Japan Airlines

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Japan Airlines
Logo der Japan Airlines
Boeing 777-300 der JAL in aktueller Bemalung
IATA-Code: JL
ICAO-Code: JAL
Rufzeichen: JAPANAIR
Gründung: 1925
Auflösung: 1945
Neugründung: 1951
Sitz: Shinagawa, JapanJapan Japan
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Tokio-Narita (NRT)

Unternehmensform: Kabushiki kaisha
ISIN: JP3705200008
IATA-Prefixcode: 131
Leitung: Yoshiharu Ueki (CEO & Präsident)[1]
Mitarbeiterzahl: 31.534 (2015)
Fluggastaufkommen: 39,4 Millionen (2014)
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: JAL Mileage Bank
Flottenstärke: 157 (+ 51 Bestellungen)
Ziele: National und International
Website: www.jal.com

Japan Airlines (JAL; jap. 株式会社日本航空, Kabushiki kaisha Nihon Kōkū) ist nach All Nippon Airways die zweitgrößte japanische Fluggesellschaft und Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld.

Das im Nikkei 225 gelistete Unternehmen mit Sitz in Shinagawa heißt offiziell Japan Airlines International und betreibt fünf weitere Tochter-Fluggesellschaften.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Douglas DC-6 der Japan Air Lines im März 1950

Die Geschichte der Japan Airlines und ihrer Vorläufer reicht von der Gründung Mitte der 1920er Jahre über die Eröffnung des Tokioter Flughafens Haneda bis zum Zweiten Weltkrieg. Mit der japanischen Kapitulation im Pazifikkrieg wurde der Flugbetrieb von den Alliierten verboten. Erst 1951 wurde die Fluggesellschaft unter dem Namen Japan Air Lines Co. Ltd. neu gegründet und am 10. Oktober der regionale Flugbetrieb auf der Strecke Tokio-Haneda–Ōsaka offiziell wieder aufgenommen. Nach ihrer vollständigen Privatisierung im Jahre 1987 und der Gründung mehrerer Tochtergesellschaften firmierte das Unternehmen von 26. Juli 2004 bis 1. Oktober 2006 als K.K. Nihon Kōkū (engl. Japan Airlines Corporation) und nannte sich schließlich in Japan Airlines International um.

Im Oktober 2005 gab die Airline bekannt, der Luftfahrtallianz oneworld beizutreten. Dies geschah daraufhin im April 2007.

Im Sommer 2009 geriet JAL in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr richtete eine JAL-Wiederaufbauarbeitsgruppe ein (JAL再生タスクフォース). Am 19. Januar 2010 meldete das Unternehmen mit geschätzten Verbindlichkeiten von 2,3 Billionen Yen Insolvenz an. Im Restrukturierungsprozess sollen rund 15.000 Mitarbeiter entlassen, die Boeing 747-400 durch kostengünstigere Flugzeuge ersetzt, 31 Flugrouten gestrichen und zahlreiche Tochterunternehmen veräußert werden.[2][3] Zugleich erklärte Firmenchef Haruka Nishimatsu seinen Rücktritt. Es handelte sich um die größte Insolvenz eines Unternehmens außerhalb der Finanzindustrie in der japanischen Wirtschaftsgeschichte.[4]

Im Januar 2011 stellte JAL ihr neues Corporate Design vor, welches wieder das bereits von 1959 bis 2002 verwendete Kranich-Logo auf dem Seitenleitwerk der Flugzeuge beinhaltet.[5]

2012 erfolgte nach erfolgreicher Restrukturierung der Börsengang des Unternehmens. JAL löste dabei die ANA als gemäß Marktkapitalisierung wertvollste Fluggesellschaft Japans ab.[6][7]

Flugziele[Bearbeiten]

Von Japan Airlines angeflogene Länder in blau (Stand 2011; Finnland nicht berücksichtigt)

Als Basen dienen die Flughäfen Tokio-Narita, Tokio-Haneda, Osaka-Kansai und Osaka-Itami, letzterer wird nur von innerjapanischen Flügen angeflogen.

