Petrissa Solja

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Petrissa Solja Tischtennisspieler
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtsdatum: 11. März 1994
Geburtsort: Kandel
Spielhand: Linkshänderin
Aktueller Weltranglistenplatz: 27[1]
Bester Weltranglistenplatz: 13 (März 2016)
Aktueller nationaler Ranglistenplatz: 13 [2] (September 2017)
Bester nationaler Ranglistenplatz: 2 (März 2015)

Petrissa Solja (* 11. März 1994 in Kandel) ist eine deutsche Tischtennisspielerin. Im Doppel mit Sabine Winter wurde sie 2013 und 2015 deutsche Meisterin und 2013 Europameisterin, 2015 gewann sie die deutsche Meisterschaft auch im Einzel.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petrissa Solja begann beim TTC Büchelberg mit dem Tischtennissport. Über den BTTF Zweibrücken kam sie 2007 zum TTSV Fraulautern.[3] Bereits in ihrer Jugend erzielte Petrissa Solja nationale und internationale Erfolge. Von 2006 bis 2009 gewann sie die Deutsche Schülermeisterschaft im Einzel und – mit Ausnahme von 2006 – auch im Doppel. Von 2008 bis 2012 wurde sie Deutsche Jugendmeisterin im Einzel, zudem 2012 im Doppel mit Theresa Kraft.[4]

2008 wurde sie Europameisterin der Schüler im Einzel und mit Nadine Sillus im Doppel.[5] Den Titel im Einzel verteidigte sie 2009; 2011 und 2012 wurde sie Zweite. 2011 holte sie den Titel im Doppel mit der Rumänin Bernadette Szocs.[6] Bei den Jugendweltmeisterschaften kam sie 2011 auf Platz fünf und 2012 auf Platz drei.

Erwachsene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde Petrissa Solja für die Europameisterschaft nominiert. Hier kam sie am 13. September zu ihrem ersten Länderspieleinsatz. Im Spiel gegen die Niederlande unterlag sie Elena Timina.[7]

Solja spielte bis 2012 mit der Damenmannschaft des Vereins TTSV Fraulautern in der Bundesliga und wechselte dann nach Österreich zur ASKÖ Linz Froschberg,[8] mit der sie 2013 die Champions League gewann.[9] 2014 kehrte sie in die deutsche Bundesliga zurück und schloss sich dem Ttc berlin eastside an.[10]

2012 wurde sie zur besten deutschen Nachwuchsspielerin sowie zur Spielerin des Jahres gewählt.[11] 2013 gewann sie die deutsche Meisterschaft und die German Open im Doppel mit Sabine Winter. Mit ihr wurde sie im gleichen Jahr auch Europameisterin. Im Finale besiegten sie mit Zhenqi Barthel/Shan Xiaona ein weiteres deutsches Duo mit 4:2. Zum Titelgewinn der deutschen Mannschaft trug sie mit einem gewonnenen Spiel im Halbfinale gegen Tschechien bei. Bei den deutschen Titelkämpfen 2014 unterlag sie mit Sabine Winter im Doppelfinale dem Duo Shan Xiaona/Kristin Silbereisen, 2015 gewann sie sowohl im Einzel als auch, erneut mit Sabine Winter, im Doppel.

Bei der Europameisterschaft 2014 gewann sie mit dem deutschen Team den Titel und siegte dabei in allen ihren fünf Partien. Im selben Jahr nahm sie erstmals am World Cup teil und erreichte das Achtelfinale. Im Februar 2015 unterlag sie beim europäischen Ranglistenturnier Europe TOP-16 im Finale Liu Jia aus Österreich.[12] Bei den Europaspielen 2015 holte sie Mannschaftsgold, zusammen mit Han Ying und Shan Xiaona, ein Erfolg, den das Team bei der Europameisterschaft im selben Jahr wiederholte. Bei ihrer zweiten World Cup-Teilnahme konnte sie unter anderem die Weltranglistensechste Feng Tianwei und Ai Fukuhara, die Nummer 4, besiegen und gewann schließlich die Bronzemedaille.

