Lustkugeln

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Lustkugeln (auch Vaginalkugeln, Liebeskugeln, Analkugeln, Orgasmuskugeln, teilweise auch Lustperlen, Liebesperlen oder „Donnerkugeln“ genannt) sind ein Sexspielzeug. Eine weitere medizinische Variante wird Vaginalkonen genannt. Sie trainieren u. a. die Beckenbodenmuskeln, diese bilden den unteren Abschluss des Bauchraumes und sind ein wesentlicher Teil des inneren Halte- und Stützapparats. Sie können das Orgasmuserleben der Frau verbessern, das sich letztlich in rhythmischen Muskelkontraktionen insbesondere des Beckenbodens entlädt. Werden die Muskeln des Beckenbodens während des Geschlechtsverkehrs (rhythmisch) angespannt, komprimieren sie den Vaginalschlauch bzw. -eingang für den penetrierenden Penis. Für den Penis des Mannes können Körperwahrnehmungen eines „stärkeren-umfasst-werdens“ entstehen (Vaginalverkehr).[1] Ferner kann ein gezieltes Beckenbodentraining mit oder ohne Hilfsmittel u. a. m. die Schwangerschaftsrückbildungsphase unterstützen und einen Scheidenvorfall, Blasenvorfall, Gebärmuttervorfall, Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz verhindern oder deren Verlauf günstig beeinflussen.

Wirkungsorte der Vaginalkonen und der Lustkugeln (Sagittalebene)
Vier muskuläre Hauptkräfte kontrahieren bzw. entspannen sich in einer koordinierten Weise gegen die suspensorischen Beckenbänder, „PUL“ an der Urethra „U“ und USL am Uterus, um die Urethra „U“ Vagina „V“ und Rektum „R“ um diese zu schließen oder zu öffnen. Die vorderen und hinteren Bänder („PUL“, „USL“) werden dabei zusammengezogen. „PUL“ = pubourethrales Ligament; „USL“ = Ligamentum uterosacralis; „PCM“ = vorderer Teil des Musculus pubococcygeus; „LP“ = Levator-Platte, Diaphragma pelvis; „LMA“ = gemeinsamer longitudinaler Muskel des Anus; „PS“ = Schambeinfuge; „S“ = Kreuzbein; „EAS“ = Musculus sphincter ani externus. Perspektive: sitzende Position.
Vaginalkonen nach dem amerikanischen Gynäkologen Arnold Kegel (1894–1976)
Rin-no-tama-Kugeln mit einer Schnur und einem Rückholbändchen verbunden, im Gegensatz zu den Ben-wa-Kugeln

Begriffsklärung, Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt unterschiedliche Sexspielzeuge bzw. Trainingsgeräte für den weiblichen Beckenboden, die mit dem Begriff „Lustkugeln“ bezeichnet werden:

Die Beckenbodenmuskeln sind in drei Schichten übereinander angeordnet und werden bei der Frau durch drei Öffnungen (für Harnröhre, Vagina und Anus) durchbrochen. Jede Einatmung bringt das Zwerchfell (Diaphragma) nach unten, fußwärts in den Bauchraum. Hierbei erhöht sich der Druck im Bauchraum und wird an den (elastische) Beckenboden weitergegeben. Umgekehrt führt die Ausatmung dazu, dass sich das Zwerchfell wieder nach oben in Richtung Brustraum bewegt. Der Druck im Bauchraum und auf den Beckenboden nehmen dann wieder ab. In dieser Phase bewegt sich auch der Beckenboden leicht nach oben und unterstützt dabei die Ausatmung. Der Beckenboden lässt sich grob in drei Schichten gliedern:

  • Die erste Schicht wird überwiegend aus glatten Muskelfasern und Band- und Haltestrukturen gebildet, sie hängen die weiblichen Organe im Bauchraum auf bzw. stützen sie in Verbindung zur Lendenwirbelsäule ab.
  • Die zweite Schicht besteht aus willkürlichen Muskelfasern[3], die den Beckenboden wie ein Sprungtuch halten. Man nennt es Diaphragma pelvis und wird in erster Linie von dem Musculus levator ani gebildet. Die Muskelfasern ziehen von der Steißbeinspitze nach vorne bauchwärts und sind wie ein Fächer an beiden Beckenknochenseiten befestigt. Die Fasern dieser Muskelgruppe haben bei der Frau zur Vaginalwand. Teile des Levator ani bilden den Musculus sphincter ani, der den Anus umschließt. Die flächigen, horizontalen Muskeln des Beckenbodens und deren bindegewebige Hüllen, die Faszien spannen sich zwischen dem Schambein, den beiden Sitzbeinhöckern (Tuber ischiadicum) und der Steißbeinsitze auf.
  • Die dritte, äußerste Schicht, das Diaphragma urogenitale, besteht aus mehreren willkürlich anzuspannenden Muskeln, die wiederum in zwei Schichten angeordnet sind und das Becken in erster Linie mit quer verlaufenden Fasern verschließen. Diese Schicht unterstützt die äußeren Schließmuskeln. Die äußerste Schicht verstärkt und unterstützt die entsprechenden Öffnungen des Beckenbodens, sie bildet die Schwellkörper- (Musculus ischiocavernosus, Musculus bulbospongiosus) und Schließmuskelschicht.

