Micky Maus (Zeitschrift)

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Micky Maus (1951–1993)
Micky Maus-Magazin (seit 1993)
Beschreibung Comic-Publikation
Sprache deutsch
Verlag Egmont Ehapa Media
Erstausgabe 29. August 1951
Erscheinungsweise zweiwöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2017)
69.881 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 2/2017) 70.664 Exemplare
Reichweite (2010[1]) 0,627 Mio. Leser
Chefredakteur Peter Höpfner
Geschäftsführer Klaus Firnig
Weblink micky-maus.de

Die Micky Maus ist eine Comic-Zeitschrift, die seit 1951 im Ehapa-Verlag erscheint und Comics aus der Disney-Produktion enthält, vor allem mit den Figuren Donald Duck, Micky Maus und anderen Bewohnern von Entenhausen. Seit Ausgabe 18/1993 trägt das Heft den Untertitel Magazin.

Von Anfang an nahmen die Geschichten um Donald Duck mehr Seiten ein als die titelgebende Maus. Übersetzt wurden die Geschichten von Erika Fuchs, die bis 1988 Chefredakteurin der Micky Maus war und Aussprüche wie „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ prägte oder den sogenannten Inflektiv („schepper“, „klirr“, „ächz“) schuf.

Die Reihe erschien anfangs monatlich, bis 1955 ergänzt um anfangs unregelmäßig, später ebenfalls monatlich erscheinende Micky Maus Sonderhefte. 1956 wurde die Erscheinungsweise auf zweiwöchentlich erhöht; die Sonderhefte wurden eingestellt. Längere Geschichten, die bisher für die Sonderhefte vorgesehen waren, erscheinen seitdem als Fortsetzungsgeschichten über mehrere Ausgaben verteilt. Mit der Ausgabe 26 im Jahr 1957 wurde auf eine wöchentliche Erscheinungsweise umgestellt. Im Laufe der Jahrzehnte wurde jedoch der Wochentag, an dem die Zeitschrift herausgegeben wird, mehrfach geändert. Seit dem 11. September 2009 ist der Erscheinungstag ein Freitag. Am 4. Januar 2013 erschien zum ersten Mal ein Heft erst nach zwei Wochen, was seither mehrmals im Jahr der Fall war. Am 1. April 2016 (mit der Nummer 14/2016) begann eine regelmäßige Erscheinungsweise von dreimal in vier Wochen, das heißt, jede vierte Woche wird ausgelassen, die davor erscheinende Nummer jedoch als Doppelnummer gezählt. Seit Heft 35/2017 (25. August 2017) erscheint die Zeitschrift regelmäßig alle zwei Wochen.

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als in den meisten nicht-deutschsprachigen Ländern ist nicht Donald Duck die Titelfigur der Disney-Heftreihe, sondern Micky Maus, obwohl dieser nur einen geringen Teil der Seiten einnimmt. Der Grund lag darin, dass Micky 1951 in deutschsprachigen Ländern wesentlich bekannter war.

Während Micky-Maus-Filme in Deutschland schon ab 1930 erfolgreich liefen, wurde dort bis Kriegsende nur ein einziger Trickfilm mit Donald in einer Nebenrolle aufgeführt, weil Disney 1935 den Export weiterer Trickfilme in das Deutsche Reich stoppte.

„Micky Maus Sonderhefte“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich hierbei um Einzelhefte, die nur im Namen den Wortlaut "Micky Maus" bzw. "Micky Maus Sonderhefte" führte. Man kann hierbei also von einer eigenen Heftserie sprechen. Die Idee wurde später als Heftserie Mickyvision[2] ab 1967 weitergeführt und es erschienen danach nur mehr wenige Sonderhefte.[3] Nur im Rahmen der Nachdruck-Serie von Ehapa wurden diese Hefte als weitere Boxen zu den ersten Micky-Maus-Heften dazuveröffentlicht. Ein Großteil dieser Sonderausgaben erfuhr in späteren Jahren eine Wiederveröffentlichung. Diese Hefte sind im Original sehr begehrte Sammelobjekte und sollten nicht mit den Nachdrucken verwechselt werden:[4][5]

