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Melinda Nadj Abonji

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Melinda Nadj Abonji bei einer Lesung (2011)

Melinda Nadj Abonji (ungarisch Nagy Abonyi Melinda, * 22. Juni 1968 in Bečej, SFR Jugoslawien, heute Serbien) ist eine ungarisch-schweizerische Schriftstellerin. 2010 gewann sie den Deutschen Buchpreis und den Schweizer Buchpreis.

Leben und Wirken

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Die in der Stadt Bečej in der Provinz Vojvodina geborene Melinda Nadj Abonji kam 1973 mit ihren Eltern aus dem damaligen Jugoslawien in die Schweiz. Ihre Familie hatte zur ungarischen Minderheit in Jugoslawien bzw. Serbien gehört. Nadj Abonji beendete ihr Studium an der Universität Zürich 1997 mit einem Lizenziat. Sie hat inzwischen das Schweizer Bürgerrecht erhalten und lebt seit vielen Jahren in Zürich. Als Verfasserin literarischer Texte nahm sie 2004 am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Sie tritt gelegentlich mit dem Rapper Jurczok 1001 als Musikerin mit Gesang und Geige auf.[1] Sie ist Mitglied des Verbandes Autorinnen und Autoren der Schweiz. Sie gestaltete Lesungen in (Solothurner Literaturtage, Internationales Literaturfestival Berlin, Internationales Literaturfestival Leukerbad, Theater La Fourmi Luzern u. a.) und verfasste Beiträge für Literaturzeitschriften (u. a. drehpunkt bei Lenos; manuskripte und entwürfe) und Anthologien.

2010 wurde ihr Roman Tauben fliegen auf veröffentlicht, der autobiographische Elemente enthält. Sie berichtet von einer Familie Kocsis, Angehörige der ungarischen Minderheit im Norden Serbiens wie sie selber, die nach Zürich übersiedelt. Der Roman wurde 2010 sowohl mit dem Deutschen Buchpreis als auch mit den Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.[2] 2017 erschien ihr Roman Schildkrötensoldat,[3] für den sie 2018 den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank erhielt.

Gedruckte Texte (Auswahl)

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  • Voice Beatbox Violin (CD und Kurzprosa, zusammen mit Jurczok 1001). Masterplanet 2006.
  • Jenci. Auf der Kompilation Sounds from Home / La Suisse international. faze records 2006.
  • Verhören. (gemeinsam mit Balts Nill). Intakt Records 2014.
  • Mond? Mond! Eine chorische Erzählung. Uraufgeführt im Theater 611, Luzern, August 2006.
  • Tauben fliegen auf. Uraufgeführt im Luzerner Theater, 10. März 2017.
  • Aus einem Hund wird kein Speck. Radio DRS 2, gesendet am 2. Oktober 2006.

Online-Publikationen

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  • Knopfloch. Ein Einteiler. masterplanet.ch, online seit 20. April 2007
  • Und einmal. masterplanet.ch, online seit 20. April 2007
Commons: Melinda Nadj Abonji – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Überraschung in Frankfurt – Melinda Nadj Abonji erhält Deutschen Buchpreis. Süddeutsche Zeitung vom 5. Oktober 2010.
  2. «Herausragendes literarisches Werk» – Schweizer Buchpreis an Melinda Nadj Abonji, Würdigung in der Neuen Zürcher Zeitung, 14. November 2010.
  3. Autorin Melinda Nadj Abonji: Der Blick zurück ist notwendig (Memento vom 12. September 2017 im Internet Archive), Interview in der Luzerner Zeitung, 9. März 2017.
  4. Grenzgänger-Programm der Robert Bosch Stiftung (Memento des Originals vom 21. September 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Pressemeldung (Memento des Originals vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vom 4. Oktober 2010, abgerufen am 14. Januar 2011.
  6. Schweizer Buchpreis für Nadj Abonji. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) Radio-Interview mit Felix Schneider, anlässlich der Preisverleihung, abgerufen am 14. November 2010.
  7. Kulturelle Auszeichnungen 2010. (Memento des Originals vom 12. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Auf der Website der Stadt Zürich, abgerufen am 2. Dezember 2010.
  8. Melinda Nadj Abonji erhält den Erich Fried Preis 2022. In: buecher.at. 14. September 2022, abgerufen am 14. September 2022.
  9. Leseprobe aus Im Schaufenster im Frühling. (Memento vom 31. Oktober 2010 im Internet Archive) Bei lyrikwelt.de, abgerufen am 14. Januar 2011.
  10. Andrea Diener: Ein Krieg ist ein Krieg, ein Arbeitslager ist ein Arbeitslager. Buchbesprechung auf FAZ.NET vom 10. September 2010, abgerufen am 14. Januar 2011.