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Liste der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge

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Wappen Herzog Albrechts II., der «Mecklenburger Stierkopf» (1349)

Der erste erwähnte Herrscher in der Region Mecklenburg ist nach der Völkerwanderung Witzan, ein Warlord der Obotriten der 780 einen Vertrag mit Karl dem Großen schließt und mit Hilfe der Franken Svarin (Schwerin) erobert. Damit begründet dieser eine Dynastie slawischer Samtherrscher, legalisiert durch den Fränkischen König. Aus fränkischer Sicht sind die Obotriten Vasallen, dem der fränkische König alle Slawen an der Ostsee unterstellt. Das sind nach dem Vertrag alle Stämme östlich des Limes Saxoniae also Ranen, Wilzen, Polaben, Liutizen, Dänen, Nordalbingien und Wangria, die in der Mehrzahl mit reichlich fränkischer Unterstützung unterworfen werden.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtherrscher werden von den fränkischen Chronisten abwechselnd als reguli (lat. der Regelnde), duces (lat. der Führende), principes (lat. der Erster), meliores (lat. der Beste), praestantinores (lat. der Vorzügliche) oder primores (lat. der Vornehmste) bezeichnet und sind zu Tribut und Heerfolge verpflichtet. Der Begriff Samtherrscher ist ein Kunstbegriff, da die tatsächliche Position der Slawischen Fürsten im Frankenreich nicht immer klar war.

Nach dem Reichstag 826 bricht Ceadric den Vasallen-Vertrag und wendet sich den heidnischen Dänen zu. In der Folge wird aus dem Obotritenland das dänische Wendland, das trotz mehrerer erfolgreicher Heerzüge unter Ludwig dem Deutschen nicht in das Vasallenverhältnis zurück gezwungen werden kann. Zwischen 862 und 955 gild das Wendland als Teil des Dänischen Reiches und dementsprechend entsteht eine Überlieferungslücke in den fränkischen Chroniken. Dabei verstanden die Dänen unter Wendland die gesamte Küste von Mecklenburg-Vorpommern. Erst 955 gelingt es in der Schlacht an der Raxa das Obotritenland wieder unter Kontrolle zu bringen. In der Folge herrscht die christliche Dynastie der Nakoniden bis 1071. Dabei ist sie seit 936 dem Heerführer und Markgrafen Hermann Billung und dessen Nachfahren den Ostsächsischen Herzögen unterstellt.

1071 werden die Nakoniden durch den heidnischen Kruto mit Hilfe der Ranen und Dänen geschlagen. Unklar ist ob Kruto das ganze Obotritenland erobern und beherrschen konnte und ob der Name auf die dänische Knýtlinga saga zurück gehen könnte. 1093 wird der gealterte Kruto von dem letzten Nakonidenspross Heinrich von Liubice geschlagen. Diesem gelingt es in den folgenden 30 Jahren wieder die Herrschaft über Rügen und Vorpommern zu erlangen. 1127 wird er und seine Nachkommen von Heiden erschlagen, womit er als christlicher Märtyrer starb. Knud Lavard, dänischer Jarl von Schleswig erkauft sich 1129 das Obotritenland als Lehen von Lothar III., der 1106 die Nachfolge des kinderlos gestorbenen Herzog Magnus Billung antrat und 1125 zum König wurde. Knud hatte nur wenig Zeit sein Lehen zu beherrschen, denn schon 2 Jahre später starb er.

Mit Lubimar und seinem jüngeren Bruder Niklot treten 1131 zwei Fürsten ins Licht, deren Geschlecht künftig mit der Geschichte Mecklenburgs verknüpft ist. Ihre Herkunft ist unbekannt. Das mecklenburgische Fürstengeschlecht stammt in gerader Linie von Niklot ab, dem letzten Fürsten des slawischen Stammes der Abodriten im engeren Sinn. Dieser fiel vermutlich zusammen mit seinem Bruder Lubimar 1160 gegen Heinrich den Löwen. Niklot hatte seinen Ursprungssitz auf der Burg Mecklenburg in Dorf Mecklenburg (Mikelenburg) in der Nähe von Wismar. Lubimar wird als Herr der Burg Werle benannt, gegen die der Angriff von Heinrich dem Löwen geführt wurde.