  1. 1951-12: Cinderella (Dan Gormley)
  2. 1952-12: Alice im Wunderland (Riley Thompson, Bob Grant)
  3. 1953-04: Micky Maus - Im Land der Riesen (Harvey Eisenberg)
  4. 1953-06: Donald auf Nordpolfahrt (Carl Barks)
  5. 1953-06: Micky Maus, das große Feriensonderheft (Harvey Eisenberg u.a.)
  6. 1953-08: Micky's Gast aus Afrika (Floyd Gottfredson)
  7. 1953-10: Peter Pan (Al Hubbard)
  8. 1953-11: Weihnachtssonderheft (Carl Barks)
  9. 1953-12: Donald Duck und Peter Pan (Dick Moores, Jack Bradbury)
  10. 1954-01: Dagobert Duck der "arme alte Mann" (Carl Barks)
  11. 1954-02: Peter Pan und Käpt'n Huck (Bob Grant)
  12. 1954-03: Klein-Adlerauge (Lee Hooper, Harvey Eisenberg)
  13. 1954-03: Das Schwert und die Rose
  14. 1954-04: Goofy der Meistersheriff (Al Hubbard)
  15. 1954-05: Der kleine Böse Wolf (Harvey Eisenberg)
  16. 1954-06: Das große Ferien-Sonderheft (Harvey Eisenberg, Dick Moores u. a.)
  17. 1954-07: Familie Duck auf Ferienfahrt (Carl Barks)
  18. 1954-08: Micky Maus - Goofy und das Wunderauto (Dick Moores)
  19. 1954-10: Donald Duck und der goldene Helm (Carl Barks)
  20. 1954-11: Micky Maus - Abenteuer aus der Doppelkreuzfarm (Paul Murry)
  21. 1954-11: Weihnachts-Sonderheft (John Morin Bradbury, Paul Murry, Al Hubbard)
  22. 1954-12: Weihnachten für Kummersdorf (Carl Barks)
  23. 1955-01: Micky und Googy in Afrika (Riley Thompson)
  24. 1955-02: Donald Duck - Der Schlangenbeschwörer (Frank McSavage, Carl Barks)
  25. 1955-03: Dagobert Ducks 13 Trillionen (Carl Barks)
  26. 1955-04: Pluto (Paul Murry, Tony Strobl)
  27. 1955-05: Kater Karlo (Al Hubbard, Paul Murry, u.a.)
  28. 1955-06: Das große Ferien-Sonderheft (Phil De Lara, Paul Murry)
  29. 1955-07: Donald Duck im Moorbad (Dick Moores, John Morin Bradbury)
  30. 1955-08: Donald Duck in Honolulu (Tony Strobl, Phil De Lara)
  31. 1955-09: Micky Maus im Wilden Westen (Tony Strobl, Phil De Lara, Paul Murry)
  32. 1955-10: Dagobert Duck (Carl Barks)
  33. 1955-11: Weihnachtssonderheft (Tony Strobl, Frank McSavage)
  34. 1955-12: Donald Duck und die Weihnachtsbäume (Dick Moores, John Morin Bradbury u. a.)

Redaktioneller Teil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ausgaben 1/1956 bis 1/1976 befand sich auf den Mittelseiten der Micky Maus ein redaktioneller Teil, anfangs als MMK Nachrichten (MMK = Micky-Maus-Klub), später MMK Zeitung und MMK Magazin. Aufgrund der Ergebnisse einer Leserbefragung 1975 wurde der redaktionelle Teil nach 993 Heften wieder aus dem Heft genommen. Das letzte MMK Magazin in Ausgabe 1/1976 trug allerdings die Nummer 995, weil 1961 versehentlich die Nummern 216 und 217 übersprungen wurden.

Seit der Ausgabe 15/1990 enthält wieder jede Ausgabe einen (allerdings über das ganze Heft verteilten) redaktionellen Teil, bestehend unter Anderem aus Witzen, TV-Programmhinweisen und werbenden Hinweisen auf andere Disney-Medien.

Mit dem Heft 7/1995 wurde die Rubrik „SPASS TV“ mit ausgewählten Programmempfehlungen auf 10 Seiten quasi als eingearbeitete TV-Zeitschrift eingeführt. Nachdem diese Rubrik in späteren Ausgaben zwischenzeitlich sogar 12 Seiten umfasste, wurde sie dann aber schrittweise auf 6 Seiten reduziert. Ab der Ausgabe 1/1997 hatte die Rubrik „SPASS TV“ nur noch zwei Seiten, bis sie nach dem Heft 9/1998 schließlich ganz aufgegeben wurde.