2016 erreichte sie bei der Weltmeisterschaft mit der Mannschaft das Viertelfinale und erspielte sich dabei eine 5:2-Bilanz, mit Siegen unter anderem gegen Ai Fukuhara (Nummer 4 der Weltrangliste), Kasumi Ishikawa (Nr. 5) und Yang Ha-eun (Nr. 11). Bei den Olympischen Spielen 2016 schied sie im Einzel nach ihrem ersten Spiel in der Runde der letzten 32 aus. Mit der Mannschaft gewann sie die Silbermedaille nach einem 3:2-Sieg gegen Japan im Halbfinale und einer 0:3-Niederlage im Finale gegen das chinesische Team. Im gleichen Jahr wurde sie zusammen mit Shan Xiaona Vize-Europameisterin im Doppel. Im Einzel schied sie im Viertelfinale gegen die Portugiesin Yu Fu aus. Durch ihren zweiten Platz beim Europe Top 16 2017, bei dem sie im Finale, wie schon im EM-Viertelfinale 2015, gegen Li Jie verletzt aufgeben musste, sicherte sie sich erneut einen Startplatz beim World Cup. Bei der Weltmeisterschaft 2017 in Düsseldorf erreichte sie mit ihrem chinesischen Partner Fang Bo das Halbfinale, womit sie die Bronzemedaille gewann. Dort unterlagen sie den späteren Weltmeistern Maharu Yoshimura/Kasumi Ishikawa aus Japan. Im Einzel schied sie frühzeitig gegen die Ungarin Szandra Pergel aus, im Doppel kam sie mit Sabine Winter ins Achtelfinale.

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mutter Dagmar Solja-Andruszko (* 1955) spielte in den 1980er Jahren mit dem ATSV Saarbrücken in der Bundesliga,[13] Vater Pavel Solja hat mehrmals die Pfalzmeisterschaft gewonnen[14] und Schwester Amelie (* 1990) ist ebenfalls Nationalspielerin, seit 2010 für Österreich spielend. Die andere Schwester Susanne (* 1986) erzielte ebenfalls Erfolge im Schülerinnenbereich und spielte ab 2004 in der 2. Bundesliga.[15]

Vor den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro wurde Solja gemeinsam mit der Schwimmerin Isabelle Härle, der Ruderin Julia Lier, der Radsportlerin Nadja Pries und der aus Verletzungsgründen nicht in Rio startenden Stabhochspringerin Katharina Bauer für die deutsche Ausgabe des Playboy fotografiert.[16]