Seit 1167[1] in deutschrechtlichem Lehnsverband – zunächst unter den Sachsen – wurde Mecklenburg 1348 reichsunmittelbares Territorium und das Fürstengeschlecht als Herzöge zu Mecklenburg tituliert. Trotz mehrerer Herrschaftsteilungen blieb Mecklenburg bis zum Ende der Monarchie ein Gesamtstaat. 1234 kam es zum ersten Bruch und das Fürstentum wurde in der Ersten Mecklenburgischen Hauptlandesteilung aufgeteilt. So entstanden die Teilfürstentümer (Herrschaften) Werle, Parchim-Richenberg, Rostock und Mecklenburg. In der Neuzeit geteilt in zwei (Teil-) Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin (I) und Mecklenburg-Stargard (1348–1471), Mecklenburg-Schwerin (II) und Mecklenburg-Güstrow (1555–1695), mit dem Hamburger Vergleich (1701) in Mecklenburg-Schwerin (III) und Mecklenburg-Strelitz. Die Dynastie wurde jedoch weiterhin stets zur Gesamten Hand belehnt und die Regenten beider Landesteile führten stets identische Titel, was zu diplomatischen Verwirrungen führte.

Durch den Wiener Kongress 1815 erfuhren beide regierenden Herzöge eine Rangangleichung mit dem Titel Großherzog von Mecklenburg und der persönlichen Anrede Königliche Hoheit. Beide Landesteile wurden fortan als Großherzogtümer bezeichnet. Neben beiden Regenten, beiden Thronfolgern und den jeweils zugehörigen Ehefrauen führten alle anderen Mitglieder der Fürstenfamilie weiterhin den Titel von Herzögen (Herzoginnen) zu Mecklenburg, abweichend von der allgemeinen Üblichkeit auch die Prinzen und Prinzessinnen. Die mecklenburgischen Regenten titulierten als Herzog zu (ab 1815: Großherzog von) Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr.

Am Ende der Monarchie zählte das Haus Mecklenburg zu den ältesten regierenden Fürstengeschlechter in Deutschland. In der Weimarer Republik wurde der frühere Fürstentitel in den bürgerlichen Familiennamen Herzog zu Mecklenburg umgewandelt.

Namensliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Namen der Herzöge und dem Verwandtschaftsverhältnis zum Vorgänger ist die Herrschaftszeit angegeben. Da besonders im Mittelalter die Teilung in Herrschaften eine Rolle spielt, deren Verwaltung häufiger wechselte, sind eventuelle Herrschaftszeit/Regierungszeiten gesondert für den jeweiligen Herrscher vermerkt.

Herren im Obotritenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Samtherrscher der Obotriten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Witzan
(*unbekannt; †795)
780-795 Warlord und erster Samtherrscher der Obotriten, auch Visan benannt, 780 Bündnis mit Karl dem Großen bei Wolmirstedt, fiel in der Schlacht von Bardowieck 795 gegen Nordalbingier
Drasco
(* vor 789; †810)
defacto 795; 804–810 Samtherrscher der Obotriten, auch Thrasco benannt, Vasall Karl des Großen
Sclaomir
(* vor 789; †821)
810-821 Samtherrscher der Obotriten, Bruder des Drasco, Vasall Karl des Großen
Ceadrag
(* vor 789; vermutlich †839)
819-nach 826 Samtherrscher der Obotriten, Sohn des Drasco, Geisel am dänischen Hof von Göttrik, Vasall Ludwig des Frommen, dann Vasall Göttriks, Ludwig entsendet 838/839 ein Heer gegen die abtrünnigen Obodriten
Goztomuizli
(* unbekannt; †844)
nach 826-844 Jarl der Obotriten, auch Gotzomuizli, Gozzomiul, Gozzomuil, Gestimulus oder Gostomysl genannt, Vasall des dänischen Königs Horik I., Ludwig der Deutsche entsendet 844 ein Heer und Goztomuizli wird getötet.
Tabomuizli
(* unbekannt; † nach 844)
nach 844-um 862 Regent der Obotriten, Ludwig der Deutsche setzte keinen Samtherrscher ein, sondern teilt das Slawenland in vier Stammesbereiche und bestimmt Stammesfürsten reguli in civitate zu deren Landeshegern (slaw. piast=Heger, Pfleger).