Im Sommer 2008 berichtete stern.de über den wiederholten Abdruck von „Altherrenwitzen“, in denen überkommene Geschlechterrollen-Klischees transportiert würden, und zitierte dazu eine kritische Stellungnahme der Bremer Landesfrauenbeauftragten Ulrike Hauffe.[6]

Ab Februar 2015 gab es eine Genial-Rubrik, die im Sommer 2016 zu W.O.W. umbenannt wurde.

Beilagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Beilagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ausgabe 29/1958 wurde erstmals eine Sonnenblende aus Pappe beigelegt, vorher waren es meist lose Werbebeilagen, wie die erste 1955 beigelegte Prospekt Gütermann Nähseide.

In den Ausgaben 51/1959 bis 24/1963 gab es je zwei lose beigelegte Papierstreifen mit zusätzlichen Comicseiten. Aus mehreren dieser Streifen konnte man sich ein zusätzliches Comicheft zusammenbasteln. In den Ausgaben 37–48/1966 erschienen nochmals weitere Streifen.

1976 wurde als regelmäßige Beilage ein Bastelbogen eingeführt, der Mitte der 1980er-Jahre nach und nach durch aufwändigere Gimmicks wie Bügelbilder, Schallfolien oder Furzkissen ersetzt wurde.

1999 kaufte der Ehapa-Verlag die Konkurrenz-Comicreihe Yps auf, die zusammen mit einem beiliegenden Gimmick – oftmals ein Kunststoffspielzeug – verschweißt in Folie verkauft wurde. 2000 wurde Yps eingestellt. Micky Maus Ausgabe 28/1999 wurde erstmals ebenfalls mit lose beigelegtem Spielzeug in Folie verschweißt angeboten, was seitdem unregelmäßig wiederholt wird. Auch finden sich bekannte Yps-Gimmicks wie die Urzeitkrebse regelmäßig in der Micky Maus wieder, die allerdings auch bereits in früheren Micky-Maus-Magazinen (z. B. Urzeitkrebse in 6/1994) waren.

Es gibt die Tendenz, dass gewisse Beilagen-Extras sich regelmäßig wiederholen. So wird etwa einmal jährlich ein Detektiv-Set beigelegt, dessen Zusammensetzung meist sehr ähnlich ist. Oft wird auch im Hochsommer, primär vor Beginn der großen Schulferien (Sommerferien), ein Abenteuer-Set oder Survival-Set beigelegt. Außerdem wiederholen sich im Abstand von etwa drei Jahren viele Scherzartikel und Zaubertrick-Gimmicks.

Sammelkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der ersten Ausgabe nach einem grundlegend überarbeiteten Konzept (15/1990; siehe auch oben) wurden zusätzlich zum üblichen Beileger (Gimmick) erstmals Sammelkarten (ca. 8,5 cm x 11,5 cm) beigelegt. Mit wenigen Ausnahmen in 1990 wurde diese Serie über vier Jahre bis zum Heft 26/1994 fortgeführt.

Ab der Ausgabe 27/1994 startete mit der Beilage „Das schlaue Buch“ eine neue Sammelkarten-Serie, die über knapp zwei Jahre bis zum Heft 24/1996 beilag.

Mit dem folgenden Magazin 25/1996 wurde die „Micky Maus Cards Collection“ eingeführt, die allerdings bereits nach 12 Ausgaben (36/1996) wieder eingestellt wurde.

Es folgte mit dem Heft 37/1996 die Sammelserie „Entenhausen von A - Z“ mit allen bekannten Disney-Charakteren aus Entenhausen und Umgebung, die mit der Ausgabe 14/1997 abgeschlossen war.

Danach kam mit dem Micky Maus-Magazin 24/1997 die Fortsetzung der Serie „Das schlaue Buch“ mit Sammelkarten ausschließlich zum Thema „Survival“, für die es ebenfalls einen eigenen Sammelordner als Beilage gab. Zusätzlich wurde diese Serie regelmäßig auch mit redaktionellen Beiträgen zum Thema begleitet. Diese Sammelserie wurde mit der Ausgabe 5/1998 beendet.

