Marquard Media Gruppe

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Marquard Media International AG
Rechtsform Aktiengesellschaft [1]
Gründung 1965
Sitz Baar, Schweiz
Leitung Peter Brase
(Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Jürg Marquard
(VR-Präsident)
Mitarbeiter ca. 450 (2012) [2]
Branche Medien
Website www.marquard-media.com

Die Marquard Media Gruppe ist ein Medienkonzern mit Sitz in Baar (Schweiz). Den Kern bildet die Marquard Media International AG. Der Konzern vertreibt ca. 40 Publikationen im deutschsprachigen Raum, Polen und Ungarn. Die Marquard Media Gruppe beschäftigt rund 450 Mitarbeiter.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marquard Media Gruppe wurde vom Verleger Jürg Marquard gegründet, der die Gruppe bis heute kontrolliert. Den Grundstein zur Produktepalette legte Marquards Zeitschrift Pop, aus welcher nach der Fusion mit anderen Jugendmagazinen die Zeitschrift Popcorn hervorging. Den Durchbruch im deutschsprachigen Zeitschriftenmarkt schaffte Marquard 1981 mit der Zeitschrift Cosmopolitan.

1988 lancierte Jürg Marquard mit den ungarischen Versionen von Popcorn und Mädchen als erster westlicher Verleger private, regelmäßig erscheinende Zeitschriften hinter dem damals noch existierenden „eisernen Vorhang“. In den folgenden Jahren dehnte die Marquard Media Gruppe ihre Aktivitäten durch den Kauf von bestehenden Tageszeitungen in Ungarn und Polen sowie durch die Gründung weiterer Zeitschriften in Osteuropa aus.

1999 wurde die Gruppe neu ausgerichtet und stärker auf das Premium-Zeitschriften-Segment fokussiert. Die Jugend- und Musikzeitschriften wurden an den Axel Springer Verlag verkauft, die ungarischen Tageszeitungen an den Ringier Verlag und die polnische Rollenoffsetdruckerei an Baring Private Equity Partners.

Im Anschluss an diese Konsolidierungsphase begab sich Marquard Media erneut auf Expansionskurs. Neben anderen Akquisitionen wurde namentlich die polnische VIPress mit den Titeln Playboy und Voyage übernommen und in die Gruppe integriert.

Marquard Media heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2005 sicherte sich Marquard Media mit einem öffentlichen Übernahmeangebot an der damals börsennotierten Computec Media AG eine 95,1 %-Beteiligung, welches unter anderem Publikumszeitschriften im Bereich Electronic Entertainment und Multimedia herausgibt.

Ende 2007 übernahm der Schweizer Verlag den Männertitel Maxim von der Axel Springer AG. Mit der Mai-Ausgabe 2009 ist der Titel jedoch eingestellt worden.[3]

Heute verlegt Marquard Media in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich, in Ungarn und in Polen insgesamt ca. 40 Print-Publikationen und ist in weiteren Ländern mit Lizenzausgaben präsent. Der stark wachsende Online-Bereich umfasst im deutschsprachigen Raum nach eigenen Angaben rund 20 Websites und Portale.

Im Mai 2012 gab Verleger Jürg Marquard in München bekannt, dass die MVG Medien Verlagsgesellschaft inklusive aller Joy-Auslandslizenzen an die Bauer Media Group verkauft wurden.

Im Oktober 2016 erwarb Marquard die ungarische Tageszeitung Népszava.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag der «Marquard Media International AG» Handelsregister des Kantons Zug
  2. Medienmitteilung vom 16. April 2009
  3. Horizont.net: "Marquard Media: Aus für Maxim", 27. März 2009
  4. http://derstandard.at/2000045893553/Ungarns-linke-Zeitung-Nepszava-verkauft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]