Manisa

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Manisa
Wappen fehlt
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Manisa (Türkei)
Red pog.svg
Ulu Cami önünden Manisa'nın görünüşü 2010.jpg
Blick über die Stadt
Basisdaten
Provinz (il): Manisa
Koordinaten: 38° 37′ N, 27° 26′ OKoordinaten: 38° 36′ 54″ N, 27° 25′ 40″ O
Einwohner: 1.367.905[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90) 236
Postleitzahl: 45 000
Kfz-Kennzeichen: 45
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Bürgermeister: Cengiz Ergün (MHP)
Webpräsenz:
Miniatur Manisas im 16. Jahrhundert

Manisa (osmanisch ماغنيسا Mağnisa) ist eine Stadt in der Türkei mit 278.967 Einwohnern (2008) und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Manisa im Westen von Anatolien. Die Stadt ist ein Zentrum für Rosinenhandel. Die Stadt liegt am nördlichen Fuß des Spil Dağı (antikes Sipylos-Gebirges) und am Ufer des Flusses Gediz. Die Großstadt Izmir liegt knapp 40 Straßenkilometer südwestlich von Manisa.

Seit einer Gebietsreform 2014 ist Manisa eine Büyükşehir belediyesi (Großstadtkommune) und damit flächen- und einwohnermäßig identisch mit der Provinz. Der frühere zentrale Landkreis wurde in zwei neue İlçe aufgeteilt, der südöstliche davon ist Şehzadeler, der nordwestliche Yunusemre.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt geht zurück auf das antike lydische Magnesia am Sipylos. (Zur antiken Geschichte siehe dort.) Die später zu Byzanz gehörende Stadt kam 1313 unter die Herrschaft der Saruchaniden und wurde 1398 Teil des osmanischen Reichs. Bis zur Eroberung Konstantinopels (1453) war sie abwechselnd mit Bursa Residenz der Sultane.

Manisa war ab 1919 von Griechenland besetzt, bis am 8. September 1922 griechische Truppen die Stadt auf ihrem Rückzug nach Smyrna in Brand steckten und türkische Truppen die Stadt während des Türkischen Befreiungskriegs besetzten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang zur Muradiye-Moschee

Moscheen, Türben und Medresen aus der Zeit der Seldschuken und Osmanen, darunter die

  • Ulu Camii (Große Moschee), das älteste islamische Bauwerk der Stadt, ist 1366 von Ishak Bey aus der Saruchaniden-Dynastie an der Stelle einer byzantinischen Kirche errichtet worden. Wie an den Kapitellen im Arkadenhof zu sehen ist, wurde dabei auch Material aus byzantinischer Zeit verwendet.
  • Hatuniye Camii, 1490 von Şehinşah, Sohn Bayezid II.s, für seine Mutter erbaut. Die große zentrale Kuppel sitzt einem achteckigen Tambour auf.
  • Sultan Camii (1522) im typisch osmanischen Baustil steht im Zentrum von Manisa. Ihr angeschlossen ist eine Medrese, ein Hamam und ein Hospital.
  • Muradiye Camii wurde um 1585 im Auftrag von Murad III. nach den Plänen des damals schon hochbetagten Sinan erbaut. Den Innenraum schmücken farbige Fliesen, Ornamente und alte Teppiche. In der angrenzenden Medrese ist das Archäologisch-ethnologische Museum untergebracht.
  • Reste der byzantinischen Stadtmauer und der byzantinischen Zitadelle.
  • Das fälschlich Kybele-Relief genannte Felsrelief von Manisa
  • Niobe-Felsen
  • Spil Dağı

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manisa (71 m)
Klimadiagramm
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17
7
 
 
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12
5
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Normalperiode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Manisa (71 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 10,9 12,2 16,3 21,4 27,4 32,7 35,3 35,3 30,9 24,4 16,9 12,1 Ø 23
Min. Temperatur (°C) 3,1 3,4 5,5 9,4 13,9 18,6 21,6 20,4 16,8 12,5 7,3 4,8 Ø 11,5
Temperatur (°C) 6,8 7,6 10,7 15,4 20,7 25,9 28,5 28,2 23,6 18,2 11,8 8,3 Ø 17,2
Niederschlag (mm) 108,7 101,8 79,7 55,4 31,6 12,7 5,3 4,0 15,0 43,2 96,1 132,2 Σ 685,7
Sonnenstunden (h/d) 2,8 3,7 5,1 6,2 8,0 10,2 10,6 10,2 8,6 6,4 3,7 2,1 Ø 6,5
Regentage (d) 10,8 10,5 9,0 8,7 6,1 2,6 1,1 0,8 2,4 5,6 9,3 12,7 Σ 79,6
T
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m
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3,1
12,2
3,4
16,3
5,5
21,4
9,4
27,4
13,9
32,7
18,6
35,3
21,6
35,3
20,4
30,9
16,8
24,4
12,5
16,9
7,3
12,1
4,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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55,4
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12,7
5,3
4,0
15,0
43,2
96,1
132,2
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manisa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 24. Januar 2016 auf WebCite), abgerufen 24. Januar 2016