Michaela Engelmeier

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Michaela Engelmeier (2014)

Michaela Barbara Engelmeier (früher Engelmeier-Heite, * 10. Oktober 1960 in Hagen) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war für 4 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages und ist ehemaliges Mitglied der deutschen Judo-Nationalmannschaft der Frauen. Seit August 2018 leitet sie das Büro von Makkabi Deutschland.[1]

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelmeier studierte Wirtschaftswissenschaft und ist staatlich geprüfte und anerkannte Erzieherin. Sie beendete ihr Studium ohne Abschluss.[2] Sie arbeitete als Bezugspädagogin und Judolehrerin an einer Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung in Gummersbach und ist Vizepräsidentin des Landessportbundes NRW. Engelmeier war lange Jahre aktive Leistungssportlerin in der Judo-Bundesliga[3] sowie Mitglied der Deutschen Judo-Nationalmannschaft der Frauen.[4] Sie hat zwei Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2004 ist sie Mitglied im Kreistag des Oberbergischen Kreises. Sie ist stellvertretende Regionalvorsitzende der SPD Mittelrhein und Beisitzerin des Kreisverbandes der SPD Oberberg.

Israel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaela Engelmeier war Mitglied in der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe.

Engelmeier machte wiederholt auf einseitige und tendenziöse Berichterstattung zu Lasten Israels aufmerksam. So kritisierte sie unter anderem die am 15. Mai 2017 auf der Facebookseite von ZDFheute veröffentlichten Kurzdoku „Tag der Nakba“ öffentlich. Der zuständige Intendant entfernte daraufhin den Beitrag von der social-media-Plattform.

Auch im Sport engagiert sich Engelmeier gegen Rassismus und Antisemitismus. So bezog sie bei Vorfällen im Zuge der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 Stellung und forderte das Internationale olympische Komitee auf, sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung zu positionieren.[5]

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005, 2009 und 2013 kandidierte sie im Bundestagswahlkreis Oberbergischer Kreis für den Deutschen Bundestag, unterlag aber jeweils deutlich dem CDU-Kandidaten Klaus-Peter Flosbach. 2013 zog sie jedoch über die SPD-Landesliste für Nordrhein-Westfalen (Listenplatz 18) in den Bundestag ein.[6] Sie war Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion im Sportausschuss[7] sowie Mitglied im SPD-Fraktionsvorstand.

Auf dem Bundesparteitag der SPD in Dresden vom 13. bis 15. November 2009 wurde sie in den Bundesvorstand gewählt. Sie wurde eine von 37 Beisitzern, und ihr wurde der Aufgabenbereich „Kinder, Jugend, Sport und ländlicher Raum“ zugewiesen. Am 5. Dezember 2011 und im Dezember 2013 gelang ihr die Wiederwahl in den Bundesvorstand jeweils im ersten Wahlgang, obwohl die Anzahl der Beisitzer auf 26 verkleinert wurde.[8]

2017 kandidierte sie in ihrem Wahlkreis wieder für den Bundestag, erreichte aber nur 26,7 % und unterlag damit erneut deutlich gegen den CDU-Kandidaten Carsten Brodesser.[9] Aufgrund des verschlechterten Ergebnisses ihrer Partei konnte sie dieses Mal auch nicht wieder über die Landesliste (Listenplatz 20) in den Bundestag einziehen. Sie schied damit aus dem Bundestag aus.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michaela Engelmeier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Klemmer: Makkabi Deutschland: Michaela Engelmeier wird Leiterin des Berliner Büros. In: Oberbergische Volkszeitung. 30. Juli 2018, abgerufen am 31. Juli 2018.
  2. Michaela Engelmeier. SPD, archiviert vom Original am 16. Dezember 2015; abgerufen am 31. Juli 2018: „Studienabbruch nach 7 Semestern“
  3. Michaela Engelmeier-Heite zur Vizepräsidentin wiedergewählt. SPD Oberbergischer Kreis, 17. November 2008, archiviert vom Original am 11. September 2012; abgerufen am 31. Juli 2018.
  4. Reiner Thies: Generationswechsel bei der SPD. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 2. Juni 2005, abgerufen am 31. Juli 2018.
    Christian Sasse: Michaela Engelmeier-Heite (SPD) stellt sich vor. In: NEWS-Oberberg.de. 14. September 2005, archiviert vom Original am 3. September 2014; abgerufen am 31. Juli 2018.
  5. Michaela Engelmeier: Israel. In: michaela-engelmeier.de. 3. April 2017, abgerufen am 13. September 2017.
  6. Bundestagswahl 2013: Ergebnisse Oberbergischer Kreis. Bundeswahlleiter, 2013, abgerufen am 29. September 2017.
  7. Mitglieder Sportausschuss – 18. Bundestag. Deutscher Bundestag, archiviert vom Original am 27. September 2016; abgerufen am 31. Juli 2018.
  8. Wahlergebnisse Parteivorstand. Pressemitteilung der SPD, 5. Dezember 2011, archiviert vom Original am 2. März 2012; abgerufen am 31. Juli 2018.
  9. Bundestagswahl 2017: Ergebnisse Oberbergischer Kreis. Bundeswahlleiter, 2017, abgerufen am 29. September 2017.
  10. Wolfgang Scholl: Radevormwald/Oberberg: Michaela Engelmeier auch nicht über SPD-Liste in Bundestag. In: RP Online. 26. September 2017, abgerufen am 31. Juli 2018.