Marbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Stadtteil von Borken in Westfalen, zu weiteren Bedeutungen siehe Marbeck (Begriffsklärung).

Koordinaten: 51° 48′ 46″ N, 6° 53′ 59″ O

Marbeck
Stadt Borken
Fläche: 25,25 km²
Einwohner: 2475 (2008)
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 46325
Vorwahl: 02861
Marbeck (Nordrhein-Westfalen)
Marbeck

Lage von Marbeck in Nordrhein-Westfalen

Der Engelradingbach in Marbeck

Der Engelradingbach in Marbeck

Marbeck ist ein Dorf mit 2475 Einwohnern im westlichen Münsterland. Es gehört zur Stadt Borken im gleichnamigen Kreis. Bis 1969 war es eine eigenständige Gemeinde. Wichtig ist Marbeck vor allem als Bahnhofsort für die umliegenden Siedlungen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marbeck liegt etwa 3,5 Kilometer südlich von Borken und nur knapp 2 Kilometer südwestlich vom Hauptort der direkt angrenzenden Gemeinde Heiden. Im Süden von Marbeck liegt die Stadtgrenze zum knapp 6 Kilometer entfernten Raesfeld

Grütlohn
(zu Borken)
Borken Heiden
Westenborken
(zu Borken)
Windrose klein.svg
Raesfeld Rhade
(zu Dorsten)

Geprägt wird Raesfeld durch den Engelradingbach, dem Oberlauf der Borkener Aa, der direkt durch das Siedlungsgebiet verläuft. Außerdem mündet der Bruchbach hier in den Engelradingbach. Die Umgebung wird zumeist landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Marbeck unter dem Namen Marckapu im 9. Jahrhundert.

Seit dem 1. Juli 1969 ist Marbeck ein Stadtteil von Borken.[1]

Am 1. Januar 1975 wechselten etwa 240 Einwohner der ursprünglichen Gemeinde Marbeck aus der Stadt Borken in deren Nachbargemeinde Heiden.[2] Die Siedlung schließt sich direkt an Marbeck an und wird heute mit "Heiden an der Bahnhofstraße" betitelt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher und Ansprechpartner für den Stadtteil Marbeck ist Günter Stork.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Marbecker Heimathaus verfügt der Ort über ein Museum, das bäuerliches Arbeiten zeigt und historische Geräte ausstellt. Viele Fahrradstraßen und Wanderwege durchqueren die waldreiche Gegend. Die Burg Engelrading und die alte Ölmühle erinnern an längst vergangene Zeiten.

Wichtigstes Ereignis ist der Marbecker Weihnachtsmarkt. Er findet jährlich am 2. Adventswochenende (Sa. und So.) und 3. Adventswochenende (Do., Fr., Sa., und So) statt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Marbeck-Heiden
Haltepunkt Marbeck-Heiden, 2015

Marbeck liegt an der Bahnstrecke Winterswijk–Gelsenkirchen-Bismarck. Der Haltepunkt Marbeck-Heiden wird im Stundentakt vom Regional-Express RE 14 „Der Borkener“ bedient. Durchgeführt wird der Personennahverkehr von der NordWestBahn.

Das unter Denkmalschutz stehende und in Fachwerk gehaltene ehemalige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1906.[3] Es wird heute privat bewohnt.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Sportverein ist der FC Marbeck, der neben Fußball auch noch Tennis und Breitensport anbietet. Die 1. Herren-Mannschaft der Fußballabteilung spielt in der B-Kreisliga, die Damen-Mannschaft in der Bezirksliga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 95.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 312.
  3. Stadt Borken: Denkmalliste A III – Öffentliche Gebäude und Einrichtungen, Zugriff am 7. August 2008
  4. Bahnhofspass: Borken Marbeck-Heiden. BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW, abgerufen am 24. Mai 2015 (PDF).