Maya Graf

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Maya Graf (2007)

Maya Graf (* 28. Februar 1962 in Sissach; heimatberechtigt ebenda) ist eine Schweizer Politikerin (GPS). 2012/13 war sie ein Jahr lang Präsidentin des Nationalrates.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maya Graf ist die Tochter des ehemaligen Baselbieter Landrats Fritz Graf (SVP) und hat zwei jüngere Brüder.[1] Nach der obligatorischen Schulzeit in Sissach absolvierte sie von 1978 bis 1981 die Handelsmittelschule und von 1987 bis 1991 die Höhere Fachschule im Sozialbereich beider Basel, die sie als diplomierte Sozialarbeiterin verliess. Von 1991 bis 1993 war sie stellvertretende Leiterin des Durchgangszentrums für Asylsuchende in Pratteln. Von 1994 bis 2001 arbeitete Graf als Sozialarbeiterin einer Behindertenberatungsstelle in Liestal. Seit 2000 ist sie zusammen mit ihrem Bruder Mitbewirtschafterin des familieneigenen Bio-Bauernbetriebes in Sissach.

Graf ist verheiratet und hat zwei Kinder (* 1993 und 1996).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf gehörte von Juli 1988 bis Juni 1995 der Gemeindekommission von Sissach an. Von Juli 1995 bis Mai 2001 war sie Mitglied des Landrates, von 1999 bis 2001 als Präsidentin der grünen Fraktion. Am 5. Juni 2001 rückte sie für die zurückgetretene Ruth Gonseth in den Nationalrat nach und wurde 2003, 2007 und 2011 bestätigt. Vom 1. Mai 2009 bis zum 28. November 2010 war Maya Graf Präsidentin der Grünen Fraktion der Bundesversammlung. Sie gehört seit 2001 der Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturkommission des Nationalrats (WBK-NR) an, von 2007 bis 2009 war sie zusätzlich Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-NR). Im November 2010 wurde Graf zur zweiten, ein Jahr später zur ersten Vizepräsidentin des Nationalrates gewählt. Zu Beginn der Wintersession 2012 wurde sie am 26. November 2012 mit 173 von 183 gültigen Stimmen für ein Jahr als erstes Mitglied der Grünen Partei zur Präsidentin des Nationalrats gewählt.[2] Ihr Nachfolger in diesem Amt wurde Ruedi Lustenberger.

Graf setzt sich unter anderem für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein. Einer ihrer grössten Erfolge war das Ja zur Volksinitiative «für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft» 2005. Bekannt wurde Graf auch durch ihre Rolle im Dokumentarfilm Mais im Bundeshuus (2003). Sie war mehrere Jahre Spielerin im FC Nationalrat. Am 19. Nov. 2014 wurde sie, zusammen mit Nationalrätin Kathrin Bertschy (Grünliberale BE), einstimmig zur Co-Präsidentin des Frauendachverbandes alliance F gewählt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vater Fritz’ Augen leuchten stolz. bazonline.ch, 26. November 2012
  2. Maya Graf wird höchste Schweizerin, NZZ.ch, 26. November 2012, abgerufen am 26. November 2012.
  3. Generationenwechsel bei allianceF (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive) abgerufen am 22. November 2014