Maike Albath

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Maike Albath auf dem Erlanger Poetenfest 2012

Maike Albath (* 1966 in Braunschweig) ist eine deutsche Literaturkritikerin, Autorin und Journalistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium der Romanistik und Germanistik in Berlin und Italien promovierte Maike Albath im Jahr 1998 über den italienischen Dichter Andrea Zanzotto. Seit 1993 ist sie als Journalistin für den Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur tätig und gestaltete als Autorin unter anderem Features über Antonio Tabucchi, Cesare Pavese und dessen Heimatstadt Turin und die Literaturszene Kroatiens.

Maike Albath ist Mitarbeiterin der Neuen Zürcher Zeitung, der Frankfurter Rundschau, des Tagesspiegel, der Süddeutschen Zeitung und der Zeitschrift Cicero. Ihre Arbeit als Literaturkritikerin wurde 2002 mit dem Alfred-Kerr-Preis gewürdigt. 2006 erhielt sie die Übersetzerbarke des Verbandes deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke „für Ihre Fairness, Ihren Respekt und Ihr waches Interesse an der Arbeit der Literaturübersetzer“.[1]

Albath, die mehrere Jahre in Turin und Padua gelebt hat, gilt als ausgewiesene Kennerin der italienischen Literatur und Gegenwartskultur. In ihrem 2010 erschienenen Werk Der Geist von Turin zeichnet sie die wechselhafte Geschichte des linksliberalen Einaudi-Verlages anhand der Lebenswege des Verlegers Giulio Einaudi und der Literaten Cesare Pavese und Leone Ginzburg, die die Geschicke des Turiner Verlagshauses maßgeblich bestimmten, nach. Der Verlag, der das Geistesleben Italiens bis weit in die 1970er Jahre hinein prägte, gehört heute zum Medienimperium von Silvio Berlusconi. In Rom, Träume (2013) widmet sie sich dem Geistesleben im Rom der Nachkriegszeit, vor allem dem Autorenkreis um Elsa Morante, Alberto Moravia, Carlo Emilio Gadda, Ennio Flaiano und Pier Paolo Pasolini.

Maike Albath tritt auch als Moderatorin von Literaturveranstaltungen, etwa 2002 im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt und seit 2003 beim Erlanger Poetenfest, in Erscheinung. 2011 gehörte sie der Jury der Akademie Deutscher Buchpreis an und war deren Sprecherin. Seit 2015 wirkt sie in der Jury des Preises der Leipziger Buchmesse mit.

Maike Albath lebt in Berlin.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Features[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Der schöne Sommer – Der italienische Schriftsteller Cesare Pavese (Feature – DLF)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maike Albath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verleihung der Übersetzerbarke 2006 mit Laudatio