JAL besitzt das größte internationale Streckennetz von allen japanischen Fluggesellschaften. Es werden zahlreiche Ziele von JAL und deren Codeshare-Partnern angeflogen, darunter New York, Peking, Los Angeles, Boston, Helsinki, London, Paris, Moskau oder Sydney. In Deutschland wird täglich Frankfurt am Main von Tokio-Narita aus bedient. Im Inland werden 59 Ziele angeflogen.

Codesharing[Bearbeiten]

Darüber hinaus arbeitet Japan Airlines mit 29 Codeshare-Partnern zusammen, darunter einige aus der Oneworld Alliance sowie davon unabhängig mit Air France, Emirates, Alitalia und weiteren allianzunabhängigen Fluggesellschaften.

Flotte[Bearbeiten]

Boeing 777-200 der Japan Airlines
Boeing 787-9 der Japan Airlines
Boeing 767-300ER der Japan Airlines

Japan Airlines[Bearbeiten]

Mit Stand Februar 2016 besteht die Flotte der Japan Airlines aus 157 Flugzeugen[8] mit einem Durchschnittsalter von 9,1 Jahren[9]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[10] Anmerkungen Sitzplätze
(First/Business/Eco+/Eco)
Airbus A350-900 18 Auslieferung vsl. ab 2019[11] - offen -
Airbus A350-1000 13 Auslieferung vsl. ab 2019[11] - offen -
Boeing 737-800 050 erste Auslieferung am 14. November 2006, mit Winglets ausgestattet 144 (-/12/-/132)
165 (-/20/-/145)
Boeing 767-300 012 erste Auslieferung am 25. September 1986 261 (-/42/-/219)
Boeing 767-300ER 030 erste Auslieferung am 19. Mai 2002; 9 mit Winglets ausgestattet 199 (-/24/-/175)
227 (-/30/-/197)
237 (-/30/-/207)
252 (5/42/-/205)
261 (-/42/-/219)
Boeing 777-200 012 erste Auslieferung am 15. Februar 1996 375 (14/82/-/279)
Boeing 777-200ER 011 erste Auslieferung am 11. Juli 2002 245 (-/56/40/149)
312 (-/28/-/284)
Boeing 777-300 004 erste Auslieferung am 28. Juli 1998 500 (-/78/-/422)
Boeing 777-300ER 013 erste Auslieferung am 15. Juni 2004 244 (8/49/40/147)
Boeing 787-8 023 02 erste Auslieferung am 25. März 2012 161 (-/38/35/88)
186 (-/42/-/144)
Boeing 787-9 2 18 erste Auslieferung am 9. Juni 2015 195 (-/44/35/116)
Gesamt 157 51

Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen wurden seit Anfang 2010 mehrere Dutzend Flugzeuge ausgemustert beziehungsweise veräußert, darunter die Airbus A300-600, McDonnell Douglas MD-90 sowie alle Boeing 747,[12][13] die in mehreren Generationen über 40 Jahre lang betrieben wurde.

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Boeing 737-400 der Japan Transocean Air
Bombardier CRJ200 der J-Air

Weitere 67 Flugzeuge werden von Tochtergesellschaften der Japan Airlines betrieben:

Flugzeugtyp aktiv bestellt Fluggesellschaft
Boeing 737-800[14] 1 11 Japan Transocean Air
Boeing 737-400[15] 12 Japan Transocean Air
Bombardier DHC8-Q100[16] 4 Ryūkyū Air Commuter
Bombardier DHC8-Q300[16] 1 Ryūkyū Air Commuter
Bombardier DHC8-Q400[17] 11 Japan Air Commuter
Bombardier DHC8-Q400[16] 1 4 Ryūkyū Air Commuter
Bombardier CRJ200[18] 9 J-Air
Embraer E-Jet[19] 17 23 J-Air
Saab 340B[17] 11 Japan Air Commuter
Mitsubishi Regional Jet[20] 32 J-Air
Gesamt 67 70

Ausgemusterte Flugzeugtypen[Bearbeiten]

