Mima Itō

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Mima Itō Tischtennisspieler
Mima Itō
Itō bei der Tischtennis-Asienmeisterschaft 2017
Andere Schreibweisen: 伊藤 美誠
Nation: JapanJapan Japan
Geburtsdatum: 21. Oktober 2000
Geburtsort: Präfektur Shizuoka
Aktueller Weltranglistenplatz: 3[1] Vorlage:Infobox Tischtennisspieler/Wartung/Lokaler Wert
Bester Weltranglistenplatz: 2 (Apr. 2020)

Mima Itō (jap. 伊藤 美誠, Itō Mima; * 21. Oktober 2000 in Iwata, Präfektur Shizuoka) ist eine japanische Tischtennisspielerin. Mit der japanischen Mannschaft gewann sie 2016 im Alter von 15 Jahren WM-Silber und Olympia-Bronze, im Doppel holte sie 2017 WM-Bronze und 2019 WM-Silber, im Mixed wurde sie 2021 Olympiasiegerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon mit neun Jahren begann Mima Itō, auf internationaler Ebene zu spielen. Mit zehn Jahren gewann sie die Taiwan Junior und Cadet Open und wurde damit zur bis dahin jüngsten Spielerin, der der Gewinn eines ITTF Junior Tour-Turniers gelang. Ein Jahr später besiegte sie die damalige Nummer 50 der Weltrangliste, die Schwedin Matilda Ekholm, daran schlossen sich mehrere Erfolge im Doppel mit Miu Hirano an: Im Jahr 2013 erreichten sie das Halbfinale der Katar Open, was bis dahin ebenfalls keinen anderen Spielerinnen ihres Alters gelungen war.

2014 gewannen sie mehrere Pro Tour-Turniere, wofür sie einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde erhielten[2], und schließlich sogar die Pro Tour Grand Finals in Bangkok. Für Mima Itō folgte 2015 – wieder ein Rekord – durch den Gewinn der German Open in Bremen die erste Goldmedaille in einem Einzelwettbewerb der Pro Tour.[3] Nachdem sie bei ihrer ersten Weltmeisterschaft bis ins Viertelfinale gekommen war, rückte sie im Alter von 14 Jahren im Juni 2015 erstmals in die Top 10 der Weltrangliste vor, indem sie Han Ying und Chen Meng verdrängte und damit Platz 9 erreichte. Bei den Asienmeisterschaften gewann sie mit dem Team und im Doppel die Silbermedaille. Im Dezember holte sie im Doppel mit Miu Hirano Silber bei den World Tour Grand Finals und erhielt den ITTF Breakthrough Star Award.[4]

Im Alter von 15 Jahren nahm sie als Teil des japanischen Teams, das die Silbermedaille gewann, an der Weltmeisterschaft 2016 teil, und holte bei den Olympischen Spielen mit der Mannschaft Bronze. Damit wurde sie zur bis dahin jüngsten olympischen Medaillengewinnerin im Tischtennis.[5] Bei der Weltmeisterschaft 2017 gewann sie Bronze im Doppel mit Hina Hayata. Ihren ersten zweifachen Erfolg errang sie bei den Czech Open 2017, wo sie im Doppel und nach ihrem ersten Sieg über Kasumi Ishikawa im Einzel Gold gewinnen konnte.

Bei der japanischen Meisterschaft im Januar 2018 holte sie alle drei Titel im Einzel, Doppel und Mixed, im Mai wurde sie erneut Vize-Weltmeisterin mit dem Team, wobei sie im ganzen Turnier ungeschlagen blieb. Im Juni siegte sie bei den Japan Open, nachdem sie die Top-10-Spielerinnen Cheng I-Ching, Chen Xingtong und Wang Manyu geschlagen hatte – Chen nach einem 0:3-Rückstand –, und im November bei den Swedish Open. Dort gewann sie gegen Feng Tianwei, nach 1:3-Rückstand gegen Liu Shiwen, nach 0:2 und 6:10-Rückstand mit 4:2 gegen Weltmeisterin Ding Ning[6] und im Finale mit 4:0 gegen die Weltranglistenerste Zhu Yuling, der sie im Schnitt weniger als fünf Punkte pro Satz überließ.[7]