Parallel dazu gab es in den Heften 29 - 41/1997 Sammelkarten mit ausgewählten Fußballspielern aus den damaligen Bundesliga-Mannschaften, von 35 - 49/1997 Sammelkarten mit verschiedenen Dinosauriern und außerdem von Ausgabe 46/1997 - 5/1998 unter dem Thema „Stars * Film! TV! Musik!“ Sammelkarten populärer Stars der Zeit, so dass es zwischenzeitlich drei verschiedene Sammelkarten-Serien gleichzeitig gab.

Auch die folgenden Sammelkarten-Serien wurden immer nur über wenige Ausgaben fortgesetzt: So gab es in den zwölf Heften 12 - 23/1998 die Serie „Detektive - Das Handbuch“ und von 32 - 38/1998 die „Entenhausener Münz-Sammlung“ mit sieben kleinen Sammelkarten, auf die verschiedene Spielgeldmünzen (Taler und Kreuzer) aufgeklebt wurden. Mit Ausgabe 16/1999 startete „Die ultimative Cheats-Sammlung“ mit einer Sammelbox und quadratischen Sammelkarten mit Tipps und Tricks zu den zu der Zeit bekanntesten Video- und Konsolenspielen, die mit Heft 30/1999 bereits wieder beendet wurde. Darauf folgte von 40 - 49/1999 eine Sammelserie als Auszug aus dem Guinness-Buch der Rekorde mit einem Sammelbuch „Guinness World Records 2000 - Millennium Collection“. Sogar nur 3 Ausgaben lang gab es von Nr. 2 - 4/2000 die Sammelkarten-Serie „Pokémon - Tipps + Tricks“.

Mit dem Magazin 12/2000 startete die Sammlung „Das schlaue Buch 2000“. Anstelle der sonst üblichen Sammelkarten aus festem Papier (Karton) gab es je Magazin eine Seite mit vier Abschnitten zum Ausschneiden aus unterschiedlichen Themenbereichen. Diese Serie endete mit der Ausgabe 28/2000.

In den Ausgaben 31-38/2014 wurden "Duck Stars"-Karten beigelegt.

Extrahefte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders beliebt unter Kindern waren die Ausgaben, wo als Beilage ein weiteres Heft dabei war, da man quasi doppelt soviel Heft für sein Geld bekam. Mitunter wurde von Ehapa aber bei Ausgaben mit Extraheft der Preis angehoben - nur für Abobezieher gab es keine Mehrkosten. Bei den Extraheften handelte es sich auch um Nachdrucke (siehe unten) oder andere Hefte.[7]

Beilagen „Die schönsten Filme von Walt Disney“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In drei Micky Maus-Magazinen gab es als Beilage jeweils 40-seitige Extrahefte, in denen ausgewählte Disney-Produktionen in Form illustrierter Kurzgeschichten als „Die schönsten Filme von Walt Disney“ präsentiert wurden.

  • 13/1991; Folge 1: Arielle, Bernard & Bianca, Donald beim Golf (Comic), Oliver & Co, Pinocchio, Schneewittchen; zusätzlich ein verkleinertes Filmposter von Arielle
  • 41/1992; Folge 2: Dumbo, Cinderella, Peter Pan, Bernhard & Bianca im Känguruhland, Susi & Strolch, Die Hexe und der Zauberer, Aristocats, Basil - Der große Mäusedetektiv
  • 24/1993; Folge 3: Bambi, Robin Hood, Dschungelbuch, Dornröschen, 101 Dalmatiner, Alice im Wunderland, Die Schöne und das Biest, Cap & Capper

Die Reihenfolge der Kurzgeschichten in diesen Heften weicht jeweils ab von der auf den Titelblättern angegebenen Reihenfolge der Filmtitel.

Beilagen „EXTRA-BLATT“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Bezeichnung „Die witzigste Zeitung für coole Kids!“ gab es im Jahr 2000 in drei Ausgaben eine Beilage „EXTRA-BLATT“, die sich in der Aufmachung an typische Boulevard-Zeitungen anlehnte.