Etwa zeitgleich wird Piast zum Regent der Polanen und Rastislav zum Regent von Mähren bestimmt. Tabomuizli wird 862 als Samtherrscher der Obotriten erwähnt.

In der Folge wird das Obotritenland zwischen 862 und 955 als Wendland Teil des Dänischen Reiches von Gorm den Alten (dänisch Gorm den Gamle) und aus slawischen Fürsten werden dänische Jarls. Daraus ergibt sich eine Überlieferungslücke in den fränkischen Aufzeichnungen. Der Polanen-Herzog Mieszko I. koaliert mit Harald Blauzahn mit dem er die Pomoranen unterwirft, dann lässt er durch Palnatoki von Fünen die Jomsburg auf der Insel Wollin errichten.

Dynastie der Nakoniden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Stoignew
(*unbekannt; †955)
931-955 Fürst der Obotriten, auch Stoinef, Stoinnegus und Ztoignav benannt, älterer Bruder Nakon, fiel in der Schlacht an der Raxa 955 gegen Otto I. und dessen Heerführer Hermann Billung
Nakon
(*unbekannt; †965)
955-965 Fürst der Obotriten, Vasall des Markgrafen Hermann Billung, auch als Nacco oder Naqun bezeichnet und 931 zusammen mit Mieszko I. aus dem Geschlecht der Piasten und Fürst der Polanen getauft.
Mistiwoj
(*unbekannt; †995)
967-995 Fürst der Obotriten, Vasall von Bernhard I. (Sachsen), verlor die Herrschaft über die Liutizen im Slawenaufstand von 983
Mistislaw
(*unbekannt; †1028)
995–1018 Fürst der Obotriten, getauft als Udo, auch Uto, Mistizlavus und Missizla genannt

Vasall des Bernhard I. (Sachsen), floh 1018 nach einem Angriff der Liutizen aus Mecklenburg in den Bardengau

Pribignew
(*unbekannt; †1028)
1020–1028 christlicher Fürst der Obotriten, ev. getauft als (Pribi-)Gneus, um 1036 als Vasall Bernhard II. (Sachsen), gleichzeitig wird Anadrog als Fürst zu Mecklenburg und Ostholstein und Sederich als Fürst von Wangria genannt.
Ratibor
(*um 1000; †1043)
1028–1043 christlicher Fürst der Obotriten und Polaben
, auch Ratse oder Rettibur, Sohn Mstivojs und Vasall von Bernhard II. (Sachsen), wurde von Dänen in der Schlacht auf der Lürschauer Heide 1043 erschlagen
Gottschalk der Wende
(*um 1000; †1066 in Lenzen)
1043–1066 christlicher Fürst der Obotriten
, Vasall von Bernhard II. (Sachsen), zu seiner Zeit erstarkte der Widerstand gegen Christianisierung und die Nakoniden-Herrschaft, Ausbau der Burg Liubice (Alt-Lübeck), wurde mit Schwager Blusso erschlagen
Budivoj von Liubice
(*unbekannt; †1066)
um 1066–1071 christlicher Fürst der Obotriten, Bruder des Heinrich, auch Butue oder Buthue genannt,


vom nach Unabhängigkeit strebenden Fürsten Kruto auf der Inselburg Plön oder Plune getötet

wechselnde Herrscher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Kruto von Starigard und Werle
(*unbekannt; †1093)
1066–1093 Jarl der Obotriten, auch Crito genannt, Sohn eines Grin (oder Grimmus) von Starigard, getötet in der Schlacht bei Schmilau 1093 durch Heinrich von Liubice
Heinrich von Liubice
(* vor 1066; † 22. März 1127)
1093–1127 Samtherrscher der Obotriten, letzter Nakonide, formaler Vasall der Dänen und Deutschen, kämpft erbittert gegen Krutos Sohn Wartislaw von Rügen
Knud Lavard
(* um 1100; † August 1160)
1129–1131 dänischer Samtherrscher der Obotriten, Jarls in Süderjütland, Sohn des dänischen Königs Erik I. Ejegod, erkauft sich das Lehen bei Lothar III. Die slawischer Fürsten Mitzlaw von Gützkow und Race werden 1128 Jarls von Knud.

Dynastie der Nikloten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Lubimar
(* um 1100; † August 1160)
1131–1160 (älterer Bruder Niklots) Jarl im Lande Werle in Wangria und dänischer Vasall, 1138 und 1150 sind Race und Roche zwei Enkel Krutos als konkurrierende Herrscher erwähnt.
Niklot
(* um 1100; † August 1160)
1131–1160 Fürst der Obotriten, fiel durch Heinrich den Löwen 1160 an der Burg Werle, Mecklenburg wird wieder Teil des römisch-deutschen Reiches
Wertislav
(* unbekannt; † 1164)
1160–1164 (Sohn Niklots), Fürst der Obotriten, Herr der Burg Werle, 1162 in Geisel am sächsischen Hof, 1164 gehenkt durch Heinrich I. beim Aufstand Pribislav
Pribislav
(* unbekannt; † 30. Dezember 1178)
1167–1178 (Sohn Niklots), Fürst der Obotriten, Herr von Mecklenburg, Vasall des römisch-deutschen Reiches

Linie Pribislaw[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Heinrich Borwin I.
(† 28. Januar 1227)
1178–1227 (Sohn von Pribislav)
Nikolaus I.
(* vor 1164, † 25. Mai 1200)
1183–1200 (Sohn von Wertislav), Herr von Rostock
Heinrich Borwin II.
(* um 1170; † 5. Juni 1226)
1219–1226 (Sohn von Heinrich Borwin I.), Herr von Rostock
Nikolaus II.
(* vor 1180; † 28. September 1225)
(Sohn von Heinrich Borwin I.), Herr von Mecklenburg

Linie Johann I.
(Mecklenburg)
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Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Johann I., der Theologe
(* um 1211; † 1. August 1264)
1227–1264 (Sohn von Heinrich Borwin II.), Herr zu Mecklenburg
Heinrich I., der Pilger
(* um 1230; † 2. Januar 1302)
1264–1271
1298–1302
(Sohn von Johann I.), Herr zu Mecklenburg
Albrecht I.
(* nach 1230; † 15. Mai oder 17. Mai 1265)
1264–1265 (Bruder von Heinrich I.), Herr zu Mecklenburg
Nikolaus III.
(* nach 1230; † 8. Juni 1289 oder 1290)
1264–1289 (Bruder von Heinrich I.), Herr zu Mecklenburg, Regentschaft
Johann II.
(* um 1250; † 12. Oktober 1299)
1264–1299 (Bruder von Heinrich I.), Herr zu Mecklenburg auf Gadebusch, Regentschaft
Johann III.
(* nach 1266; † 27. Mai 1289)
1287–1289 (Sohn von Heinrich I.), Herr zu Mecklenburg
Heinrich II., der Löwe
(* (nach 14.4.) 1266; † 21. Januar 1329)
1287–1329 (Sohn von Heinrich I.), Herr zu Mecklenburg, Stargard und Rostock
Albrecht II.
(* um 1318; † 18. Februar 1379)
1329–1379 (Sohn von Heinrich II.), Herr zu Mecklenburg, ab 1348 Herzog zu Mecklenburg

Linie Nikolaus I.
(Werle)
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Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Nikolaus I.
(* um 1210; † 14. Mai 1277)
1227–1277 (Sohn von Heinrich Borwin II.), Herr zu Werle
Heinrich I.
(* um 1245; † 8. Oktober 1291)
1277–1291 (Sohn von Nikolaus I.), Herr zu Werle-Güstrow
Johann I.
(* um 1245; † 15. Oktober 1283)
1277–1283 (Sohn von Nikolaus I.), Herr zu Werle-Parchim
Bernhard I.
(* um 1245; † um 1286)
1277–1281 (Sohn von Nikolaus I.), Herr zu Werle
Nikolaus II.
(* vor 1283; † 18. Februar 1316)
1283–1316 (Sohn von Johann I.), Herr zu Werle
Johann II., der Kahle
(* nach 1250; † 27. August 1337)
1316–1337 (Sohn von Johann I.), Herr zu Werle-Parchim
Johann III., van Ruoden
(* vor 1300; † 1352)
1316–1350 (Sohn von Nikolaus II.), Herr zu Werle-Goldberg
Nikolaus III., Staveleke
(* nach 1311; † 1360/1361
1337–1360 (Sohn von Johann II.), Herr zu Werle-Güstrow
Bernhard II.
(* um 1320; † 1382)
1337–1382 (Sohn von Johann II.), Herr zu Werle-Waren (-Güstrow)
Nikolaus IV., Poogenoge
(* nach 1311; † 1360/1361)
1350–1354 (Sohn von Johann III.), Herr zu Werle-Goldberg
Lorenz
(* nach 1338; † 1393/1394)
1360–1393 (Sohn von Nikolaus III.), Herr zu Werle-Güstrow
Johann V.
(* nach 1338; † 1378)
1365–1378 (Sohn von Nikolaus III.), Herr zu Werle-Güstrow, Mitregent
Johann VI.
(* nach 1341; † nach dem 16. Oktober 1385)
1382–1385
1395
(Sohn von Bernhard II.), Herr zu Werle-Waren
Johann IV.
(* vor 1350; † 1374)
1354–1374 (Sohn von Nikolaus IV.), Herr zu Werle-Goldberg
Balthasar
(* um 1375; † 5. April 1421)
1393–1421 (Sohn von Lorenz), Herr zu Werle-Güstrow, Fürst zu Wenden
Johann VII.
* um 1375; † zw. den 14. August 1414 und den 17. Dezember 1414)
1395–1414 (Sohn von Lorenz), Herr zu Werle-Güstrow, Mitregent
Wilhelm
(* vor 1398; † 8. September 1436)
1393–1436 (Sohn von Lorenz), Herr zu Werle-Güstrow, Fürst zu Wenden
Nikolaus V.
(* vor 1385; † nach dem 21. Januar 1408)
1385
1395–1408
(Sohn von Johann VI.), Herr zu Werle-Waren
Christoph
(* vor 1385; † 25. August 1425)
1385
1395–1425
(Sohn von Johann VI.), Herr zu Werle-Waren, Fürst zu Wenden
Werle fiel 1436 an den Fürst (später Herzog) zu Mecklenburg.

Linie Heinrich Borwin III.
(Rostock)
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Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Heinrich Borwin III.
(* um 1220; † 1. August 1278)
1227–1277 (Sohn von Heinrich Borwin II.), Herr von Rostock
Waldemar
(* vor 1262; † 9. November 1282)
1277–1282 (Sohn von Heinrich Borwin III.), Herr von Rostock
Nikolaus, das Kind
(* vor 1262; † 25. November 1314)
1282–1314 (Sohn von Waldemar), Herr von Rostock
Rostock fiel 1323 an den Fürsten von Mecklenburg.

Linie Pribislaw I.
(Parchim-Richenberg)
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Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Pribislaw I.
(* 1224; † nach 12. Februar 1275)
1227–1256 (Sohn von Heinrich Borwin II.), Herr von Parchim
Pribislaw wurde 1256 entmachtet und das Land unter seinen Brüdern aufgeteilt.

Herzöge zu Mecklenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Mecklenburg-Schwerin (I) u. (II)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Albert II of Mecklenburg.jpg Albrecht II., der Große
(* 1318; † 18. Februar 1379)
1329–1379 [Sohn Heinrich II.], Herr von Mecklenburg, ab 1348 Herzog
Heinrich III.
(* um 1337; † 24. April 1383)
1379–1383 [Sohn Albrecht II.]
Magnus 1 mecklenburg.jpg Magnus I.
(* um 1345; † 1. September 1384)
1383–1384 [Sohn Albrecht II.], regierte zusammen mit Albrecht IV.
Albrecht 4 mecklenburg.jpg Albrecht IV.
(* vor 1363; † zw. 24. und 31. Dezember 1388)
1383–1388 [Sohn Heinrich III.], Mitregent von Magnus I. und von Johann IV.
Johann IV.
(* um 1370; † 16. Oktober 1422)
1384–1395 [Sohn Magnus I.], Mitregent seiner Nachfolger von 1395 bis 1422
Albert of Mecklenburg.jpg Albrecht III.
(* um 1338; † März 1412)
1395–1412 [Sohn Albrecht II.], war als Albrecht von Mecklenburg König von Schweden (1364–1389)
Erich
(* nach 1359; † 26. Juli 1397 in Visby)
bis 1397 [Sohn Albrecht III.], Mitregent seines Vaters
Albrecht V.
(* 1397; † zw. 1. Juni und 6. Dezember 1423)
1412–1423 [Sohn Albrecht III.]
Johann IV.
(* vor 1370; † 16. Oktober 1422 in Schwerin)
1395–1422 [Sohn Magnus I.], Mitregent von Albrecht III. und Albrecht V.
Heinrich der dicke.jpg Heinrich IV., der Dicke
(* vor 1417; † 9. März 1477)
1422–1477 [Sohn Johann IV.], vereinigte nach Aussterben der Linien Werle und Stargard Mecklenburg unter einer Herrschaft
Johann V.
(* 1418;† 1442)
1418–1442 [Sohn Johann IV.], Mitregent
Johann VI.
(* 1439; † 1474)
1439–1474 [Sohn Heinrich IV.], Mitregent
Albrecht VI.
(* 1438; † vor dem 27. April 1483)
1477–1483 [Sohn Heinrich IV.]
Magnus 2 mecklenburg.jpg Magnus II.
(* 1441; † 20. November 1503 in Wismar)
1477–1503 [Sohn Heinrich IV.]
Balthasar
(* 1451; † 16. März 1507 in Wismar)
1477–1507 [Sohn Heinrich IV.], Mitregent, Bischof von Schwerin von 1479 bis 1482
Heinrich V. (Mecklenburg-Schwerin).jpg Heinrich V., der Friedfertige
(* 3. Mai 1479; † 6. Februar 1552)
1503–1552 [Sohn Magnus II.]
Erich II.
(* 3. September 1483; † 22. Dezember 1508)
1503–1508 [Sohn Magnus II.], Mitregent
Philipp
(* 12. September 1514 in Schwerin; † 4. Januar 1557 in Güstrow)
1552–1557 [Sohn Heinrich V.], Mitregent
Johannalbrechtmecklenburg.jpg Johann Albrecht I.
(* 23. Dezember 1525; † 12. Februar 1576)
1556–1576 [Sohn Albrecht VII.]
Johann VII.
(* 7. März 1558 in Güstrow; † 22. März 1592 in Stargard)
1576–1592 [Sohn Johann Albrecht I.]
AdolfFriedrichI.JPG Adolf Friedrich I.
(* 15. Dezember 1588; † 27. Februar 1658)
1592–1628
1631–1658
[Sohn Johann VII.]
Albrecht Wallenstein.jpeg Albrecht VIII. (Wallenstein)
(* 24. September 1583; † 25. Februar 1634)
1628–1631 regierte nach Absetzung Adolf Friedrichs I. durch Kaiser Ferdinand II.
Christian Ludwig I.
(* 1. Dezember 1623; † zw. 11. Juni oder 21. Juni 1692)
1658–1692 [Sohn Adolf Friedrich I.]

