Megyn Kelly

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Megyn Kelly (2012)

Megyn Marie Kelly, zeitweise bekannt als Megyn Kendall (* 18. November 1970), ist eine amerikanische Journalistin und Fernsehmoderatorin, die für den konservativen Sender Fox News arbeitet.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Megyn Kelly ist die Tochter des Erziehungswissenschaftlers Edward Kelly, der an der SUNY University at Albany unterrichtete, und seiner Frau Linda, einer Hausfrau mit italienischen Vorfahren. Sie studierte an der Syracuse University Politikwissenschaft und erhielt 1995 den Juris Doctor an der Albany Law School. Fast zehn Jahre lang arbeitete sie als Wirtschaftsanwältin in Großkanzleien in New York City, Chicago und Washington, D.C. Kelly war von 2001 bis zu ihrer Scheidung 2006 mit einem Arzt verheiratet, dessen Nachnamen Kendall sie zu dieser Zeit trug. Seit dem 1. März 2008 ist Kelly mit dem Autor und Unternehmer Douglas Brunt verheiratet. Sie haben drei Kinder.[1]

Medienkarriere[Bearbeiten]

Seit dem Ende ihrer Anwaltstätigkeit 2003 arbeitet Kelly als Journalistin. Zuerst freie Reporterin für die zum Sender ABC gehörende Washingtoner Fernsehstation WJLA-TV, wechselte sie 2004 zum konservativen Nachrichtensender Fox News. Dort wurde Kelly zuerst als Gerichtsreporterin eingesetzt: Sie berichtete beispielsweise über den Tod von William Rehnquist, dem Vorsitzenden Richter des Supreme Court, und über die Anklage gegen Tom DeLay, dem damaligen republikanischen Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus.

Aufgrund ihrer Popularität beim Publikum erhielt Kelly eine eigene Rubrik in der Show von Brit Hume sowie eine eigene, samstags ausgestrahlte Sendung. Zurzeit moderiert Kelly zusammen mit Bill Hemmer die Nachrichtensendung America’s Newsroom, die Fox News werktags zwischen 9.00 und 11.00 Uhr (Ostküstenzeit) aus New York ausstrahlt. Die Washington Post weist in einem Artikel darauf hin, dass der Sender in America’s Newsroom geschickt mit den sexuellen Reizen der Moderatorin spielt, indem er sie in Kostümen moderieren lässt, die den Blick auf ihre langen Beine freigeben („Leggy Meggy“) und sie auf einen freistehenden Moderatorenstuhl setzt, der dem Publikum erlaubt, diese ohne ein die Sicht blockierendes Pult zu betrachten. Seit Oktober 2013 moderiert sie freitags von 21.00 bis 22.00 Uhr (Ostküstenzeit) im Anschluss an Bill O’Reillys bekannte Sendung The O’Reilly Factor ihre eigene Politiksendung The Kelly File, die aus Liveberichterstattung, Hintergrundberichten und Gesprächen zusammengesetzt ist.[2]

Rezeption[Bearbeiten]

Im Dezember 2013 sorgte Megyn Kelly für eine öffentliche Diskussion in den USA, nachdem sie in einer Sendung erklärt hatte, dass Jesus und Santa Claus definitiv „weiß“ gewesen seien.[3] Ihre Stellungnahme war eine Reaktion auf ein Posting der Bloggerin Aisha Harris, die sich gegen eine einseitige Vorstellung des Weihnachtsmannes ausgesprochen hatte. Um das Kriterium der Hautfarbe zu umgehen, hatte Harris als Gedankenspiel vorgeschlagen, die Figur von einem Pinguin darstellen zu lassen.[4] Mehrere Tage später beteuerte Kelly, sie habe nur einen „Witz“ gemacht und werde nun von Menschen angefeindet, die „den sehr mächtigen Fox News Channel“ hassten, keinen Spaß verstünden und „nur das Schlimmste von den Menschen annehmen“.[5]

Im August 2015 brachte sie in der ersten Debatte der republikanischen Bewerber für die US-Präsidentschaft 2016 den Kandidaten Donald Trump in Verlegenheit, indem sie seine früheren frauenfeindlichen Äußerungen thematisierte. Ihre harten Fragen, die Trump aus dem Konzept brachten, trugen ihr weltweite Beachtung und meist zustimmende Kommentare in den Medien ein.[6] So erklärte sie der britische Guardian zur „eigentlichen Siegerin der Debatte“[7] und der Journalist Wolfram Weimer zur „Person der Woche“.[8]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ben Dickinson: How Fox’s Megyn Kelly Got to the Top, and Why She’s Probably There to Stay. In: Elle.com, 20. Januar 2014 (englisch).
  2. The Kelly File. In: FoxNews.com.
  3. Anna Günther: Welche Hautfarbe hat Santa? In: Süddeutsche Zeitung, 16. Dezember 2013; Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCorky Siemaszko: Fox News' Megyn Kelly declares Jesus and Santa were white. In: Daily News. 12. Dezember 2013, abgerufen am 13. Dezember 2013 (englisch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAisha Harris: Santa Claus Should Not Be a White Man Anymore. In: Slate. 10. Dezember 2013, abgerufen am 13. Dezember 2013 (englisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWeiße Weihnachten. In: Spiegel Online. 16. Dezember 2013, abgerufen am 16. Dezember 2013.
  6. Inga Catharina Thomas: Diese Fox-Frau fährt den Republikanern gern über den Mund. In: Die Welt, 10. August 2015.
  7. Nigel M. Smith: Forget Donald Trump – Megyn Kelly Won the Republican Debate. In: The Guardian, 8. August 2015.
  8. Wolfram Weimer: Person der Woche: Die Frau, die Donald Trump stutzt. In: n-tv.de, 11. August 2015.