  • 9/2000: Nr. 1 „Sensationell! Erster Gameboy eingepflanzt!“
  • 13/2000: Nr. 2 „Mehr Geld für alle!“
  • 17/2000: Nr. 3 „Endlich! Voll gute Schulausreden!“

Jubiläumsausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Ausgabe Datum
1 1/1951 29. August 1951
500 30/1965 24. Juli 1965
1000 8/1975 22. Februar 1975
1500 38/1984 15. September 1984
2000 16/1994 14. April 1994
2500 47/2003 11. November 2003
3000 24/2013 7. Juni 2013

Ausgaben mit Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10/1986: In diesem Heft gab es als Beilage einen Schlüsselanhänger aus Weichplastik in der Form eines angebissenen Butterkekses. Diese Ausgabe wurde zurückgezogen, weil die Gefahr bestand, dass Kleinkinder Teile dieses Schlüsselanhängers abbeißen und verschlucken könnten.
  • 9/1988: Auf der Titelseite ist mit dem Schauspieler Dieter Hallervorden erstmals eine Realperson und keine Zeichnung aus dem Disney-Universum abgebildet. Hallervorden war maßgeblich an der Produktion des beiliegenden Gimmicks der 1. Mickys Blödel-Platte beteiligt.
  • 23–42/1988: Von diesen Nummern erschien eine eigenständige Österreich-Ausgabe, die andere Titelbilder und auch nicht ganz die gleichen Comics enthielt.
  • 44/1988: Die Ausgabe ist anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Micky Maus“ als Doppel-Heft mit einer als „Jubiläums-Heft“ bezeichneten 32-seitigen Beilage erschienen.
  • 10/1989: In dieser Ausgabe gab es als Beileger 2 Donald-Sticker, obwohl in der Vorwoche im Magazin 9/1989 auf Innenseiten und auf der Rückseite mit Abbildung als Gimmick ein Fitness-Tester angekündigt war.
  • 26/1990: Erstmals wird ein Titelbild auf dem Heftcover verwendet, das bereits bei einem früheren Magazin (21/1987) auf der Titelseite abgebildet war. Das Motiv zeigt Donald in einem schwebenden Zelt, an dessen obere Zeltstange mehrere Luftballons angeknotet sind. Lediglich die Colorierung des Zeltes und einiger Ballons sind nicht identisch.
  • 27/1990: Dieses Magazin ist als Doppel-Heft mit einem 40-seitigen Nachdruck des Comics „Micky Maus und der Geist des Gorillas“ erschienen, der unter dem Originaltitel „In Search of Jungle Treasure“ erstmals zwischen dem 5. April und 7. August 1937 in amerikanischen Tageszeitungen veröffentlicht wurde.
  • 3/1991: In dieser Ausgabe gibt es erstmals als Beilage einen Entenhausen-Poster, das einen umfassenden Stadtplan zeigt, den laut Redaktionsangaben der Erfinder Daniel Düsentrieb gezeichnet hat. Weitere Stadtpläne von Entenhausen folgten als Beilage im Heft 38/1998.
  • 17/1995: In der Fortsetzungsgeschichte „Dagobert Duck - Reise zum Mittelpunkt der Erde“ sind entgegen der sonst üblichen Layout-Prinzipien bei Disney-Comics auf Seite 50 alle 12 Illustrationsfelder (Panel) quadratisch, gleich groß, symmetrisch angeordnet und nahezu identisch coloriert. In diesem Abschnitt (Sequenz) wird der Sturz von Dagobert Duck in einem Erdstollen gezeigt.
  • 32/2000: Diese Ausgabe wurde auf der Titelseite als „Das Milliardenheft“ bezeichnet, da gemäß einem redaktionellen Hinweis auf Seite 3 seit 1951 eine Milliarde Micky-Maus-Magazine verkauft wurden. Aufgrund eines Satz- bzw. Druckfehlers war diese Erläuterung allerdings nicht ganz vollständig.
  • 12/2004: In dieser Ausgabe wird gewarnt, man sollte das Blasrohr aus Ausgabe 11 nicht mehr benutzen, da beim Einatmen die Gefahr steht, zu ersticken.

Vorgänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Dezember 1936 brachte der Schweizer Bollmann-Verlag die erste Ausgabe einer deutschsprachigen Micky Maus Zeitung heraus. Bis Oktober 1937 erschienen in unregelmäßigen Abständen 18 Hefte sowie eine Probenummer.

Sammlerwert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Allgemeinem Deutschen Comic-Preiskatalog (Ausgabe 2010) beträgt der Sammlerwert der ersten Ausgabe von 1951 in sehr gutem Zustand 12.000 Euro. Das Heft befindet sich damit auf Platz 4 der teuersten deutschsprachigen Comichefte. Bereits bei kleineren Beschädigungen (z. B. Knicke), die bei einem über 60 Jahre alten Heft kaum ausbleiben, sinkt der Sammlerwert allerdings erheblich.