Ende des Jahres bei den Grand Finals holte sie Gold im Doppel mit Hina Hayata,[8] mit der sie im Jahr darauf auch Vize-Weltmeisterin wurde.[9] Im Einzel schied sie bei der WM aber bereits in der dritten Runde gegen Sun Yingsha aus. Bei den Swedish Open 2019 konnte sie mit Wang Manyu und Sun Yingsha erneut mehrere chinesische Topspielerinnen schlagen, bevor sie das Finale nach 3:1-Führung noch mit 3:4 gegen Chen Meng verlor.[10] Bei den Austrian Open folgte Gold nach einem Finalsieg über Zhu Yuling,[11] bei den Grand Finals schied sie im Einzel-Halbfinale gegen Chen Meng aus und holte im Mixed mit Jun Mizutani Silber, nachdem sie das Finale nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren hatten.[12] Nach ihrem Finaleinzug bei den Qatar Open 2020 erreichte sie im April Weltranglistenplatz 2.[13] Beim World Cup holte sie Bronze,[14] wie auch bei den kurz darauf stattfindenden ITTF Finals.[15] 2021 nahm sie an den Olympischen Spielen teil. Im Mixed mit Mizutani gewann sie Gold, nachdem sie im Viertelfinale gegen Patrick Franziska/Petrissa Solja sieben Matchbälle abgewehrt und im Finale gegen Xu Xin/Liu Shiwen einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatten.[16] Im Einzel gewann sie Bronze,[17] mit der Mannschaft Silber,[18] womit sie als einzige Spielerin in allen drei Wettbewerben eine Medaille holen konnte.

Doppelpartnerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufzählung nur bei mindestens drei gemeinsamen Turnieren im Jahr.

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: ITTF-Datenbank[19]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
JPN Asienmeisterschaft 2017 Wuxi CHN letzte 16 Halbfinale Silber Silber
JPN Asienmeisterschaft 2015 Pattaya THA Viertelfinale Silber Silber
JPN Asian Cup 2016 Dubai UAE 6. Platz
JPN Olympische Spiele 2021 Tokio JPN 3. Platz Gold Silber
JPN Olympische Spiele 2016 Rio de Janeiro BRA Bronze
JPN ITTF Challenge Series 2017 Częstochowa POL Gold
JPN WTT Series (Star Contender) 2021 Doha QAT Gold Halbfinale
JPN WTT Series (Contender) 2021 Doha QAT Gold
JPN ITTF World Tour 2020 Doha QAT Silber Gold
JPN ITTF World Tour 2020 Budapest HUN Gold Viertelfinale
JPN ITTF World Tour 2020 Magdeburg GER Viertelfinale Silber
JPN ITTF World Tour 2019 Linz AUT Gold Viertelfinale
JPN ITTF World Tour 2019 Bremen GER Silber Viertelfinale
JPN ITTF World Tour 2019 Stockholm SWE Silber Silber
JPN ITTF World Tour 2019 Olmütz CZE letzte 16 Silber
JPN ITTF World Tour 2019 Panagjurischte BUL Halbfinale Gold
JPN ITTF World Tour 2019 Geelong AUS Halbfinale Silber
JPN ITTF World Tour 2019 Busan KOR Viertelfinale Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2019 Hongkong HKG Silber
JPN ITTF World Tour 2019 Shenzhen CHN Halbfinale Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2019 Doha QAT Viertelfinale Halbfinale Silber
JPN ITTF World Tour 2018 Linz AUT letzte 16 Gold
JPN ITTF World Tour 2018 Stockholm SWE Gold Viertelfinale
JPN ITTF World Tour 2018 Olmütz CZE Viertelfinale Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2018 Panagjurischte BUL letzte 32 Gold
JPN ITTF World Tour 2018 Geelong AUS Viertelfinale Gold
JPN ITTF World Tour 2018 Kitakyūshū JPN Gold Viertelfinale
JPN ITTF World Tour 2018 Shenzhen CHN Halbfinale Halbfinale Silber
JPN ITTF World Tour 2018 Hongkong HKG Halbfinale Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2018 Bremen GER letzte 16 Gold
JPN ITTF World Tour 2017 Stockholm SWE letzte 32 Gold
JPN ITTF World Tour 2017 Olmütz CZE Gold Gold
JPN ITTF World Tour 2017 Panagjurischte BUL Silber Gold
JPN ITTF World Tour 2017 Gold Coast AUS letzte 32 Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2017 Incheon KOR letzte 32 Silber
JPN ITTF World Tour 2016 Linz AUT Gold
JPN ITTF World Tour 2016 Doha QAT letzte 32 Silber
JPN ITTF World Tour 2016 Kuwait City KUW letzte 16 Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2016 Warschau POL letzte 16 Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2016 Zagreb CRO Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2015 Bremen GER Gold letzte 16
JPN ITTF World Tour 2015 Incheon KOR Silber Gold
JPN ITTF World Tour 2015 Zagreb CRO Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2014 Stockholm SWE Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2014 Incheon City KOR Silber
JPN ITTF World Tour 2014 Sydney AUS Halbfinale
JPN ITTF World Tour 2014 Almería ESP letzte 32 Gold
JPN ITTF World Tour 2014 Magdeburg GER letzte 32 Gold
JPN ITTF World Tour 2013 Doha QAT letzte 32 Halbfinale
JPN ITTF Finals 2020 Zhengzhou CHN Halbfinale
JPN ITTF World Tour Grand Finals 2019 Zhengzhou CHN Halbfinale Silber
JPN ITTF World Tour Grand Finals 2018 Incheon KOR letzte 16 Gold Halbfinale
JPN ITTF World Tour Grand Finals 2017 Astana KAZ Viertelfinale Silber
JPN ITTF World Tour Grand Finals 2015 Lissabon POR letzte 16 Silber
JPN ITTF World Tour Grand Finals 2014 Bangkok THA Gold
JPN Weltmeisterschaft 2019 Budapest HUN letzte 32 Silber Viertelfinale
JPN Weltmeisterschaft 2018 Halmstad SWE Silber
JPN Weltmeisterschaft 2017 Düsseldorf GER letzte 16 Halbfinale
JPN Weltmeisterschaft 2016 Kuala Lumpur MAS Silber
JPN Weltmeisterschaft 2015 Suzhou CHN Viertelfinale letzte 32
JPN World Cup 2020 Weihai CHN 3. Platz
JPN World Cup 2016 Philadelphia USA Viertelfinale
JPN World Team Cup 2019 Tokio JPN Silber
JPN World Team Cup 2018 London ENG Silber
JPN Jugend-Weltmeisterschaft 2016 Kapstadt RSA letzte 32 letzte 32 letzte 32 Gold
JPN Jugend-Weltmeisterschaft 2014 Shanghai CHN Viertelfinale Silber Silber
JPN Jugend-Weltmeisterschaft 2013 Rabat MOR Viertelfinale letzte 32 Silber
JPN Jugend-Weltmeisterschaft 2012 Hyderabad IND letzte 16 Viertelfinale Silber
JPN World Junior Circuit 2014 Taipei TPE Gold
JPN World Junior Circuit 2013 Hong Kong HKG Halbfinale
JPN World Junior Circuit 2013 Taipei TPE Gold
JPN World Junior Circuit 2012 Hong Kong HKG Viertelfinale
JPN World Junior Circuit 2011 Taipei TPE Gold
JPN World Junior Circuit Finals 2013 Otocec SLO Silber
JPN World Junior Circuit Finals 2012 Mangilao GUM Silber