Linie Mecklenburg-Stargard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Johann I. (IV.)
(* 1326; † zw. 9. August 1392 und 9. Februar 1393)
1329–1392 [Sohn Heinrich II.], Herr von Mecklenburg, ab 1348 Herzog
Johann II.
(* vor 1370; † zw. 6. Juli und 9. Oktober 1416)
1392–1416 [Sohn Johann I.], Herzog zu Mecklenburg [-Stargard-Sternberg]
Ulrich I.
(* vor 1382; † 8. April 1417)
1392–1417 [Sohn Johann I.], Herzog zu Mecklenburg [-Stargard-Neubrandenburg]
Albrecht I.
(* vor 1377; † zwischen 11. Februar und 15. Juli 1397)
1392–1397 [Sohn Johann I.], Mitregent
Johann III.
(* 1389; † nach 11. November 1438)
1416–1438 [Sohn Johann II.], Herzog zu Mecklenburg [-Stargard-Sternberg]
Albrecht II.
(* vor 1400;† zw. 11. Februar 1421 und 4. Oktober 1423)
1417–1423 [Sohn Ulrich I.], Mitregent, Herzog zu Mecklenburg [-Stargard-Neubrandenburg]
Heinrich, der Hagere
(* vor 1412; † zw. 26. Mai u. 20. August 1466)
1417–1466 [Sohn Ulrich I.]
Ulrich II.
(* vor 1428; † 13. Juli 1471)
1466–1471 [Sohn Heinrichs]

Linie Mecklenburg-Güstrow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Albrecht VII mecklenburg.jpg Albrecht VII., der Schöne
(* 25. Juli 1486; † 7. Januar 1547)
1503–1547 [Sohn Magnus II.]
Johannalbrechtmecklenburg.jpg Johann Albrecht I.
(* 23. Dezember 1525; † 12. Februar 1576)
1547–1556 [Sohn Albrecht VII.]
Ulrich3mecklenburg.jpg Ulrich III.
(* 5. März 1527; † 14. März 1603)
1555–1603 [Sohn Albrecht VII.], Nestor des deutschen Reichsfürstenrates
Karl I.
(* 28. Dezember 1540; † 22. Juli 1610)
1603–1610 [Sohn Albrecht VII.], regierender Vormund von Johann Albrecht II. und Adolf Friedrich I.
Johann Albrecht II.
(* 5. Mai 1590; † 23. April 1636)
1611–1628
1631–1636[2]
[Sohn Johann VII.]
Albrecht Wallenstein.jpeg Albrecht VIII. (Wallenstein)
(* 24. September 1583; † 25. Februar 1634)
1628–1631 regierte nach Absetzung Johann Albrechts II. durch Kaiser Ferdinand II.
Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow.jpg Gustav Adolf
(* 26. Februar 1633; † 6. Oktober 1695)
1636–1695[3] [Sohn Johann Albrecht II.]