Die sogenannte Null-Nummer, ein vierseitiges Werbeblatt, das im August 1951 an Zeitschriftenhändler verteilt wurde, hat denselben Wert. Von diesem Werbeblatt sind nur sehr wenige erhalten gebliebene Exemplare bekannt. Ein Nachdruck erfolgte 2001 in der Zeitschrift Die Sprechblase Nr. 181.

Nachdrucke der ersten Micky Maus-Hefte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdrucke als Heft-Beilage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab August 1985 wurden einigen Ausgaben in unregelmäßiger Folge Nachdrucke der ersten veröffentlichten Micky Maus-Hefte „Walt Disney's Micky Maus - Das bunte Monatsheft“ als Extra-Hefte beigelegt.

  • 32/1985: Micky Maus Nr. 1 - September 1951
  • 14/1986: Micky Maus Nr. 2 - Oktober 1951
  • 7/1987: Micky Maus Nr. 3 - November 1951
  • 50/1987: Micky Maus Nr. 4 - Dezember 1951
  • 14/1988: Micky Maus Nr. 1 - Januar 1952
  • 28/1988: Micky Maus Nr. 2 - Februar 1952
  • 51/1988: Micky Maus Nr. 3 - März 1952

Weil nicht alle Nachdrucke eindeutig als solche gekennzeichnet wurden, werden diese – mittlerweile bis zu 30 Jahre alten – Nachdrucke oft fälschlich für wertvolle Originale gehalten. Man erkennt diese Nachdrucke am fehlenden Preisaufdruck oberhalb der Ausgabennummer und des Erscheinungsmonates auf der Titelseite.

Darüber hinaus wurde ein Nachdruck des ersten Micky-Maus-Heftes bislang noch in zwei weiteren Ausgaben beigelegt.

  • 16/1994: Micky Maus Nr. 1 (Aufdruck „Nachdruck 1994“ auf der Titelseite)
  • 36/2001: Micky Maus Nr. 1 (Aufdruck „Reprint 2001“ auf der Rückseite)

Sonstige Nachdrucke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Nachdrucke der ersten vier Hefte gab es 1988 zusammen in einem Jubiläums-Sonderband und 1999 in der „Micky Maus-Reprint-Kassette - Sonderhefte 3 & Jahrgang 1951“ mit dem Aufdruck „(c) des Reprints 1999 Disney Enterprises, Inc.“ auf der letzten Umschlagseite unten.

Die Hefte aus dem Jahr 1952 wurden bereits 1996 als Nachdrucke veröffentlicht in der „Micky Maus-Reprint-Kassette - Jahrgang 1952“ mit dem Aufdruck „(c) des Reprints 1996 Disney Enterprises, Inc.“ auf der letzten Umschlagseite unten.

In gleicher Form wurden bis 2004 die kompletten Jahrgänge 1951 bis 1957 sowie die Sonderhefte für den Sammlermarkt in geringer Auflage in elf Reprint-Kassetten nachgedruckt. Diese Ausgaben haben einen Nachdruckhinweis auf der Rückseite bzw. unter dem Impressum.

Ab 2000 wurden die ersten Hefte erneut in 12 Büchern nachgedruckt. Jedes Buch enthielt den Nachdruck von sechs Heften. Die Sonderhefte wurden hierbei chronologisch einsortiert.

Auf dem Sammlermarkt werden gelegentlich Hefte angeboten, bei denen der Preisaufdruck nachträglich aufgestempelt oder die Rückseite mit dem Nachdruck-Hinweis abgerissen wurde. Während es sich im ersten Fall um offensichtliche Betrugsversuche handelt, kann ein Heft, dem die Rückseite fehlt, durchaus ein Original sein. Aufschluss darüber kann die Art des Papiers geben, das bei den Nachdrucken ein anderes ist als bei den Originalausgaben. Zudem sind die Nachdrucke meist durch die durchgehende Verwendung von Großbuchstaben in den Sprechblasen erkennbar.

Nachdrucke einzelner Geschichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelne Comics werden seit 1966 in Heftreihen wie Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sonderheft nachgedruckt. Dies betrifft insbesondere die von Carl Barks gezeichneten Donald-Duck-Geschichten. Hierbei werden die Texte oft überarbeitet.