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[17]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
GER  Europameisterschaft  2012  Herning  DEN     letzte 16     
GER Jugend-Europameisterschaft (Junioren) 2011 Kazan RUS Silber Gold
GER  Jugend-Europameisterschaft (Kadetten)  2009  Prag  CZE   Gold  Silber    Gold
GER  Jugend-Europameisterschaft (Kadetten)  2008  Terni  ITA   Gold  Gold     
GER Pro Tour 2017 Incheon KOR letzte 32 Gold
GER Pro Tour 2016 Doha QAT Viertelfinale Viertelfinale
GER Pro Tour 2016 Berlin GER letzte 16 Viertelfinale
GER Pro Tour 2016 Budapest HUN letzte 64 Halbfinale
GER Pro Tour 2015 Bremen GER Silber Gold  
GER Pro Tour 2015 Budapest HUN Viertelfinale Viertelfinale
GER Pro Tour 2014 Ekaterinburg RUS letzte 16 letzte 16
GER Pro Tour 2014 Olomouc CZE letzte 16 letzte 16
GER Pro Tour 2014 Incheon City KOR Viertelfinale
GER Pro Tour 2014 Magdeburg GER letzte 64 Viertelfinale
GER Pro Tour 2014 Doha QAT letzte 16 Halbfinale
GER Pro Tour 2014 Kuwait City KUW letzte 64 letzte 32
GER  Pro Tour  2013  Berlin  GER   letzte 64  Halbfinale     
GER  Pro Tour  2013  Spala  POL   letzte 32  letzte 16     
GER  Pro Tour  2013  Olomouc  CZE   letzte 16  Halbfinale     
GER  Pro Tour  2013  Las Vegas  USA   Viertelfinale       
GER  Pro Tour  2013  Incheon City  KOR   letzte 32  letzte 16     
GER  Pro Tour  2013  Doha  QAT   letzte 32       
GER  Pro Tour  2013  Kuwait City  KUW   letzte 32       
GER  Pro Tour  2013  Wels  AUT   letzte 64  letzte 16     
GER  Pro Tour  2012  Poznan  POL   letzte 32  Viertelfinale     
GER  Pro Tour  2012  Bremen  GER   letzte 64  Gold     
GER  Pro Tour  2012  Olomouc  CZE   letzte 16  Viertelfinale     
GER  Pro Tour  2011  Velenje  SLO   letzte 64  letzte 16     
GER  Pro Tour  2010  Warschau  POL   letzte 64       
GER  Pro Tour  2010  Doha  QAT   letzte 64  letzte 16     
GER  Pro Tour  2009  Bremen  GER   letzte 64       
GER Pro Tour Grand Finals 2016 Doha QAT Viertelfinale
GER Weltmeisterschaft 2016 Kuala Lumpur MAS Viertelfinale
GER Weltmeisterschaft 2014 Tokyo JPN 5. Platz
GER  Weltmeisterschaft  2013  Paris  FRA   letzte 128  letzte 32  letzte 32 
GER World Cup 2015 Sendai JPN Bronze
GER World Cup 2014 Linz AUT letzte 16
GER  Jugend-Weltmeisterschaft  2012  Hyderabad  IND   Halbfinale  Viertelfinale  Halbfinale   
GER  Jugend-Weltmeisterschaft  2012  Hyderabad  IND   Halbfinale  Viertelfinale  Halbfinale   
GER  Jugend-Weltmeisterschaft  2011  Manama  BRN   Viertelfinale  Viertelfinale  Viertelfinale   
GER  Jugend-Weltmeisterschaft  2010  Bratislava  SVK   letzte 16    Viertelfinale   
GER  Jugend-Weltmeisterschaft  2008  Madrid  ESP     Viertelfinale     
GER  World Junior Circuit  2011  Dinklage  GER   Silber       
GER  World Junior Circuit  2010  Seligenstadt  GER   Gold       
GER   WTC-World Team Cup  2013  Guangzhou  CHN         5. Platz 

Verlauf der Position in der Weltrangliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SOLJA-WRL.png

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. old.ittf.com. (abgerufen am 1. September 2017).
  2. Deutsche Rangliste auf mytischtennis.de (kostenlose Anmeldung erforderlich)
  3. Zeitschrift tischtennis, 2007/9 Seite 24
  4. Zeitschrift tischtennis, 2012/5 Seite 25 + 35
  5. Zeitschrift tischtennis, 2008/4 Seite 31
  6. Zeitschrift tischtennis, 2011/8 Seite 20
  7. Zeitschrift tischtennis, 2009/10 Seite 33
  8. Zeitschrift tischtennis, 2012/4 Seite 50 + 2012/6 Regional Süd Seite 3
  9. Gewinn der Champions League mit Linz-Froschberg 2013 (abgerufen am 26. März 2013)
  10. Zeitschrift tischtennis, 2014/6 Seite 23
  11. Zeitschrift tischtennis, 2013/2 Seite 7
  12. Europe Top 16: Petrissa Solja gewinnt Silber, Irene Ivancan erobert Bronze Tischtennis.de, 8. Februar 2015
  13. Zeitschrift DTS, 1984/2 Regionalteil Seite 15
  14. Zeitschrift DTS, 2001/6 regional Südwest Seite 11-12
  15. Zeitschrift DTS, 2001/6 regional Südwest Seite 11-12 + 2004/9 Seite 44
  16. Diese deutschen Olympia-Stars ziehen sich für den "Playboy" aus
  17. Petrissa Solja Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 22. März 2015)