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Etwa 90 der während der Berliner Kolonialausstellung zur Schau gestellten Personen vor dem Verwaltungsgebäude des „Arbeitsausschusses der Deutschen Kolonialausstellung“, im Hintergrund etwa 13 weitere, unbekannte Personen
Die Berliner Kolonialausstellung fand im Rahmen der Berliner Gewerbeausstellung vom 1. Mai bis zum 15. Oktober 1896 im Treptower Park in Berlin statt. Im Mittelpunkt der Kolonialausstellung stand eine Völkerschau mit 106 indigenen Menschen in fünf am Karpfenteich gruppierten „Eingeborenendörfern“. Außerdem wurden in sechs Ausstellungshallen verschiedene wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Aspekte der Kolonien präsentiert, um für die seit 1884 gegründeten deutschen Kolonien zu werben.
Die Berliner Kolonialausstellung war die erste und einzige großangelegte Kolonialausstellung in der Zeit des Kaiserreiches, bei der Menschen aus den deutschen Kolonien zur Schau gestellt wurden. Drei Männer starben im Verlauf der Ausstellung an Krankheiten. In direkter Nachbarschaft zur Kolonialausstellung fanden zeitgleich zwei weitere Völkerschauen statt: die Kairo-Ausstellung, eine weit größere Völkerschau mit etwa 400 Arabern, sowie das Eismeer-Panorama von Carl Hagenbeck, in dem drei Inuit gezeigt wurden.
Die Völkerschau der „Amazonen von Dahomey“ 1888–1903 (auch „Das Amazonen-Corps“ oder „Die wilden Weiber von Dahomey“) war eine 15 Jahre andauernde Völkerschau (im heutigen Sprachgebrauch auch Menschenzoo), bei der zwischen 1888 und 1903 eine Gruppe von wechselnd 20 bis 80 meist aus der damaligen deutschen Kolonie Togo stammende Personen durch über siebzig europäische Städte tourte. Die Völkerschau wurde von einer Reihe verschiedener Impresarios durchgeführt. Im Jahr 1893 fanden drei zusätzliche und parallel stattfindende Dahomey-Völkerschauen in Paris, London und Chicago mit insgesamt über 300 zur Schau gestellten Menschen statt.
Etwa jeweils zwei Drittel der zur Schau gestellten Personen waren Frauen, die als vermeintliche „Amazonen“ vermarktet wurden. Als „Amazonen von Dahomey“ wurden im 19. Jahrhundert die Agojie bezeichnet – das waren weibliche Regimenter des Königreichs Dahomey (auch Dahome oder Dahomeh) aus dem südlichen Gebiet des heutigen Benins. Im Zuge der beiden französischen Eroberungskriege gegen das Königreich Dahomey zwischen 1890 und 1894 erfuhren diese Frauenregimenter in der internationalen Berichterstattung große Aufmerksamkeit. Bei der Untersuchung der Völkerschau-Gruppe im Januar 1891 in Berlin stellten Rudolf Virchow und andere Wissenschaftler eindeutig fest, dass die zur Schau gestellten Frauen nicht zu den Agojie gehörten, sondern vorrangig aus dem benachbarten Togo stammten. Trotz der offensichtlichen Täuschung wurden sowohl die Kostümierung als auch die Inszenierung von Kriegstänzen und Schaukämpfen in der öffentlichen Berichterstattung zu den Schauen meist für authentisch gehalten.
Der Große Brand von London, dargestellt von einem unbekannten Maler
Der Große Brand von London (engl. The Great Fire of London) war eine große Feuerkatastrophe, die sich von Sonntag, dem 2. September, bis Mittwoch, dem 5. September 1666, im Zentrum der englischen Hauptstadt London ereignete und die mittelalterliche City of London innerhalb der alten römischen Stadtmauer vollständig zerstörte, sich aber auch über die Mauer hinaus nach Westen ausbreitete. Die Zahl der Todesopfer wird allgemein als relativ gering angesehen, auch wenn einige Historiker diese Annahme in Frage stellen. Einige Monate zuvor war London von einer anderen Katastrophe heimgesucht worden, der Großen Pest.
Das Feuer brach kurz nach Mitternacht am 2. September in einer Bäckerei in der Pudding Lane aus und breitete sich rasch aus. Der Einsatz der damals gängigen Brandbekämpfungstechnik, nämlich die Schaffung von Brandschneisen durch das Abreißen von Gebäuden im Weg des Feuers, verzögerte sich durch das anfängliche Zögern des Lord Mayor, Sir Thomas Bloodworth, erheblich. Als am Sonntagabend groß angelegte Abrissarbeiten angeordnet wurden, hatte der Wind das Feuer in der Backstube bereits zu einem Feuersturm angefacht, der solche Maßnahmen zunichtemachte. Am Montag breitete sich das Feuer nach Norden bis ins Herz der Stadt aus. Die Ordnung auf den Straßen brach zusammen, als Gerüchte aufkamen, dass verdächtige Ausländer Brände gelegt hätten. Die Ängste der Obdachlosen fokussierten sich vor allem auf Franzosen und Niederländer, die Feinde Englands im seit 1665 andauernden Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg; diese großen Einwanderergruppen wurden Opfer von Straßengewalt. Am Dienstag breitete sich das Feuer über fast die gesamte Stadt aus, zerstörte die St Paul’s Cathedral und sprang über den River Fleet hinweg, wodurch der Hof von König Karl II. im Whitehall Palace ebenfalls gefährdet war. Gleichzeitig wurden koordinierte Löschmaßnahmen eingeleitet. Der Kampf gegen das Feuer konnte dank zweier entscheidender Faktoren gewonnen werden: Der starke Ostwind ließ nach, und die Garnison des Tower of London schuf mit Schießpulver wirksame Brandschneisen, die eine weitere Ausbreitung nach Osten verhinderten.
Der Goldschmied Hasan trickst seine geschwätzige Frau aus
Die Chamsa aus dem Walters Art Museum in Baltimore mit der Inventarnummer W. 624 ist eine illustrierte persische Handschrift, die fünf poetische Werke (Chamsa) des indischen Dichters Amīr Chusrau Dihlavī (1253–1325) enthält. Sie wurde zwischen März 1597 und März 1598 am Mogulhof in Lahore vollendet. Das Manuskript ist die letzte der sogenannten „Luxushandschriften“, die während der 1590er Jahre in prachtvoller Ausstattung von den höfischen Ateliers in Lahore angefertigt wurden. Der am höchsten geschätzte Kalligraph seiner Zeit, Muhammad Husayn Kaschmīrī, war für die Niederschrift verantwortlich. Dreizehn Maler, zu denen Basāvan und Mansūr gehörten, waren für die Anfertigung der Illustrationen zuständig. Von den ursprünglich 31 Bildern sind nur noch 29 erhalten. Acht davon wurden aus dem Manuskript herausgelöst und befinden sich heute im Metropolitan Museum of Art. Neben den Illustrationen besitzt die Handschrift aufwendige Illuminationen in Form von Randmalereien, dekorativen Kopfstücken und seitenfüllenden Rosetten, die von weiteren sieben Künstlern ausgeführt wurden. Beide Künstlerteams, Illustratoren und Illuminatoren, waren zuvor schon bei der Chamsa von Nizāmī (British Library Or. 12208) und dem Bahāristān von Dschāmī (Bodleian Library, Elliot 254) aus dem Jahre 1595 zum Einsatz gekommen.
Frontispiz und Titelblatt von John Tolands antikatholischem Traktat Hypatia: Or the History of a most beautiful, most vertuous, most learned, and every way accomplish’d Lady