Beckenbodentraining kann Männern und Frauen mehrfache Orgasmen ermöglichen[4][5].

Rin-no-tama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rin-no-tama ist ein Sexhilfsmittel, das ursprünglich aus Japan stammt, sich aber auch nach China, Annam und Indien verbreitete, sowie bereits im 18. Jahrhundert in Frankreich bekannt war.[6] Es wird nach Wunsch im Alltag und nicht während des Sexspiels getragen und dient der Stärkung des Beckenbodens. In folgenden Punkten können die Lustkugeln variieren: Material, Anzahl der Kugeln, Gewicht, Größe, Form, Aufbau bzw. Konstruktion und Farbe.

Rin-no-tama-Kugeln mit Rückholband, eine liegt in der Vagina die andere vor dem Scheideneingang

Das ursprüngliche Modell bestand aus drei silbernen Kugeln, die mit Kettchen verbunden waren. Die zuunterst getragene Kugel besaß einen seidenen Rückholfaden, der in etwa jenem eines Tampons gleicht. Die obere Kugel war leer und diente dazu, die anderen beiden Hohlkugeln an ihrem Platz zu halten: die mittlere vor dem G-Punkt, die untere vor dem Scheideneingang. Die mittlere Kugel war teilweise mit Quecksilber gefüllt. An der Innenseite der unteren Kugel befanden sich feine Drahtzungen, sie enthielt kein Quecksilber, sondern eine kleinere Kugel aus Eisen oder Blei, die im Inneren der Kugel herumschwang.[6] Die mittlere und die untere Kugel erzeugten bei jeder Bewegung sanfte Schwingungen. Es gab Varianten mit zwei Kugeln (auch aus Messing), die von einem Papiertampon,[6] der nach innen in die Scheide geschoben wurde, an ihrem Platz gehalten wurden.

Heute gängige Modelle bestehen aus zwei jeweils 3–4 cm großen Hohlkugeln aus Kunststoff. Diese enthalten jeweils eine kleinere Kugel aus einem schwereren Metall. Die beiden Kugeln sind mit einer kurzen Schnur verbunden. An der unteren Kugel befindet sich eine Rückholschnur. Die Kugeln werden in die Scheide eingeführt und in Richtung des Muttermundes geschoben. Während des Gehens oder sonstigen Körperbewegungen schwingen die Metallkugeln in den Hohlkugeln und verbreiten als angenehm empfundene Vibrationen im Unterleib. Die Schwingungen sind allerdings kaum stark genug, um direkt zum Höhepunkt zu führen, können aber das sexuelle Verlangen steigern.[7] Beim Gehen haben die (schweren) Kugeln, bedingt durch die Schwerkraft, die Tendenz aus der Vagina herauszurutschen, dies führt zu einem (reflektorischen) festhalten, d. h. einer Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur („passives“ Training).

Ein weiteres Modell, der „Loveplug“, besteht nur aus einer Edelstahlkugel mit einer Innenkugel und einem Zierkettchen als Rückholhilfe. Die Anwendung von wasserlöslichen Gleitgel kann die vaginale Platzierung erleichtern. Die Kunststoffe sollten dem Medizinproduktegesetz entsprechen und phthalatfrei, gemäß EU-Verordnung 1907/2006/EC, sein. Die Gewichte der Lustkugeln liegen je nach Hersteller zwischen 30 g bis 50 g für die Einzelkugeln, bei Doppelkugeln von 80 bis 100 g, zum Teil auch 150 g und mehr, die Durchmesser schwanken von 3 bis 3,7 cm. Dabei lassen sich die Kugeln mit ca. 30 bis 50 g für die Trainingsanfängerinnen und die Kugeln mit ca. 80 bis 150 g für die Fortgeschrittenen einteilen.

