Matthias Hauer

Matthias Hauer (* 18. Dezember 1977 in Hattingen) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Rechtsanwalt. Er ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2025 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Matthias Hauer ist in Essen-Bredeney aufgewachsen. Er ist römisch-katholisch, verheiratet und hat einen Sohn.[1]
Ausbildung und Beruf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Abitur leistete Matthias Hauer seinen Wehrdienst ab und studierte anschließend Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2005 legte er sein zweites juristisches Staatsexamen ab und wurde als Rechtsanwalt zugelassen.[2] Von 2009 bis 2023 war er Partner in der mittelständischen Anwaltskanzlei ebl esch&kramer Rechtsanwälte.[3][4] Er ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.
Politische Laufbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Matthias Hauer ist seit 1994 Mitglied der CDU, seit 2007 im Kreisvorstand und seit 2015 Vorsitzender der CDU Essen.
2004 und 2009 wurde Hauer jeweils als Direktkandidat im Wahlbezirk Bredeney, Schuir, Fischlaken in den Rat der Stadt Essen gewählt. Er gehörte dem Rat der Stadt Essen bis 2013 an und war zuletzt ordnungs- und personalpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion sowie Mitglied des Fraktionsvorstandes. Zuvor war er 5 Jahre lang Mitglied der Bezirksvertretung IX (Werden, Kettwig, Bredeney).
Matthias Hauer war Kreisvorsitzender der Jungen Union (JU) Essen, deren Mitglied der seit 1993 war, Bezirksvorsitzender der JU Ruhrgebiet und Landesjustitiar der JU NRW.
Bei der Bundestagswahl 2009 kandidierte Hauer erstmals im Wahlkreis Essen III für den Bundestag. Er unterlag dabei, konnte aber den Rückstand auf die SPD-Kandidatin Petra Hinz von 10,7 Prozentpunkten auf 2,5 Prozentpunkte verkürzen.
Im August 2025 wurde er zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen gewählt.[5][6]
Abgeordnetentätigkeit
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Hauer ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei der Bundestagswahl 2013 gewann er das Direktmandat im Wahlkreis Essen III, der bis dahin als SPD-Hochburg galt, gegen Petra Hinz (SPD). Dies war bei der Bundestagswahl 2013 das einzige Direktmandat, das die CDU im Ruhrgebiet gewinnen konnte.
Das vorläufige amtliche Endergebnis sah eine Mehrheit von 3 Stimmen für Hauer vor und war damit das knappste Ergebnis, das jemals in einem Bundestagswahlkreis erzielt wurde.[7] Da es bei der Stimmauswertung am Wahltag zu Rechenfehlern gekommen war, beschloss der Kreiswahlausschuss die Neuauszählung der Stimmen. Bei der Neuauszählung wurde jeder Stimmbezirk durch zwei separate Gruppen von Wahlhelfern ausgezählt (sog. 2-Gruppen-Prinzip), um Fehler zu vermeiden.[8] Die Neuauszählung bestätigte das Direktmandat für Hauer, der nun mit 93 Stimmen deutlicher vor der SPD-Kandidatin lag.[9] Hauer wäre ansonsten über die Landesliste der CDU NRW in den Deutschen Bundestag eingezogen.
Bei der Bundestagswahl 2017 konnte Matthias Hauer diesen Erfolg wiederholen und seinen Vorsprung auf den SPD-Kandidaten Gereon Wolters auf über 9500 Stimmen ausbauen.
Im 19. Deutschen Bundestag war Hauer ordentliches Mitglied im Finanzausschuss, sowie im Ausschuss Digitale Agenda. Zudem gehörte er als stellvertretendes Mitglied dem Haushaltsausschuss, dem Ausschuss für Inneres und Heimat und dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie als Obmann der Unionsfraktion dem Wirecard-Untersuchungsausschuss an.[10][11]
Bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 verteidigte er sein Direktmandat ebenfalls gegen Gereon Wolters, allerdings nur noch mit 1030 Stimmen Vorsprung.[12] Es war wieder das einzige CDU-Direktmandat im Ruhrgebiet. In dieser Wahlperiode war er Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Finanzausschuss.[13][14]
Bei der Bundestagswahl 2025 gewann er wieder das Direktmandat mit 35,7 % der Erststimmen vor Albert Ritter (SPD).[15]
Im Zuge der Bildung des Kabinetts Merz wurde er am 6. Mai 2025 zum Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär (CSU), ernannt.[16] Zudem ist Hauer Vorsitzender des Strategiekreises der Nationalen Dekade gegen Krebs sowie Leiter des Steuerungskreis der Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen.[17]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Matthias Hauer auf der Website des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt
- Website von Matthias Hauer
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Matthias Hauer auf abgeordnetenwatch.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Willkommen im Leben! | Matthias Hauer. Abgerufen am 26. Juli 2025.
- ↑ Seite über Matthias Hauer auf der Website des Deutschen Bundestages, abgerufen am 24. September 2013 ( vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive)
- ↑ Matthias Hauer: Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkrecht. esch&kramer, archiviert vom am 24. August 2019; abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Matthias Hauer. Bundestag, abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Parteitag in Bonn: Wüst als Landeschef der NRW-CDU wiedergewählt. WDR, 30. August 2025, abgerufen am 18. August 2026.
- ↑ 47. Landesparteitag der CDU Nordrhein-Westfalen in Bonn – SO! geht kommunal. CDU-NRW, 30. August 2025, abgerufen am 18. August 2026.
- ↑ BILD: "Merkels Drei-Stimmen-Held"
- ↑ Pressemeldung der Stadt Essen ( vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive) vom 27. September 2013
- ↑ Die Welt: "CDU-Kandidat verdreißigfacht Vorsprung in Essen"
- ↑ Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 14. Juni 2020.
- ↑ Union gibt Scholz Mitschuld an Wirecard-Skandal. Spiegel, 22. Juni 2021, abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Essen III geht an Matthias Hauer (CDU). Spiegel, 27. September 2021, abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ "Das stinkt doch zum Himmel!": Union beantragt Finanzausschuss-Sondersitzung zu Scholz' Rolle im Cum-Ex-Skandal. Stern, 23. August 2022, abgerufen am 18. August 2026.
- ↑ Matthias Hauer. Bundestag, abgerufen am 18. August 2026.
- ↑ Bundestagswahl: Essen III (Wahlkreis 119) geht an Matthias Hauer, CDU. WDR, 23. Februar 2025, abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Parlamentarischer Staatssekretär Matthias Hauer. Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, abgerufen am 30. Mai 2025.
- ↑ Postinfektiöse Erkrankungen: Forschungsjahrzehnt soll schnell anlaufen. Deutsches Ärzteblatt, 30. Januar 2026, abgerufen am 18. August 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hauer, Matthias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdB |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1977 |
| GEBURTSORT | Hattingen |