Maximilian von Biegeleben

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Maximilian Leopold Engelbert von Biegeleben, seit 1893 Freiherr von Biegeleben (* 23. Januar 1813 in Darmstadt; † 17. April 1899 ebenda) war ein hessischer und deutscher Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biegeleben stammte aus einer ursprünglich Arnsberger Beamtenfamilie. Er war Sohn von Kaspar Josef von Biegeleben (1766–1842), dieser war zunächst hochrangiger Beamter Kurkölns und später des Großherzogtums Hessen. Seine Mutter Marianne, geborene von Braumann (1783–1843) stammte aus einer Aachener Patrizierfamilie. Sein Bruder war der hessische Diplomat Arnold von Biegeleben, ein anderer Bruder der einflussreiche österreichische Diplomat Ludwig von Biegeleben.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seines Studiums wurde er 1829 Mitglied der Burschenschaft Fäßlianer Heidelberg und der Alten Burschenschaft Germania Gießen.[1]

Wie sein Bruder war er strikt proösterreichisch eingestellt. Bei den Zollvereinsverhandlungen von 1852 war Biegeleben Vertreter des Großherzogtums Hessen. Biegeleben war von 1871 bis 1873 Präsident (Finanzminister) des Finanzministeriums des Großherzogtums Hessen. Zwischen 1874 und 1878 war er für den Wahlkreis Aachen 3 (Stadt Aachen) Mitglied des Reichstags. Er gehörte der Zentrumspartei an.[2] Im Reichstag war er Mitglied der Budgetkommission. Im Jahr 1877 gehörte er auch einer Kommission zur Regelung des Patentrechtes an.

Er war am 23. Januar 1893 durch Großherzog Ernst Ludwig in den erblichen Freiherrnstand erhoben worden. Biegeleben war außerdem Kommandeur I. Klasse des Ludwigsordens sowie Inhaber der Krone zum Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er hatte sich am 20. August 1839 in Breslau mit Emma Elisabeth von Biegeleben (1817–1893) verheiratet. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Elisabeth ∞ 1864 Josef von Biegeleben, Hauptmann
  • Ludwig Maximilian (1849–1921), preußischer Generalmajor
  • Maximilian (1859–1945), Großherzoglich-Hessischer Wirklicher Geheimer Rat und Gesandter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 1: A-E. Heidelberg 1996, S. 97.
  • Hans-Werner Hahn: Wirtschaftliche Integration im 19. Jahrhundert. Göttingen 1982 (Digitalisat)
  • Biegeleben, Ludwig Maximilian, Freiherr von. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 2, 1905, S. 832. (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 1: A-E. Heidelberg 1996, S. 97.
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann. Berlin 1904. S. 182. vgl. auch A. Phillips (Hg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Verlag Louis Gerschel. Berlin 1883. S. 114.