Handhabung, Training[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einführen der Rin-no-tama-Kugeln in die Vagina ist einfach zu handhaben. Sie sind nicht für den Dauergebrauch gedacht. Als erstes vermitteln die Rin-no-tama-Kugeln mehr als reine Beckenbodenübungen ohne Hilfsmittel ein besseres Körpergefühl, das heißt, sie ermöglichen schneller und intensiver die Wahrnehmung der Beckenbodenmuskeln. Zum anderen wird mit einer sinnvollen Belastung ein Trainingsreiz gesetzt, der die körperlichen Systeme, hier das komplexe Systeme des Beckenbodens i. w. S. und seiner anhängenden Organen stärkt. Ziel des Krafttrainings ist es, über die Belastung der Beckenbodenmuskulatur, eine morphologische Veränderungen im Kreislauf- und Zentralnervensystem sowie im Bewegungs- und Bindegewebsapparat (Faszien, Sehnen und Muskeln) und an den anhängenden Organen (Uterus, Ovarien, Vagina, Introitus vaginae, Skenesche Drüsen, Akzessorische Geschlechtsdrüse, etc.) zu erreichen und damit die Fähigkeit des Körpers etwa zur Kraftentfaltung zu steigern.

Vaginales Einführen und Entfernen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Einführen nimmt man eine bequeme Position ein (stehend mit einem Bein abgespreizt bzw. aufgestützt, liegend oder auch mit gespreizten Beinen an einer Stuhlkante, etc.) und schiebt die Vaginalkugel durch den Scheideneingang vor. Hilfreich kann zuvor das Anfeuchten (Lubrikation) und Abspreizen der kleinen Labien sowie des Scheideneingangs mit einem Gleitmittel sein. Die Rin-no-tama-Kugeln brauchen dabei nicht allzu tief eingeführt werden. Sie sollten bequem hinter dem Scheidenvorhof, etwa 2 cm tief in der Vagina liegen. Beim Einführen von mehr als einer Kugel geht man so vor, dass man zuerst die erste Kugel und dann die zweite Kugel nacheinander einführt, das Rückholbändchen liegt außerhalb der Vagina bzw. Vulva. Bei der Anwendung mehrerer Rin-no-tama-Kugeln und auch höhergewichtigen Kugeln muss die Beckenbodenmuskulatur gegen die Schwerkraft härter arbeiten. Ein Wechsel der Kugelgröße bzw. -gewichts ist dann vorzunehmen, wenn das Muskeltraining zu leicht wird. Man kann den Widerstand steigern, indem man Kugeln mit höherem Gewicht oder mehrere Kugeln verwenden; so kann das Training individuell angepasst werden. Zum Entfernen zieht man zuerst mit leichten und je nach Bedarf mit stärkerem Zug am Rückholbändchen; man sollt dabei Aufrecht stehen und den Beckenboden ganz bewusst, willkürlich entspannen oder bewegt, kontrahiert die Muskeln „wellenartig“. Sollten die Vaginalkugeln nicht leicht zu entfernen sein, entspannt man Beckenboden noch mehr und zieht etwas kräftiger.

Workout, Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man beginnt das „aktive“ Training zunächst mit einer Kugel für etwa 15 bis 30 Minuten und steigert die Dauer langsam. Bei einer intensiveren Verwendung empfiehlt es sich, die Lustkugeln mindestens alle zwei Tage für mehrere Stunden (2 bis 4 Stunden) zu tragen. Ideal ist es, wenn die Kugeln zweimal täglich getragen werden oder mit anderen sportlichen Aktivitäten (Yoga, Taijiquan, Workout, Pilates, etc.) kombiniert werden. Anfangen sollte man mit Kugeln bzw. Gewichten, die beim Stehen oder Gehen ohne bewusste Anstrengung der inneren Muskeln gehalten werden können. Ist man geübter, können auch zwei oder mehr Kugeln getragen werden; auch das Kugelgewicht wird erhöht. Beim Training spannt man den Beckenboden ganz bewusst an und versucht die Kugeln im Inneren fest zu halten. Dabei wechseln sich idealerweise Anspannung und Entspannung ab. Während den aktiven Anspannungen der Muskeln des Beckenbodens sollte die Ausatmung erfolgen, bei Einatmung die bewusste Entspannung.