Herzöge zu Mecklenburg / Großherzöge von Mecklenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Mecklenburg-Schwerin (III)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Friedrich Wilhelm I. von Mecklenburg-Schwerin.jpg Friedrich Wilhelm I.
(* 28. März 1675; † 31. Juli 1713)
1692–1713 [Neffe von Christian Ludwig I.]
Karol Leopold Meklemburski.jpg Karl Leopold
(* 26. November 1678; † 28. November 1747)
1713–1728 [Bruder von Friedrich Wilhelm I.], er wurde nach der Reichsexekution 1717 im Jahr 1728 vom Reichshofrat in Wien zugunsten seines Bruders Christian Ludwig II. abgesetzt.
1683 Christian Ludwig.jpg Christian Ludwig II.
(* 15. November 1683; † 30. Mai 1756)
1728–1756 [Bruder von Karl Leopold]
Georg David Matthieu 002.jpg Friedrich, der Fromme
(* 9. November 1717; † 24. April 1785)
1756–1785 [Sohn Christian Ludwig II.]
Friedrich franz 1.jpg Friedrich Franz I.
(* 10. Dezember 1756; † 1. Februar 1837)
1785–1837 ab 1815 Großherzog – [Sohn Erbherzog Friedrich Ludwig, Neffe Friedrich II.]
1800 Paul Friedrich.jpg Paul Friedrich
(* 15. September 1800; † 7. März 1842)
1837–1842 [Enkel von Friedrich Franz I.]
1823 Friedrich Franz-04.JPG Friedrich Franz II.
(* 28. Februar 1823; † 15. April 1883)
1842–1883 [Sohn von Paul Friedrich]
1851 Friedrich Franz.JPG Friedrich Franz III.
(* 19. März 1851; † 10. April 1897)
1883–1897 [Sohn von Friedrich Franz II.]
Johann-Albrecht-zu-Mecklenburg.jpg Johann Albrecht
(* 8. Dezember 1857; † 16. Februar 1920)
1897–1901 [Bruder Großherzogs Friedrich Franz III.], vom 11. April 1897 bis zum 9. April 1901 Regent
Friedrich Franz IV.jpg Friedrich Franz IV.
(* 9. April 1882; † 17. November 1945)
1897–1918 [Sohn Großherzogs Friedrich Franz III.], ab 1918 Verwalter des Landesteiles Mecklenburg-Strelitz

Linie Mecklenburg-Strelitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name (Lebensdaten) Regierungszeit Anmerkungen
Adolf Frederick II, Duke of Mecklenburg-Strelitz.jpg Adolf Friedrich II.
(* 19. Oktober 1658; † 12. Mai 1708)
1701–1708
Adolf Friedrich III, Duke of Mecklenburg-Strelitz.jpg Adolf Friedrich III.
(* 7. Juni 1686; † 11. Dezember 1752)
1708–1752 [Sohn von Adolf Friedrich II.]
HerzogAdolfFriedrichIV.jpg Adolf Friedrich IV.
(* 5. Mai 1738; † 2. Juni 1794)
1752/53–1794 [Neffe von Adolf Friedrich III.]
Charles Louis Frederick zu Mecklenburg-Mirow.jpg Karl II.
(* 10. Oktober 1741; † 6. November 1816)
1794–1816 [Bruder von Adolf Friedrich IV.], ab 1815 Großherzog
Georg (Mecklenburg-Strelitz).jpg Georg
(* 12. August 1779; † 6. September 1860)
1816–1860 [Sohn von Karl II.]
1819 Friedrich Wilhelm.JPG Friedrich Wilhelm (II.)
(* 17. Oktober 1819; † 30. Mai 1904)
1860–1904 [Sohn von Georg]
Adolf Friedrich V (Mecklenburg-Strelitz).jpg Adolf Friedrich V.
(* 22. Juli 1848; † 11. Juni 1914)
1904–1914 [Sohn von Friedrich Wilhelm II.]
Adolf Friedrich VI (Mecklenburg-Strelitz).jpg Adolf Friedrich VI.
(* 17. Juni 1882; † 23. Februar 1918)
1914–1918 [Sohn von Adolf Friedrich V.]
Friedrich Franz IV.jpg Friedrich Franz IV.
(* 9. April 1882; † 17. November 1945)
1918 Verwalter des Landesteiles

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Wigger: Stammtafeln des Großherzoglichen Hauses von Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 50 (1885), S. 111ff (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haus Mecklenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronik Mecklenburg-Vorpommerns
  2. seit 1608 unter Vormundschaft von Karl I.; sukzedierte am 9. Juli 1611 [WIGGER, Stammtafeln (1885), S. 312], nach anderen Quellen bereits 1610 nach dem Tod von Karl I. am 22. Juli 1610
  3. bis 1654 unter Vormundschaft von Adolf Friedrich I. (1588–1658)
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