Japan Airlines

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Japan Airlines
日本航空
Logo der Japan Airlines
Boeing 777-300ER der Japan Airlines
IATA-Code: JL
ICAO-Code: JAL
Rufzeichen: JAPANAIR
Gründung: 1925
Auflösung: 1945
Neugründung: 1951
Sitz: Shinagawa, JapanJapan Japan
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Tokio-Haneda

Unternehmensform: K.K.
ISIN: JP3705200008
IATA-Prefixcode: 131
Leitung:
Mitarbeiterzahl: 31.534 (2015)
Fluggastaufkommen: 39,4 Millionen (2014)
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: JAL Mileage Bank
Flottenstärke: 164 (+ 48 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.jal.com

Japan Airlines (JAL; japanisch 株式会社日本航空, Kabushiki-gaisha Nihon Kōkū) ist nach All Nippon Airways die zweitgrößte japanische Fluggesellschaft mit Sitz in Shinagawa und Basis auf dem Flughafen Tokio-Haneda. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld.

Das im Nikkei 225 gelistete Unternehmen heißt offiziell Japan Airlines International und betreibt fünf weitere Tochterfluggesellschaften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Douglas DC-6 der Japan Air Lines im März 1950

Die Geschichte der Japan Airlines und ihrer Vorläufer reicht von der Gründung Mitte der 1920er Jahre über die Eröffnung des Tokioter Flughafens Haneda bis zum Zweiten Weltkrieg. Mit der japanischen Kapitulation im Pazifikkrieg wurde der Flugbetrieb von den Alliierten verboten. Erst 1951 wurde die Fluggesellschaft unter dem Namen Japan Air Lines Co. Ltd. neu gegründet und am 10. Oktober der regionale Flugbetrieb auf der Strecke Tokio-Haneda–Ōsaka offiziell wieder aufgenommen. Nach ihrer vollständigen Privatisierung im Jahre 1987 und der Gründung mehrerer Tochtergesellschaften firmierte das Unternehmen von 26. Juli 2004 bis 1. Oktober 2006 als K.K. Nihon Kōkū (englisch Japan Airlines Corporation) und nannte sich schließlich in Japan Airlines International um.

Im Oktober 2005 gab die Airline bekannt, der Luftfahrtallianz oneworld beizutreten. Dies geschah daraufhin im April 2007.

Im Sommer 2009 geriet JAL in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr richtete eine JAL-Wiederaufbauarbeitsgruppe ein (JAL再生タスクフォース). Am 19. Januar 2010 meldete das Unternehmen mit geschätzten Verbindlichkeiten von 2,3 Billionen Yen Insolvenz an. Im Restrukturierungsprozess sollten rund 15.000 Mitarbeiter entlassen, die Boeing 747-400 durch kostengünstigere Flugzeuge ersetzt, 31 Flugrouten gestrichen und zahlreiche Tochterunternehmen veräußert werden.[2][3] Zugleich erklärte Firmenchef Haruka Nishimatsu seinen Rücktritt. Es handelte sich um die größte Insolvenz eines Unternehmens außerhalb der Finanzindustrie in der japanischen Wirtschaftsgeschichte.[4]

Im Januar 2011 stellte JAL ihr neues Corporate Design vor, welches wieder das bereits von 1959 bis 2002 verwendete Kranich-Logo auf dem Seitenleitwerk der Flugzeuge beinhaltet.[5]

2012 erfolgte nach erfolgreicher Restrukturierung der Börsengang des Unternehmens. JAL löste dabei ANA als gemäß Marktkapitalisierung wertvollste Fluggesellschaft Japans ab.[6][7]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugziele der Japan Airlines

Als Basen dienen die Flughäfen Tokio-Haneda, Tokio-Narita, Kansai und Ōsaka-Itami, letzterer wird nur von innerjapanischen Flügen angeflogen.

