Natzungen

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Natzungen
Koordinaten: 51° 36′ 34″ N, 9° 13′ 59″ O
Höhe: 210 m
Fläche: 14,37 km²
Einwohner: 686 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 34434
Vorwahl: 05645
Karte
Lage von Natzungen in Borgentreich

Natzungen ist ein Stadtteil von Borgentreich im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Natzungen geht auf das Jahr 1036 zurück, als der Bischof Bruno von Würzburg der Würzburger Kirche das Gut Sunrike (Wüstung)(Borgentreich) und seinem Ministerialen Richbold und seiner Frau Richeze zwei Hufe Land in Natesingen schenkte.

Bis in das 15. Jahrhundert hinein gab es sowohl ein Obernatzungen als auch ein Niedernatzungen (nahe dem heutigen Bahnhof Borgholz). Letzteres wurde wahrscheinlich in der Soester Fehde durch die Hussiten, welche auf der Seite des Kölner Erzbischofes Dietrich kämpften, zerstört, so dass nur der Ort Obernatzungen blieb, welches mit dem heutigen Ort Natzungen identisch ist.

Am 1. Januar 1975 wurde die selbständige Gemeinde Natzungen, Amt Borgentreich infolge §35 des Sauerland/Paderborn-Gesetzes in die neue Stadt Borgentreich eingegliedert.[1]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Natzungen hat 686 Einwohnern.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Antoniuskapelle in Natzungen

Pfarrkirche St.Nikolaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nikolauskirche mit im 12./13. Jahrhundert erbautem hohen und massiven, Turm aus Bruchsteinmauerwerk (wahrscheinlich als Fluchtturm genutzt, mit romanischen Fensteröffnungen im Glockengeschoss) und bemerkenswertem Barockaltar, aus der Paderborner Abdinghofkirche hierhin übertragen.

Antoniuskapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Antoniuskappe befindet sich am nordöstlichen Ortsrand und wurde 1763 von der Natzunger Gutsherrenfamilie von Sieghardt errichtet, als Dank für ihre und die Verschonung der Natzunger Bevölkerung im Siebenjährigen Krieg.[3] Damit gehört die Antoniuskapelle zu den Votivkapellen.

Herrenhaus Natzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herrenhaus Natzungen (auch Schloss Natzungen genannt) ist ein denkmalgeschützter, ehemaliger Landadelssitz in Natzungen.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle zwei Jahre findet am zweiten Juli-Wochenende ein Schützenfest in Natzungen statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Sendler (Vorwort), Wilhelm Kuhne, Richard Wilhelms: Natzungen 1036-1986. Hrsg.: Gerhard Sendler. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1987, ISBN 978-3-9801168-2-4.
  • Dr. Hoppe: Natzungen und seine Einwohner in den letzten 300 Jahren. Düsseldorf/Natzungen 1953.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Natzungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 328.
  2. https://www.kreis-hoexter.de/unser-kreis/zahlen-daten-fakten/m_5855
  3. Gerhard Sendler (Vorwort), Wilhelm Kuhne, Richard Wilhelms, Gerhard Sendler (Hrsg.): Natzungen 1036-1986. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1987, ISBN 978-3980116824, S. 105