München Mord: Die ganze Stadt ein Depp

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Folge der Reihe München Mord
OriginaltitelDie ganze Stadt ein Depp
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge90 Minuten
EinordnungFolge 7 (Liste)
Erstausstrahlung22. September 2018 auf ZDF
Stab
RegieSascha Bigler
DrehbuchMatthias Kiefersauer
Alexander Liegl
ProduktionAndreas Schneppe
Sven Burgemeister
MusikStephan Massimo
KameraRalf K. Dobrick
SchnittManuel Reidinger
Besetzung

Die ganze Stadt ein Depp ist ein deutscher Fernsehfilm von Sascha Bigler aus dem Jahr 2018. Es handelt sich um die siebente Folge der Krimireihe München Mord mit Bernadette Heerwagen, Alexander Held und Marcus Mittermeier in den Hauptrollen. Die Erstausstrahlung erfolgte am 22. September 2018 im ZDF.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

München befindet sich zur Zeit des Oktoberfestes in einem Ausnahmezustand. Angelika Flierl versucht verzweifelt bei einem Radiogewinnspiel einen Tisch im Festzelt zu gewinnen, Ludwig Schaller hasst die Wiesn und Harald Neuhauser wird von Tanja gesucht, einer Frau, die sich von einem Flirt und One-Night-Stand wesentlich mehr erhofft hatte.

Josef Kleint, ein einsamer 70-jähriger Rentner und Nachbar von Kriminaloberrat Zangel, wird mit einem Maßkrug erschlagen in seiner Wohnung aufgefunden. Zangel selbst wird Ohrenzeuge des Mordes und vom Täter niedergeschlagen, dieser kann unerkannt entkommen. An einer Wand in der Wohnung des Opfers findet sich eine Bildergalerie, wobei ein Bild fehlen dürfte. Am ehemaligen Arbeitsplatz des getöteten früheren Hausmeisters an der Musikhochschule München trifft Flierl auf den Flötisten Fridolin Fehr, der ihr erzählt, dass er Kleint drei Tage vor seinem Tod im Streit mit dem derzeitigen dortigen Hausmeister Uli Schmidbauer gesehen hatte.

Rita Pellmeier, die 82-jährige Schwester von Josef Kleint und dessen einzige noch lebende Verwandte, bricht in dessen von der Polizei versiegelte Wohnung ein. Die anschließende zweistündige Befragung durch Schaller verläuft jedoch zunächst ergebnislos. In Kleints Wohnung finden sich mehrere Kopien eines kürzlich aufgenommenen Videoportraits fürs Fernsehen über ihn. Darauf findet sich auch eine frühere Aufnahme der Bildergalerie, in der das fehlende Gemälde, möglicherweise ein verschollenes Original des Malers Paul Klee, noch zu sehen ist. Die Ermittler vermuten daher, dass es sich um einen Raubmord gehandelt haben könnte. Schaller verdächtigt Pellmeier, in Kleints Wohnung nach dem Gemälde gesucht zu haben. Dagegen spricht allerdings, dass sie Alleinerbin von Kleints Nachlass ist. Pellmeier erzählt Schaller schließlich, wie sie im April 1945 zu dem Gemälde gekommen ist, ohne zu wissen, dass es sich dabei ein Original von Paul Klee handelt. Sie übergab es Josef, ohne ihn über die Herkunft des Bildes zu informieren. Nach dem Tod der Eltern der beiden kam es zum Streit, erst kurz vor seinem 70. Geburtstag wollte er sich aussöhnen. Nach ihrem Geständnis bricht Pellmeier tot zusammen.

Bei Stella Bast, einer ehrgeizigen Klavierstudentin an der Musikhochschule, die kürzlich gemeinsam mit einigen anderen in der Wohnung von Kleint war um ihm zu dessen 70. Geburtstag zu gratulieren, findet Flier ein Buch über Paul Klee. Darin ist der Eintrag Stuhl im Aufbruch, von Nationalsozialisten geraubte und seit 1945 verschollene Raubkunst, markiert. Außerdem wird gerade ein neuer Konzertflügel um 68.000 Euro in ihre Wohnung geliefert, über die Herkunft der dafür notwendigen Mittel möchte sie sich zunächst nicht äußern, gibt aber später an, einen reichen Mäzen zu haben, dessen Namen sie nicht nennen möchte.