Im deutschsprachigen Raum wird täglich Frankfurt von Tokio-Narita aus bedient.[8]

Codesharing

Japan Airlines arbeitet mit 29 Codeshare-Partnern zusammen, darunter einige aus der Oneworld Alliance sowie davon unabhängig mit Air France, Emirates, Alitalia und weiteren allianzunabhängigen Fluggesellschaften.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-800 der Japan Airlines
Boeing 767-300ER der Japan Airlines
Boeing 787-9 der Japan Airlines

Mit Stand Juni 2016 besteht die Flotte der Japan Airlines aus 164 Flugzeugen[9] mit einem Durchschnittsalter von 9,0 Jahren:[10]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[11][12] Anmerkungen Sitzplätze[13]
(First/Business/Eco+/Eco)
Airbus A350-900 18 Auslieferung vsl. ab 2019 - offen -
Airbus A350-1000 13
Boeing 737-400 005 145 (-/20/-/125)
Boeing 737-800 050 mit Winglets ausgestattet 144 (-/12/-/132)
165 (-/20/-/145)
Boeing 767-300 011 261 (-/42/-/219)
Boeing 767-300ER 030 9 mit Winglets ausgestattet 199 (-/24/-/175)
227 (-/30/-/197)
237 (-/30/-/207)
252 (5/42/-/205)
261 (-/42/-/219)
Boeing 777-200 012 375 (14/82/-/279)
Boeing 777-200ER 011 236 (-/42/40/154)
245 (-/56/40/149)
312 (-/28/-/284)
Boeing 777-300 004 500 (-/78/-/422)
Boeing 777-300ER 013 244 (8/49/40/147)
Boeing 787-8 025 161 (-/38/35/88)
186 (-/42/-/144)
Boeing 787-9 003 17 195 (-/44/35/116)
Gesamt 164 48

Ehemalige Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Airbus A300-600R der Japan Airlines im Jahr 2009
Ehemalige Boeing 747-100B der Japan Airlines im Jahr 2003
Ehemalige Douglas DC-8-62 der Japan Airlines im Jahr 1980

In der Vergangenheit setzte Japan Airlines unter anderem folgende Flugzeugtypen ein:

Flugzeugtyp Anzahl Einsatzzeit Anmerkungen
Airbus A300-600R 019 2002–2011
Beechcraft T-34 Mentor 003 1952–1964 Schulflugzeuge
Beechcraft Queen Air 65 004 1964–1969
Beechcraft Super H-18 012 1967–1976
Boeing 727-046 012 1965–1987
Boeing 737-200 009 1978–2002 SWAL
Boeing 747-100F 001 1977–2000 Frachtflugzeug
Boeing 747-300 019
Boeing 747-400 029 1990–2011
Convair CV-880M 009 1961–1970
De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter 004 1973–1994 SWAL
Douglas DC-3 ~20
001
1938+1939
1951
Douglas DC-4(E) 001
011
1938
1952–1964
Douglas DC-6A/B 009 1953–1969
Douglas DC-7C(F) 005 1957–1965
Douglas DC-8-32 004 1960–1974
Douglas DC-8-33 001 1961–1975
Douglas DC-8-53 007 1962–1982
Douglas DC-8-55(AF) 006 1965–1982
Douglas DC-8-61 020 1969–1987
Douglas DC-8-62(F) 015 1968–1987
Martin 2-0-2 005 1951+1952
McDonnell Douglas DC-10-40 020 1976–2005
McDonnell Douglas MD-11 010 1993–2004
McDonnell Douglas MD-90 bis 2013
Mitsubishi G3M2 024 1937–1939
Nakajima AT-2 ~25 1936–1938 Lizenzbau der DC-2
Nakajima AT-3 ~30 1938–1941 Lizenzbau der DC-3
Junkers Ju 86 Z-2 017 1938+1939

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-400 der Japan Transocean Air

Japan Airlines besitzt insgesamt fünf Tochtergesellschaften die mit Stand Juni 2016 62 Flugzeuge betreiben:

Fluggesellschaft aktiv bestellt Flugzeugtypen
Hokkaido Air System 03 Saab 340B
J-Air 26 44 Bombardier CRJ200
Embraer 170/190
Mitsubishi MRJ90
Japan Air Commuter 19 08 ATR 42-600
Bombardier Dash 8Q-400
Saab 340B
Japan Transocean Air 07 11 Boeing 737-400/800
Ryūkyū Air Commuter 07 03 Bombardier Dash 8Q-100/300/400
Gesamt 62 66

Basisdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von 1989 bis 2002
Logo von 2002 bis 2011

Beförderte Passagiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: 29,979 Millionen (davon: 11,266 International/17,756 National)
  • 1999: 32,800 "
  • 2002: 61,160 " (14,640/46,520)
  • 2003: 58,172 " (11,745/46,427)
  • 2004: 59,448 " (14,743/44,705)
  • 2005: 58,035 " (14,187/43,848)
  • 2006: 57,451 " (13,467/43,984)
  • 2007: 55,271 " (13,367/41,904)
  • 2008: 52,858 " (11,704/41,154)
  • 2009: 40,144 " (8,984/31,160)
  • 2011: 35,810 " (6,845/28,965)
  • 2012: 37,545 " (7,525/30,020)
  • 2013: 38,942 " (7,723/31,219)
  • 2014: 39,438 " (7,794/31,644)