(Alte) First Class der JAL
(Alte) Business Class der JAL
(Alte) Premium Economy Class der JAL
(Alte) Economy Class der JAL auf Inlandsflügen

Typ/Anzahl/Einsatzzeit

  • Schulflugzeuge
    • Beechcraft Mentor (3) (1952–1964)
    • Beechcraft Queen Air 65 (4) (1964–1969)
    • Beechcraft Super H-18 (12) (1967–1976)
Flugzeuge bis 1945

Typ/Anzahl/Baujahr

  • Nakajima AT-2 (Lizenzbau DC-2) (~ 25) 1936–1938
  • Nakajima AT-3 (Lizenzbau DC-3) (~ 30) 1938–1941
  • Douglas DC-3 (~ 20) 1938–1939
  • Douglas DC-4E (1 Prototyp) 1938
  • Mitsubishi G3M2 (24) 1937–1939
  • Junkers Ju 86 Z-2 (17) 1938–1939

Basisdaten[Bearbeiten]

Logo von 1989 bis 2002
Logo von 2002 bis 2011

Beförderte Passagiere[Bearbeiten]

  • 1996: 29,979 Mio. (davon: 11,266 International/17,756 National)
  • 1999: 32,800 "
  • 2002: 61,160 " (14,640/46,520)
  • 2003: 58,172 " (11,745/46,427)
  • 2004: 59,448 " (14,743/44,705)
  • 2005: 58,035 " (14,187/43,848)
  • 2006: 57,451 " (13,467/43,984)
  • 2007: 55,271 " (13,367/41,904)
  • 2008: 52,858 " (11,704/41,154)
  • 2009: 40,144 " (8,984/31,160)
  • 2011: 35,810 " (6,845/28,965)
  • 2012: 37,545 " (7,525/30,020)
  • 2013: 38,942 " (7,723/31,219)
  • 2014: 39,438 " (7,794/31,644)

Beförderte Fracht[Bearbeiten]

  • 2002: 1.181.158 Tonnen
  • 2003: 1.189.089 "
  • 2004: 1.255.722 "
  • 2005: 1.221.217 "
  • 2006: 1.229.293 "
  • 2007: 1.213.425 "
  • 2008: 1.127.992 "
  • 2009: 894.907 "

Beförderte Post[Bearbeiten]

  • 2002: 115.209 Tonnen
  • 2003: 117.491 "
  • 2004: 116.199 "
  • 2005: 128.334 "
  • 2006: 142.538 "
  • 2007: 131.996 "
  • 2008: 71.723 "
  • 2009: 53.482 "

Trivia[Bearbeiten]

