs nicht kannten, waren sowohl Tochter als auch Vater bereit, der verfolgten Familie vorübergehend Zuflucht in ihrem Haus in der nahe gelegenen Stadt Schönau (heute Stadtteil von Mannheim) zu geben.

Da die Doppelhaushalte der Hammers hellhörig war, die 16-jährige Doris Herzberg an einer Lungenentzündung erkrankte und es zu ständigen Luftangriffen auf Mannheim kam, fand Wilhelm Bürger später einen geeigneteren Unterschlupf in Ziegelhausen nahe Heidelberg bei Frieda Müller und ihrem Ehemann Mathias. Hier endet am 1. April 1945, als die Amerikaner in Ziegelhausen einmarschierten, die Verfolgung der Familie Herzberg.[21]

1978
Adolf Bunke 14. Januar 1904 1. Januar 1945 Blöstau Adolf Bunke und seine Ehefrau Frieda Bunke, beides Mitglieder der Bekennenden Kirche, nahmen in Blöstau Evelyn Goldstein und später auch ihre Mutter Herta Goldstein auf, beides Berliner Juden, die seit Anfang 1943 in der Illegalität lebten und zunächst bei Hildegard (Kniess) Arnold und später bei Elisabeth Abegg und Lydia Forsstroem Unterschlupf gefunden hatten.

Das Ehepaar Bunke wusste, dass sie eine jüdische Frau und ein jüdisches Kind beherbergten, stimmten jedoch zu, sie trotz der Gefahr zu verstecken, bis das Gebiet von der sowjetischen Armee befreit wurde. Während des gesamten Zeitraums kümmerten sich die Bunkes um alle Bedürfnisse der beiden Flüchtlinge, die weder Ausweispapiere noch Lebensmittelkarten besaßen.

Nach Kriegsende konnten Herta und Evy Goldstein nicht beweisen, dass sie Juden waren, und die russischen Behörden hinderten sie daran, nach Berlin zurückzukehren. Sie verbrachten weitere drei Jahre in Vilnius, bevor sie 1948 nach Berlin zurückkehren konnten. Zwei Jahre später wanderten sie in die USA aus.[22]

2009
Frieda Bunke 29. Dezember 1895 27. Januar 1976 Blöstau 2009
Marie Burde 9. Juni 1892 12. Juli 1963 Berlin Zeitungsverkäuferin und Lumpensammlerin, die ab 1943 in ihrer Kellerwohnung drei jüdische Jugendliche versteckte und ihnen so das Leben rettete. 2012
Emilie Busch Wuppertal Versteckte Marianne Ellenbogen in ihrer Wohnung. Sie war Haushälterin bei deren Tante gewesen. 2004
Otto Busse 23. September 1901 6. März 1980 Bialystok Busse beschäftigte jüdische Mitbürger in seinem Malerbetrieb und verhinderte so ihre Deportation, darüber hinaus verschaffte er der Partisanengruppe in Bialystok Waffen, Medikamente und Kleidung. 1968
Hans Georg Calmeyer 23. Juni 1903 3. September 1972 Den Haag War Leiter der Abteilung „Innere Verwaltung“, zu der auch das „Judenreferat“ gehörte, in den besetzten Niederlanden. Seine Aufgabe war u. a. die „Klärung rassischer Zweifelsfälle“. Er akzeptierte wissentlich auch gefälschte Papiere, um die Einordnung von Menschen als „Arier“ oder als „Viertel-“ bzw. „Halbjuden“ statt als „Volljuden“ zu ermöglichen, und gab Hinweise, wie eine möglicherweise lebensrettende Einordnung zu erreichen sei. Auch eine Verwarnung durch Vorgesetzte hielt ihn nicht davon ab. Er konnte so mindestens 3700 Menschen retten, während gleichzeitig für etwa 2000 Juden die Einordnung als „Zweifelsfälle“ durch ihn den Tod bedeutete. 1992
Ursula Calogerás-Meissner Berlin Ursula Meissner, die als junge Schauspielerin am Berliner Staatstheater arbeitete, brachte die jüdische Familie Latte – Mutter, Vater und ein erwachsener Sohn – mehrere Wochen in ihrem Haus in Nordberlin unter, bis diese ein anderes Versteck gefunden hatten.[23] 1994
Joseph Sebastian Cammerer 5. November 1892 30. August 1983 München

Tutzing

Joseph Sebastian Cammerer, ein deutscher Ingenieur für Wärme- und Kälteschutz, schützte und versteckte seine jüdische Jugendfreundin Gertrud Fröhlich und ihren Mann Walter Lustig in seinem Forschungslabor in Tutzing und in München. Da Cammerers Forschungen vom Naziregime als kriegswichtig eingestuft wurden, konnte der das Ehepaar Lustig als Hilfskräfte beanspruchen – angeblich „für besonders unangenehme chemische Arbeiten“. Dies schützte die beiden vor den harten Bedingungen des für die jüdische Bevölkerung obligatorischen Zwangsarbeitsdienstes. Mitte 1941 führte Cammerer sogar persönliche Verhandlungen mit dem Amt für Arisierung des Gauleiters, um die Erlaubnis für die weitere Beschäftigung des jüdischen Paares zu erhalten, dessen Gesundheit sich stark verschlechtert hatte. Walter Lustig, gezeichnet von seiner kurzzeitigen Inhaftierung im Konzentrationslager Dachau 1938 und im Gefängnis Stadelheim 1939, starb im September 1941 und wurde auf dem jüdischen Nordfriedhof in München beigesetzt. Nach dem Tod von Walter Lustig verbrachte seine Frau Gertrud, die ebenfalls schwer krank war, weiterhin die Tagesstunden im Münchner Labor. Als Joseph Cammerer seine kranke Freundin nicht mehr vor der Deportation schützen konnte, brachte er sie in seine abgelegene Forschungseinrichtung in Tutzing. Hier starb sie am 11. Februar 1942. Mit Hilfe eines vertrauten Freundes begrub Cammerer Gertrud Lustig zunächst in seinem zum Haus gehörenden Wintergarten und überführte die Überreste seiner Freundin später mit Hilfe der Familie Schörghofer auf den jüdischen Friedhof in München. Nach Kriegsende informierte Cammerer die jüdische Gemeinde München und das Zivilregister von Tutzing über die privat ausgeführte Bestattung.[24] 1969
Eva Cassirer 28. Januar 1920 19. September 2009 Berlin Eva Cassirer und ihre Mutter Hannah Sotschek versteckten die Jüdin Elisabeth Jacoby. 2011
Herbert Coehn Bialystok Cohen versteckte von 1943 an Paulina Stein, ihren Ehemann und den siebenjährigen Sohn in seiner Wohnung. 1992
Sibylla Cronenberg 1870 1951 Rolandseck bei Remagen Sie beherbergte die jüdische Familie Jacoby, Salomon und Henriette sowie deren Tochter Hildegard Schott in der von Ihr betriebenen Rheinhotel „Zum Anker“. Siehe auch: Heinz Odenthal, Josephine Odenthal, Katharina Bayerwaltes 2005
Wilhelm Daene 20. November 1899 Berlin Er hielt drei Jüdinnen in seiner Zweizimmerwohnung versteckt, besorgte für viele andere Juden gefälschte Papiere, warnte sie vor Deportationen und half ihnen abzutauchen. Wilhelm Daene verbesserte ebenfalls die Arbeitsbedingungen jüdischer Zwangsarbeiter, indem er ihre Schichten verkürzte und sie auch sonst an allen Stellen verteidigte. 1978
Margarete Daene Berlin Ehefrau von Wilhelm Daene. Sie sorgte für die Unterbringung der drei Jüdinnen und vieler mehr während der Verhaftung ihres Mannes 1944. 1978
Konrad David 30. März 1910 Lemberg Beschützte Frau Gogatko und ihre Tochter, indem er sie erst in einer Wohnung versteckte und, nach ihrer Verhaftung, seine Sondervollmachten einsetzte, um sie von der Gestapo wieder zurückzufordern. 1980
Paul David Bielsko Das Ehepaar Paul und Regina David und ihre Tochter Margit David waren Volksdeutsche, die zur Zeit des Krieges in Bielsko (Bielitz) im polnischen Oberschlesien lebten. Paul David unterhielt dort eine Reparaturwerkstatt für Armeelastwagen. Polnische Partisanen, die David als „stillen“ Antifaschisten kannten, brachten ihn in Kontakt mit Juden, die vor den Todesschwadronen der SS und der Gestapo flohen. Auf diese Weise rettete die Familie David zwischen 1943 und Kriegsende nicht weniger als 12 Juden, darunter zwei kleine Kinder, die in einem speziell zu diesem Zweck ausgegrabenen Keller ihres Hauses Schutz fanden. Zwei der Geretteten, Sara Schlanger und ihre zehnjährige Tochter, kamen nach der Auflösung des Ghettos Bedzin mit gefälschten Papieren nach Bielsko. Die 19-jährige Margit David, die im örtlichen Arbeitsamt arbeitete, verschaffte Sara Schlanger eine Arbeitserlaubnis. Die Davids kümmerten sich tagsüber um deren zehnjährige Tochter, während Sara Schlanger auf der Arbeit war.[25] 1982
Regina David Bielsko 1982
Margit David Bielsko 1982
Johannes De Lattré 16. März 1898 Borth Johannes De Lattré und seine Ehefrau Eva De Lattré versteckten das Ehepaar Abramowicz und das Ehepaar Machost in ihrem Haus in Borth. 1978
Eva De Lattré 24. Dezember 1902 Borth Ehefrau von Johannes De Lattré. 1978
Hilde Dietrich 13. August 1914 11. November 1985 Oettersdorf Rettete zusammen mit ihrem Schwiegervater Paul den jüdischen Schneidermeister Alfred Lichtenstein in ihrem Wohnhaus in Oettersdorf, indem sie ihn vom Juni 1944 bis April 1945 vor der Deportation versteckten. Beide erhielten die Medaille „Retter unter den Völkern“. 2001
Paul Dietrich[26] 26. September 1882 9. Juli 1951 Oettersdorf Schwiegervater von Hilde Dietrich 2001
Alfred Dilger 20. Oktober 1897 1975 Bad Cannstatt War als Mitglied der „Bruderrats“ der Bekennenden Kirche an der Hilfe für Verfolgte beteiligt; u. a. versteckte er zusammen mit seiner Frau Luise das jüdische Ehepaar Krakauer in seinem Haus. 1991
Luise Dilger ? Bad Cannstatt Versteckte zusammen mit ihrem Mann Alfred das jüdische Ehepaar Krakauer in ihrem Haus. 1991
Josef Dinzinger 1891 18. Juli 1948 Parnkofen Danziger und seine Ehefrau Maria Danziger versteckten Yerucham Apfel und einen Freund, die aus einem der Todesmärsche fliehen konnten, auf ihrem Bauernhof. 1966
Maria Dinzinger 1896 10. Oktober 1975 Parnkofen Ehefrau von Josef Dinzinger. 1966
Hildegard Dipper Ehefrau von Theodor Dipper 2008
Theodor Dipper 1903 1969 Reichenbach Organisator der Untergrundorganisation Württembergische Pfarrhauskette, die in Kirchen und Privathäusern von Pfarrern und deren Angehörigen verfolgte Juden verbarg.

Zusammen mit seiner Ehefrau Hildegard Dipper versteckte Theodor Dipper das jüdische Ehepaar Krakauer dreieinhalb Wochen bei sich in Reichenbach. Die Krakauers kehrten zwischen Dezember 1944 und Januar 1945 zum zweiten Mal zurück zu den Dippers. Dazwischen half Pastor Dipper ihnen, andere Verstecke zu finden.[27]