Beförderte Fracht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: 1.181.158 Tonnen
  • 2003: 1.189.089 "
  • 2004: 1.255.722 "
  • 2005: 1.221.217 "
  • 2006: 1.229.293 "
  • 2007: 1.213.425 "
  • 2008: 1.127.992 "
  • 2009: 894.907 "

Beförderte Post[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: 115.209 Tonnen
  • 2003: 117.491 "
  • 2004: 116.199 "
  • 2005: 128.334 "
  • 2006: 142.538 "
  • 2007: 131.996 "
  • 2008: 71.723 "
  • 2009: 53.482 "

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsitz der JAL in Tokio

Japan Airlines…

  • bestellte am 16. Juni 1966 als zweite Gesellschaft nach Pan Am die Boeing 747.
  • war die erste asiatische Airline, die ein Großraumflugzeug in Betrieb nahm: die Boeing 747-146 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen JA8101 am 22. April 1970.
  • gilt mit 108 bestellten Exemplaren als größter Kunde der Boeing 747. Zudem ist die Fluggesellschaft die einzige, die mehr als 100 Jumbo-Jets bestellte und alle der drei Sondervarianten Boeing 747-100SR, Boeing 747-300SR und Boeing 747-400D für den japanischen Inlandsverkehr kaufte. Zudem setzte JAL mit Ausnahme der 747-SP und 747-8 alle Varianten der 747 ein.[14]
  • hatte außer der Douglas DC-1 alle Douglas-Zivilmaschinen im Flottenbestand.
  • hatte die größte Douglas-DC-8- und DC-10-Flotte außerhalb der USA.
  • hat an reinen Frachtflugzeugen bisher nur drei verschiedene Flugzeugtypen eingesetzt (Douglas DC-7CF; Douglas DC-8-55F,-62F und Boeing 747-100F,-200F,-400F).
  • stattete in der Zeit von 1960–1989 ihre Düsenverkehrsflugzeuge ausschließlich mit Strahl-Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney aus. Sie war somit eine der wenigen Airlines, die die mit Pratt & Whitney-Triebwerken ausgerüstete DC-10-40 anstatt der meistverkauften DC-10-30 mit General-Electric-Triebwerken betrieb. Die ersten General-Electric-Triebwerke bestellte sie für ihre neuen Boeing 747-400, die ab 1990 zum Einsatz kamen. Seitdem wurden beide Triebwerkshersteller bei Flugzeugneubestellungen bedacht.
  • hat am 5. April 1983 die weltweit zweitgrößte Wartungshalle für Großraumflugzeuge und Triebwerke am Flughafen Tokio-Haneda in Betrieb genommen. United Airlines betreibt die weltgrößte Wartungshalle.
  • hat seit 1990 am Flughafen Tokio-Narita eine eigene vollautomatische Flugzeug-Waschstraße für ihre Großraumjets. Eine Jumbo-Jet Außenreinigung dauert 30 Minuten. Diese Anlage war die erste weltweit.
  • hatte im Gründungsjahr 1951 298 Beschäftigte, 1962: 5.000, 1963: 8.000, am 31. März 1985: 20.485, 31. März 1999: 18.974 Mitarbeiter.
  • hat mit durchschnittlich nur 19.000–20.000 Beschäftigten seit 15 Jahren das günstigste Verhältnis Passagierkilometer/Mitarbeiter aller großen Airlines.
  • ist laut Flightstats seit Jahren eine der pünktlichsten großen Airlines der Welt.
  • verkaufte im April 1988 eine 747 an die NASA. Nach dem Umbau zum Shuttle Carrier Aircraft wurde sie auf N911NA registriert und transportierte bis 2011 das Space Shuttle huckepack vom Landeplatz in Kalifornien zurück zum Startkomplex in Florida.