Der Hauptsitz von JAL in Tokio

Japan Airlines…

  • bestellte am 16. Juni 1966 als zweite Gesellschaft nach Pan Am die Boeing 747.
  • war die erste asiatische Airline, die ein Großraumflugzeug in Betrieb nahm: die Boeing 747-146 (JA 8101) am 22. April 1970.
  • gilt mit 108 bestellten Exemplaren als größter Kunde der Boeing 747. Zudem ist die Fluggesellschaft die einzige, die mehr als 100 Jumbo-Jets bestellte und alle der drei Sondervarianten Boeing 747-100SR, Boeing 747-300SR und Boeing 747-400D für den japanischen Inlandsverkehr kaufte. Zudem setzte JAL mit Ausnahme der 747-SP und 747-8 alle Varianten der 747 ein.[21]
  • hatte außer der Douglas DC-1 alle Douglas-Zivilmaschinen im Flottenbestand: Die DC-2 als Lizenzbau und die DC-3 vor dem Zweiten Weltkrieg, seit der Neugründung die DC-4, DC-6, DC-7, DC-8, DC-10 und MD-11. Die DC-9 kam als letzte Version in Form der MD-90 durch Fusion mit der Japan Air System dazu.
  • hatte die größte Douglas-DC-8- und DC-10-Flotte außerhalb der USA.
  • hat an reinen Frachtmaschinen bisher nur drei verschiedene Flugzeugtypen eingesetzt, nämlich die Douglas DC-7CF, die Douglas DC-8-55F,-62F und die Boeing 747-100F,-200F,-400F.
  • stattete in der Zeit von 1960–1989 ihre Düsenverkehrsflugzeuge ausschließlich mit Strahl-Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney aus. Sie war somit eine der wenigen Airlines, die die mit Pratt & Whitney-Triebwerken ausgerüstete DC-10-40 anstatt der meistverkauften DC-10-30 mit General-Electric-Triebwerken betrieb. Die ersten General-Electric-Triebwerke bestellte die Airline für ihre neuen Boeing 747-400, die ab 1990 zum Einsatz kamen. Seitdem wurden beide Triebwerkshersteller bei Flugzeugneubestellungen bedacht.
  • hat am 5. April 1983 die weltweit zweitgrößte Wartungshalle für Großraumflugzeuge und Triebwerke am Flughafen Tokio-Haneda in Betrieb genommen. United Airlines betreibt die weltgrößte Wartungshalle.
  • hat seit 1990 am Flughafen Tokio-Narita eine eigene vollautomatische Flugzeug-Waschstraße für ihre Großraumjets. Eine Jumbo-Jet Außenreinigung dauert 30 Minuten. Diese Anlage war die erste weltweit.
  • hatte im Gründungsjahr 1951 298 Beschäftigte, 1962: 5.000, 1963: 8.000, am 31. März 1985: 20.485, 31. März 1999: 18.974 Mitarbeiter.
  • hat mit durchschnittlich nur 19.000–20.000 Beschäftigten seit 15 Jahren das günstigste Verhältnis Passagierkilometer/Mitarbeiter aller großen Airlines.
  • ist laut Flightstats seit Jahren eine der pünktlichsten großen Airlines der Welt.
  • verkaufte im April 1988 eine 747 an die NASA. Nach dem Umbau zum Shuttle Carrier Aircraft wurde sie auf N911NA registriert und transportierte bis 2011 das Space Shuttle huckepack vom Landeplatz in Kalifornien zurück zum Startkomplex in Florida.

Tochterunternehmen der JAL[Bearbeiten]

Logo des Tochterunternehmens JAL Hotels

Japan Airlines betreibt mehrere in der Reise- und Luftfahrtbranche angesiedelte Tochterunternehmen:

Ehemalige Tochtergesellschaften

Farbgebung der Flugzeuge[Bearbeiten]

Eine Boeing 747-400 der JAL in der Farbgebung von 1989-2002
Eine Boeing 747-400 der JAL in der Farbgebung von 2002-2011
Eine Boeing 777-300ER der JAL in Oneworld-Sonderbemalung
  • 1951–1969 (1. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite aluminium, rot/dunkelblaues Fensterband, Flugzeugtypenbezeichnung auf Seitenleitwerk (z. B. CV-880, DC 8, 727) schwarzer Schriftzug „Japan Air Lines“ in Japanischen Schriftzeichen, ab 1954 zusätzlich noch in internationaler Schreibweise.
  • Anfang 1970–Mai 1989 (2. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite aluminium oder hellgrau, rot/dunkelblaues oder schwarzes Fensterband, roter Tsuru (Kranich) auf Seitenleitwerk, schwarzer Schriftzug „JAPAN AIR LINES“
  • Mai 1989–November 2002 (3. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite hellgrau, graues Rumpfband um die Bugpartie (an den Enden rot), roter Tsuru auf Seitenleitwerk, „JAL“ in schwarzen Großbuchstaben (siehe auch beide Fotos in diesem Artikel)
  • November 2002-2011 (4. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite hellgrau, Logo „Arc of the Sun“ auf Seitenleitwerk, „JAL“ in schwarzen Großbuchstaben. Dieses Farbschema gilt seitdem auch für die Tochtergesellschaften (außer Ryukyu Air Commuter), wobei dann das entsprechende Kürzel der Tochterairline in schwarzen Großbuchstaben angebracht ist. (z. B. 'JAA', 'JTA', 'HAC' usw.)
  • seit Frühjahr 2011 (5. Farbschema): Rumpf komplett weiß mit Schriftzug "JAPAN AIRLINES"; wieder roter Kranich („Tsurumaru“) auf Seitenleitwerk.[5]