2008
Anna Disselnkötter 28. Januar 1904 23. November 2006 Züschen Anna Disselnkötter und ihr Mann Walther Disselnkötter versteckten von Januar 1945 bis zur Befreiung die Jüdin Rahel Ida Plüer geborene Schild in ihrem Haus und versorgten sie mit einem neuen Ausweis. 1996
Walther Disselnkötter 14. November 1903 20. März 2000 Züschen Ehemann von Anna Disselnkötter. 1996
Margarethe Dobbeck Mülhausen Margarethe Dobbeck, die einige Jahre in Berlin gelebt und dort das jüdische Ehepaar Emil Stargardter und seine Frau Gertrud kennengelernt hatte, lebte 1943 wieder in ihrer Heimatstadt Mülhausen im Elsass. Das Ehepaar Stargardter, das seit Februar 1943 in der Illegalität lebte, beschloss Ende 1943, als die Bombenangriffe auf Berlin zunahmen, Berlin zu verlassen und bei Margarethe Dobbeck Zuflucht zu suchen. Dobbeck versteckte bei sich neben dem Ehepaar Stargardter auch Flora Wolff. Nach dem Krieg kehrten Emil und Gertrud Stargardter nach Berlin zurück und wanderten dann nach Israel aus, wo sie sich in Haifa niederließen.[28] 2013
Hans von Dohnanyi 1. Januar 1902 9. April 1945 Leipzig Ermöglichte 1942 den jüdischen Berliner Rechtsanwälten Fritz Arnold und Julius Fliess mit ihren Familienangehörigen die Flucht in die Schweiz, indem er sie als Agenten des Amtes Ausland/Abwehr ausgab. Über die von ihm veranlasste angebliche Operation U-7 konnten 13 Personen in die Schweiz ausreisen, nachdem er bei einem geheimen Besuch deren Aufnahme als Flüchtlinge vorbereitet hatte. 2003
Wanda Dombrowski Berlin Wanda Dombrowski beherbergte von Mai bis Juni 1943 Herbert Strauss und befestigte sein Passfoto in seinem gefälschten Ausweis. 2001
Martha-Maria Driessen 13. April 1910 Wien Martha-Maria Driessen rettete gemeinsam mit Dorothea Neff (Antonie Schmid) und Meta Schmitt das Leben der jüdischen Kleidungsdesignerin Lilli Wolff.[29] 1979
Elfriede Drossel 20. April 1892 Berlin Ehefrau von Paul Drossel, Mutter des gemeinsamen Sohnes Heinz Droßel. Sie, ihr Mann und ihr Sohn versteckten im März 1945 vier Juden in Berlin. 1999
Heinz Droßel 21. September 1916 28. April 2008 Berlin, Senzig Wehrmachtssoldat, half auf Heimaturlaub im Jahr 1942 in Berlin einer jüdischen Frau, ließ sie bei sich zu Hause ausruhen und gab ihr Geld, um ihr die Suche nach einem Versteck zu erleichtern.[30] Auf Heimaturlaub bei seinen Eltern in Senzig im Februar 1945 gab er einer dort seit Jahren versteckten jüdischen Familie, die von Nachbarn entdeckt worden war und denunziert zu werden drohte, den Schlüssel zu seiner Berliner Wohnung sowie eine Pistole und vernichtete verräterische Dokumente. 1999
Paul Drossel 15. Dezember 1880 Berlin Ehemann von Elfriede Drossel, siehe oben 1999
Georg Ferdinand Duckwitz 29. September 1904 16. Februar 1973 Kopenhagen Als Beschäftigter beim deutschen Auswärtigen Amt gab er 1943 Wissen über geplante Deportationen von Juden aus Dänemark weiter und verhalf durch seine Verhandlungspolitik Juden zur Flucht nach Schweden. Nachdem er am 18. September 1943 über den deutschen Gesandten in Kopenhagen Werner Best vom Deportationsbefehl für die dänischen Juden gehört hatte, verhandelte Duckwitz unter Duldung Bests[31] in Stockholm mit der schwedischen Regierung über die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge. Damit konnten 7000 dänische Juden vor der Deportation gerettet werden, ca. 500 wurden in das KZ Theresienstadt abtransportiert, wovon 90 % überlebten. 1971
Anne Dudacy 30. August 1904 7. März 1970 Berlin Sie versteckte eine jüdische Familie bis zum Ende des Krieges. 2001
Sylvia Ebel 31. Dezember 1926 6. April 2008 Berlin Tochter der Anne Dudacy 1996
Gunther-Georg Ebert 3. Dezember 1919 Düsseldorf Nach der Anordnung der deutschen Behörden zur Deportation von Juden in Mischehen sowie ihrer halbjüdischen Kinder vom September 1944 nahmen Therese Ebert und ihr Ehemann Gunther-Georg Ebert die Halbjüdin Hanna Jordan bei sich auf. Hanna Jordan blieb hier bis zur Ankunft der Alliierten im März 1945.[32] 2009
Therese Ebert 17. Oktober 1919 Düsseldorf 2009
Johanna Eck 14. Januar 1888 27. September 1979 Berlin Versteckte zwei Juden und zwei politisch Verfolgte. 1973
Frida Eckert 12. März 1904 Weissach Eckert und ihr Ehemann Gotthilf Eckert versteckten Hans Gumpel und seine Ehefrau von August bis Dezember 1943 in ihrem Haus. 1980
Gotthilf Eckert 25. August 1904 Weissach Ehemann von Frida Eckert. 1980
Gottfried von Einem 24. Januar 1918 Berlin Gottfried von Einem unterstützte den jüdischen Berliner Musiker Konrad Latte während der letzten zwei Kriegsjahre. Er stellte den untergetauchten Musiker 1943 als Korrepetitor bei den Proben zu seinem Ballett Prinzessin Turandot ein, versorgte ihn mit Lebensmittelkarten und einem Ausweis der Reichsmusikkammer. Durch die Bemühungen von Einems und anderer konnte Konrad Latte vor der Deportation bewahrt werden.[33] 2002
Alois Elsner 15. Juni 1897 17. Juli 1971 Kaufering Ehemann von Maria Elsner 2020
Maria Elsner Kaufering Das deutsche Ehepaar versorgte Zwangsarbeiter im Arbeitslager im bayerischen Kaufering mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung. Nach dem Krieg erhielten sie von ehemaligen Zwangsarbeitern viele Briefe zum Dank für die lebensrettende Hilfe. 2020
Else Elsner Hamburg Else und Henri Elsner, die in Hamburg eine Molkerei besaßen, versteckten ab Oktober 1938 Salomea Schulz und ihre Kinder Robert (damals 9 Jahre alt) und Harriet (damals 10 Jahre alt) zwei Mal in ihrem Keller und versorgten sie mit Lebensmitteln. Die Elsners pflegten den Kontakt zur Familie Schulz bis zu deren Auswanderung.[34] 2006
Henri Elsner Hamburg 2006
Joseph Emonds 15. November 1898 7. Februar 1975 Kirchheim Der katholische Priester versteckte in seinem Pfarrhaus den Maler Mathias Barz und dessen jüdische Ehefrau Hilde Stein. 2013
Bernhard Falkenberg Włodawa Falkenberg war Aufseher im Arbeitslager in Włodawa, in der Nähe des KZ Sobibor. Falkenberg forderte weit mehr als die genehmigten 500 Personen aus dem KZ Sobibor an und rettete ihnen so das Leben. Später wurde er denunziert und saß selbst bis zu Befreiung im KZ Mauthausen. 2002
Johan Baptist Feilen 1904 1991 KZ Buchenwald Jean Baptist Feilen und der Ukrainer Nikita Voyevoda versteckten den sowjetischen Kriegsgefangenen Emil Alperin, der im März 1944 im Konzentrationslager Buchenwald ankam, bis die amerikanische Armee das Lager am 11. April 1945 befreite. Nachdem Feilen herausgefunden hatte, dass Emil alias Dimitri Jude war, beschloss er, ihm zu helfen, im Lager zu überleben. Er versteckte ihn im Keller und in den Lagerräumen der Wäscherei. Dabei wurde er von Nikita Voyevoda unterstützt.[35] 2005
Wanda Feuerherm 2. September 1905 Berlin-Lichtenberg Feuerherd versteckte von 1942 bis 1944 in ihrem Haus die Jüdin Gerda Segal. 1987
Hans Feyerabend 16. Juli 1882 30. Januar 1945 Palmnicken Feyerabend, Kommandant des Volkssturms, weigerte sich am 26. Januar 1945 3000 Juden in eine Bernsteinmine einmauern zu lassen. Am 30. Januar wurde er tot aufgefunden, ob es Selbstmord war, konnte nie aufgeklärt werden. Die 3000 Juden wurden am Strand erschossen – 15 von ihnen überlebten das Massaker.[36] 2013
Fritz Fiedler ? Horodenka Als Ortskommandant warnte er jüdische Einwohner vor bevorstehenden Verhaftungsaktionen der SS. Etwa fünfzig Juden versteckte er unter dem Vorwand, sie arbeiteten für die Wehrmacht, im Gebäude der Ortskommandantur. Den ihm unterstellten Soldaten gab er den Befehl, das Eindringen der SS notfalls mit Waffengewalt zu verhindern. 1965
Hans Fittko 16. Mai 1903 Banyuls-sur-Mer Zusammen mit seiner Frau Lisa Fittko führte er von September 1940 bis April 1941 zahlreiche Verfolgte auf einem Schmugglerpfad über die Pyrenäen von Frankreich nach Spanien. 2000
Emil Fleischer Hollbrunn, Lübben i. Spreewald Emil Fleischer und seine Tochter Gabriele Fleischer retteten Ende Februar 1945 das Leben der beiden Jüdinnen Ljubica Levi und Lili Goldenberger. Die beiden Frauen, die von der SS zunächst vom KZ Auschwitz in das KZ Lieberose verbracht und dann mit 2000 anderen Frauen auf einem Todesmarsch – wahrscheinlich in Richtung Bergen-Belsen – geschickt worden waren, wurden von den Fleischers in einer Scheune versteckt, mit Proviant versorgt und mit falschen Arbeitspapieren versehen.[37] 2001
Gabriele Fleischer 12. Juli 2003 Hollbrunn, Lübben i. Spreewald 2001
Lieselotte Flemming Riga Lieselotte Flemming und ihr Ehemann versorgten die Deutsch-Jüdin Bertha Seifersfeld und später auch ihren Mann in Riga mit Lebensmitteln, wodurch Bertha Seifersfeld den Krieg überlebte.[38] 1984
Elisabeth Flügge 4. Februar 1895 2. Februar 1983 Hamburg Die Lehrerin ermöglichte ihren jüdischen Schülerinnen Ferienaufenthalte und nahm eine jüdische Familie bei sich auf. 1976
Lydia Forsström 5. April 1914 1. Januar 2006 Berlin Forsström versteckte in ihrer Studentenwohnung für eineinhalb Jahr Liselotte Pereles und versorgte andere untergetauchte Juden mit materiellen Dingen. 1980
Ella Friedlieb 15. Mai 1888 Havelberg Schwester von Wally Hagemann 1994
Karin Friedrich 18. Februar 1925 27. November 2015 Marburg War gemeinsam mit ihrer Mutter Ruth Andreas-Friedrich und anderen Mitglied der Widerstandsgruppe Onkel Emil. Sie versteckte Verfolgte, versorgte sie mit Nahrung und gefälschten Papieren. 2004
Peter Friedrich 26. August 1889 Berlin Peter Friedrich, ein Sozialist und leidenschaftlicher Gegner der Nazis, seine Frau und ihre zwei unverheirateten Töchter versteckten Ismar Reich und seine Mutter von August 1943 bis zum Tag der Befreiung in ihrem Häuschen am Stadtrand von Berlin.[39] 1985
Otto Ernst Fritsch 5. Dezember 1908 Innsbruck Fritsch versuchte in seiner Funktion als Luftwaffenunteroffizier, Juden aus Mischehen das Leben zu retten, als diese zur Deportation festgenommen wurden. Er wurde später selbst inhaftiert und gefoltert. 1975
Gertrud Fröhlich[40] 1908 Waldenburg Gertrud Fröhlich, die Anfang 1945 mit ihren Kindern aus Breslau zu ihrem Vater nach Dörnhau [bei Beutengrund] in Niederschlesien geflohen war, nahm dort im März 1945 den Juden Abraham Kaiser aus Lodz, der mehrere deutsche Konzentrationslager durchlaufen hatte und völlig abgemagert bei ihr vor der Tür stand, in ihr Haus auf und versteckte ihn. Kaiser blieb nach der Ankunft der Sowjets bis August oder September 1945 im Haus von Gertrud Fröhlich, danach kehrte er nach Lodz zurück und wanderte 1947 nach Israel aus.[41] 1999
Wolfgang Frommel[42] 8. Juli 1902 13. Dezember 1986 Amsterdam Versteckte ab 1942 eine Gruppe größtenteils jüdischer Jugendlicher aus Deutschland und den Niederlanden vor dem Zugriff der deutschen Besatzungsmacht, darunter Claus Victor Bock und Friedrich W. Buri.[43] 1973
Auguste Fuchs 1. Juli 1890 1. Juli 1971 Bergisch Gladbach Versteckte gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Fritz Fuchs monatelang im eigenen Haus in Bergisch Gladbach eine als Jüdin (Henriette Jordan, Ehefrau des Wuppertaler Fabrikanten Franz Jordan) von Nazis verfolgte Wuppertalerin.[44] Zu Ehren der Eheleute Fuchs wurde in Bergisch Gladbach eine Straße nach ihnen benannt und trägt jetzt den Namen „Auguste-und-Fritz-Fuchs-Platz“.[45] 2009
Fritz Fuchs 24. Dezember 1881 1. Februar 1972 Bergisch Gladbach Ehemann von Auguste Fuchs. 2009
Herta Fuchs 21. Mai 1908 Oberpoyritz Fuchs und ihr Mann Kurt Fuchs nahmen im April 1945 drei Flüchtlingen eines Todesmarschs bei sich auf. 1995
Kurt Fuchs 22. November 1908 12. Mai 1945 Oberpoyritz Ehemann von Herta Fuchs. 1995
Elli Fullmann Zschopau Elli Fullmann, eine junge Kriegswitwe und Mutter von vier Kindern, nahm in den letzten Kriegsmonaten im sächsischen Zschopau die Jüdin Odette Spingarn bei sich auf, die von einem Evakuierungszug in Richtung Konzentrationslager Flossenbürg gesprungen war. Elli Fullmann versteckte Odette Spingarn in ihrer Wohnung und teilte mit ihr die mageren Essensrationen.[46] 1981
Gaby Gaebler Berlin Mutter von Wolfgang Gaebler und Eva Stoll. 1980
Wolfgang Gaebler Berlin Sohn von Gaby Gaebler. 1995
Liesel Gansz 1913 11. Mai 1971 Berlin Liesel Gansz nahm ihre jüdische Freundin Charlotte Herzfeld, die im Herbst 1942 deportiert werden sollte, bei sich und ihrer Mutter Luise Gansz auf. Liesel Gansz organisierte in den folgenden Jahren bis zur Befreiung mehrere verschiedene Verstecke für ihre Freundin und versorgte sie mit Lebensmitteln.[47] 2009
Luise Gansz 1881 Berlin Mutter von Luise Gansz. 2009
Hanni Ganzer 1893 Düsseldorf Hanni Ganzer, eine Oberlehrerin an der Luisenschule in Düsseldorf, Mitglied im Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben, nahm, wie auch andere Mitglieder des Bundes, die letzte Überlebende der jüdischen Familie Ellenbogen, Marianne Ellenbogen, im Februar 1945 bei sich auf. Sie versteckte sie und versorgte sie mit Lebensmitteln. Marianne Ellenbogen wurde bereits seit August 1943 von mehreren Mitgliedern der Widerstandsgruppe Bund um Artur Jacobs versteckt und war durch das Bund-Mitglied Greta Dreibholz zu deren Freundin Hanni Ganzer gebracht worden. 1946 konnte Marianne Ellenbogen nach Großbritannien auswandern. Alle ihre Angehörigen starben im KZ Auschwitz.[48] 2004
Willi Garbrecht 1. Oktober 1903 1981 Zawiercie Willi Garbrecht, ein Leutnant der Luftwaffe, der in einer Fabrik der deutschen Luftwaffe in Zawiercie arbeitete, versteckte Yoel Grinkraut und sechs weitere Juden, versorgte sie mit Lebensmitteln und rettete sie vor der Deportation ins Konzentrationslager.[49] 2011
Elise Garzke-Israelowicz 15. Juni 1896 8. Juli 1982 Berlin Elise Garzke-Israelowicz, die „arische“ Witwe von Richard Israelowicz, versteckte von Mai 1942 bis Mai 1943 in ihrer Wohnung in der Brunnerstraße 63 im Berliner Stadtteil Wedding den jüdischen Freund ihres Mannes, Isaac Grünberg.[50] 2004
Auguste Gehre 2. Oktober 1898 Januar 1972 Berlin Auguste Gehre und ihr Mann Karl Max Gehre versteckten den jüdischen Hausarzt der Familie ab 1943 in ihrer Wohnung und trugen dazu bei, dass seine Verwandten Unterschlupf fanden. Außerdem versorgten sie sie mit Lebensmitteln. 1988
Karl Max Gehre 23. August 1897 1968 Berlin 1988
Hedwig Gehrke Göttingen Marianne Ellenbogen, die letzte Überlebende der jüdischen Familie Ellenbogen, wurde seit August 1943 von mehreren Mitgliedern der Widerstandsgruppe Bund um Artur Jacobs versteckt. Eine dieser Mitglieder war Hedwig Gehrke, die mit ihrem kleinen Sohn und ihrer Schwiegermutter in Göttingen lebte. Gehrke und Karin Morgenstern in Braunschweig nahmen Marianne Ellenbogen im Herbst 1943 abwechselnd bei sich auf. Sie versteckten sie und versorgten sie mit Lebensmitteln. 1946 konnte Marianne Ellenbogen nach Großbritannien auswandern. Alle ihre Angehörigen starben im KZ Auschwitz.[51] 2004
Christl Gerbrandt Stegna (ehemals: Steegen) Christl Gerbrandt, ihr Vater Gustav Gerbrandt und ihre Mutter Klara Gerbrandt versteckten von Januar bis Mai 1945 die Jüdin Chaya Feigin (geb. Baran), ihre Mutter und ein drittes jüdisches Mädchen

auf ihrem Bauernhof im Dorf Steegen, unweit von Danzig. Die drei Frauen hatten von einem Todesmarsch vom KZ Stutthof fliehen können und wurden von Christl Gerbrandt auf den elterlichen Bauernhof gebracht. Hier bekamen sie Schutz, warme Kleidung, Essen und neue Identitäten.[52]

1990
Gustav Gerbrandt Stegna (ehemals: Steegen) 1990
Klara Gerbrandt Stegna (ehemals: Steegen) 1990
Anastasia Gerschütz Stadtlauringen Severin Gerschütz aus Stadtlauringen, von Beruf Zahnarzt, und seine Frau Anastasia Gerschütz waren gläubige Katholiken und überzeugte Gegner des Nationalsozialismus. Sie pflegten noch lange nach Hitlers Machtergreifung freundschaftliche Beziehungen zu der einzigen jüdischen Familie in Stadtlauringen, den Hirschbergers und

versteckten zeitweise die Nichte ihrer jüdischen Nachbarn Irene Schmalenbach und deren Tochter Eva.

Nachdem den beiden Frauen ein Fluchtversuch in die Schweiz misslang, Irene Schmalenbach nach Auschwitz deportiert wurde und Eva Schmalenbach die Flucht aus dem Gefängnis gelang, nahm das Ehepaar Gerschütz Eva Schmalenbach wiederum eine Zeit lang bei sich auf.[53]

1985
Severin Gerschütz Stadtlauringen 1985
Elisabeth Gessler 28. Dezember 1913 1984 Lwiw und Budapest Elisabeth Hedwig Gessler, geb. Leja war seit 1938 Kindermädchen der jüdischen Familie Eduard und Dora Gessler und ihrer drei Kinder Elek, Lili und Roman im heutigen Bielsko-Biała in Südpolen. Bei Ausbruch des Krieges flohen die Gesslers, begleitet von ihrem Kindermädchen, nach Lemberg, wo Dora Gessler Selbstmord beging. Elisabeth Leja kümmerte sich weiterhin um die Kinder, floh 1941 mit zweien der Kinder aus Lemberg nach Ungarn und 1944 mit der gesamten Familie nach Rumänien. Während der gesamten Kriegszeit schützte Elisabeth Leja die Gessler-Kinder mit größter Hingabe und Liebe. Nach dem Krieg blieb Elisabeth Leja bei Eduard Gessler und den Kindern und sie heirateten 1965.[54] 2007
Albert Gilles 30. Mai 1895 Rheinbreitbach Dr. Albert Gilles und seine Frau Marga Gilles (geb. Honecker) aus Rheinbreitbach bei Köln waren praktizierende Katholiken. Albert Gilles war bekannt mit Waldemar Fritz und Frieda Fritz (geb. Panitsch) aus Köln, die dort einen Tabakladen betrieben und ein gemeinsames Kind hatten. Frieda Fritz war Jüdin, die 1939 zum Katholizismus konvertierte. Als gegen Ende des Jahres 1944 die Nazis begannen, jüdische Partner aus Mischehen zu deportieren, floh die Familie Fritz aus ihrem Haus und lebte bei Freunden und Verwandten in der Nähe von Köln und Bonn. Im Januar wandten sie sich an das Ehepaar Gilles mit der Bitte um Schutz. Albert und Marga Gilles nahm die Familie Fritz bereitwillig bei sich auf und behielten sie bis zum Sturz des NS-Regimes in ihrem Haus.[55] 2005
Marga Gilles 28. Juni 1897 Rheinbreitbach 2005
Hilde Gölz 10. Dezember 1884 7. August 1971 Wankheim Versteckte gemeinsam mit ihrem Mann Richard (s. u.) in dessen Pfarrhaus Juden, die durch das Berliner Büro Grüber vermittelt worden waren. 1992
Richard Gölz 5. Februar 1887 3. Mai 1975 Wankheim Versteckte gemeinsam mit seiner Frau Hilde (s. o.) in seinem Pfarrhaus Juden, die durch das Berliner Büro Grüber vermittelt worden waren, oder vermittelte sie an andere Pfarrhäuser weiter (Württembergische Pfarrhauskette). Ende 1944 wurde er denunziert und am 23. Dezember 1944 während des Frühgottesdienstes in Tübingen verhaftet und ins KZ Welzheim überführt, kam aber 1945 wieder in Freiheit. 1992
Theodor Görner 10. Dezember 1884 7. August 1971 Berlin Druckereibesitzer, half zusammen mit seiner Tochter Hanni Nörper über hundert verfolgten, meist jüdischen Personen, von denen 22 überlebten. Unter anderem Inge Deutschkron und ihre Mutter Ella, der er durch Vermittlung von Otto Weidt im Sommer 1943 unter falschem Namen Arbeit in seiner Druckerei verschaffte. 1967
Elisabeth Goes 16. November 1911 23. August 2007 Gebersheim Deutsche Pfarrersfrau und Mitglied der Württembergischen Pfarrhauskette, nahm, während ihr Mann als Militärpfarrer abwesend war, auf Vermittlung eines ihr bekannten Pfarrers eine jüdische Frau und 1944 das jüdische Ehepaar Max und Ines Krakauer im Pfarrhaus auf, das sie als Bombenflüchtlinge aus Berlin ausgab.[56] Max und Ines Krakauer lebten bis zum 20. September 1944 bei ihr und ihren Kindern. 1991
Hermann Gräbe 19. Juni 1900 17. April 1986 Ukraine Ingenieur, arbeitet ab 1941 für eine Baufirma in der deutsch besetzten Ukraine und leitete für die Deutsche Reichsbahn Wartungs- und Neubauarbeiten an den Gleisanlagen. Dabei wurde er in Rowno und Dubno Zeuge des Massakers an der jüdischen Bevölkerung.[57] Es gelang ihm, Tausende von Juden mit gefälschten Papieren zu versorgen und offiziell als Arbeitskräfte auf seinen Baustellen zu beschäftigen. Durch seine Aufzeichnungen über die Mordtaten konnten die Amerikaner Massengräber in der Ukraine aufspüren und Verantwortliche auffinden. Als Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen im Jahr 1946 trugen seine detaillierten Aussagen entscheidend zur Verurteilung zahlreicher Täter bei.[58] 1965
Martha Grassmann 16. Januar 1881[59] als Martha Maria Pauline Fenske 24. Januar 1971[59] Berlin Versteckte jüdische Verfolgte und organisierte Nahrung, erst in ihrer Wohnung, dann im Keller einer ausgebombten Villa in der Lassenstrasse 26 in Berlin-Grunewald. Sie war seit dem 3. April 1908 verheiratet mit Robert Karl August Grassmann (Berlin, 19. Dezember 1877–16. Juli 1952).[60]

Sie versteckte den Künstler Fritz Ascher (Berlin, 17. Oktober 1893–26. März 1970[59]) vom 15. Juni 1942 bis zur Befreiung von Berlin-Grunewald durch die russische Armee am 29. April 1945.[61] Ihr einziger Sohn, der Anwalt Gerhard Grassmann hatte am 23. Dezember 1938 Fritz Aschers Entlassung aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen bewirkt, in dem er seit der Reichskristallnacht am 9./10. November interniert war.[62] Anfang Januar 1939 wurde Ascher erneut verhaftet und ins Polizeigefängnis Potsdam gebracht. Erst am 15. Mai 1939 erreichte Gerhard Grassmann gemeinsam mit dem Büro Pfarrer Heinrich Grüber Aschers Entlassung.[63] Martha Grassmann sorgte für Ascher bis zum Ende seines Lebens.