Tochterunternehmen der JAL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Tochterunternehmens JAL Hotels

Japan Airlines betreibt mehrere in der Reise- und Luftfahrtbranche angesiedelte Tochterunternehmen:

Ehemalige Tochtergesellschaften

Farbgebung der Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 747-400 der JAL in der Farbgebung von 1989-2002
Boeing 747-400 der JAL in der Farbgebung von 2002-2011
Boeing 777-300ER der JAL in Oneworld-Sonderbemalung
  • 1951–1969 (1. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite aluminium, rot/dunkelblaues Fensterband, Flugzeugtypenbezeichnung auf Seitenleitwerk (z. B. CV-880, DC 8, 727) schwarzer Schriftzug „Japan Air Lines“ in Japanischen Schriftzeichen, ab 1954 zusätzlich noch in internationaler Schreibweise.
  • Anfang 1970–Mai 1989 (2. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite aluminium oder hellgrau, rot/dunkelblaues oder schwarzes Fensterband, roter Tsuru (Kranich) auf Seitenleitwerk, schwarzer Schriftzug „JAPAN AIR LINES“
  • Mai 1989–November 2002 (3. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite hellgrau, graues Rumpfband um die Bugpartie (an den Enden rot), roter Tsuru auf Seitenleitwerk, „JAL“ in schwarzen Großbuchstaben (siehe auch beide Fotos in diesem Artikel)
  • November 2002–2011 (4. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite hellgrau, Logo „Arc of the Sun“ auf Seitenleitwerk, „JAL“ in schwarzen Großbuchstaben. Dieses Farbschema gilt seitdem auch für die Tochtergesellschaften (außer Ryukyu Air Commuter), wobei dann das entsprechende Kürzel der Tochterairline in schwarzen Großbuchstaben angebracht ist. (z. B. 'JAA', 'JTA', 'HAC' usw.)
  • seit Frühjahr 2011 (5. Farbschema): Rumpf komplett weiß mit Schriftzug "JAPAN AIRLINES"; wieder roter Kranich („Tsurumaru“) auf Seitenleitwerk.[5]
Sonderbemalungen

Abweichend zur Standardbemalung gab es ab 1994 bei Japan Airlines verschiedenste Sonder- und Werbe-Designs an den Flugzeugen:

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen/Anzahl Thema
Boeing 747-100SR JA8142 „Disney on Tour/Dream Express“
Boeing 747-100SR/SUD JA8170
Boeing 767-300 JA8397–JA8399
Boeing 747-400 JA8912 „Tokio Disney Sea/Dream Express“
Boeing 747-400D 1
Boeing 747-100 JA8111 „Super Resort Express“
Boeing 747-200 JA8104
JA8131
Boeing 747 7 „Reso’Cha“: Diese Maschinen flogen im Charterdienst (Reso'Cha = Resort Charter) der JALways zu Ferienzielen im Pazifik. Dieses Outfit erstreckte sich in Form eines Blütenmusters in drei unterschiedlichen Farbvarianten gelb, rot oder violett über das gesamte Flugzeug
McDonnell Douglas DC-10-40 1
Boeing 747-400 JA8906 „World Cup 1998“
Boeing 747-400D JA8908 „Adidas Soccer/World Cup 2002“
JA8907 „50 years aniversiary of international Flights“: auf den Rumpfseiten war eine DC-6B von 1954 in Originalgröße aufgemalt
„Dream Skyward Baseball“
Airbus A300-600R JA8377
Boeing 767-300 JA8253 „Expo 2005“
Boeing 747-400 1 „World Cup 2006“
Boeing 777-200ER 1 oneworld
Boeing 777-300ER JA732J
Japan Airlines Cargo
Boeing 747-400F der JAL Cargo 2008
  • generell wie Japan Airlines, jedoch mit Schriftzug
    • „JAPAN AIR LINES CARGO“
    • 1989 bis 1996: „JAL CARGO“
    • 1996 bis 2002: „JAL Super Logistics“, Rumpf bei einigen Flugzeugen aluminium
    • 2002 bis 2010: „JAL Cargo“, Rumpf weiß oder aluminium.
Southwest Air Lines, seit 1993 Japan Transocean Air
  • 1967 bis 1973: wie Japan Airlines, jedoch in japanischer Schrift „Southwest Air Lines“'
  • 1973 bis 1978: Rumpf weiß, rotes und dunkelblaus Fensterband, Rumpfunterseite hellgrau, orange weißes SWAL-Logo auf Seitenleitwerk.
  • 1978 bis 1993: Rumpf weiß, breites oranges Fensterband, Rumpfunterseite hellgrau, Seitenleitwerk orange mit breitem weißen Band, darin das weiß orange SWAL-Logo.
  • 1993 bis 2002: Rumpf Weiß, Unterseite hellgrau, graues Band um die Bugpartie, Schwarzer Schriftzug „JTA“, Seitenleitwerk dunkelrot mit schmalen horizontalen goldfarbenen Streifen.
  • seit 2002: wie Japan Airlines
Ryūkyū Air Commuter
  • Bombardier Dash 8Q-100: Rumpf weiß, mit gelb-blauem Band, Tragflächenoberseiten gelb
  • Bombardier Dash 8Q-300: wie 4. Farbschema der Japan Airlines, jedoch mit „RAC RYUKYU AIR COMMUTER“-Schriftzug
  • Bombardier Dash 8Q-400: wie 5. Farbschema der Japan Airlines, jedoch mit „RYUKYU AIR COMMUTER“-Schriftzug
TDA/Japan Air System
  • Rumpf Weiß, Rumpfunterseite grau, gelb-orange-rot-blaues Band ab unterhalb der Fensterreihe und auf Seitenleitwerk, in weißen Großbuchstaben „TDA“ bzw. ab 1988 „JAS“ auf Seitenleitwerk.
  • davon abweichend erhielten zwei Boeing 777 und acht MD-90 ab 1996 das Rainbow-Design, das es in verschiedenen Versionen gab und von Akira Kurosawa entworfen wurde

