Netzlast

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Die Netzlast gibt die momentane Auslastung oder eine durchschnittliche Auslastung über einen festgelegten Zeitraum (Stunden, Tage, Wochen) in einem Netz an.

Die Netzlast ist ein einfacher Indikator für die Dimensionierung von Netzwerken. Ist die durchschnittliche Netzlast über einen langen Zeitraum sehr hoch, so kann bei einer stark fluktuierenden Auslastung davon ausgegangen werden, dass die Netzkapazität unzureichend dimensioniert ist.

Rechnernetz[Bearbeiten]

In Rechnernetzen gibt die Netzlast beispielsweise an, wie viel Prozent der tatsächlich verfügbaren Datenübertragungsrate genutzt werden.

Stromnetz[Bearbeiten]

In Stromnetzen gibt die Netzlast an, wie hoch die elektrische Last an einem Stromnetz ist. Zudem werden weitere Netzlasten unterschieden, wie bspw. die Vertikale Netzlast, welche die Übergaben aus den Übertragungsnetzen in die Verteilungsnetze angibt[1].

Im Stromnetz Deutschlands betrug im Winter 2011/2012 die maximale Netzlast etwa 54,5 GW. [2] In diesem Winter wurde die Netzlast besonders intensiv beobachtet und auch öffentlich rezipiert, weil dieser Winter der erste nach dem Atomausstieg 2011 in Deutschland war. Die Regierung Merkel hatte nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima (Japan) die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke sowie für das aufgrund vieler Pannen umstrittene Kernkraftwerk Krümmel (bei Hamburg) vom Netz genommen und ihnen die Betriebserlaubnis entzogen. Das europäische Stromnetz erwies sich auch während der Kältewelle 3. - 7. Woche 2012 als stabil. Die Bundesnetzagentur veröffentlichte einen umfassenden Bericht.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fachartikel Vertikale Netzlast der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., abgerufen am 23. November 2011
  2. http://www.energie-lexikon.info (2. April 2013)
  3. www.bundesnetzagentur.de 3. Mai 2012: Bericht zum Zustand der leitungsgebundenen Energieversorgung im Winter 2011/12 (pdf, 120 S.)