2012
Alfred Griesmann Niederschmiedeberg Alfred Griesmann und seine Ehefrau Luise Griesmann halfen Arno Bach und seiner Ehefrau Margarete sowie Frieda Lissack zwei Juden, die einem Todesmarsch per Eisenbahntransport im April 1945 entfliehen konnten, zu verstecken und damit zu retten.[64] 1987
Liesel Griesmann Niederschmiedeberg 1987
Walter Groos 1979 Kaufering/Landsberg am Lech Der aus Augsburg stammende Walter Groos kam in den Jahren 1944/45 als Bauleiter der Firma Josef Riepel zum Bau von Eisenbahnstrecken in den KZ-Außenlager-Komplex Kaufering. In dieser Funktion war er zwei Mal in der Woche auf der Baustelle und versuchte, das Leid der Häftlinge zu lindern, indem er Medikamente, Kleidung, Nahrung und Information zum Näherrücken der Front in die Lager schmuggelte. Er machte den KZ-Häftlingen damit Mut, bis zur Befreiung auszuharren. Groos wurde von Arbeitskollegen denunziert, konnte diese Anzeigen jedoch niederschlagen. Außerdem unterstützte er Juden bei der Emigration nach England. Seine jüdische Schwiegermutter hatte er bei sich zuhause aufgenommen und sie so vor Deportation und Vernichtung gerettet. Dies alles wurde durch die Oral-History-Arbeit von Anton Posset und Zeitzeugenberichte publik gemacht.[65] 1994
Anneliese Groscurth 1910 1996 Berlin Georg Groscurth und Robert Havemann gründeten zusammen mit dem Architekten Herbert Richter und dem Zahnarzt Paul Rentsch die Untergrundgruppe „Die Europäische Union“, die zeitweise mehr als fünfzig deutsche Mitglieder hatte. Diese Gruppe bildete ein Kommunikations- und Informationsnetzwerk mit ausländischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen im Raum Berlin und versuchte, sich auf die Zeit nach dem Sturz des NS-Regimes vorzubereiten. Gleichzeitig versteckte sie Juden, die der Deportation entkommen waren, versorgte sie mit Lebensmitteln und besorgte falsche Ausweisdokumente. Anneliese Groscurth und Georg Groscurth versorgten zum Beispiel Elisabeth von Scheven (geb. Weidenrich), eine Jüdin aus Frankfurt mit falschen Ausweispapieren und versteckten sie 1943 für drei Wochen in ihrem Haus.[66] 1987
Georg Groscurth 27. Dezember 1904 8. Mai 1944 Berlin 1987
Charlotte Großmann 21. Dezember 1897 10. August 1978 Berlin-Treptow Vom 21. November 1942 bis zum Sommer 1944 verbargen die Widerstandskämpfer Charlotte (geb. Krause) und Reinhold Großmann zusammen mit ihrer Tochter Sonja Großmann die mit ihnen befreundete jüdische Künstlerin Gertrude Sandmann in ihrer gemeinsamen Wohnung in der Onckenstraße 11 und wirkten bis zur Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 an der weiteren Rettung (u. a. durch Nahrungsmittelversorgung im Folgeversteck – Laubenkolonie in Biesdorf) vor der sicheren Vernichtung mit. 2015
Reinhold Großmann 28. Juli 1897 11. April 1975 Berlin-Treptow Vom 21. November 1942 bis zum Sommer 1944 verbargen die Widerstandskämpfer Charlotte (geb. Krause) und Reinhold Großmann zusammen mit ihrer Tochter Sonja Großmann die mit ihnen befreundete jüdische Künstlerin Gertrude Sandmann in ihrer gemeinsamen Wohnung in der Onckenstraße 11 und wirkten bis zur Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 an der weiteren Rettung (u. a. durch Nahrungsmittelversorgung im Folgeversteck – Laubenkolonie in Biesdorf) vor der sicheren Vernichtung mit. 2015
Tony Grossmann Gorowo Ilaweckie Tony Grossmann versteckte die Ärztin Ilse Kassel und ihre Tochter Edith auf einem Bauernhof in der Nähe von Landsberg an der Warthe. Vermutlich durch Denunziation flog das Versteck aber auf, Ilse Kassel nahm sich aus Furcht vor der Verhaftung das Leben. Tony Grossmann wurde zu zweieinhalb Jahren Konzentrationslager verurteilt. Sie wurde 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[67][68] 1981
Wilma Groyen 22. April 1900 27. September 1995 Königswinter Wilma Groyen versteckte ihre jüdische Freundin Martha Steg und deren Sohn Günther von Januar bis März 1945 und brach auch ihre Beziehungen zu anderen jüdischen Bekannten nicht ab.[69] 2008
Heinrich Grüber 24. Juni 1891 29. November 1975 Berlin Heinrich Grüber, einem evangelischen Theologen, und seiner Frau gelang es zwischen 1938 und 1940 wahrscheinlich 1138 zum Christentum konvertierten Juden und deren Ehegatten oder Nachkommen die Ausreise aus Nazideutschland zu ermöglichen.[70] 1964
Klara Grüger 16. Juli 1912 8. Mai 1999 Berlin Klara Grüger versteckte zweieinhalb Jahre lang einen jüdischen Rechtsanwalt in ihrer Wohnung und half anderen Juden und russischen Kriegsgefangenen. 1986
Marie Grünberg 21. Januar 1903 27. Oktober 1986 Berlin Marie Grünberg rettete während der NS-Zeit vier von den Nationalsozialisten verfolgten Menschen das Leben, indem sie sie in ihrer Gartenlaube in Berlin-Blankenburg versteckte und mit Lebensmitteln versorgte.[71] 1984
Emma Gumz 1. Dezember 1899 5. Januar 1981 Berlin Emma Gumz versteckte Ella und Inge Deutschkron in der Wäscherei, die sie mit ihrem Mann betrieb, und versorgte andere Juden mit Lebensmitteln. 1971
Anna Gutsmann 1899 1987 Berlin Anna Gutsmann versteckte ihren ehemaligen Arbeitgeber Hermann Hersz Kranz, seine Frau Leonore und ihren Sohn Fredy 1943 in ihrer Wohnung und versorgte sie mit Lebensmitteln. Als die Nachbarn von Anna Gutsmann misstrauisch wurden und nach den Mitbewohnern fragten, brachte Anna Gutsmann die Familie Kranz bei Ella und Kurt Neubauer unter, ebenfalls ehemalige Mitarbeiter von Hermann Herz Kranz.[72] 2010
Heinz Gützlaff 1905 1961 Berlin Gützlaff gab dem jüdischen Orthopäden Kurt Hirschfeldt seine eigene Kennkarte und fügte Hirschfeldts Foto auf den Ausweis ein.[73] 2018
Maria Haardt Kaunas Maria Haardt und ihr Ehemann Herbert Haardt versteckten ab Juli 1944 die jüdische Familie Segal in ihrer Wohnung und retteten so ihr Leben.[74] 1981
Herbert Haardt Kaunas Ehemann von Maria Haardt. 1981
Erna Härtel 2. Juni 1904 Palmnicken Erna Härtel betrieb in Sorgenau an der Ostseeküste, unweit von Palmnicken (heute Yantarny in Russland) ein Gasthaus. Sie rettete das Leben des polnisch-jüdisches Mädchens Frieda aus Lodz, einer KZ-Insassin, die einem Todesmarsch entkommen war. Frieda blieb vom 31. Januar 1945 bis zum Einzug der Russen am 14. April 1945 in Sorgenau bei Erna Härtel.[75] 1966
Anna Hafner Mannheim Anna Hafner und ihre Tochter Anna Marie Elise Käferle-Hafner unterstützten die ab 1941 in Illegalität lebende Martha Käferle-Süsskind und versteckten sie für sechs Monate in ihrer Wohnung.[76] 1997
Hedwig Hafner Karlsruhe Ehefrau von Otto Hafner. 1979
Otto Hafner 1. Oktober 1904 26. Oktober 1986 Karlsruhe Otto Hafner und seine Frau Hedwig Hafner versteckten neun Monate die nach dem Anschluss Österreichs geflohene, Klara Pereg in ihrer Wohnung, ehe diese zu ihrer Schwester in die Niederlande flüchtete. 1979
Gertraud Hagemann Havelberg Gerhard Hagemann und seine Frau Wally Hagemann lebten mit ihren sechs Kindern und Wallys unverheiratete Schwester Ella Friedlieb in Havelsberg, einer kleinen Stadt in der Provinz Brandenburg, rund 100 Kilometer nordwestlich von Berlin. Die Hagemanns und Ella Friedlieb waren gläubige Katholiken, die nach der Machtergreifung der Nazis weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu den fünf jüdischen Familien im Ort pflegten. Gerhard Hagemann hatte in Berlin einen guten jüdischen Freund, Jacob Kahane. Als die Deportationen der Juden begannen, versteckte sich Jacob Kahane mit seiner Frau und seinen zwei Kindern zunächst in Berlin. Dann wandte er sich an seinem Freund Gerhard Hagemann in Havelsberg, mit der Bitte um Hilfe. Hagemann brachte seinen Freund zum Büro des Bürgermeisters und erklärte dieser sei ein Flüchtling aus Berlin, der zusammen mit seiner Familie einem Luftangriff entkommen sei, bei dem alle ihre Habseligkeiten, einschließlich persönlicher Papiere, durch einen Brand zerstört worden seien. Auf diese Weise erhielt die Familie Kahane offizielle „arische“ Papiere, erhielt Lebensmittelkarten und bekam ein kleines Haus unweit der Hagemanns zugewiesen. Die gesamte Familie Kahane hat, unterstützt durch die Familie Hagemann und Ella Friedlieb, auf diesem Wege den Krieg überlebt.[77] 1994
Gerhard Hagemann Havelberg 1994
Maria Hagemann Havelberg 1994
Monika Hagemann Havelberg 1994
Wally Hagemann Havelberg 1994
Wilhelm Hammann 25. Februar 1897 26. Juli 1955 KZ Buchenwald War als Kommunist Häftling im KZ Buchenwald, wo er „Blockältester“ des „Kinderblock 8“ war, in dem jüdische Kinder einsaßen. Als die Nachricht von der bevorstehenden Deportation der jüdischen Kinder durchsickerte, rettete er 159 Kinder, indem er ihnen den Stern von der Häftlingskleidung entfernte, der sie als jüdische Kinder auswies.[78] 1984
Georg Hammer Mannheim Georg Hammer und seine Tochter Gertrud Hammer spielten eine wichtige Rolle bei der Rettung der jüdischen Familie Herzberg aus Mannheim in den Monaten Februar und März 1945. Der wohlhabende jüdische Textilhändler Karl Herzberg, aus Danzig stammend, lebte bereits seit seiner Kindheit in Mannheim und heiratete hier eine nichtjüdische Frau. Seine Frau trat der jüdischen Gemeinde bei, ebenso wie ihre drei Kinder – ein Sohn und zwei Töchter. Nach den Nürnberger Gesetzen galten die drei Geschwister als Juden (Geltungsjuden), und die Familie Herzberg wurde wie jede andere jüdische Familie im nationalsozialistischen Deutschland verfolgt. Trotzdem trug die Abstammung der Mutter dazu bei, den jüdischen Ehemann und die beiden Töchter – der Sohn hatte es 1938 geschafft, nach Großbritannien auszuwandern – bis sehr spät im Krieg vor der Deportation zu schützen. Im Februar 1945 wurden alle drei von der Gestapo aufgefordert, sich zum Transport ins Konzentrationslager Theresienstadt zu melden. Ab diesem Zeitpunkt trugen Georg Hammer und seine Tochter Gertrud, Wilhelm Bürger sowie Frieda und Mathias Müller dazu bei, die drei Verfolgten zu retten:

Herzbergs ehemaliger Geschäftspartner Wilhelm Bürger, der die Familie Herzberg bereits 1944 mit Lebensmittelkarten unterstützt hatte, beschloss – als er merkte, dass die Amerikaner nicht mehr weit entfernt waren – einen vorübergehenden Unterschlupf für die Herzbergs zu finden. Er brachte die Familie zunächst bei Gertrud Hammer und ihrem Vater Georg unter. Obwohl diese die Herzbergs nicht kannten, waren sowohl Tochter als auch Vater bereit, der verfolgten Familie vorübergehend Zuflucht in ihrem Haus in der nahe gelegenen Stadt Schönau (heute Stadtteil von Mannheim) zu geben.

Da die Doppelhaushalte der Hammers hellhörig war, die 16-jährige Doris Herzberg an einer Lungenentzündung erkrankte und es zu ständigen Luftangriffen auf Mannheim kam, fand Wilhelm Bürger später einen geeigneteren Unterschlupf in Ziegelhausen nahe Heidelberg bei Frieda Müller und ihrem Ehemann Mathias. Hier endet am 1. April 1945, als die Amerikaner in Ziegelhausen einmarschierten, die Verfolgung der Familie Herzberg.[21]

1978
Gertrud Hammer Mannheim 1978
Carola Hammer-Mueller 30. Januar 1901 29. November 1979 Berlin Carola Hammer (später Müller) war eine enge Freundin des jüdischen Paares Louis Hagen und Victoria Hagen. Carola Hammer versorgte ihre Freunde, die zeitweise keine Existenzgrundlage hatten, bis zu deren Auswanderung mit Lebensmitteln. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erfuhr die Gestapo von ihrer Verbindung mit dem Ehepaar Hagen und hielt Carola Hammer sieben Tage lang im berüchtigten Gestapo-Gefängnis Prinz-Albrecht-Straße fest.[79] 1979
Albert Harder Palmnicken Versteckte gemeinsam mit seiner Frau Loni von Januar 1945 bis zum Kriegsende im April drei jüdische Frauen, die von einem Todesmarsch geflohen waren, in seinem Haus und versorgte sie mit Essen und medizinischer Hilfe. 1966
Loni Harder Palmnicken Versteckte gemeinsam mit ihrem Mann Albert von Januar 1945 bis zum Kriegsende im April drei jüdische Frauen, die von einem Todesmarsch geflohen waren, in ihrem Haus und versorgte sie mit Essen und medizinischer Hilfe. 1966
Anne-Liese Harich 21. November 1898 1975 Berlin Versteckte ab Frühjahr 1943 den untergetauchten Konrad Latte in ihrem Haus und versorgte ihn mit Nahrung und Kleidung. 2002
Hans Hartmann 1896 Lemberg, KZ Janowska Auf die Bitte einer Frau, deren Mann und Sohn in das KZ Janowska verschleppt worden waren, kümmerte sich Hartmann um deren Befreiung. Nachdem Versuche, den Lagerkommandanten von einer Freilassung zu überzeugen, gescheitert waren, fuhr Hartmann persönlich zum Lager, holte die beiden Gefangenen heraus und beschaffte ihnen und ihren Angehörigen Dokumente, die deren Überleben sicherten. Zur Strafe wurde Hartmann wenig später nach Afrika versetzt. 1963
Liselotte Hassenstein 1905 2004 Brody Das deutsche Ehepaar Liselotte und Otto Hassenstein, er Förster von Beruf, lebte ab 1941 in Brody. Die Hassensteins waren Nazigegner, und Otto Hassenstein tat sein Bestes, um Juden zu schützen, die zur Zwangsarbeit in die Wälder geschickt wurden. Liselotte Hassenstein versteckte – ohne Wissen ihres Mannes – außerdem die Jüdin Liza (Libshe) Hecht und ihr Kind mehrere Wochen lang in ihrem Haus. Als Liselotte denunziert wurde, führte ihr Mann die Sicherheitspolizei unwissentlich zu seinem Haus, wo sie die Flüchtlinge auf dem Dachboden versteckt fanden. Mutter und Kind wurden nach Belzec geschickt, wo beide ermordet wurden. Liselotte wurde verhaftet, vor ein Sondergericht gebracht und wegen Judenbegünstigung zum Tode verurteilt. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands, der sich während ihrer Haft in der Todeszelle weiter verschlechterte, wurde Liselottes Haftstrafe später in Gefängnis und Zwangsarbeit umgewandelt.[80] 2006
Käthe Hauschild 19. April 1915 Meiningen Unterstützte die dreiköpfige jüdische Familie Frühauf von 1938 bis 1943 mit Lebensmittelpaketen, zudem versteckte sie den Vater der Familie mehrmals vor der Gestapo. Vater und Sohn Frühauf wurden schließlich nach Auschwitz deportiert und ermordet, nur die Tochter überlebte den Krieg. 1983
Robert Havemann 11. März 1910 9. April 1982 Berlin Georg Groscurth und Robert Havemann gründeten zusammen mit dem Architekten Herbert Richter und dem Zahnarzt Paul Rentsch die Untergrundgruppe „Die Europäische Union“, die zeitweise mehr als fünfzig deutsche Mitglieder hatte. Diese Gruppe bildete ein Kommunikations- und Informationsnetzwerk mit ausländischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen im Raum Berlin und versuchte, sich auf die Zeit nach dem Sturz des NS-Regimes vorzubereiten. Gleichzeitig versteckte sie Juden, die der Deportation entkommen waren, versorgte sie mit Lebensmitteln und besorgte falsche Ausweisdokumente.[81] 2005
Fritz Heine 6. Dezember 1904 5. Mai 2002 Marseille Fritz Heine organisierte in Marseille im Auftrag des Exil-Parteivorstandes der SPD (SOPADE) und in Zusammenarbeit mit Varian Fry die Rettung mehrerer hundert deutsch-jüdischer Flüchtlinge.[82] 1986
Heinrich Heinen 14. Mai 1920 1942 Riga Heinrich Heinen aus Köln suchte Anfang 1942 seine jüdische Lebensgefährtin Edith Meyer, die im Dezember 1941 verhaftet und ins Ghetto in Riga deportiert worden war. Er fand sie dort unter 16.000 anderen hierher deportierten Juden. Die Beiden flohen über Königsberg und Berlin nach Solingen und wurden hier für einige Zeit von ihren Freunden Helene und Paul Krebs versteckt. Von dort wollte das Paar weiter in die Schweiz fliehen, wurde jedoch in Feldkirch, kurz vor der Schweizer Grenze gefasst. Edith Meyer wurde von dort über Innsbruck nach Auschwitz deportiert und ermordet. Heinrich Heinen, der in Feldkirch auf seinen Gerichtsprozeß wartete, konnte aus dem Gefängnis fliehen, wurde aber wenige Kilometer von Feldkirch entfernt von der Polizei erschossen.[83] 2013
Josef Heinen 9. Nov 1898 23. Dez 1989 Ahrweiler, Liers Versteckte von 1942 bis 1945 die jüdische Familie Sonnenfeld in seinem Wochenendhaus.[84] 1969
Emil Heinzmann Lorsbach Versteckte gemeinsam mit seiner Frau Paula ab April 1944 ein Jahr lang ein zwölfjähriges Mädchen, das gemäß den Nürnberger Gesetzen als „jüdischer Mischling“ galt. 2002
Paula Heinzmann Lorsbach Versteckte gemeinsam mit ihrem Mann Emil ab April 1944 ein Jahr lang ein zwölfjähriges Mädchen, das gemäß den Nürnberger Gesetzen als „jüdischer Mischling“ galt. 2002
Heinrich Held 25. September 1897 19. September 1957 Essen Heinrich Held rettete gemeinsam mit Gustav Heinemann und den Pfarrern Friedrich Graeber und Johannes Böttcher 50 bis 60 Juden, die sich in den Kellern ausgebombter Essener Häuser noch bis Ende des Krieges versteckt hatten, das Leben, indem er ihnen die überlebensnotwendigen Lebensmittel brachte. Die dafür notwendigen Lebensmittelmarken waren von den drei Pfarrern gesammelt und von Mitgliedern der Bekennenden Kirche, die aus Solidarität mit den verfolgten Juden Hunger in Kauf nahmen, „für bedürftige Gemeindeglieder“ gespendet worden.[85] 2003
Lieselotte Hellenbrandt Ghetto Piotrków Trybunalski Werner Hellenbrandt versorgte – unterstützt von seiner Frau Lieselotte Hellenbrandt – Kranke im Ghetto Piotrków Trybunalski mit Medikamenten. Das dort lebende jüdische Ehepaar Chwat warnte Werner Hellenbrandt mehrfach vor drohenden Deportationen; bei einer bereits erfolgten Verhaftung erreichte er die Freilassung der beiden Mediziner. Um sie vor zukünftigen Deportationen zu schützen, arrangierte er für sie Arbeit in einer Glashütte.[86] 1979
Werner Hellenbrandt Ghetto Piotrków Trybunalski 1979
Donata Helmrich 1900 10. April 1986 Berlin Donata Helmrich, die Frau von Eberhard Helmrich, einen Berliner Landwirtschaftsexperten, war Mutter von vier Kindern. Sie unterstützte jüdische Freunden und Bekannte, indem sie diese versteckte oder gefälschte Papiere besorgte, und tarnte in Berlin jüdische Ukrainerinnen als Hausmädchen und vermittelte diese in der Nachbarschaft.[87] 1986
Eberhard Helmrich 24. August 1899 1969 Drohobycz Eberhard Helmrich, ein Wehrmachtsoffizier aus Hamburg, versorgte im besetzten Galizien u. a. jüdische Krankenhauspatienten mit Nahrung und rettete zusammen mit seiner Frau Donata Helmrichzahlreichen jüdischen Frauen das Leben, indem er gefälschte Papiere zur Verfügung stellte und sie zur Arbeit nach Deutschland schickte, angeblich als ukrainische Dienstmädchen.[88] 1965
Marie Luise Hensel 8. August 1894 30. August 1942 Bodensee bei Überlingen Marie Luise Hensel (geb. Flothmann) lebte in Marburg und versuchte im August 1942 den jüdischen Anwalt Dr. Herman Reis mit seiner Frau und seiner Tochter über die deutsch-schweizerische Grenze in der Nähe des Bodensees zu schmuggeln. Beim Auskundschaften eines Fluchtweges wurde sie denunziert und verhaftet. Sie beging im Konstanzer Gefängnis nach dreitägiger Befragung Selbstmord.[89] 1972
Herbert Herden 8. Januar 1915 11. Februar 2009 Krakau Herbert Herden arbeitete während des Zweiten Weltkriegs in Krakau im Nachrichtendienst der Polizei. Seine Stellung nutzte er um Kontakte zu Widerstandsgruppen zu knüpfen und um jüdischen Familien zur Flucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu verhelfen. Einige Flüchtlinge versteckte er zeitweilig in seiner eigenen Wohnung.[90] 2004
Eva Hermann 24. Mai 1900 1997 Mannheim Eva Hermann und ihr Mann versteckten das Ehepaar Hilde und Fritz Rosenthal aus Berlin und unterstützten nach Südfrankreich deportierte Juden aus Mannheim finanziell. 1976
Carl Hermann 17. Juni 1898 12. September 1961 Mannheim Carl Hermann und seine Frau Eva versteckten Hilde und Fritz Rosenthal aus Berlin und unterstützten nach Südfrankreich deportierte Juden aus Mannheim finanziell. 1976
Otto Herrmann 29. Mai 1903 1969[91] Niederorschel, KZ Buchenwald Als Kapo des KZ-Außenlagers Niederorschel verbesserte er im Auftrag des illegalen Lagerkomitees die Haftbedingungen der Insassen. Unter dem Vorwand, die Häftlinge leisteten kriegswichtige Arbeit, sicherte er 97 % der Insassen – die meisten von ihnen Juden – das Überleben. 2004
Marta Heuer Warschau Marta Heuer (geb. Palme) und ihre Mutter Melida Palme versteckten die Jüdin Maria Abramska, deren Ehemann und die fünf weiteren Familienangehörigen Fela und Heniek Schwarzfuchs sowie Renia, Jacob und Alina Goldspiegel von Mitte 1943 bis August 1944 in ihrer leerstehenden Wohnung in Warschau.[92] 1975
Albert Heuer Hemmingen Dorle und Albert Heuer sowie Gertrud Kochanowski hatten von 1942 bis 1945 die Jüdin Margot Bloch versteckt bei sich untergebracht.[93] 1976
Dorle Heuer Hemmingen Ehefrau von Albert Heuer. 1976
Helene Hesseler-Höffner[94] Horhausen Helene Hesseler geb. Höffner, Schwester von Joseph Kardinal Höffner, brachte in ihrem Elternhaus in Horhausen/Westerwald auf Bitten ihres Bruders 1943 für sechs Monate die Jüdin Dr. Edith Nowak und ihren Mann unter.[95] 2003
Clara Hinz 1889 Berlin Clara Hinz und ihr Mann Hermann Hinz unterstützten ab 1941 ihre jüdischen Nachbarn Emil Stargardter und seine Frau Gertrud, indem sie ihnen Essen gaben und sich um Gertrud Stargardter nach einer Operation kümmerten. Ab 1943 konnte sich das in Illegalität lebende Ehepaar Stargardter zeitweise in der Gartenhütte des Ehepaares Hinz in einer Laubenkolonie verstecken.[96] 2013
Hermann Hinz Berlin 2013
Edith Hirschfeldt-Berlow 16. Januar 1903 9. August 1995 Berlin Edith Berlow versteckte den jüdischen Arzt Dr. Kurt Hirschfeldt, in den sie sich 1936 verliebt hatte, ab 1941 bis zum Kriegsende in ihrem Haus. Auch Walter Frankenstein, der Cousin von Kurt Hirschfeldt, verdankte Edith Berlow sein Leben. Sie fand für ein ein anderes Versteck bei einem Nazigegner. Außerdem konnte sich das jüdische Ehepaar Marlis und Michael Michailowitz sechs Monate bei Edith Berlow verstecken. Edith Berlow und Kurt Hirschfeldt heirateten nach dem Krieg und wanderten in die Vereinigten Staaten aus.[97] 1992
Elise Höfler 1912 1991 Gottmadingen Elise Höfler verhalf zusammen mit ihrem Mann Josef und Luise Meier etwa 28 Juden zur Flucht in die Schweiz. 2001
Josef Höfler[98] 25. September 1911 1. Januar 1991 Gottmadingen Zusammen mit Luise Meier und seiner Frau Elise brachte er etwa 28 Juden über die Grenze in die Schweiz 2001
Otto Hörner 28. Februar 1884 20. Januar 1945 Ettlingen Otto Hörner versteckte in seinem Wochenendhaus in Ettlingen Klaus Loebel, seine Frau und die beiden Kinder Ellen und Hannelore sowie zwei jüdische Jungen, die aus einem jüdischen Kinderhaus in Berlin fliehen konnten. 2002
Margarete Hoffer 31. Juli 1906 17. März 1991 Stuttgart-Degerloch Pfarrer Kurt Müller (s. v.) versteckte im reformierten Pfarrhaus von Degerloch im Rahmen der Untergrundorganisation Württembergische Pfarrhauskette und in Zusammenarbeit mit der Vikarin Margarete Hoffer (Schwenningen) und der Gemeindehelferin Elisabeth Braun (Gerstetten) mehrere jüdische Personen vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Staatsgewalt.[16] 2012
Elly Hoffmann-Gerstenberger Weimar Versteckte etwa eineinhalb Jahre lang – bis zur Entdeckung durch die Gestapo aufgrund einer Denunziation im Herbst 1944 – zwei Kinder in ihrem Gartenhaus. 1984
Joseph Höffner[94] 24. Dezember 1906 16. Oktober 1987 Köln Joseph Kardinal Höffner (Erzbischof von Köln 1969 bis 1987) versteckte 1943 in seiner Zeit als Pfarrer in Kail das siebenjährige Mädchen Esther Sara Meyerowitz unter dem Namen „Christa Koch“ in seinem Pfarrhaus vor dem Regime. 2003
Fritz Hohmann 11. Dezember 1907 Tallinn Fritz Hohmann und seine Ehefrau Rosa Hohmann versorgten in Reval (heute Tallinn) zahlreiche deutsch-jüdische Zwangsarbeiterinnen, die unter strenger Bewachung in einem alten Gefängnisgebäude untergebracht waren, mit Lebensmitteln und halfen den Deportierten, ihre Freunde und Verwandten zu kontaktieren.[99] 2000
Rosa Hohmann 5. November 1912 Tallinn 2000
Lisa Holländer 24. Dezember 1890 22. April 1986 Berlin Lisa Holländer versteckte mehrere Monate lang Ella Deutschkron und deren Tochter Inge in ihrer Wohnung. Nach der Zerstörung ihres Hauses durch alliierte Luftangriffe versorgte sie die beiden Frauen in anderen Verstecken weiterhin mit Nahrungsmitteln. 1971
Alfred Holschke 1891 1958 Naundorf überOschatz Alfred Holschke, ein Angestellter des Herrenhauses Naundorf bei Oschatz, und seine Kinder Ursula Holschke und Walter Holschke versteckten im April 1945 sechs Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz, die einem Todesmarsch entkommen konnten, darunter die aus Neuwied stammende Jüdin Hanna Levy.[100] 1998
Ursula Holschke 1926 Naundorf über Oschatz 1998
Walter Holschke 1929 Naundorf überOschatz 1998
Helene Holzman 30. August 1891 25. August 1968 Kaunas Helene Holzman, eine Malerin deutscher Abstammung, kümmerte sich während der gesamten Besatzungszeit um verfolgte Juden und ein großer Teil ihres bescheidenen Einkommens flossen in den Einkauf von Lebensmitteln für die Bewohner des Ghettos in Kaunas. Auch gelang es ihr und einer Gruppe befreundeter Frauen einige gefährdete Kinder aus dem Ghetto Kaunas zu retten.[101] 2005
Wilhelm Hosenfeld 2. Mai 1895 13. August 1952 Warschau Die Ernennung des ehemaligen Wehrmachtoffiziers erfolgte auf Antrag von Władysław Szpilman aus dem Jahr 1998 und nach jahrelangen Bemühungen seines Sohnes Andrzej Szpilman.[102] Hauptmann Hosenfeld half dem polnisch-jüdischen Pianisten Władysław Szpilman mit Nahrung und Kleidung, als sich dieser im besetzten Polen in den Wintermonaten versteckt hielt. 2008
Paula Hülle Berlin-Friedrichshain Hülle versorgte mehrere Familien mit Lebensmitteln und Geld, außerdem bestach sie einen NSDAP-Ortsgruppenleiter, damit dieser die Familien vor Razzien warnte. Als eine der Familien deportiert werden sollte, bot Hülle ihr an, sie zu verstecken; die Familie lehnte jedoch ab und wurde nach Theresienstadt gebracht. Auch dort versorgte Hülle sie weiterhin mit Lebensmittelpaketen. Ab Ende 1943 versteckte Paula Hülle eine der Familien für mehrere Monate auf einem Gutshof außerhalb Berlins. 1971
Stephanie Hüllenhagen 17. Dezember 1893 15. Januar 1967 Berlin Stefanie Hüllenhagen nahm im Januar 1943 die von Deportation bedrohte Helene Leroi in ihre Einzimmerwohnung auf. Dort versteckte sich Helene Leroi mit kurzen Unterbrechungen bis Mai 1945. 2001
Josephine Hünerfeld Leipzig Georg Jünemann und seine Tochter Josephine Hünerfeld, beides gläubige Katholiken und Nazigegner, versteckten 1942 Walter Albert Leopold, seine Frau Hilda und ihre fünfjährige Tochter Anneliese, zwei Mal für fünf Wochen. Die jüdische Familie war, um der Deportation ins KZ Theresienstadt zu entgehen, in den Untergrund gegangen und erhielt Hilfe von insgesamt 12 Menschen.[103] 2005
Kreszentia Hummel 22. Februar 1907 21. August 2002 Arberg Gab Charlotte Knobloch als ihr eigenes, uneheliches Kind aus. 2017
Erika Hutsch 1912 31. Januar 1986 2012
Frieda Impekoven 1880 1966
Helene Jacobs 25. Februar 1906 23. August 1993 1983
Ida Jauch 1886 1944 Berlin Ida Jauch versteckte von 1943 bis Kriegsende zusammen mit Emma Harndt und Maria Schönebeck den bekannten jüdischen Entertainer, Moderator und Regisseur Hans Rosenthal in einer Berliner Kleingartenanlage. 2011
Otto Jogmin 2011
Michael Jovy 9. März 1920 19. Januar 1984 1982
Jean Jülich 18. April 1929 19. Oktober 2011 1982
Georg Jünemann Leipzig Georg Jünemann und seine Tochter Josephine Hünerfeld, beides gläubige Katholiken und Nazigegner, versteckten 1942 Walter Albert Leopold, seine Frau Hilda und ihre fünfjährige Tochter Anneliese, zwei Mal für fünf Wochen. Die jüdische Familie war, um der Deportation ins KZ Theresienstadt zu entgehen, in den Untergrund gegangen und erhielt Hilfe von insgesamt 12 Menschen.[103] 2005
Anna Käferle-Hafner Mannheim 1997
Fritz Kahl 7. Dezember 1895 1974 2006
Margarete Kahl 15. November 1896 1958 Ehefrau von Fritz Kahl. 2006
Maria Karnop 1997
Helmut Karnop Sohn von Maria Karnop. 1997
Klara Kaus 1903 15. April 1985 Mannheim Klara Kaus versteckte mit ihrem Ehemann von 1943 bis 1945 ein jüdisches Mädchen (Ellen Loebel) in ihrer Wohnung in Mannheim.[104] 1974
Helena Kerner Ehefrau von Paul Kerner, Mutter von Dr. Paul Kerner. 1984
Paul Kerner 1885 1984
Dr. Paul Kerner 1984
Arthur Ketzer 2007
Lina Kiefert 2003
Rudolf Kiefert Ehemann von Lina Kiefert. 2003
Helmut Kleinicke 19. November 1907 1979 Chrzanów Verhalf über einem Dutzend Juden zur Flucht. Er versteckte sie im Keller seiner Dienstwohnung oder in den Gewächshäusern der Kreisgärtnerei und stellte ihnen falsche Papiere aus, damit sie das Land verlassen konnten. 2020
Klara Kochan Stein 2013
Gertrud Kochanowski 1976
Vater von Gertrud Kochanowski 1976
Clara Köhler ? Berlin Unterstützte ihren Mann Max Köhler bei der Versorgung von in ihrer Fabrik versteckten Juden. 1988
Max Köhler ? Berlin Als Inhaber einer metallverarbeitenden Fabrik stellte er mehrere untergetauchte jüdische Männer ein. Gegenüber den anderen Arbeitern behauptete Köhler, dass es sich um vom Wehrdienst freigestellte „Arier“ handeln würde. Zudem versteckte er mehrere Frauen in abgelegenen Räumen der Fabrik. 1988
Adele Köhn 1985
Max Kohl 1996
Cäcilia Köhldorfner Schnaitsee Im Mai 1945 versteckte sie mit ihrem Ehemann Michael die beiden flüchtigen jüdischen KZ-Häftlinge Henrick Gleitmann und Bernhard Hampel. 2019[105]
Michael Köhldorfner Schnaitsee Im Mai 1945 versteckte er mit seiner Ehefrau Cäcilia die beiden flüchtigen jüdischen KZ-Häftlinge Henrick Gleitmann und Bernhard Hampel. 2019[105]
Viktoria Kolzer 24. Februar 1902 30. Juni 1976 Berlin Nahm die untergetauchte Jüdin Hanni Weißenberg von November 1943 bis Kriegsende in ihre Wohnung in der Nollendorfstraße 28 auf und teilte mit ihr die Lebensmittelkarten 1978
Walter Krämer 21. Juni 1892 6. November 1941 Rettete als „Arzt von Buchenwald“ viele Menschenleben und wurde in der Sandgrube Försterberg bei Goslar-Hahndorf „auf der Flucht“ hinterrücks erschossen. 1999
Theodor Kranz Half der jüdischen Familie Frankenstein, im Untergrund zu überleben. 2013
Willi Kranz 2002
Paul Ludwig Krebs 2013
Anny Kreddig 1984
Walter Kreddig Ehemann von Anny Kreddig. 1984
Johanna Kreyssig Bruderhof in Hohenferchesar Ehefrau von Lothar Kreyssig. 2017
Lothar Kreyssig 30. Oktober 1898 5. Juli 1986 Bruderhof in Hohenferchesar Mit seiner Ehefrau Johanna versteckte er in den Jahren 1943–1945 zwei Jüdinnen, die zuvor von der Gestapo verfolgt worden waren.[106] 2017
Hedwig Kretchmar 1979
Günter Krüll 1999
Werner Krumme 12. Mai 1909 1972 1964
Maria Kulka 1982
Willi Kulka 1982
Frieda Kunze 2009
Gerhard Kurzbach 2011
Karl Laabs 1980
Vera Lagrange 1987
Elisabeth Landmann ? Berlin-Friedenau/England Besorgte in England Bürgschaften sowie Plätze in Internaten und Pflegefamilien für über 50 jüdische Kinder, denen so im Rahmen der Kindertransporte die Flucht ermöglicht wurde. 1967
Otto Landmann 2001
Evert Baron Freytag von Loringhoven 1967
Ellen Latte 1978
Erich Lauche 2005
Ilse Lauche Ehefrau von Erich Lauche. 2005
Elsa Ledetsch 1987
Alfred Leikam 1. September 1915 8. Februar 1992 2002
Auguste Leißner 2002
Maria Letnar 1968
Bernhard Lichtenberg 3. Dezember 1875 5. November 1943 Nach den staatlich gelenkten Ausschreitungen gegen Juden und Christen jüdischer Abstammung in den Novemberpogromen 1938 trat Lichtenberg öffentlich für die Verfolgten ein. Lichtenberg versteckte Juden, sorgte für die Ausreise von jüdischen Kindern nach England und betreute Gefangene.[107] 2004
Max Liedtke 1894 1955 Przemyśl/Polen Der frühere Verlagsleiter der Greifswalder Zeitung blockierte 1942 als Militärkommandeur der Stadt Przemyśl auf Vorschlag seines Adjutanten Albert Battel den einzigen Zugang zum Ghetto und stellte sich bewaffnet der SS entgegen, um den Abtransport der jüdischen Bevölkerung des Ortes ins Vernichtungslager Belzec zu verhindern. Seine Vorgesetzten hoben seine Befehle auf. Er stellte jedoch 100 Juden und ihre Familien unter den Schutz der Wehrmacht.[108] 1993
Frieda Lissack 15. März 1915 Niederschmiedeberg Frieda Lissack, Alfred Griesmann und seine Ehefrau Luise Griesmann halfen Arno Bach und seiner Ehefrau Margarete zwei Juden, die einem Todesmarsch per Eisenbahntransport im April 1945 entfliehen konnten, zu verstecken und damit zu retten.[109] 1987
Heinrich List 5. Februar 1882 5. Oktober 1942 1992
Maria List Ehefrau von Heinrich List. 1992
Erich Löbe 2010
Gertrud Luckner 26. September 1900 31. August 1995 1966
Hans Luma 1982
Elfriede Lusebrink Wuppertal Unterstützt durch das Ehepaar Eugen und Agnes Richter boten sie im September 1944 der Familie Jordan ein schützendes Asyl. Die Familie war von Verhaftung und Deportation bedroht: Die Jüdin Henriette Jordan, ihr christlicher Ehemann Franz und ihre getaufte Tochter Hanna sollten, bis dahin als „privilegierte Mischehe“ geschützt, in die Verfolgungs- und Vernichtungsmaßnahmen der Nationalsozialisten einbezogen werden. 2009
Ernst Lusebrink Wuppertal Ehemann von Elfriede Lusebrink. 2009
Hermann Maas 5. August 1877 27. September 1970 Evangelischer Pfarrer, „Christlicher Zionist“. In Heidelberg leitete er eine Hilfsstelle für rassisch Verfolgte. Mit seinen internationalen Kontakten konnte er bis zum Kriegsbeginn 1939 vielen Juden zur Auswanderung verhelfen. 1964
Jozef Maciejok 1994
Frieda Mager 2009
Maria Gräfin von Maltzan Biologin, Tierärztin und Widerstandskämpferin. In Zusammenarbeit mit der Schwedischen Kirche (Victoriakirche in Wilmersdorf) verhalf Maltzan von Nazis Verfolgten zur Flucht, besorgte falsche Pässe und führte die Flüchtenden durch die Kanalisation von Berlin. Zudem war sie an der „Aktion Schwedenmöbel“ beteiligt, in deren Rahmen in zum Transport verladenen Möbelkisten, die schwedische Staatsbürger nach Hause schicken durften, Juden und politisch Verfolgte versteckt wurden. Man kann davon ausgehen, dass sie auf verschiedenen Wegen bei der Rettung von etwa 60 politisch oder rassisch Verfolgten half. Maltzans Allianzen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus waren nicht an eine bestimmte politische Couleur gebunden. Kontakte hielt sie zu Kommunisten ebenso wie zum Kreisauer Kreis. 1987
Erich Mahrt 1910 1988 Berlin Elektriker, KPD-Mitglied. Erich Mahrt versteckte seine spätere Ehefrau, die Jüdin Wally Gortatowski, von Dezember 1942 bis zum Kriegsende in einer Gartenlaube 2017
Gerhard Marquardt 30. Mai 1904[110] 14. März 1983[110] Essen Gerhardt Marquardt hielt zwei Frauen vier Wochen lang, bis zum Einmarsch der Amerikaner in Essen am 11. April 1945, versteckt. Sie flüchteten auf dem Weg vom KZ-Außenlager Humboldtstraße zur Arbeit bei der Friedrich Krupp AG.[111] 1985
Johann Maschotta 2005
Klara Maschotta Ehefrau von Johann Maschotta. 2005
Max Maurer 23. März 1891 1972 Max Maurer war Dorfpolizist in Ergoldsbach. Am 28. April 1945 versteckte er vor der SS zusammen mit seinem Kollegen Josef Kimmerling und der Bäuerin Anna Gnadl dreizehn Juden, die ihm zur Erschießung übergeben worden waren, und rettete sie damit vor dem Tod. 1995
Paul Mayer[112] 2. August 1896 15. April 1976 Versteckte drei Jahre eine jüdische Ärztin in seiner Wohnung über den Diensträumen seines Gendarmeriepostens, verhalf italienischen Zwangsarbeitern zur Flucht, versteckte etwa 20 kanadische Kriegsgefangene in seiner Berghütte 1968
Rosa Mayer Ehefrau von Paul Mayer. 1968
Albert Meier Ehemann von Maria Meier, gemeinsame Tochter Katharina Meier. 1990
Katharina Meier 1990
Maria Meier 1990
Luise Meier Katholikin. Verhalf mehr als 27 Juden zur Flucht in die Schweiz. 2001
Wilhelm Mensching 05. Okt. 1887 25. Aug. 1964 Bückeburg Im Krieg versteckte Pastor Mensching von Herbst 1943 bis Frühjahr 1944 Ruth Lilienthal aus Berlin in seinem Pfarrhaus in Petzen[113] und kurz vor Kriegsende auch noch einen geflohenen russischen Kriegsgefangenen.[114][115][116] 2001
Margarete Meusel 26. Mai 1897 16. Mai 1953 Sozialfürsorgerin und Mitglied der Bekennenden Kirche. Nahm von 1933 bis 1936 jüdische Fürsorgerinnen als Praktikanten auf. Sie vermittelte ab 1941 Frauen, die von Deportationen in Vernichtungslager bedroht waren, in sichere Unterkünfte. 2006
Hanne Meyer 1965
Josef Meyer 1965
Elfriede Meyer Mutter von Josef Meyer. 1965
Gerda Mez 2012
Heinrich Middendorf 31. August 1898 10. August 1972 Stegen 1944–45 versteckte Pater Middendorf als Rektor des Klosters Stegen neun verfolgte Juden. 1994
Maimi von Mirbach Cellistin und Mitglied der Bekennenden Kirche. Verhalf 1938 Fritz Hirschfeld zur Auswanderung. Mehrere Male versteckte sie in ihrem Haus von der Gestapo gesuchte Juden, um sie vor der Deportation zu bewahren. 1981
Johann Mitschke 2013
Georg Möhring Ehemann von Dorothea Zimmermann. 2011
Annemarie Moller 2009
Elisabeth Möller 2011
Richard Möller Ehemann von Elisabeth Möller 2011
Karin Morgenstern Marianne Ellenbogen, die letzte Überlebende der jüdischen Familie Ellenbogen, wurde seit August 1943 von mehreren Mitgliedern der Widerstandsgruppe Bund um Artur Jacobs versteckt. Eine dieser Mitglieder war Karin Morgenstern, die mit ihren beiden Töchtern in Braunschweig lebte. Karin Morgenstern und Hedwig Gehrke nahmen Marianne Ellenbogen im Herbst 1943 abwechselnd bei sich auf. Sie versteckten sie und versorgten sie mit Lebensmitteln. 1946 konnte Marianne Ellenbogen nach Großbritannien auswandern. Alle ihre Angehörigen starben im KZ Auschwitz.[117] 2004
Gertrud Mörike Unterstützte ihren Mann Otto Mörike bei der Rettung verfolgter Juden. 1970
Otto Mörike Versteckte verfolgte Juden und organisierte ihnen auch Verstecke an anderen Orten. 1970
Richard Ernst Moser 13. Mai 1885 5. April 1967 Hamburg, Kogel Kaufmann. Für seinen langjährigen jüdischen Mitarbeiter Wilhelm Bernstein erwirkte er zunächst die KZ-Haftentlassung und ermöglichte ihm später die Auswanderung über Holland nach Amerika. Dessen in Hamburg gebliebene Eltern unterstützte er bis zu deren Deportation materiell. Auf seinem Gut Vietow bei Sanitz[118] in Mecklenburg versteckte er zeitweilig seinen jüdischen Schwager Philipp Rappaport und dessen Familie vor der NS-Verfolgung, so dass sie alle überlebten. 2001
Elfriede Most Berlin Schwester von Grete Most. Die Familie Most, Arthur, Gerd, Fritz, Elfriede und Grete, nahm die untergetauchte Jüdin Hanni Weißenberg bis November 1943 in ihrem Haus auf und hielt auch später zu ihr Kontakt. 1978
Grete Most Berlin Schwester von Elfriede Most. Die Familie Most, Arthur, Gerd, Fritz, Elfriede und Grete, nahm die untergetauchte Jüdin Hanni Weißenberg bis November 1943 in ihrem Haus auf und hielt auch später zu ihr Kontakt. 1978
Ernst-Bruno Motzko 1969
Fritz Mühlhoff 1978
Fritz Müller Polen Versteckte Ignatz Bucholz nach seiner Flucht aus dem Ghetto vor der Gestapo 1984
Gerhard Müller 1985
Maria Müller Ehefrau von Gerhard Müller. 1985
Frieda Müller Frieda Müller und ihr Ehemann Mathias Müller spielten eine wichtige Rolle bei der Rettung der jüdischen Familie Herzberg aus Mannheim in den Monaten Februar und März 1945. Der wohlhabende jüdische Textilhändler Karl Herzberg, aus Danzig stammend, lebte bereits seit seiner Kindheit in Mannheim und heiratete hier eine nichtjüdische Frau. Seine Frau trat der jüdischen Gemeinde bei, ebenso wie ihre drei Kinder – ein Sohn und zwei Töchter. Nach den Nürnberger Gesetzen galten die drei Geschwister als Juden (Geltungsjuden), und die Familie Herzberg wurde wie jede andere jüdische Familie im nationalsozialistischen Deutschland verfolgt. Trotzdem trug die Abstammung der Mutter dazu bei, den jüdischen Ehemann und die beiden Töchter – der Sohn hatte es 1938 geschafft, nach Großbritannien auszuwandern – bis sehr spät im Krieg vor der Deportation zu schützen. Im Februar 1945 wurden alle drei von der Gestapo aufgefordert, sich zum Transport ins Konzentrationslager Theresienstadt zu melden. Ab diesem Zeitpunkt trugen Georg Hammer und seine Tochter Gertrud, Wilhelm Bürger sowie Frieda und Mathias Müller dazu bei, die drei Verfolgten zu retten:

Herzbergs ehemaliger Geschäftspartner Wilhelm Bürger, der die Familie Herzberg bereits 1944 mit Lebensmittelkarten unterstützt hatte, beschloss – als er merkte, dass die Amerikaner nicht mehr weit entfernt waren – einen vorübergehenden Unterschlupf für die Herzbergs zu finden. Er brachte die Familie zunächst bei Gertrud Hammer und ihrem Vater Georg unter. Obwohl diese die Herzbergs nicht kannten, waren sowohl Tochter als auch Vater bereit, der verfolgten Familie vorübergehend Zuflucht in ihrem Haus in der nahe gelegenen Stadt Schönau (heute Stadtteil von Mannheim) zu geben.

Da die Doppelhaushalte der Hammers hellhörig war, die 16-jährige Doris Herzberg an einer Lungenentzündung erkrankte und es zu ständigen Luftangriffen auf Mannheim kam, fand Wilhelm Bürger später einen geeigneteren Unterschlupf in Ziegelhausen nahe Heidelberg bei Frieda Müller und ihrem Ehemann Mathias. Hier endet am 1. April 1945, als die Amerikaner in Ziegelhausen einmarschierten, die Verfolgung der Familie Herzberg.[21]

1978
Mathias Müller Ehemann von Frieda Müller. 1978
Herta Müller 1971
Kurt Müller 3. März 1902[119] 22. Dezember 1958[119] Stuttgart-Degerloch Pfarrer Kurt Müller versteckte im reformierten Pfarrhaus von Degerloch im Rahmen der Untergrundorganisation Württembergische Pfarrhauskette und in Zusammenarbeit mit der Vikarin Margarete Hoffer (Schwenningen) und der Gemeindehelferin Elisabeth Braun (Gerstetten) mehrere jüdische Personen vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Staatsgewalt.[16] 2012
Karl Muttje 1975
Max Naujocks Naujocks und seine Frau Herta, die jüdischer Herkunft, aber zum Christentum konvertiert war, versteckten in ihrem Haus im Berliner Stadtteil Malchow die jüdische Familie Weiß. Moritz Weiß wurde von den Nazis entdeckt und ermordet. Seine Frau und seine Tochter, Regina und Ellen, konnten jedoch dank Naujocks Hilfe überleben. 2011
Ella Neubauer 16. April 1904 Kallinchen Ella Neubauer und ihr Mann Kurt Neubauer versteckten ihren ehemaligen Arbeitgeber Hermann Hersz Kranz, seine Frau Leonore und ihren Sohn Fredy von August 1943 bis Mai 1945 in ihrer Wohnung und versorgten sie mit Lebensmitteln. Zuvor war Familie Kranz von Anna Gutsmann versteckt worden, ebenfalls eine ehemalige Mitarbeiterin von Hermann Herz Kranz.[120] 2010
Kurt Neubauer 30. Januar 1903 11. Mai 1975 Kallinchen 2010
Hilde Neyses Ehefrau von [Joseph Neyses] 1981
Joseph Neyses 10. November 1893 23. Mai 1988 Die Eheleute Neyses versteckten von 1944 bis Kriegsende eine jüdische Bekannte. 1981
Maria Nickel 1968
Otto Nickel 1969
Fritz Niermann 24. September 1898[110] 9. März 1976[110] Essen Lebensmittelhändler Fritz Niermann hielt vier Frauen vier Wochen lang, bis zum Einmarsch der Amerikaner in Essen am 11. April 1945, in seinem Haus Markscheide 50 in Essen-Altendorf versteckt. Sie flüchteten auf dem Weg vom KZ-Außenlager Humboldtstraße zur Arbeit bei der Friedrich Krupp AG.[111] Zudem hielt Niermann weitere russische Zwangsarbeiter versteckt. 1985
Edith Noerenberg Tochter von Gertrud und Otto Noerenberg. 1978
Gertrud Noerenberg 1978
Otto Noerenberg 1978
Johan Carl Nurnberger 2013
Norberta Obloeser 2013
Heinz Odenthal Köln, Rolandseck bei Remagen, Bonn Rette Salamon und Henriette Jacoby zusammen mit ihrer Tochter Hildegard Schott. Siehe auch: Josephine Odenthal, Sibylla Cronenberg, Katharina Bayerwaltes 2005
Josephine Odenthal Köln, Rolandseck bei Remagen, Bonn Ehefrau von Heinz Odenthal (siehe zuvor). 2005
Charlotte Oewerdieck 1939 ermöglichten die Eheleute Oewerdieck durch finanzielle Unterstützung die Ausreise des Kaufmanns Arno Lachmann mit seiner Frau und seinem betagten Vater nach Shanghai. Während des Krieges versteckten sie in ihrer Wohnung den Büroangestellten Martin Lange und teilten Lebensmittel und Kleidung mit ihm. 1978
Erhard Oewerdieck Ehemann von Charlotte Oewerdieck. 1978
Friedrich Carl von Oppenheim Erbrachte in den Niederlanden Hilfeleistungen für verfolgte Juden. 1996
Josef Otten 10. Dezember 1903 31. Juli 1979 Düsseldorf 2015
Maria Otten 17. Juni 1904 6. Juni 1959 Düsseldorf Ehefrau von Josef Otten. Das Ehepaar versteckte ab Herbst 1944 den 59-jährigen Juden Emanuel Nooitrust, der in Essen wohnte, für neun Monate in ihrem Keller in Düsseldorf und versorgte ihn mit Lebensmitteln. Etwas später wurde dort auch sein 68-jähriger Bruder Salomon (Sally) Nooitrust aus Düsseldorf, Schwiegervater von Peter Belgo junior (ein Bruder von Maria Otten), mit aufgenommen. Beide konnten hierdurch den Holocaust überleben. 2015
Adolf Otto 2011
Aenne Otto 1982
Willi Otto Ehemann von Aenne Otto. 1982
Käthe Overath Katholikin. Befreite eine jüdische Frau und deren nichtjüdischen Ehemann durch eine List aus einer Sammelstelle für Deportationen, versteckte das Ehepaar und deren Tochter. 1992
Cornelie Pachali[121] 24. Juli 1923 10. August 2006 Berlin-Tiergarten Ehefrau von Rudolf Pachali. Das Ehepaar versteckte Ruth Lilienthal. 2016
Rudolf Pachali[122] 11. November 1914 7. Oktober 2005 Berlin-Tiergarten Ehemann von Cornelie Pachali. Das Ehepaar versteckte Ruth Lilienthal. 2016
Melida Palme Warschau Marta Heuer (geb. Palme) und ihre Mutter Melida Palme versteckten die Jüdin Maria Abramska, deren Ehemann und die fünf weiteren Familienangehörigen Fela und Heniek Schwarzfuchs sowie Renia, Jacob und Alina Goldspiegel von Mitte 1943 bis August 1944 in ihrer leerstehenden Wohnung in Warschau.[92] 1975
Otto Pankok 6. Juni 1893 20. Oktober 1966 Pesch bei Münstereifel 2013
Hulda Pankok 20. Februar 1895 8. September 1985 Pesch bei Münstereifel Ehefrau von Otto Pankok. Das Ehepaar versteckte in seinem Haus den Maler Mathias Barz und dessen jüdische Ehefrau Hilde Stein. 2013
Erika Patzschke Hemmingen Siehe Albert Heuer. 1976
Herbert Patzschke Ehemann von Erika Patzschke. 1976
Hedwig Pauli 4. März 1891 28. Januar 1980 Schwester der Anne Dudacy 1996
Olga Paulo 1994
Vinzenz Paulo Ehemann von Olga Paulo. 1994
Felicia Pauselius 2001
Hubert Pentrop 1965
Rolf Peschel 1997
Ernst Pfau 30. Dezember 1906 1. März 2003 Pfau versteckte Gustel Wagner und ihre Familienangehörigen in seiner Holzhütte nahe Bad Dürkheim.[123] 1975
Stephan Hubertus Pfürtner 23. November 1922 2. Juli 2012 Pfürtner verhalf als Soldat im November 1944 drei Jüdinnen zur Flucht aus dem KZ Stutthof und verbarg eine von ihnen in seinem Danziger Elternhaus. 2006
Helene Pissarius 2010
Paul Pissarius Ehemann von Helene Pissarius 2010
Karl Plagge 10. Juli 1897 19. Juni 1957 Vilnius Deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt Major, der während des Zweiten Weltkrieges mindestens 250 ihm zugewiesene jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung in dem Ghetto Vilnius des Nationalsozialismus bewahrte. Von 1931 bis zu seinem Austritt 1939 NSDAP-Mitglied. Als Major war Plagge ab 1941 der Leiter des Heereskraftfahrparks (HKP) 562 Ost im litauischen Wilna (Vilnius).

Dank seiner stetigen Bemühungen, Juden in sein Arbeitslager zu holen und auch die Familien zusammenzuhalten, konnten ca. 250 von über 1000 inhaftierten Juden den Holocaust überleben. Diesen – die anderen wurden aufgespürt und ermordet – gelang es aufgrund von Plagges Warnung vor der Übernahme des Lagers durch die SS, bis zur endgültigen Besetzung von Vilnius durch die Rote Armee in selbst vorbereiteten Verstecken zu überleben.