Christian Mölder ist ein windiger Geschäftsmann und Geschäftspartner von Uli Schmidbauer. Er verschafft Schmidbauer Abnehmer für jene Gegenstände, die Schmidbauer in den Untergeschossen des Königsplatzes findet, unter anderem ein Kaminbesteck und einen Türgriff zum Kaminzimmer vom Adolf Hitler mit „Echtheitszertifikat der Ernst-Röhm-Stiftung“. Stella Bast versucht Uli Schmidbauer mit ihrem Wissen über dessen illegale Machenschaften zu erpressen, sie hat von Kleint über Schmidbauers Aktivitäten erfahren. Bald nachdem Mölder und Schmidbauer potentielle japanischen Abnehmern im Keller getroffen hatten, wird Schmidbauer dort verletzt von Flierl und Schaller aufgefunden. Er gibt an, das Geld aus dem Verkauf für die Finanzierung der Pflege seiner Mutter benötigt zu haben. Das Bild, dass er im Keller gefunden hatte und an die Japaner verkaufen wollte war verschwunden. Wer es dort versteckt hat, bleibt aber weiter unklar.

Bei einer Observation von Stella Bast findet Neuhauser heraus, dass Professor Michael Knöpfle eine Beziehung mit Bast hat. Knöpfle meldet sich bei den Ermittlern, weil sie bei einer wichtigen Prüfung nicht erschienen ist und er sie auch telefonisch nicht erreicht. Außerdem gibt Knöpfle an, dass Stella einen Anderen hat. Knöpfle konnte allerdings nur dessen rote Haferlschuhe erkennen. Schaller erinnert sich, solche bei Konstantin Zillenbrook, einem Mitarbeiter bei einer Versicherung, der mit verschwundenen Gemälden zu tun hat, gesehen zu haben. Schaller hatte ihn zuvor aufgrund dessen fachlicher Expertise aufgesucht.

Zillenbrook gesteht, ein Verhältnis mit Stella Bast gehabt zu haben, er habe dieses allerdings vor einem Monat beendet. Der Konzertflügel war sein Abschiedsgeschenk. Schaller glaubt ihm jedoch nicht die Beziehung beendet zu haben und verfolgt Zillenbrook auf die Musikhochschule, wo dieser sich mit seiner Stella trifft. Die hat das Gemälde von Paul Klee bei sich. Davor werden bei einer Suche nach dem Gemälde im Keller Flierl und Neuhauser im Raum für die Roheisbereitung eingesperrt, der Täter schaltet außerdem die Kühlung ein. Die beiden versuchen sich gegenseitig zu wärmen. Schaller und Zangel nehmen Zillenbrook und Bast wegen des Mordverdachts an Josef Kleint vorläufig fest. Stella Bast gibt nach einem kurzen Streit mit Zillenbrook wegen des Bildes an, dass Zillenbrook Kleint umgebracht hat. Flierl und Neuhauser können nach einem Hinweis von Stella Bast aus dem Kühlraum befreit werden.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der Drehorte: Die Musikhochschule München

Die Dreharbeiten fanden gemeinsam mit dem achten Teil Willkommen in Wahnmoching vom 4. Oktober bis zum 11. Dezember 2017 statt. Produziert wurde der Film von der TV60Filmproduktion, beteiligt war das ZDF. Für das Szenenbild zeichnete Michael Björn Köning verantwortlich, für den Ton Rainer Plabst und für das Kostümbild Theresia Wogh.[2][3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv befand, dass auch die siebente Episode von München Mord ein launiger, flüssig erzählter und entsprechend kurzweiliger Krimi sei, der immer ein Augenzwinkern für den Zuschauer parat halte. Schaller und Co würden liebenswert bleiben, die peinlichen Missverständnisse und die misslichen Lagen, in die sich die Kommissare bringen, würden nie albern oder deplatziert wirken.[4]

In Deutschland sahen den Film bei Erstausstrahlung 5,78 Millionen Personen, der Marktanteil betrug 19,6 Prozent.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. fernsehserien.de: München Mord 07: Die ganze Stadt ein Depp. Abgerufen am 17. August 2018.
  2. München Mord - Die ganze Stadt ein Depp bei crew united. Abgerufen am 17. August 2018.
  3. München Mord - Willkommen in Wahnmoching bei crew united. Abgerufen am 17. August 2018.
  4. Rainer Tittelbach: Reihe „München Mord – Die ganze Stadt ein Depp“ bei tittelbach.tv, abgerufen am 31. August 2018.
  5. Timo Nöthling: Primetime-Check: Samstag, 22. September 2018. Quotenmeter.de, 23. September 2018, abgerufen am 23. September 2018.