Nikkō

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Nikko ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (1185) Nikko.
Nikkō-shi
日光市
Nikkō
Geographische Lage in Japan
Nikkō (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tochigi
Koordinaten: 36° 43′ N, 139° 42′ OKoordinaten: 36° 43′ 12″ N, 139° 41′ 54″ O
Basisdaten
Fläche: 1.449,87 km²
Einwohner: 81.502
(1. April 2017)
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 09206-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Nikkō
Rathaus
Adresse: Nikkō City Hall
1 Imaichi-Honchō
Nikkō-shi
Tochigi 321-1272
Webadresse: http://www.city.nikko.lg.jp/
Lage Nikkōs in der Präfektur Tochigi
Lage Nikkōs in der Präfektur

Nikkō (jap. 日光市, -shi, dt. Sonnenschein-Stadt) ist eine Stadt in Japan.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nikkō liegt etwa 140 Kilometer nördlich von Tokio in den Bergen der Präfektur Tochigi. 2006 hatte die Stadt Nikkō geschätzte 93.568 Einwohner. Die Fläche von Nikkō beträgt durch Eingemeindungen mittlerweile 1.449,87 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Nikkō beginnt bereits 766 mit der Errichtung des Rinnō-ji-Tempels. In der Edo-Zeit wurden der Nikkō Tōshō-gū, das Tokugawa-Mausoleum und die Nikkō-Landstraße (Nikkō Kaidō) in die Hauptstadt Edo eröffnet, Nikkō stand unter direkter Kontrolle des Shōgunats und zog viele Besucher an. Auch in der Moderne bleiben Touristen aus der Hauptstadtregion wichtig für die Stadt (siehe #Sehenswürdigkeiten). 1890 erhielt Nikkō durch die private Nippon Tetsudō einen ersten Eisenbahnanschluss, die später Nikkō-Linie getaufte Strecke verband Nikkō mit Tochigis Hauptstadt Utsunomiya. 1929 kam die Tōbu-Nikkō-Linie dazu, die auf direkterem Weg in die Stadt Miyashiro in Saitama führt und an die Tōbu-Hauptlinie (Isesaki-Linie bzw. neuerdings Tobu Skytree Line) nach Tokio anschließt.

Die Flagge der alten Stadt Nikkō 1893–2006

Nach der Meiji-Restauration entstand als Nachfolger der Shōgunatsverwaltung von Nikkō 1869 die Präfektur Nikkō (日光県), die 1871 zu Tochigi kam. Ab 1878, als die Kreise reaktiviert und neu geordnet wurden, gehörte Nikkō zum „Kreis Ober-Tsuga“ (Kami-Tsuga-gun) von Tochigi, der aus der Teilung des antiken Kreises Tsuga von Shimotsuke hervorging. Bei der Einführung der heutigen Gemeindeformen 1889 entstand aus dem vormodernen Nikkō und umliegenden Dörfern die [kreisangehörige] Stadt Nikkō (日光町). Daraus wurde unter Zusammenschluss mit dem Dorf Okorogawa am 1. Februar 1954 die [kreisfreie] Stadt Nikkō (日光市). Am 20. März 2006 fusionierte die alte Stadt Nikkō mit der Stadt Imaichi und den kreisangehörigen Gemeinden Ashio, Fujiwara und Kuriyama – technisch entstand dabei eine neue Stadt Nikkō.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die berühmten drei Affen von Nikkō im Tōshō-gū: nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) reden
Heilige Brücke

Nikkō ist ein beliebtes Ausflugsziel für Japaner und ausländische Touristen, da sich hier viele historische Gebäude und Denkmäler befinden, beispielsweise das Mausoleum des Shōgun Tokugawa Ieyasu (Nikkō Tōshō-gū) oder der Nikkō Futarasan-Schrein, ein Shintō-Schrein aus dem Jahr 767. Beide Gebäude und der Rinnō-ji sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden.

An einem kleinen, eher unscheinbaren Gebäude - der Stall der heiligen Pferde des Nikkō Tōshōgū - befindet sich zudem als Fassadenschnitzerei das Wahrzeichen Nikkōs, die drei Affen, die nichts (Böses) sehen, hören und sagen. Inzwischen sind echte Japanmakaken, die in Nikkō als heilig verehrt werden, zu einem Problem geworden. Während sich die Tiere früher in den schneebedeckten japanischen Bergwäldern aufhielten, haben sie sich mittlerweile so stark vermehrt, dass sie auch in menschlicher Umgebung nach Nahrung suchen und Geschäftsleute und Touristen belästigen.

Die Berge westlich der Stadt sind Bestandteil des Nikkō-Nationalparks, in dem sich die Kegon-Fälle, Onsen, der Chūzenji-See und Wanderrouten befinden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Eishockeyteam Nikkō Kobe Ice Bucks (ALIH) hat seine Hauptspielstätte in der Nikkō Kirifuri Ice Arena, in der auch das Division-I-Turnier der Fraueneishockey-WM 2007 stattfand.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Straße:
    • Nikkō-Utsunomiya-Autobahn
    • Nationalstraße 119,120,121,122,352,400,461
  • Zug:

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt als Namensgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 17. November 1927 entdeckte Asteroid (1185) Nikko wurde nach der Stadt benannt[2].

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nikkō – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nikkō-shi: Zeittafeln zur Geschichte der fünf Vorgängergemeinden, Zeittafel zur Geschichte der alten Nikkō-shi, Zeittafel zur Geschichte der alten Imaichi-shi (japanisch)
  2. Dictionary of Minor Planet Names, Band 1 in der Google-Buchsuche