2004
Dorothee Poelchau 1971
Harald Poelchau Ehemann von Dorothee Poelchau. Gefängnispfarrer, religiöser Sozialist. Verhalf zahlreichen Juden zum Untertauchen. 1971
Agneta Pohl 1994
Angela Pohl 1994
Lili Pollatz Ehefrau von Manfred Pollatz 2013
Manfred Pollatz Reformpädagoge, Quäker. Nach seiner Auswanderung in die Niederlande gründete das Ehepaar Pollatz ein Heim mit einer kleinen Schule für Flüchtlingskinder aus Deutschland. In erster Linie nahmen sie dort „Halbjuden“ auf. Nach der deutschen Besetzung wurden zehn holländische jüdische Kinder im Alter von zwei Monaten bis drei Jahren von der Familie Pollatz versteckt. Von den 28 namentlich bekannten deutsch-jüdischen Kindern, die Zuflucht in dem Pollatzschen Heim gefunden hatten, überlebten 23 die NS-Zeit. 2013
Hedwig Porschütz Tochter von Hedwig Voelker. Stenotypistin, versteckte und versorgte Juden mit gefälschten Papieren und Lebensmitteln. Ihr 1956 gestellter Antrag auf Anerkennung als politisch Verfolgte, wurde abgelehnt wegen ihres „unehrenhaften Lebenswandels“! 2012
Christian Pütz 1985
Christine Pütz Ehefrau von Christian Pütz. 2004
Erna Raack Tochter von Ida und Ernst Scharf. 2012
Gerhard Radke 18. Februar 1914 24. Juli 1999 Belgrad Radke war als Soldat in der Nähe von Belgrad stationiert. In dem Haus, in dem er untergebracht war, lebte auch eine aus Belgrad geflüchtete jüdische Familie. Radke half ihnen, ihre in Belgrad zurückgelassenen Pässe zu holen, indem er sie mit einem Militärfahrzeug zu ihrer Wohnung fuhr und die dort angebrachte Versiegelung aufbrach. Anschließend besorgte er ihnen alle für die Ausreise nach Palästina notwendigen Reisepapiere, bevor er an die russische Front versetzt wurde. 1977
Gerd Ramm 14. September 1906 27. April 1968 Gerd Ramm erwarb in den 1930er-Jahren mehrere Unternehmen in Berlin und Norddeutschland – z. T. von Juden, die aus Deutschland fliehen mussten – und gelangte so zu Wohlstand. In seinen Werkstätten im Prenzlauer Berg arbeiteten auch jüdische Zwangsarbeiter. Der deutschnational eingestellte Kaufmann war aber ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus.

Er warnte seine Zwangsarbeiter vor einer drohenden Razzia und bot ihnen Verstecke an. So verbargen sich u. a. Konrad Friedländer, dessen Vater Bernhard Friedländer, der jüdische Textilkaufmann Alfred Boehm und der schon 1941 vor der Gestapo geflohene Heinz Jacobius in der Firma oder der Charlottenburger Wohnung. In letzterer lebten auch seine Ehefrau und seine kleine Tochter.

Ramm verwendete einen Teil seines Vermögens dazu, falsche Papiere für seine Schützlinge zu bezahlen. Relativ einfach waren die Postausweise zu erhalten, allerdings hielten sie genaueren Überprüfungen nicht stand. Für je 6000 RM erwarb er von einem korrupten Büroangestellten im Oberkommando der Wehrmacht Ausweiskarten für Heinz Jacobius und Konrad Friedländer. Die Dokumente wiesen sie als Zivilmitarbeiter der Behörde aus.

Heinz Jacobius wurde zwar Ende 1944 verhaftet und ins Ghetto Theresienstadt deportiert, überlebte aber. Die anderen erwähnten Männer blieben unentdeckt in Berlin. Gerd Ramm rettete mindestens zehn Menschen das Leben und erhielt dafür 1959 das Bundesverdienstkreuz.[124][125]

2009
Alois Rauch 2013
Maria Rauch 2013
Charlotte Rebhun 1997
Eberhard Rebling 4. Dezember 1911 2. August 2008 Musiker, Antifaschist. Rebling kaufte sich Anfang 1943 in den Niederlanden unter falschem Namen ein Haus und bot bis zu 20 jüdischen Flüchtlingen Unterschlupf. 2007
Friedrich Reck-Malleczewen 11. August 1884 Februar 1945 Bayern Ehemann von Irmgard Reck-Malleczewen; Mitwirkung an der Rettung von Max Bachmann, Albertine Herda (geb. Gimpel) und Richard Marx. 2014
Irmgard Reck-Malleczewen 1912 1999 Bayern Ehefrau von Friedrich Reck-Malleczewen; Mitwirkung an der Rettung von Max Bachmann, Albertine Herda (geb. Gimpel) und Richard Marx. 2014
Gisela Reissenberger 1987
Paul Rentsch 29. September 1898 8. Mai 1944 Berlin Zahnarzt, Widerstandskämpfer. Er gehörte zusammen mit Georg Groscurth, Robert Havemann und Herbert Richter zu den Verfassern des am 15. Juli 1943 entstandenen Manifestes „Die Zukunft von morgen wird ein geeintes sozialistisches Europa sein“. Es sollte der Vorbereitung des bewaffneten Aufstandes gegen die nationalsozialistische Diktatur dienen. Außerdem half die Gruppe im Untergrund lebenden Juden, indem sie ihnen falsche Personalpapiere besorgten.[126] 2005
Herbert Richter 5. August 1901 8. Mai 1944 Berlin Architekt. Für das Widerstandsnetz von Harro Schulze-Boysen beschaffte er Informationen aus dem Generalstab des Oberkommandos der Luftwaffe (OKL). Richter war 1939 mit dem Arzt Georg Groscurth, dem Chemiker Robert Havemann und dem Zahnarzt Paul Rentsch einer der Mitbegründer der Widerstandsgruppe Europäische Union[127] 2005
Emma Richter 20. April 1891 Berlin Ab November 1938 wohnte die Jüdin Meta Sawady bei ihr, während diese zur Zwangsarbeit in einer Fabrik gezwungen war. Bei der Fabrikaktion wurde Sawady verhaftet, konnte aber beim Transport nach Auschwitz fliehen und sich bei Richter verstecken. Nach sechs Monaten in der Wohnung Richters brachte diese sie wegen der steigenden Gefahr von Luftangriffen in ein Sommerhaus außerhalb Berlins. Richter besuchte Sawady dort täglich und versorgte sie mit Lebensmitteln. Außerdem schickte sie Lebensmittelpakete an Verwandte Sawadys ins KZ Theresienstadt. 1964
Walter Riecke 1971
Grete Rönnfeldt 6. November 1901 1981 Neuenhagen bei Berlin Grete Rönnfeldt nahm 1943 einen jüdischen Jugendlichen, dessen Kindermädchen sie gewesen war, in ihre Familie auf, als ihm die Deportation drohte. Er blieb bei ihr bis zum Ende des Weltkrieges. 2003
Ida Röscher 2004
Selma Rosemann 2001
Paula Rosen 2012
Emma Rosenthal 2013
Alfred Rossner Textilkaufmann. Als Treuhänder für enteignete jüdische Firmen im annektierten Oberschlesien bewahrte er ihm untergebene jüdische Zwangsarbeiter und deren Angehörige vor Deportationen in die Vernichtungslager. 1995
Else Rouge 1978
Walter Rozenkranz 1975
Eduard Rügemer 1883 1955 Tarnopol Rügemer half Irene Gut zwölf Juden in Tarnopol zu verstecken, die aufgrund dieser Hilfsmaßnahme überlebten, unter ihnen Roman Haller. 2012
August Ruf Katholischer Geistlicher, „Staatsfeind im Priestergewand“, verhalf einer jüdischen Arztwitwe zur Flucht in die Schweiz. 2004
August Sapandowski 17. Juni 1882 10. März 1945 2004
Artur Schade ? Białystok Versteckte zwei Mal Juden während SS-Razzien in seiner Wohnung und half ihnen, aus dem Ghetto Bialystok zur jüdischen Untergrundbewegung zu entkommen. Schade unterstützte nicht nur die von ihm versteckten Personen, sondern auch jüdische Partisanengruppen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Karten und Waffen. (Literatur siehe Artikel zu Otto Busse (Widerstandskämpfer)) 1995
Hildegard Schaeder 13. April 1902 11. April 1984 Berlin-Dahlem Mitglied der Bekennenden Kirche. Sie versorgte u. a. inhaftierte und untergetauchte Juden mit Lebensmitteln. Am 14. September 1943 wurde sie verhaftet und verbrachte die Zeit bis zum Kriegsende großteils im KZ Ravensbrück. 2000
Anni Schallenberg 2007
Bertram Schallenberg Ehemann von Anni Schallenberg. 2007
Johanna Schallschmidt 1982
Ernst Scharf 2012
Ida Scharf 2012
Heinz Scheidling 1990
Helene von Schell 2000
Gisela Scherer 1971
Josy Scherer-Hoffmann 1971
Elisabeth Schiemann 15. August 1881 3. Januar 1972 Berlin Biologin, kritisierte die Rassenpolitik der Nationalsozialisten, Mitglied der bekennenden Kirche 2014
Emilie Schindler 22. Oktober 1907 5. Oktober 2001 Ehefrau von Oskar Schindler. 1993
Emma Schindler 2013
Oskar Schindler 28. April 1908 9. Oktober 1974 beschäftigte während des 2. Weltkrieges 1200 jüdische Zwangsarbeiter und rettete sie damit vor dem sicheren Tod. 1993
Bartholomäus Schink 27. November 1927 10. November 1944 Schink war zunächst Mitglied der Edelweißpiraten, dann der Ehrenfelder Gruppe im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Diese beging im zerstörten Köln zahlreiche Lebensmittel- und Waffendiebstähle, versteckte aber auch geflüchtete Zwangsarbeiter, untergetauchte Juden und Deserteure. 1982
Elsa Schleiermacher 1985
Walter Schleiermacher Ehemann von Elsa Schleiermacher. 1985
Arthur und Paula Schmidt 7. November 1887 4. Juli 1959 Berlin, Worin Arthur Schmidt und seine zweite Ehefrau Paula, ein Kaufmannsehepaar aus Berlin, versteckten die sieben jüdischen Kinder von Alexander (konvertierte zum Judentum) und Pauline Weber geb. Banda (Jüdin; 1943 in Auschwitz ermordet) aus Berlin in einem Lagerhaus für Gemüse in Worin (hinter dem Gasthaus „Zum Grünen Wald“) und entzogen sie so dem Zugriff der Nationalsozialisten. Der NSDAP-Bürgermeister von Worin, Rudi Fehrmann deckte die Aktion. Arthur Schmidt selbst besaß in Berlin mehrere eigene Lager- und Verkaufseinrichtungen für Obst und Gemüse. Im Umkreis von Berlin befanden sich seit Generationen im Besitz der Familie Schmidt mehrere eigene Anbaugebiete für Gemüse und dazugehörige Lagerhäuser, so unter anderem auch das als Zwischenlager für Gemüse genutzte Lagerhaus in Worin, in dem die sieben jüdischen Kinder versteckt wurden. Nachdem in Folge des Zweiten Weltkrieges die Berliner Wohnung von Arthur Schmidt selbst zerstört wurde, zogen er und seine Frau Paula zeitweilig in ein kleines hergerichtetes Haus, das sich neben der Lagerhalle in Worin befand. Auch seine zwei Söhne aus erster Ehe, Arthur und Gerhard Schmidt lebten für kurze Zeit in Worin und dessen Umfeld. Arthur Schmidt verstarb am 4.7.1959 in Berlin. Paula Schmidt verstarb am 23.11.1979 in Berlin. Die Ehrung von Arthur und Paula Schmidt als Gerechte unter den Völkern aus Deutschland wurde am 14.3.2018 stellvertretend für die Familie Schmidt vom Enkel Arthur Schmidt in Jerusalem in Yad Vashem entgegengenommen.[128][129][130] 2015
Meta Schmitt 1979
Änne Schmitz 13. Dezember 1911 11. Dezember 1999 Änne Schmitz, gelernte Buchbinderin, war Mitglied der SPD und beim „Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben“. Sie und ihre Freunde aus dem „Bund“ halfen von der NS-Diktatur Verfolgten. Die Jüdin Marianne Strauß-Ellenbogen wurde vom „Bund“ im Untergrund versteckt und so deren Leben gerettet.[131] 2004
Elisabeth Schmitz 23. August 1892 10. September 1977 Berlin Verfasste 1935 eine Denkschrift Zur Lage der deutschen Nichtarier, in der sie völlig zutreffend prognostizierte, was mit dem Nationalsozialismus auf die jüdischen Mitbürger zukommen würde. Ihre Warnungen – vor allem in Richtung der Evangelischen und hier besonders der Bekennenden Kirche – blieben aber wirkungslos. Sie quittierte den Schuldienst nach den Novemberpogromen 1938. Unterstützte jüdische Verfolgte aktiv. 2011
Christa Schneider 5. Oktober 1920 2002
Dorothea Schneider 18. November 1889 Mutter von Christa Schneider. 2002
Ella Schock 2013
Emil Schock 2013
Anna Schönberner 1997
Gertrud Schönberner Mutter von Anna Schönberner. 1997
Oskar Schönbrunner 15. September 1908 18. November 2004 Schönbrunner war zwischen 1941 und 1943 als Zahlmeister der deutschen Militärverwaltung tätig, und erwirkte durch Täuschung die Freilassung jüdischer Gefängnisinsassen. 1977
Maria Schönebeck 1901 1950 Berlin Maria Schönebeck versteckte von 1943 bis Kriegsende zusammen mit Emma Harndt und Ida Jauch den bekannten jüdischen Entertainer, Moderator und Regisseur Hans Rosenthal in einer Berliner Kleingartenanlage. 1977
Karl Schörghofer Junior ? München War gemeinsam mit seinen Eltern Karl und Katharina daran beteiligt, sieben Juden vor der Gestapo zu verstecken und sie zu versorgen. 1968
Karl Schörghofer Senior 1879 München Schörghofer Senior war Friedhofsverwalter des neuen jüdischen Friedhofs. Während des Holocausts verteidigte er nicht nur die Grabsteine des Friedhofs gegen die Zerstörungswut der Nationalsozialisten, sondern versteckte gemeinsam mit seiner Familie auch sieben Juden vor der Gestapo und versorgte sie mit dem Lebensnotwendigen. Als nach 14 Monaten die versteckten Männer und Frauen von einem Spitzel verraten wurden, konnten die meisten von ihnen fliehen, zwei wurden in Konzentrationslager gebracht. Obwohl die Gestapo der Familie für den Fall eines erneuten Versteckens von Juden mit Deportation in das KZ Dachau drohte, versteckten die Schörghofers einen der Geflohenen erneut. Gemeinsam mit Joseph Sebastian Cammerer rettete Karl Schörghofer senior 1944 zudem eine Frau und brachte sie bei seiner Tochter Martha in Miesbach unter. 1968
Katharina Schörghofer ? München Gemeinsam mit ihrem Mann Karl und ihren Kindern versteckte sie sieben Juden vor der Gestapo. Als nach 14 Monaten die versteckten Männer und Frauen von einem Spitzel verraten wurden, konnten die meisten von ihnen fliehen, zwei wurden in Konzentrationslager gebracht. Obwohl die Gestapo der Familie für den Fall eines erneuten Versteckens von Juden mit Deportation in das KZ Dachau drohte, versteckten die Schörghofers erneut einen der Geflohenen. 1968
Martha Schörghofer-Schleipfer ? Miesbach Martha Schörghofer-Schleipfer versteckte über ein Jahr lang bis zum Kriegsende 1945 eine Jüdin, die von ihrem Vater Karl Schörghofer Senior zu ihr gebracht worden war. 1968
Sonja Schreiber 17. November 1893 Essen Marianne Ellenbogen, die letzte Überlebende der jüdischen Familie Ellenbogen, wurde seit August 1943 von mehreren Mitgliedern der Widerstandsgruppe Bund um Artur Jacobs versteckt. Eine dieser Mitglieder war Sonja Schreiber aus Essen. Sonja Schreiber nahm Ellenbogen ab Ende August für einige Wochen auf, versteckte sie und versorgte sie mit Lebensmitteln. 1946 konnte Marianne Ellenbogen nach Großbritannien auswandern. Alle ihre Angehörigen starben im KZ Auschwitz.[132] 2004
Hedwig Schrödter 1993
Otto Schrödter Ehemann von Hedwig Schrödter. 1993
Gustav Schröder 27. September 1885 1959 Atlantik Schröder war Kapitän des Hapag-Passagierschiffs St. Louis. Das Schiff war 1939 mit über 900 jüdischen Flüchtlingen an Bord von Hamburg nach Amerika gefahren, dort wurden sie aber sowohl von Kuba wie auch von den USA abgewiesen. Zurück in Europa unternahm Schröder alles, um nicht nach Deutschland zurückkehren zu müssen; er erwog sogar, das Schiff vor Großbritannien auf Grund zu setzen. Schließlich erklärten sich verschiedene Länder bereit, die an Bord befindlichen Juden aufzunehmen. 1993
Hanning Schröder 4. Juli 1896 16. Oktober 1987 Anfang 1944 bis März 1945 verbargen Hanning Schröder und Cornelia Schröder-Auerbach in ihrer Berliner Wohnung am Quermatenweg 148 in Steglitz-Zehlendorf ein jüdisches Paar (Werner und Ilse Rewald) und retteten dieses vor dem sicheren Tod. 1978
Franz Schürholz 1973
Eduard Schulte 4. Januar 1891 6. Januar 1966 Nach Auffassung Bernward Dörners war der Industrielle Schulte „die wohl wichtigste Einzelperson, von der die internationale Öffentlichkeit erfuhr, dass Hitler tatsächlich alle europäischen Juden in seinem Herrschaftsbereich physisch vernichten wollte“ 1988
Anni Schulz 1988
Gustav Schulz Ehemann von Anni Schulz. 1988
Frieda Schulze 1978
Käthe Schwarz 1971
Wolfgang Schwarz Wolfgang Schwarz war als Jugendlicher mit der Ehrenfelder Gruppe innerhalb der Kölner Edelweißpiraten am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. Die Gruppe versteckte in den Trümmern Ehrenfelds Juden und versorgte sie mit (oft gestohlenen) Lebensmitteln. 1984
Maria Schwelien 1985
Gerhard Schwersensky 1985
Ilse Schwersensky Ehefrau von Gerhard Schwersensky. 1985
Konrad Schweser 16. November 1899 28. Februar 1975 Teplyk Schweser war ein deutscher Baumeister, der von Juni 1940 bis Oktober 1941 in Polen als Stadtbaumeister diente, wobei er Juden durch die Beschaffung zusätzlicher Lebensmittel unterstützte. Anschließend war er bis Kriegsende bei der Organisation Todt in der Ukraine beschäftigt. Dort rettete er mindestens 44 Juden das Leben, indem er sie vor Mitgliedern der SS versteckte. Ihm wurde 1971 das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1968
Herta Seebaß 2004
Julius Seebaß Ehemann von Renata Seebaß und Vater der gemeinsamen Kinder Ricarda und Renata Seebaß. 2004
Renata Seebaß 2004
Ricarda Seebaß 2004
Esther-Maria Seidel 1982
Hans Seidel Ehemann von Esther-Maria Seidel. 1982
Maria Seitz 1987
Wilhelm Seitz Ehemann von Maria Seitz. 1987
Kurt Seligmann Versteckte eine Jüdin und deren Tochter, versorgte sie immer wieder mit Geld und Lebensmitteln. 2006
Annemarie Sell 1981
Helmuth Sell Ehemann von Annemarie Sell. 1981
Gertie Siemsen 2002
Heinrich Silkenböhmer 1965
Ellen Christel Simons 1988
Erna Simons Mutter von Ellen Christel Simons. 1988
Margarete Sommer 21. Juli 1893 30. Juni 1965 Kleinmachnow, Berlin Sommer versteckte Sonja Schönerstedt 1944 zunächst in ihrer Kleinmachnower Wohnung und später bei Ordensschwestern.[133] Ein zwölfjähriges Mädchen wurde unter ihrer Protektion bis 1945 in verschiedenen Kinderheimen verborgen. 2003
Hans Söhnker 11. Oktober 1903 20. April 1981 Wünsdorf Söhnker versteckte Verfolgte (Ludwig Lichtwitz, Werner Scharff, Kurt Hirschfeldt) im Wochenendhaus am Wünsdorfer See in der Nähe von Zossen in Brandenburg[73] 2018
Walter Sonntag 2003
Hannah Sotschek Mutter von Eva Cassirer. 2011
Senta Specht 1997
Else Spisky 1990
Wilhelm Spisky Ehemann von Else Spisky. 1990
Otto M. Springer 1986
Vojislav Stefanovic 1979
Stefan Steinbacher Sohn von Therese. 2013
Therese Steinbacher 2013
Gertrud Steinl 17. März 1922 16. März 2020 Graslitz/Kraslice Steinl versteckte die Jüdin Sarah Shlomi (geborene Fröhlich) im Haus ihrer Eltern, wo sie unerkannt von 1943 bis zum Kriegsende überleben konnte. 1979
Elfriede Stichnoth 1985
Elisabeth Stippler 1984
Karl Stippler Ehemann von Elisabeth Stippler. 1984
Annemarie Stockmann 2010
Karl Stockmann Zusammen mit Annemarie (Dietrichs) und Tochter Margret Verhaak. 2010
Hans Stockmar Während des nationalsozialistischen Regimes unterhielt Hans Stockmar einen intensiven Kontakt zu seinem ehemaligen jüdischen Mitarbeiter Joseph Gelbart († 1942), der ins Warschauer Ghetto deportiert war. 2001
Eugen Stöffler Ehemann von Johanna Stöffler, gemeinsame Tochter Ruth Stöffler. 1998
Johanna Stöffler [134] 1998
Ruth Stöffler 1998
Eva Stoll Tochter von Gaby Gaebler und Ehefrau von Walter Stoll. 1980
Walter Stoll Ehemann von Eva Stoll. 1980
Fritz Strassmann Fritz Straßmann und seine Frau hielten im Frühjahr 1943 in ihrer Wohnung in Berlin eine Jüdin zwei Monate verborgen; sie überlebte den Krieg. 1985
Friedrich Strindberg Versteckte gemeinsam mit seiner Ehefrau Juden in seiner Wohnung. 2001
Utje Strindberg Ehefrau von Friedrich Strindberg. 2001
Grete Ströter 2004
Hermann Südfeld Bei Yad Vashem (wohl versehentlich) als Bernhard Südfeld geführt 1965
Hans Sürkel 1980
Werner Sylten Sylten war ein evangelischer Pfarrer von jüdischer Abstammung. Er half mit, das Leben von mehr als tausend „nichtarischen“ Christen durch Ermöglichung der Auswanderung zu retten. 1979
Horst Symanowski Er schleuste etliche ausgebombte Juden aus Berlin nach Ostpreußen, um sie dort heimlich unterzubringen. Die Familie Symanowski brachte eine jüdische Familie unter Lebensgefahr in der eigenen Wohnung unter. 2002
Isolde Symanowski Ehefrau von Horst Symanowski. 2002
Anna Tervoort 1997
Frieda Szturmann 12. Juni 1897 1962 Sie versteckte als „Heimarbeiterin“ in Staaken bei Spandau die Jüdin Cecilie Rudnik und deren Tochter vor der Gestapo. 2013
Luise Teske 2009
Wilhelm Teske Ehemann von Luise Teske. 2009
Edwin Tietjens 20. März 1894 22. Mai 1944 Vom Jahr 1943 an versteckten Tietjens und seine Ehefrau Luigina von Fabrice die jüdische Fabrikarbeiterin Ruth Heynemann und deren Mutter in ihrem Haus und besorgten ihnen gefälschte Papiere. 1997
Gina Tietjens 1997
Albrecht Tietze Ehemann von Gina Tietjens. 1970
Ilse Totzke 4. August 1913 23. März 1987 Sie machte keinen Hehl aus ihrer Gegnerschaft zum NS-Regime.

1942 und 1943 versuchte sie – leider vergeblich – Jüdinnen über die Grenze in die Schweiz zu schleusen.

1995
Ernst Treptow 1988
Maria Treptow Ehefrau von Ernst Treptow. 1988
Joseph Tudyka 2006
Georg Ufer 1980
Margaret Verhaak Tochter von Karl und Annemarie Stockmann (Dietrich) 2010
Hedwig Voelker 2012
Herbert Vogt 1979
Emma Waldhelm Ehefrau von Fritz Waldhelm, gemeinsame Tochter Ilse Waldhelm. 2002
Fritz Waldhelm 2002
Ilse Waldhelm 2002
Hans Walz 1938 bis 1940 finanzierte Walz für die Auswanderung von Juden. 2002
Ludwig Walz Ab 1934 fuhr er bis 1942 einmal wöchentlich bei Nacht in das 35 Kilometer entfernte Buttenhausen zur dortigen jüdischen Gemeinde, um diese mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Auch bei der Deportation nach Riga und Theresienstadt unterstützte er sie noch mit Lebensmitteln. 1974
Herta Webber 1965
Elisabeth Weeg 1990
Ludwig Weeg Ehemann von Elisabeth Weeg. 1990
Armin T. Wegner 16. Oktober 1886 17. Mai 1978 Armin T. Wegner protestierte im April 1933 in einem offenen Brief an Adolf Hitler gegen die Judenverfolgung. Der Brief wurde von keiner Zeitung veröffentlicht, woraufhin Wegner ihn direkt an das Braune Haus schickte. Kurz darauf wurde er deswegen verhaftet, gefoltert und mehrere Monate lang interniert. 1967
Otto Weidt 2. Mai 1883 22. Dezember 1947 Besitzer einer als „wehrwichtiger Betrieb“ eingestuften Besen- und Bürstenbinderei. Durch Bestechung und Passfälschung konnte er seine größtenteils jüdischen Mitarbeiter vor der Deportation schützen und versorgen, u. a. Inge Deutschkron, Hans Israelowicz und Alice Licht. Er versteckte die Familie Horn neun Monate in einem Hinterraum seiner Werkstatt. Kurz vor Kriegsende fuhr er nach Auschwitz, half seiner Freundin Alice Licht bei der Flucht während des Todesmarsches aus einem der Außenlager des KZ Groß-Rosen und verbarg sie in einem von ihm angemieteten Zimmer. 1971
Eugen Weiler 2004
Agnes Wendland Unter Einsatz ihres Lebens versteckte und schützte sie während des Zweiten Weltkrieges, gemeinsam mit ihrer Tochter Ruth, verfolgte Juden im Pfarrhaus der Gemeinde. 1975
Ruth Wendland Tochter von Agnes Wendland. 1975
Paula Wendt 2004
Franz Weschenfelder 1976
Helen Weschenfelder Ehefrau von Franz Weschenfelder. 1976
Adolf Wiegel 2005
Frida Wiegel Ehefrau von Adolf Wiegel. 2005
Irmgard Wieth 1968
Frieda Winkler 1982
Hans Winkler Ehemann von Frieda Winkler. 1982
Trude Wisten 1994
P. Witkowski 1979
Susanne Witte 1998
Alfred Wohlgemuth 2013
Ludwig Wörl 28. Februar 1906 27. August 1967 Als Lagerältester in den Konzentrationslagern Dachau und Auschwitz versorgte er Häftlinge medizinisch und rettete einigen das Leben. 1963
Alexander Wolf 1996
Elena Wolf Ehefrau von Alexander Wolf. 1996
Elisabeth Wust 1. November 1913 31. März 2006 Elisabeth „Lilly“ Wust versteckte in ihrer Wohnung außer ihrer Geliebten noch drei weitere Jüdinnen 1995
Karl Zacherl 1980
Walburga Zacherl Ehefrau von Karl Zacherl. 1980
Joachim von Zedtwitz 11. Juni 1910 10. Oktober 2001 Zedtwitz brachte in seinem Wagen wiederholt Juden über Mährisch-Ostrau an die Grenze nach Polen, von wo aus sie durch örtliche Schleuser in vorläufige Sicherheit gebracht wurden. 1994
Erika Zeise 2006
Ludwig Zeise Ehemann von Erika Zeise. 2006
Elsbeth Zeller 2007
Hermann Konrad Zeller (1883–1953), deutscher Pfarrer, Ehemann von Elsbeth Zeller. 2007
Gustav Zenker[135] 5. Mai 1905[136] 1998 Mülheim an der Ruhr Im Winter 1943 versteckten Mathilde und Gustav Zenker über Nacht die Jüdin Marianne Strauss (* 7. Juni 1923) vor der Gestapo. 2004
Mathilde Zenker[135] Mülheim an der Ruhr geb. Schäfer, Ehefrau von Gustav Zenker 2004
Konrat Ziegler 12. Januar 1884 8. Januar 1974 Berlin, Osterode am Harz Ziegler verhalf 1938 einem jüdischen Freund zur Emigration und wurde daraufhin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Wieder in Freiheit und ausgebombt, versteckte er seinen ehemaligen jüdischen Kollegen Kurt Latte in Osterode. 2000
Ruth Zielinski Krakau Ruth Zielinski gehörte einer deutschstämmigen Familie an, die aus dem Sudetenland nach Krakau gekommen war. Im Juli 1942 kamen Bernard Dov Kimel und seine Frau in Krakau an. Sie reisten mit falschen „arischen“ Papieren. Das Ehepaar Kimel baten Ruth Zielinski, die in der Vergangenheit als Haushälterin von Frau Kimels Schwester gearbeitet hatte, um Hilfe. Ruth Zielinski nahm sie ohne zu zögern auf und beherbergte sie trotz der Einwände anderer Familienmitglieder drei Monate lang in ihrer Wohnung in Krakau.[137] 1991
Berta Zimmermann 27. September 1902 14. November 1937 2013
Dorothea Zimmermann Ehefrau von Georg Möhring 2011
Rudolf Zogelmann 2002
Agnes Zubeil Berlin Gustav Zubeil und seine Frau Agnes versteckten das jüdische Ehepaar Witkowski in ihrem Boot auf der Spree in Berlin-Treptow, nachdem das Ehepaar nach dem 27. Februar 1943 in die Illegalität gehen musste. Die Witkowskis hielten sie mehrere Monate im Flußboot der Zubeils auf, bis sie bei Herta Müller in Berlin-Weißensee ein alternatives Versteck finden konnten.[138] 1976
Gustav Zubeil Berlin 1976

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Righteous Among the Nations from Germany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Names and Numbers of Righteous Among the Nations – per Country & Ethnic Origin, as of January 1, 2019. In: yadvashem.org. Abgerufen am 2. Februar 2020 (englisch).
  2. The Righteous Among the Nations Database – Bach Arno & Margarete. Abgerufen am 23. Juli 2020 (englisch).
  3. The Righteous Among the Nations Database – Bartlakowski Leonard. In: yadvashem.org. Abgerufen am 11. Februar 2020 (englisch).
  4. Barwitzky Claire auf der Seite von Yad Vashem, abgerufen am 17. Mai 2017 (englisch).
  5. Seev Goshen: Albert Battels Widerstand gegen die Judenvernichtung in Przemysl. Miszelle. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 33, Nr. 3. Walter de Gruyter, 1985, ISSN 0042-5702 (ifz-muenchen.de [PDF; 671 kB; abgerufen am 17. September 2018] ausführliche Beschreibung der Aktionen).
  6. Joachim Käppner: In der Finsternis. In: Süddeutsche Zeitung. 24. Oktober 2009, S. V2/6.
  7. The Righteous Among the Nations Database – Bernhardt Herbert & Ella. In: yadvashem.org. Abgerufen am 11. Februar 2020 (englisch).
  8. The Righteous Among the Nations Database – Biel von Wilhelm. In: yadvashem.org. Abgerufen am 11. Februar 2020 (englisch).
  9. The Righteous Among the Nations Database – Erlenmeyer Ekkehard. In: yadvashem.org. Abgerufen am 12. Juni 2020 (englisch).
  10. The Righteous Among the Nations Database – Blochwitz Else. In: yadvashem.org. Abgerufen am 12. Juni 2020 (englisch).
  11. The Righteous Among the Nations Database – Block Irene (Gasse). In: yadvashem.org. Abgerufen am 12. Juni 2020 (englisch).
  12. Mathilde Böckelmann als Gerechte geehrt. In: embassies.gov.il. Botschaft des Staates Israel in Berlin, 24. November 2016, abgerufen am 27. April 2020.
  13. Mathilde Böckelmann, The Righteous Among the Nations Database. In: yadvashem.org. Yad Vashem. The world holocaust remembrance center, abgerufen am 27. April 2020 (englisch).
  14. The Righteous Among the Nations Database – Bollen Helena. In: yadvashem.org. Abgerufen am 13. Juni 2020 (englisch).
  15. The Righteous Among the Nations Database – Bongers August; Son: Ludwig. In: yadvashem.org. Abgerufen am 17. Juni 2020 (englisch).
  16. a b c The Righteous Among The Nations. Müller FAMILY. Müller Kurt (1902–1958). In: db.yadvashem.org. Abgerufen am 8. Juli 2019 (englisch, zu Kurt Müller, Elisabeth Braun und Margarete Hoffer).
  17. The Righteous Among the Nations Database – Bross August. In: yadvashem.org. Abgerufen am 13. Juni 2020 (englisch).
  18. Günther Schwarberg: „Renn, Shifra, renn!“ (PDF; 347 kB) In: kinder-vom-bullenhuser-damm.de. Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e. V., 18. Januar 2014, S. 1, abgerufen am 10. Juni 2019 (ursprünglich erschienen in: Ossietzky. Zweiwochenschrift für Politik, Kultur, Wirtschaft. 2005).
  19. The Righteous Among the Nations Database – Buchholz Valeska (Koenig). In: yadvashem.org. Abgerufen am 15. Juni 2020 (englisch).
  20. The Righteous Among the Nations Database – Buengener Erich & Erika. In: yadvashem.org. Abgerufen am 20. Juni 2020 (englisch).
  21. a b c The Righteous Among the Nations Database – Burger Wilhelm. In: yadvashem.org. Abgerufen am 20. Juni 2020 (englisch).
  22. The Righteous Among the Nations Database – Bunke Adolf & Frieda (Mudlagk). In: yadvashem.org. Abgerufen am 21. Juni 2020 (englisch).
  23. The Righteous Among the Nations Database – Calogeras Ursula (Meissner). In: yadvashem.org. Abgerufen am 17. Juni 2020 (englisch).
  24. The Righteous Among the Nations Database – Cammerer Josef. In: yadvashem.org. Abgerufen am 21. Juni 2020 (englisch).
  25. The Righteous Among the Nations Database – David Paul & Regina; Daughter: Margit. In: yadvashem.org. Abgerufen am 23. Juni 2020 (englisch).
  26. Nicht identisch mit Paul Dietrich. Paul und Hilde Dietrich – mutige Menschen aus Thüringen. Medaille der Gerechten unter den Völkern. (Nicht mehr online verfügbar.) In: fvks.projektonline.info. Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec, archiviert vom Original am 1. Mai 2018; abgerufen am 17. September 2018 (mit Verweis auf das Lexikon der Gerechten unter den Völkern. 2. Auflage. Göttingen 2005, S. 95).
  27. The Righteous Among the Nations Database – Dipper Theodor & Hildegard. In: yadvashem.org. Abgerufen am 23. Juni 2020 (englisch).
  28. The Righteous Among the Nations Database – Dobbeck Margit. In: yadvashem.org. Abgerufen am 23. Juni 2020 (englisch).
  29. The Righteous Among the Nations Database – Driessen Maria. In: yadvashem.org. Abgerufen am 29. Juni 2020 (englisch).
  30. Heinz Droßel: Die Zeit der Füchse. Lebenserinnerungen aus dunkler Zeit. 2. Aufl. Waldkircher Verl.-Ges., Waldkirch 2001, ISBN 3-87885-338-6, S. 88 f., 162 f., 256.
  31. Sebastian Werner: Der völkische Ideologe. In: Ronald Smelser, Enrico Syring, Rainer Zitelmann (Hrsg.): Die braune Elite. Teil 2: 21 weitere biographische Skizzen (= WB-Forum. Bd. 80). 2., aktualisierte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999, DNB 955920124, S. 23.
  32. The Righteous Among the Nations Database – Ebert Günther & Therese. In: yadvashem.org. Abgerufen am 30. Juni 2020 (englisch).
  33. The Righteous Among the Nations Database – Einem von Gottfried. In: yadvashem.org. Abgerufen am 3. Juli 2020 (englisch).
  34. The Righteous Among the Nations Database – Elsner Henri & Else. In: yadvashem.org. Abgerufen am 3. Juli 2020 (englisch).
  35. The Righteous Among the Nations Database – Feilen Jean. Abgerufen am 3. Juli 2020 (englisch).
  36. Hans Feyerabend wollte 3000 Juden das Leben retten. In: Berliner Zeitung. 25. November 2015, abgerufen am 12. Juni 2020.
  37. The Righteous Among the Nations Database – Fleischer Emil ; Daughter: Gabriele. Abgerufen am 13. Juli 2020 (englisch).
  38. The Righteous Among the Nations Database – Flemming Liselotte. Abgerufen am 13. Juli 2020 (englisch).
  39. The Righteous Among the Nations Database – Friedrich Peter. In: yadvashem.org. Abgerufen am 13. Juli 2020 (englisch).
  40. Gertrud Fröhlich ist „Gerechte unter den Völkern“. In: welt.de. Die Welt, 29. März 2000, abgerufen am 17. Mai 2017.
  41. The Righteous Among the Nations Database – Froehlich Gertrud. In: yadvashem.org. Abgerufen am 13. Juli 2020 (englisch).
  42. Genannt in der Liste von Yad Vashem: Niederländische Gerechten unter den Völkern. (PDF; 906 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: yadvashem.org. 15. Februar 2016, S. 25, archiviert vom Original am 1. Mai 2018; abgerufen am 3. September 2018 (englisch, Stand: 1. Januar 2016).
  43. Zit. n. Claus Victor Bock: Untergetaucht unter Freunden. Ein Bericht, Amsterdam 1942–1945. 3., durchges. Aufl. Castrum-Peregrini-Presse, Amsterdam 1989, ISBN 90-6034-053-1; sowie Friedrich W. Buri: Ich gab dir die Fackel im Sprunge. W. F. Ein Erinnerungsbericht. Hrsg. und mit einem Nachw. von Stephan C. Bischoff. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2009, ISBN 978-3-86650-068-6.
  44. Hinweis der Kanzlei WERNER RI auf die Taten des ehemaligen Sozius RA Dr. Fritz Fuchs und seiner Ehefrau Auguste. In: facebook.com, abgerufen am 17. Mai 2017; der Hinweis enthält einen Link zum Artikel NS-Zeit. Couragierte Helfer aus Überzeugung. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger. 29. November 2013, abgerufen am 17. Mai 2017 (mit weiteren Informationen).
  45. Uta Böker: Feierstunde in Bergisch Gladbach Dorfplatz trägt den Namen mutiger Retter. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger. 19. April 2015, abgerufen am 17. Mai 2017 (Bericht über die Einweihung des „Auguste-und-Fritz-Fuchs-Platzes“).
  46. The Righteous Among the Nations Database – Fullmann Elli. Abgerufen am 14. Juli 2020 (englisch).
  47. The Righteous Among the Nations Database – Gansz Liesel ; Mother: Luise. Abgerufen am 14. Juli 2020 (englisch).
  48. The Righteous Among the Nations Database – Ganzer Hanni. Abgerufen am 16. Juli 2020 (englisch).
  49. The Righteous Among the Nations Database – Garbrecht Willi. Abgerufen am 17. Juli 2020 (englisch).
  50. The Righteous Among the Nations Database – Garzke Elise (Paulick). Abgerufen am 17. Juli 2020 (englisch).
  51. The Righteous Among the Nations Database – Gehrke Hedwig. Abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).
  52. The Righteous Among the Nations Database – Gerbrand Gustav & Klara ; Daughter: Christl. Abgerufen am 20. Juli 2020 (englisch).
  53. The Righteous Among the Nations Database – Gerschuetz Severin & Anastasia. Abgerufen am 20. Juli 2020 (englisch).
  54. The Righteous Among the Nations Database – Gessler Elisabeth (Leja). Abgerufen am 21. Juli 2020 (englisch).
  55. The Righteous Among the Nations Database – Gilles Albert & Marga (Honecker). Abgerufen am 23. Juli 2020 (englisch).
  56. Gertrud & Reverend Otto Mörike. (Nicht mehr online verfügbar.) In: yadvashem.org. 2014, archiviert vom Original am 6. April 2013; abgerufen am 13. April 2019 (englisch).
  57. Gräbes Bericht über die Ermordung der Juden von Dubno ist dokumentiert in: Nationalrat der Nationalen Front (Hrsg.): Braunbuch – Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West). Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung der DDR, Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin (Ost) 1965, OCLC 221670679, S. 71 f.; (3. Aufl.), Reprint der Ausgabe [Staatsverl. der DDR, Berlin] 1968. Hrsg. von Norbert Podewin. Mit einer kritischen Würdigung und einem Gespräch mit Gerhard Dengler. Ed. Ost, Berlin [2002], ISBN 3-360-01033-7.
  58. Wolfram Wette: Verleugnete Helden. Die Erinnerung an den Widerstand gegen das NS-Regime war nach dem Krieg keine Selbstverständlichkeit. Auch jene stillen Widerständler, die Verfolgte gerettet hatten, wurden offen angefeindet. In: Die Zeit. Nr. 46, 8. November 2007, S. 96 (zeit.de [abgerufen am 3. September 2018]).
  59. a b c Grabstein von Fritz Ascher und Martha Grassmann auf Wikimedia Commons.
  60. Landesarchiv Berlin P Rep. 520 Nr. 46 und P Rep. 570 Nr. 1304.
  61. Rachel Stern: Fritz Ascher: Ein Leben in Kunst und Dichtung. In: To Live is to Blaze with Passion: The Expressionist Fritz Ascher / Leben ist Glühn: Der Expressionist Fritz Ascher. Ausstellungskatalog. Hrsg. von Rachel Stern und Ori Z. Soltes. Wienand, Köln 2016, ISBN 978-3-86832-361-0, S. 18–63, hier: S. 39–41.
  62. Konzentrationslager Sachsenhausen, Anweisung der Politischen Abteilung vom 23. Dezember 1938, Archiv Sachsenhausen D1A/1022, Bl. 581; Alte Signatur: R 228/M 137, Bl. 028 (Provenienz des Originals: Russisches Staatliches Militärarchiv Moskau 1367/1/22, Bl. 581) und Sonderliste vom 24. Dezember 1938, Archiv Sachsenhausen D1A/1022, Bl. 581; Alte Signatur: R 228/M 137, Bl. 028 (Provenienz des Originals: Russisches Staatliches Militärarchiv Moskau 1367/1/22, Bl. 581).
  63. Rachel Stern: Fritz Ascher: Ein Leben in Kunst und Dichtung. In: To Live is to Blaze with Passion: The Expressionist Fritz Ascher / Leben ist Glühn: Der Expressionist Fritz Ascher. Ausstellungskatalog. Hrsg. von Rachel Stern und Ori Z. Soltes. Wienand, Köln 2016, ISBN 978-3-86832-361-0, S. 18–63, hier: S. 37.
  64. The Righteous Among the Nations Database – Griesmann Alfred & Luise. Abgerufen am 23. Juli 2020 (englisch).
  65. Anton Posset: „Ich konnte nicht anders“. Als Bauleiter wurde Walter Groos von seiner Firma zum Rüstungsprojekt „Ringeltaube“ geschickt. Er sah nicht weg, hielt nicht seinen Mund und half den jüdischen KZ-Häftlingen, mit denen er arbeitete. Erst jetzt, 15 Jahre nach seinem Tod, erfährt Walter Groos’ Engagement eine späte Auszeichnung. ln Yad Vashem wurde er als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. In: Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert (Hrsg.): Landsberg im 20. Jahrhundert. Themenhefte Landsberger Zeitgeschichte. Die Vernichtung der Juden im Rüstungsprojekt „Ringeltaube“. Das KZ-Kommando Kaufering/Landsberg 1944/1945. Heft 4. Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung, 2017, ISBN 3-9803775-3-9, ISSN 0945-9901, S. 8 f. (landsberger-zeitgeschichte.de [PDF; 1,2 MB; abgerufen am 17. September 2018] PDF-Auszug).
  66. The Righteous Among the Nations Database – Groscurth Georg & Anneliese (Plumpe). Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  67. Heimatmuseum Reinickendorf (Hrsg.): Stolpersteine Berlin – Reinickendorf: Wachsmuthstraße 9. Lebensweg von Dr. Ilse Kassel. Berlin 5. Juli 2008 (cms.spinnenwerk.de (Memento vom 16. August 2018 im Internet Archive) [PDF; 310 kB; abgerufen am 30. Januar 2013]).
  68. Deutsche und Österreicher. In: Daniel Fraenkel (Hrsg.): Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Wallstein-Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-900-7, S. 127–128 (Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 5. März 2013]).
  69. The Righteous Among the Nations Database – Groyen Wilma (Althoff). Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  70. The Righteous Among the Nations Database – Grueber Karl. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  71. The Righteous Among the Nations Database – Gruenberg Maria (Albrecht). Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  72. The Righteous Among the Nations Database – Gutsmann Anna. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  73. a b Israel ehrt Hans Söhnker als »Gerechten unter den Völkern«. Auch der frühere Staatsanwalt Heinz Gützlaff wird posthum für seine Rettung eines Berliner Juden gewürdigt. In: juedische-allgemeine.de, 31. Oktober 2018, abgerufen am 4. Februar 2019.
  74. The Righteous Among the Nations Database – Haardt Herbert & Maria. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  75. The Righteous Among the Nations Database – Haertel Erna. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  76. The Righteous Among the Nations Database – Kaeferle Marie (Haefner); Mother: Haefner Marie (Hold). Abgerufen am 26. Juli 2020 (englisch).
  77. The Righteous Among the Nations Database – Hagemann Gerhard & Wally ; Daughter: Arnold Gertrud (Hagemann); Daughter: Janicke Maria (Hagemann); Daughter: Wirsig Monika (Hagemann). Abgerufen am 27. Juli 2020 (englisch).
  78. Buchenwald Concentration Camp and the Rescue of Jews. (Nicht mehr online verfügbar.) In: yadvashem.org. 2013, archiviert vom Original am 16. April 2013; abgerufen am 13. April 2019 (englisch).
  79. The Righteous Among the Nations Database – Mueller Carola (Hammer). Abgerufen am 27. Juli 2020 (englisch).
  80. The Righteous Among the Nations Database – Hassenstein Liselotte. Abgerufen am 28. Juli 2020 (englisch).
  81. The Righteous Among the Nations Database – Havemann Robert. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  82. The Righteous Among the Nations Database – Heine Fritz. Abgerufen am 29. Juli 2020 (englisch).
  83. The Righteous Among the Nations Database – Heinen Heinrich. Abgerufen am 29. Juli 2020 (englisch).
  84. Josef Heinen stellte der jüdischen Familie Sonnenfeld sein Wochenendhaus als Versteck zur Verfügung (1942–1945). (Nicht mehr online verfügbar.) In: rheinische-geschichte.lvr.de. Landschaftsverband Rheinland, archiviert vom Original am 10. November 2016; abgerufen am 13. April 2019.
  85. The Righteous Among the Nations Database – Held Heinrich. Abgerufen am 30. Juli 2020 (englisch).
  86. The Righteous Among the Nations Database – Hellenbrandt Werner & Liselotte. Abgerufen am 30. Juli 2020 (englisch).
  87. The Righteous Among the Nations Database – Helmrich Donata. Abgerufen am 30. Juli 2020 (englisch).
  88. The Righteous Among the Nations Database – Helmrich Eberhard. Abgerufen am 31. Juli 2020 (englisch).
  89. The Righteous Among the Nations Database – Hensel Marie-Louise. Abgerufen am 31. Juli 2020 (englisch).
  90. The Righteous Among the Nations Database – Herden Herbert. Abgerufen am 2. August 2020 (englisch).
  91. Otto Herrmann als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet – kommunistischer Häftling hatte sich für seine jüdischen Mitgefangenen eingesetzt. In: derstandard.at. Der Standard. 20. April 2005, abgerufen am 18. Mai 2012.
  92. a b The Righteous Among the Nations Database – Palme Melida ; Daughter: Heuer Marta (Palme). Abgerufen am 2. August 2020 (englisch).
  93. Gedenktafel in Hemmingen, Juli 2010.
  94. a b Yad Vashem verleiht Kardinal Joseph Höffner den Titel „Gerechter unter den Völkern“. Kardinal Karl Lehmann würdigt Verdienste der Höffner-Geschwister. In: dbk.de. Deutsche Bischofskonferenz. Pressemeldung, 31. Oktober 2003 – Nr. 0 [sic!], abgerufen am 22. Mai 2017.
  95. The Righteous Among the Nations Database – Hoeffner Joseph ; Sister: Hesseler Helene (Hoeffner). Abgerufen am 2. August 2020 (englisch).
  96. The Righteous Among the Nations Database – Hinz Hermann & Clara (Plage). Abgerufen am 2. August 2020 (englisch).
  97. The Righteous Among the Nations Database – Hirschfeldt Edith (Berlow). Abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  98. Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.): Baden und Europa 1918 bis 2000. Führer durch die landes- und kulturgeschichtliche Abteilung [des Badischen Landesmuseums Karlsruhe]. Hrsg. von Brigitte Heck, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Karlsruhe 2004, ISBN 3-88190-365-8, S. 30 (Scan in der Google-Buchsuche).
  99. The Righteous Among the Nations Database – Hohmann Fritz & Rosa (Eppler). Abgerufen am 6. August 2020 (englisch).
  100. The Righteous Among the Nations Database – Holschke Alfred ; Son: Walter; Daughter: Beutelspacher Ursula (Holschke). Abgerufen am 6. August 2020 (englisch).
  101. The Righteous Among the Nations Database – Holzmann Helene. Abgerufen am 7. August 2020 (englisch).
  102. Stefanie Maeck: Offizier Wilm Hosenfeld. Der Nazi, der Juden und Polen rettete. In: Der Spiegel. 23. November 2015 (spiegel.de [abgerufen am 27. November 2018]).
  103. a b The Righteous Among the Nations Database – Juenemann Georg; Daughter: Huenerfeld Josephine (Juenemann). Abgerufen am 7. August 2020 (englisch).
  104. Klara Kaus. In: raoulwallenberg.net. The International Raoul Wallenberg Foundation, abgerufen am 5. Januar 2018.
  105. a b eh: Yad Vashem ehrt bayerisches Ehepaar für Judenrettung am Kriegsende. In: Israelnetz. 24. September 2019, abgerufen am 1. Oktober 2019.
  106. Johanna und Lothar Kreyssig erhalten die Ehrung „Gerechte unter den Völkern“. In: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. (Hrsg.): zeichen. Facetten der Reformation. Band 45, Nr. 1, 2017, ZDB-ID 8912-6, S. 4, ASF: Kurznachrichten (asf-ev.de [PDF; 2,5 MB; abgerufen am 17. September 2018]).
  107. Barbara Stühlmeyer, Ludger Stühlmeyer: Bernhard Lichtenberg. Ich werde meinem Gewissen folgen (= Topos-Taschenbücher. Band 835). Butzon & Bercker (Topos plus Verlagsgemeinschaft), Kevelaer 2013, ISBN 978-3-8367-0835-7.
  108. Max Liedtke. The righeous among the nations data base. In: yadvashem.org. Yad Vashem. The world holocaust remembrance center, abgerufen am 27. April 2020 (englisch).
  109. The Righteous Among the Nations Database – Lissack Frieda (Schneider). Abgerufen am 23. Juli 2020 (englisch).
  110. a b c d Walter Kern: Stille Helden aus Essen. Widerstehen in der Zeit der Verfolgung 1933–1945. Alte Synagoge Essen, Essen 2014, ISBN 978-3-924384-41-8, S. 66–73.
  111. a b Gedenktafel in Essen-Altendorf, vormals am Haus Markscheide 50.
  112. Die Polizei im Nationalsozialismus – Studienarbeit des Fachbereichs Polizei der Fachhochschule in FFB. In: kreisbote.de. Kreisbote, 2. März 2012, abgerufen am 13. April 2019.
  113. Mensching, Wilhelm. Akte 9242. In: Deutsche und Österreicher (= Israel Gutman [Hrsg.], unter Mitarbeit von Sara Bender: Lexikon der Gerechten unter den Völkern). Hrsg. von Daniel Fraenkel (Deutsche), Jacob Borut (Österreicher). Übersetzung ins Deutsche von Uwe Hager. Wallstein Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-900-7, S. 195 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  114. Chronologische Liste der Deutschen, die als „Gerechte unter den Völkern“ in Yad Vashem ausgezeichnet worden sind. (Nicht mehr online verfügbar.) In: geschichtsatlas.de. Archiviert vom Original am 23. Januar 2018; abgerufen am 10. Juni 2019 (Wilhelm Mensching unter Nr. 349).
  115. Wilhelm Mensching. (Nicht mehr online verfügbar.) In: geschichtsatlas.de. Archiviert vom Original am 21. Januar 2018; abgerufen am 10. Juni 2019.
  116. Matthias Schreiber: Mensching, Wilhelm. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 5, Bautz, Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3, Sp. 1269–1270.
  117. The Righteous Among the Nations Database – Morgenstern Karin. Abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).
  118. Gerda Altpeter, geborene Rappaport. Jugend! Deutschland 1918–1945. In: jugend1918-1945.de. NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, 25. April 2016, abgerufen am 27. April 2020.
  119. a b Eberhard Busch: Kurt Müller – Anwalt der Verfolgten im Nationalsozialismus. Calwer Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-7668-4316-6, Vorwort, S. 11 f., hier: S. 11 (calwer-stiftung.com [PDF; 44 kB; abgerufen am 8. Juli 2019]).
  120. The Righteous Among the Nations Database – Neubauer Kurt & Ella (Brennemann). Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  121. Pachali Cornelie (1923–2006). In: db.yadvashem.org, abgerufen am 24. Mai 2018.
  122. Pachali Rudolf (1914–2005). In: db.yadvashem.org, abgerufen am 24. Mai 2018.
  123. Pfau, Ernst. Akte 0263. In: Deutsche und Österreicher (= Israel Gutman [Hrsg.], unter Mitarbeit von Sara Bender: Lexikon der Gerechten unter den Völkern). Hrsg. von Daniel Fraenkel (Deutsche), Jacob Borut (Österreicher). Übersetzung ins Deutsche von Uwe Hager. Wallstein Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-900-7, S. 219 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  124. Johannes Tuchel (Redakteur): Mit falschen Papieren. In: Gedenkstätte Stille Helden – Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933–1945. 2. Auflage. Gedenkstätte Stille Helden in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 2009, ISBN 978-3-926082-36-7, S. 9–10 (gedenkstaette-stille-helden.de [abgerufen am 17. Mai 2017]).
  125. Gerd Ramm (1906–1968). In: yadvashem.org. Yad Vashem – Die Behörde zum Gedenken an die Märtyrer und Helden des Holocaust, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  126. The Righteous Among the Nations Database – Rentsch Paul. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  127. The Righteous Among the Nations Database – Richter Herbert. Abgerufen am 25. Juli 2020 (englisch).
  128. The Righteous Among the Nations Database, Yad Vashem 14. März 2018, abgerufen am 6. Oktober 2019.
  129. (inn): Yad Vashem ehrt deutsches Ehepaar. In: israelnetz.de. Israelnetz, 15. März 2018, abgerufen am 30. März 2018.
  130. Hans Holzhaider: Stille Helden. In: Süddeutsche Zeitung. 1./2. September 2018, S. 11 ff. (Darstellung des Geschehens).
  131. The Righteous Among the Nations Database – Schmitz Anne. Abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).
  132. The Righteous Among the Nations Database – Schreiber Sonja. Abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).
  133. Joachim Jauer, Bodo Bost: Pater Paul Cahensly und Margarete Sommer: Zwei Menschenretter. In: Christ in der Gegenwart. 5. Juli 2015, abgerufen am 16. April 2019.
  134. Elisabeth Stiefel: Sie waren Sand im Getriebe. Frauen im Widerstand. Francke, Marburg 2015, ISBN 978-3-86827-493-6 (darin ein Kapitel über J. Stöffler).
  135. a b Zenker Family. In: yadvashem.org, abgerufen am 25. Mai 2017.
  136. Nach Yad Vashem; nach dem Geburtsregister des Standesamts Schönebeck, 1905, Nr. 56: 5. Februar 1905.
  137. The Righteous Among the Nations Database – Zielinski Ruth. In: yadvashem.org. Abgerufen am 16. Juni 2020 (englisch).
  138. The Righteous Among the Nations Database – Zubeil Gustav & Agnes. In: yadvashem.org. Abgerufen am 16. Juni 2020 (englisch).