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mima Itō – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ITO Mima. ITTF World Ranking. In: ittf.com. Abgerufen am 6. August 2021 (englisch).
  2. Japans Tischtennis-Wunderkinder im Guinness-Buch der Rekorde. In: tt-news.de. Abgerufen am 5. Juni 2015.
  3. Das Rekordkind: Mima Itō auf dem Weg zum Olympiasieg. In: mytischtennis.de. 25. März 2015, abgerufen am 11. Juni 2015.
  4. Star Awards gehen an die Weltranglisten-Ersten. (Memento vom 16. Dezember 2015 im Internet Archive) In: tischtennis.de, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  5. Silbermedaille der DTTB-Damen strahlt wie Gold / Feier im deutschen Haus / Soljas Versprechen. (Memento vom 17. August 2016 im Internet Archive) In: tischtennis.de, abgerufen am 17. August 2016.
  6. Mima Ito recovers again, beats Ding Ning. In: ittf.com. 3. November 2018, abgerufen am 4. November 2018 (englisch).
  7. Fan Zhendong and Mima Ito sparkle on final day in Stockholm. In: ittf.com. 4. November 2018, abgerufen am 4. November 2018 (englisch).
  8. Record books rewritten on drama-filled final day! In: ittf.com. 17. Dezember 2018, abgerufen am 7. Oktober 2019 (englisch).
  9. Sun Yingsha and Wang Manyu clinch gold; full house for China. In: ittf.com. 28. April 2019, abgerufen am 7. Oktober 2019 (englisch).
  10. Wang Chuqin sensational, Mima Ito so close. In: ittf.com. 6. Oktober 2019, abgerufen am 7. Oktober 2019 (englisch).
  11. Japanese teenage star Mima Ito victorious at 2019 ITTF World Tour Platinum Austrian Open. In: ittf.com. 17. November 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  12. Grand Finals: Fan Zhendong und Ma Long ziehen ins Endspiel ein. In: mytischtennis.de. 14. Dezember 2019, abgerufen am 2. Januar 2020.
  13. Weltrangliste: Fan Zhendong zurück an der Spitze. In: mytischtennis.de. 16. April 2020, abgerufen am 18. April 2020.
  14. Halbfinal-Aus gegen die Nummer eins: Han Ying wird Vierte. In: mainpost.de. Main-Post, 10. November 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  15. Five talking points from Day Three at the Bank of Communications 2020 ITTF Finals. In: ittf.com. 21. November 2020, abgerufen am 22. November 2020 (englisch).
  16. Sensation: Ito und Mizutani holen Mixed-Gold! In: mytischtennis.de. 26. Juli 2021, abgerufen am 26. Juli 2021.
  17. Chen Meng ist Olympiasiegerin! mytischtennis.de, 29. Juli 2021, abgerufen am 12. August 2021.
  18. Drittes Gold für China! Damen besiegen Gastgeber. mytischtennis.de, 5. August 2021, abgerufen am 12. August 2021.
  19. ITO Mima (JPN). (Nicht mehr online verfügbar.) In: old.ittf.com. ITTF, archiviert vom Original am 11. Januar 2017; abgerufen am 6. August 2021 (englisch, Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank).