Mett

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mett (Begriffsklärung) aufgeführt.
Mettbrötchen mit rohem Mett

Mett (von niederdeutsch Mett für „Speise, Essen“, das auf „Fleisch“ verengt wurde), ist gemäß der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse des Deutschen Lebensmittelbuches[1] ein Synonym für Schweinehackfleisch.[2]

Schweinehackfleisch, Schweinemett, Schweinegehacktes, Schweinegewiegtes enthalten keine weiteren Zutaten; bei „zubereitetem“ Schweinehackfleisch (Hackepeter, Thüringer Mett) werden nur Salz, Zwiebeln und Gewürze verwendet. Es ist vielfach zum Rohverzehr bestimmt; sofern die Erzeugnisse zum Verzehr im durchgegarten Zustand bestimmt sind, wird dies deutlich kenntlich gemacht (z. B. Schweinemett zum Braten). Von besonders hoher Qualität ist Schinkenmett, das aus der Oberschale (dem Schinken) hergestellt wird. Soweit nicht abgepackt, darf Mett gemäß der Lebensmittelhygiene-Verordnung bzw. der Tierischen Lebensmittelhygiene-Verordnung (Tier-LMHV)[3] nur am Herstellungstag verkauft werden.

Die Bezeichnung Hackepeter für gewürztes Mett soll erstmals im Berliner Gasthof Martin in der Landsberger Straße im Jahr 1903 verwendet worden sein.[4]

Rohes Mett wird meist auf Brötchen oder Brot verzehrt, oft mit einer Garnitur aus rohen Zwiebelringen oder -würfeln. Als Bestandteil von kalten Platten und bei kalten Buffets wird Mett zuweilen in Form eines Mettigels (auch als Hackepeter-Igel oder Hackepeterschwein bezeichnet) serviert. Diese Servierform war besonders in den 1950er- bis 1970er-Jahren populär.

Haltbar gemacht wird Mett in Form von Mettwurst, einer kräftig gewürzten und oft geräucherten Rohwurst. Eine ähnliche Zubereitung aus Rinderhack ist Tatar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Mett – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Lebensmittelbuch für Fleisch und Fleischerzeugnisse.
  2. Definition in der Fleischwirtschaft
  3. Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung (PDF; 166 kB).
  4. "Kulturgeschichte der Deutschen Küche" von Peter Peter.