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 9. April 1952 – Absturz einer von Northwest Orient Airlines (heute Northwest Airlines) gemieteten Martin 2-0-2 (Luftfahrzeugkennzeichen N93043) am Vulkan Mihara während eines japanischen Inlandsfluges. Alle 37 Personen an Bord kamen ums Leben.[15]
  • 25. April 1961 – Landeunfall der Douglas DC-8-32 JA8003 auf dem Flughafen Tokio-Haneda. Die Maschine brach auseinander und wurde erheblich beschädigt, nach neunmonatiger Wiederherstellung dann aber als DC-8-53 (JA8008) an Japan Airlines zurückgeliefert.
  • 22. November 1968 – Eine Douglas DC-8 (JA8032) schlug bei dichtem Nebel etwa vier Kilometer vor der Landebahn des Flughafens San Francisco auf dem Wasser auf. Alle 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Das Flugzeug wurde später geborgen, repariert und wieder in Dienst gestellt.[16]
  • 24. Juni 1969 – Eine Convair CV-880 (JA8028) verunglückte auf einem Trainingsflug bei Moses Lake (Washington) während eines simulierten Triebwerksausfalls beim Start. Drei der fünf Menschen an Bord kamen ums Leben.[17]
  • 14. Juni 1972 – Die Douglas DC-8-53 JA8012 kollidierte während des Landeanfluges rund 20 km vor dem Flughafen Delhi (Indien) mit einem Hindernis und zerschellte am Boden, wobei 82 der 87 Menschen an Bord sowie 3 am Boden starben.[18]
  • 24. September 1972 – Die Douglas DC-8-53 JA8013 befand sich im Anflug auf den Flughafen Bombay, als die Piloten statt des internationalen Flughafens irrtümlich den kleineren Flugplatz Bombay-Juhu in dessen Nähe ansteuerten. Bei der Landung schoß die Maschine über die mit 1143 m Länge viel zu kurze Landebahn hinaus. Unter den 122 Insassen gab es keine Todesopfer, allerdings wurde das Flugzeug irreparabel beschädigt.[19]
  • 28. November 1972 – Kurz nach dem Start vom Flughafen Moskau-Scheremetjewo verlor die Douglas DC-8-62 (JA8040) plötzlich an Höhe und stürzte zu Boden. 61 Menschen der 76 Menschen an Bord starben.[20]
  • 23. Juli 1973 – Eine Boeing 747-246B der JAL (JA8109) wurde auf einem Flug von Amsterdam nach Tokio von arabischen Terroristen entführt. Während des Fluges wurde eine Handgranate gezündet. Die beschädigte Maschine landete in Flughafen Bengasi (Libyen). Passagiere und Besatzung durften dort von Bord gehen, anschließend wurde das Flugzeug von den Entführern gesprengt.
  • 13. Januar 1977 – Die Douglas DC-8-62AF Frachtmaschine JA8054 erlitt kurz nach dem Start vom Flughafen Anchorage (Alaska) einen Strömungsabriß und stürzte zu Boden. Alle fünf Besatzungsmitglieder der Maschine starben, einschließlich des stark betrunkenen Kapitäns.[21]
  • 27. September 1977 – Die Douglas DC-8-62 JA8051 flog beim Anflug auf den Flughafen Kuala Lumpur-Subang (Malaysia) 6,5 km vor der Landebahn in einen niedrigen Hügel. 34 der 79 Menschen an Bord starben.[22]
  • 9. Februar 1982 – Die Douglas DC-8-61 JA8061 kam beim Landeanflug auf den Flughafen Tokio-Haneda wegen eines Pilotenfehlers (versuchter erweiterter Suizid) vom Landegleitpfad ab und stürzte in die Bucht von Tokio. 24 der 174 Insassen starben (siehe Japan-Air-Lines-Flug 350).
  • 17. September 1982 – Bei der Douglas DC-8-61 JA8048 fielen nach dem Start vom Flughafen Shanghai-Hongqiao (China) wesentliche Hydrauliksysteme aus. Die Piloten kehrten nach Shanghai zurück und führten eine Notlandung durch, bei der das Flugzeug zerstört, aber keiner der 124 Insassen getötet wurde.[23]