Zeichner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preis und Umfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung des Heft-Preises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ausgabe erschien am 29. August 1951 zum Preis von 75 Pfennig, 4 Schilling, 80 Rappen bzw. für das Saargebiet 75 Francs. Der Preis wurde erstmals 1964 auf 80 Pfennig erhöht, und wird seitdem nahezu jährlich angehoben. Aktuell beträgt der Preis 3,50 € in Deutschland, in Österreich 3,90 € und in der Schweiz 7,00 Fr. (Stand: September 2015). Bei besonderen Beilagen wird der Verkaufspreis für diese Ausgabe angehoben.

Heftumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Anfangsjahren (ab 1951) hatten die Micky-Maus-Hefte üblicherweise 32 Seiten, was nach damaliger Produktionstechnik einer optimalen Ausnutzung eines Druckbogens entsprach. In den Folgejahren wurde der Heftumfang schrittweise erhöht, so dass die Hefte über zwei Jahrzehnte 40 bis 48 Seiten hatten.

Das Magazin 17/1992 hatte als erstes Heft 72 Seiten. Erst das Heft 7/1995 hatte wieder diesen Umfang, wobei 10 Seiten am Ende des Heftes (Seiten 59 - 68) davon auf die neue Rubrik „SPASS TV“ entfielen (siehe auch oben). Auf dem Titel wurde diese Neuerung irreführenderweise mit „SPASS-TV - NEU - Jetzt 16 Seiten mehr...“ beworben.

Der Ehapa-Verlag lobte die Ausgabe 44/1993 auf der Titelseite mit „Über 100 Seiten - Die dickste Micky Maus die es je gab!“ aus. Das Heft hatte zwar nur 56 Seiten mit entsprechender Paginierung, jedoch war diesem ein 48-seitiges Extraheft zum Film „Das Dschungelbuch“ mit eigener Paginierung eingeheftet. - Diese addierende Zählweise wurde allerdings weder bei früheren noch bei späteren Heften angewendet, denen Extrahefte beilagen.

Mitte bis Ende der 1990er-Jahre betrug der Heftumfang in der Regel 64 Seiten.

Anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Micky Maus“ erschien als „Geburtstagsausgabe“ das Heft 42/1998 mit 80 Seiten und wurde auf der Titelseite als „Extra dick!“ ausgelobt.

Als „Die dickste Maus aller Zeiten“ wurde das Magazin 1/2000 vom 29. Dezember 1999 mit 108 Seiten veröffentlicht. In dem Heft war auf den Seiten 31 bis 73 ein 44-seitiger „Extra-Comic-Teil“ mit fortlaufender Paginierung integriert, der neben der Geschichte „Dagobert Duck - Die Jagd nach der Goldmühle“ ein in fünf Kapiteln unterteiltes „Galaktisches Rätsel“ enthielt.

Der Umfang betrug 2000 nahezu ausnahmslos 76 Seiten. 2007 wurde die Seitenzahl auf 68 Seiten verringert. Aktuell (Stand: Ausgabe 40/2015) beträgt die Seitenzahl nur noch 52 Seiten.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflage der ersten Ausgabe betrug 300.000 Exemplare, von denen 135.103 verkauft wurden. 1991 lag die Druckauflage bei über einer Million Exemplaren, von denen rund 650.000 verkauft wurden. Inzwischen sinkt die Auflage wieder, laut IVW 2/2017 werden derzeit pro Ausgabe nur noch 69.881 Exemplare verkauft.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausländische Disney-Comics

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Boemund v. Hunoltstein: 40 Jahre Micky Maus – Die Bilanz in Der Donaldist 75, 1990
  • Die Sprechblase Nr. 181: Micky Maus Spezialausgabe, 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KidsVerbraucherAnalyse 2010 (PDF; 39 kB), aufgerufen am 25. April 2011
  2. Liste der Micky Vision Hefte
  3. Liste der Micky Maus Sonderhefte
  4. Liste der Micky Maus Sonderhefte
  5. Liste der Micky Maus Sonderhefte
  6. Eckhard Stengel: Mickys Altherrenwitze. stern.de, 24. Juli 2008 (abgerufen am 31. August 2008)
  7. Liste der Micky Maus Extrahefte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]