Ein Beispiel für eine erste isometrische Übung kann sich wie folgt gestalten: Der Beckenboden wird, nach einbringen der Lustkugeln, aktiv für zunächst ca. 3 Sekunden maximal angespannt, das geschieht in dem man die Schließmuskeln von vorder Vagina, Anus und Urethra zusammenzieht, dabei wird eingeatmet. Während man ausatmet wird bewusst die Muskelspannung komplett gelöst. Diese Übung sollte zu Beginn, je nach individuellen Voraussetzung nicht länger als 15 Minuten durchgeführt werden. Nach einiger Zeit kommt es zu einer Kraftsteigerung im Bereich des Beckenbodens, jetzt können die Kontraktionszeit bzw. die Intervalle verlängert werden, etwa auf 10 Sekunden. Die Entspannung folgt dem gleichen Zeitverlauf. Nach etwa 5 Minuten isometrischer Übung folgt eine Pause, danach wird die Beckenbodenmuskulatur schnell etwa zehnmal angespannt und entspannt.

Eine andere „passive“ Trainingsvariante ist aufgrund des Eigengewichts und der zumeist längsovalen Form gegeben, denn das jeweils eingeführte Kugelgewicht neigt aufgrund der Schwerkraft zum Herausgleiten. Auf diesen Reiz reagiert die Beckenbodenmuskulatur mit einer reflexartigen Anspannung, um das Herausgleiten zu verhindern. Die mehrmalige sich wiederholende (automatische) Anspannung während einer Trainingseinheit entspricht einem Krafttraining mit Gewichten und trainiert so ebenfalls die Beckenbodenmuskulatur. Mit fortschreitendem Trainingszustand der Muskulatur kann auch hier das Kugelgewicht erhöht werden. So lernt man während des Trainings (also täglich 10 min gehen oder stehen) die Muskulatur wahrzunehmen und aktiv zu kontrollieren.

Nach entsprechender Übungsphase sind die Frauen dann weitaus besser in der Lage ihre Beckenbodenmuskulatur präzise an- und wieder zu entspannen. Beim reflektorisch eintretenden Orgasmus „pulsiert“ dann u. a. die Beckenbodenmuskulatur rhythmisch, das heißt Anspannung und Entspannung wechseln sich ab. Die Anwendung der Vaginalkugeln ist eine aktive, während des Schlafs ist der Effekt des Muskeltrainings deshalb geringer.

Das Training mit den Liebeskugeln sollte insbesondere pausiert werden:

  • im Wochenbett, bis etwa acht Wochen nach der Geburt. Auch für ein Training während der Schwangerschaft sollte nicht durchgeführt werden.
  • während der Menstruation, hier können Infektionen begünstigt werden.
  • bei einer vaginalen Infektion.

Ben-wa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davon zu unterscheiden sind die Ben-wa-Kugeln auch Yoni-Kugeln, die nicht mit einer Schnur verbunden sind und auch über keinen Rückholfaden verfügen.[8]

Es gibt unterschiedliche Arten, Rin-no-tama bzw. Ben-wa zu tragen. Sie können im Stehen und Gehen leicht zum Scheideneingang rutschen. Manche Benutzerinnen nehmen dies in Kauf. Andere tragen unter den Kugeln einen Tampon, um diese am Platz zu halten.[7] Die subtilste Methode ist wohl folgende: Die Kugeln werden mit dem Pubococcygeus-Muskel (kurz PC-Muskel) gehalten. Dies hat den Nebeneffekt, dass sie so wesentlich zum Training dieses Muskels beitragen (ähnlich wie die Kegelübung). Ein gut trainierter Pubococcygeal-Muskel ist wiederum für die Empfindungen beider Partner beim Liebesspiel vorteilhaft. Außerdem beugt er einigen Formen der Harninkontinenz vor. Lustkugeln werden daher auch im Rahmen der Rückbildungsgymnastik nach der Schwangerschaft empfohlen.[9][10]

Ben-wa-Eier aus Jade, traditionelle Form, d. h. ohne Rückholbändchen

Analketten, Analperlen, Analkugeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analperlen
Analkugeln, engl. anal beads bei der Anwendung als Sexspielzeug

Bei Analketten (auch Analperlen genannt) handelt es sich um ein Band, einen Faden oder eine fixe Verbindung aus Gummi, an dem sich in einer Reihe befestigte Perlen aus Gummi, Kunststoff oder Metall befinden. Diese Perlenkette wird im Lauf des Liebesspiels in den Anus der zu stimulierenden Person eingeführt. Für gewöhnlich wird sie während des Orgasmus wieder langsam herausgezogen und soll diesen verlängern und vertiefen.[11] Variationen dieses Spielzeugs besitzen dickere Kugeln, die relativ starr miteinander verbunden sind und der analen Stimulation dienen, also eher den Analdildos ähneln.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Variante der Lustkugeln enthält keine Metallkugeln, sondern batteriebetriebene Vibratoren. Es gibt mittlerweile auch Versionen mit mehr als zwei Kugeln. Eine weitere Variante besteht aus nur einer Edelstahlkugel mit einer Innenkugel.

Hygiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Infektionen zu vermeiden oder untypische Mikroorganismen in das natürliche Mikrobiom der Vulva und Vagina zu verschleppen ist die Pflege der Kugeln nach dem Gebrauch wichtig. Das Reinigen kann mit warmen Wasser erfolgen bzw. ein hautfreundliches Detergens, zum Teil werden spezielle Toycleaner angeboten. Die gesäuberten Kugeln sollten trocken und hygienisch aufbewahrt werden. Sexspielzeug, das sich im Darm befand, sollte nicht mehr im Bereich der Scheide verwendet werden, um dort Infektionen zu verhindern.

Ein Qualitätsmerkmal von Lustkugeln ist auch die Beschichtung von Kugeln und Schnur mit geeigneten Elastomeren, wie beispielsweise Silikongummi, was dem Zweck dient, kein Körpersekret in Nähte oder in die Schnur eindringen zu lassen. Andere Materialien, Mineralien, Holz etc., sind mit entsprechender Vorsicht zu verwenden; so können poröse Oberflächen der Bildung eines Biofilm Vorschub leisten. Hier ist der Einsatz von rückstandsfreien, alkoholischen Desinfektionsmittellösungen (Ethanol oder 2-Propanol) dringend geraten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Oblasser, Janice Christie, Christine McCourt: Vaginal cones or balls to improve pelvic floor muscle performance and urinary continence in women post partum: A quantitative systematic review. Midwifery, 31, 11, (1017), (2015).
  • Yu Chye Wah, Chew Heng Hai: Pelvic Floor Support. Obstetrics, 10.5772/intechopen.70153, (2017).
  • Klaus Goeschen, Peter E. Papa Petros: Der weibliche Beckenboden: Funktionelle Anatomie, Diagnostik und Therapie nach der Integraltheorie. Springer-Verlag, Heidelberg / New York / Berlin 2009, ISBN 978-3-5408-8355-5
  • Kari Bø: Pelvic floor muscle training is effective in treatment of female stress urinary incontinence, but how does it work? International Urogynecology Journal 15(2):76-84, March 2004 [3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Analperlen, Analkugeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fred Christmann (Hrsg.): Heterosexualität: Ein Leitfaden für Therapeuten.Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 2013, ISBN 978-3-6427-3590-5, S. 99 f.
  2. Barbara Gödl-Purrer: Beckenboden – Stabilisation des Beckenringes. CIFK, FH Joanneum, Graz 2009 [1]
  3. Per Olov Lundberg: Die periphere Innervation der weiblichen Genitalorgane. Sexuologie 9 (3) 2002 98 – 106 [2]
  4. Mike Kleist: Geheimwissen Männlicher Multi-Orgasmus. Satzweiss.com, 2012, ISBN 978-3-929-40350-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. S. Soeder, A. Lehmann, R. Tunn, S. M. Grüsser-Sinopoli: Beckenbodenbewußtseinsschulung als Einflussfaktoren auf das sexuelle Erleben der Frau. In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde. 66, 2006, doi:10.1055/s-2006-952497.
  6. a b c K. L. Kerber: Sexual Tendencies. Global Vision Publishing, Delhi 2006, ISBN 978-81-8220-090-6, S. 110 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. a b Erwin J. Haeberle: Die Sexualität des Menschen: Handbuch und Atlas. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 978-3-11-087365-8, S. 205 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Brenda Love: Encyclopedia of Unusual Sex Practices. Barricade Books, Fort Lee, NJ 1992, ISBN 1569800111, S. 125.
  9. Angela Heller: Nach der Geburt: Wochenbett und Rückbildung. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-13-125041-0, S. 127 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. Linda Tacke, Marion Stüwe: Wochenbett- und Rückbildungsgymnastik. 3. Auflage. Hippokrates Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8304-5504-2, S. 74 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  11. Lou Paget: Der perfekte Liebhaber: Sextechniken, die sie verrückt machen. Goldmann Verlag, München 2012, ISBN 978-3-641-08146-1, S. 156 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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