  • 12. August 1985 – Absturz einer Boeing 747-SR46 (JA 8119) während eines Inlandsfluges (Japan-Air-Lines-Flug 123) von Tokio nach Osaka. Die Maschine war um 18:12 vom Flughafen Tokio-Haneda gestartet. Auf Grund eines explosionsartigen Ermüdungsbruchs im hinteren Druckschott und gleichzeitigem Ausfall der wichtigen Hydrauliksysteme stürzte die Maschine um 18:56 Uhr aus ca. 2070 Metern Höhe in den Berg Osutaka in der Präfektur Gunma. 520 Menschen starben (alle 15 Besatzungsmitglieder und 505 Passagiere). Nur vier Passagiere überlebten das Unglück. Dies ist die höchste Zahl an Todesopfern in der Geschichte der Zivilluftfahrt beim Absturz eines einzelnen Flugzeugs.
  • 7. Januar 2013 – Die Batterie einer Boeing 787-8 explodierte auf dem Flughafen Boston und das Flugzeug fing Feuer. Die Maschine war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Luft, sondern wurde auf den Flug vorbereitet. Es wurde niemand verletzt.[24]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Japan Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. jal.com – Members of the Board of Directors (englisch)
  2. finanznachrichten.de – Japan Airlines beantragt Insolvenz, 19. Januar 2010
  3. JAL files for bankruptcy in record failure. ¥2 trillion in debt; carrier awaits reconstruction. In: The Japan Times. 19. Januar 2010, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
  4. HandelsblattVorbild GM: Japan Airlines beschließt Insolvenzantrag, 19. Januar 2010 abgerufen am 19. Januar 2010
  5. a b airliners.de – JAL: Rückkehr des Kranichs 19. Januar 2011
  6. Aus Pleite auferstanden: Japan Airlines rechnet nach Börsengang mit mehr Gewinn. In: Handelsblatt. 2. November 2012, abgerufen am 28. Dezember 2014.
  7. Leicht über Ausgabepreis: Japan Airlines fliegt zurück an die Börse. In: Wirtschaftswoche. 19. September 2012, abgerufen am 28. Dezember 2014.
  8. jal.co.jp – International Timetable (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016
  9. airfleets.net – Japan Airlines (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016
  10. airfleets.net – Fleet age Japan Airlines (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016
  11. AirbusOrders & deliveries (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016
  12. BoeingOrders & Deliveries (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016
  13. jal.co.jp – Aircraft (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016
  14. flugrevue.de – Top 10 - Airlines mit der größten Boeing 747-Flotte, 23. Februar 2016
  15. Unfallbericht N93043, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  16. Unfallbericht JA8003, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. Juni 2016.
  17. Unfallbericht JA8028, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  18. Unfallbericht JA8012, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  19. Unfallbericht JA8013, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Dezember 2015
  20. Unfallbericht JA8040, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Dezember 2015
  21. Unfallbericht JA8054, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Dezember 2015
  22. Unfallbericht JA8051, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  23. Unfallbericht JA8048, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  24. Boeing 787: Pannenserie hält Dreamliner am Boden. Abgerufen am 19. Januar 2014: „Am Montag hatte bereits eine andere 787, ebenfalls in Boston, Feuer gefangen. Offenbar war eine Batterie explodiert, die Geräte an Bord mit Strom versorgt. Die US-Transportbehörde NTSB erklärte, das Feuer habe einen schwerwiegenden Schaden im Flugzeug angerichtet.“