Abweichend zur Standardbemalung gab es ab 1994 bei Japan Airlines verschiedenste Sonder- und Werbe-Designs an den Flugzeugen:

  • „Disney on Tour/Dream Express“: Boeing 747-146SR (JA 8142) und Boeing 747-146SR/SUD (JA 8170) und 3 Boeing 767-346 (JA 8397–JA 8399) ab 1. August 1994
  • „Tokio Disney Sea/Dream Express“: Boeing 747-446 (JA 8912) und zwei Boeing 747-446D
  • „Super Resort Express“: Boeing 747-146 (JA 8111) und Boeing 747-246 (JA 8104, JA 8131) ab 1994
  • „Reso′Cha“: bis zu sieben Boeing 747 und eine DC-10 seit 1994–2010

Diese Flugzeuge flogen im Charterdienst (Reso'Cha = Resort Charter) der JALways zu Ferienzielen im Pazifik. Dieses Outfit erstreckte sich in Form eines Blütenmusters in drei unterschiedlichen Farbvarianten gelb, rot oder violett über das gesamte Flugzeug. Mit der Auflösung der JALways im Jahr 2010 wurden auch die Reso'Cha-Flugzeuge außer Dienst gestellt.

  • „Papa′s“: drei Boeing 737-400 (u. a. JA 8953, JA 8954) der Japan Transocean Airways ab November 1998 (Werbung eines japanischen Bekleidungsunternehmens) mit den Motiven Rhino, Fish, Bird und Shoes.
  • „World Cup 1998“: Boeing 747-446 (JA 8906) von 1997–1998
  • „Adidas Soccer/World Cup 2002“: Boeing 747-446D (JA 8908) 2001/2002
  • „50 years aniversiary of international Flights“ (4. Februar 1954): Boeing 747-446D (JA 8907) 2003/2004 (auf den Rumpfseiten war eine JAL DC-6B von 1954 in Originalgröße aufgemalt)
  • „Dream Skyward Baseball“: Boeing 747-446D (JA 8907) seit 2004; Airbus A300-600R (JA8377) 2003/2004
  • „Expo 2005“: Boeing 767-346 (JA 8253) seit 2004
  • „World Cup 2006“ Boeing 747-446 seit April 2005
  • "OneWorld Alliance" auf einer Boeing 777-300 (nationale Routen) und einer Boeing 777-200ER (auf Routen nach Europa). Dargestellt ist eine halbe Weltkugel.[3]
Japan Airlines Cargo
Eine Boeing 747-400F der JAL Cargo 2005
  • generell wie Japan Airlines, jedoch mit Schriftzug
    • „JAPAN AIR LINES CARGO“
    • 1989 bis 1996: „JAL CARGO“
    • 1996 bis 2002: „JAL Super Logistics“, Rumpf bei einigen Flugzeugen aluminium
    • 2002 bis 2010: „JAL Cargo“, Rumpf weiß oder aluminium.
Southwest Air Lines, seit 1993 Japan Transocean Airways
  • 1967 bis 1973: wie Japan Airlines, jedoch in japanischer Schrift „Southwest Air Lines“'
  • 1973 bis 1978: Rumpf weiß, rotes und dunkelblaus Fensterband, Rumpfunterseite hellgrau, orange weißes SWAL-Logo auf Seitenleitwerk.
  • 1978 bis 1993: Rumpf weiß, breites oranges Fensterband, Rumpfunterseite hellgrau, Seitenleitwerk orange mit breitem weißen Band, darin das weiß orange SWAL-Logo.
  • 1993 bis 2002: Rumpf Weiß, Unterseite hellgrau, graues Band um die Bugpartie, Schwarzer Schriftzug „JTA“, Seitenleitwerk dunkelrot mit schmalen horizontalen goldfarbenen Streifen.
  • seit 2002: wie Japan Airlines
Ryukyu Air Commuter
  • Rumpf weiß, mit gelb-blauem Band, Tragflächenoberseiten gelb.
TDA/Japan Air System
  • Rumpf Weiß, Rumpfunterseite grau, gelb-orange-rot-blaues Band ab unterhalb der Fensterreihe und auf Seitenleitwerk, in weißen Großbuchstaben „TDA“ bzw. ab 1988 „JAS“ auf Seitenleitwerk.
  • davon abweichend erhielten zwei Boeing 777 und acht MD-90 ab 1996 das Rainbow-Design, das es in verschiedenen Versionen gab und von Akira Kurosawa entworfen wurde

Unfälle und Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • 9. April 1952 – Absturz einer von Northwest Orient Airlines (heute Northwest Airlines) gemieteten Martin 2-0-2 (Luftfahrzeugkennzeichen N93043) am Vulkan Mihara während eines japanischen Inlandsfluges. Alle 37 Personen an Bord kamen ums Leben.[22]
  • 25. April 1961 – Landeunfall der Douglas DC-8-32 JA8003 auf dem Flughafen Tokio-Haneda. Die Maschine brach auseinander und wurde erheblich beschädigt, nach neunmonatiger Wiederherstellung dann aber als DC-8-53 (JA8008) an Japan Airlines zurückgeliefert.
  • 22. November 1968 – Eine Douglas DC-8 (JA8032) schlug bei dichtem Nebel etwa vier Kilometer vor der Landebahn des Flughafens San Francisco auf dem Wasser auf. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Das Flugzeug wurde später geborgen, repariert und wieder in Dienst gestellt.[23]
  • 24. Juni 1969 – Eine Convair CV-880 (JA8028) verunglückte auf einem Trainingsflug bei Moses Lake (Washington) während eines simulierten Triebwerksausfalls beim Start. Drei der fünf Menschen an Bord kamen ums Leben.[24]
  • 14. Juni 1972 – Die Douglas DC-8-53 JA8012 kollidierte während des Landeanfluges rund 20 km vor dem Flughafen Delhi (Indien) mit einem Hindernis und zerschellte am Boden, wobei 82 der 87 Menschen an Bord sowie 3 am Boden starben.[25]
  • 24. September 1972 – Die Douglas DC-8-53 JA8013 befand sich im Anflug auf den Flughafen Bombay, als die Piloten statt des internationalen Flughafens irrtümlich den kleineren Flugplatz Bombay-Juhu in dessen Nähe ansteuerten. Bei der Landung schoß die Maschine über die mit 1143 m Länge viel zu kurze Landebahn hinaus. Unter den 122 Insassen gab es keine Todesopfer, allerdings wurde das Flugzeug irreparabel beschädigt.[26]
  • 28. November 1972 – Kurz nach dem Start vom Flughafen Moskau-Scheremetjewo verlor die Douglas DC-8-62 (JA8040) plötzlich an Höhe und stürzte zu Boden. 61 Menschen der 76 Menschen an Bord starben.[27]
  • 23. Juli 1973 – Eine Boeing 747-246B der JAL (JA8109) wurde auf einem Flug von Amsterdam nach Tokio von arabischen Terroristen entführt. Während des Fluges wurde eine Handgranate gezündet. Die beschädigte Maschine landete in Flughafen Bengasi (Libyen). Passagiere und Besatzung durften dort von Bord gehen, anschließend wurde das Flugzeug von den Entführern gesprengt.
  • 13. Januar 1977 – Die Douglas DC-8-62AF Frachtmaschine JA8054 erlitt kurz nach dem Start vom Flughafen Anchorage (Alaska) einen Strömungsabriß und stürzte zu Boden. Alle fünf Besatzungsmitglieder der Maschine starben, einschließlich des stark betrunkenen Kapitäns.[28]
  • 27. September 1977 – Die Douglas DC-8-62 JA8051 flog beim Anflug auf den Flughafen Kuala Lumpur-Subang (Malaysia) 6,5 km vor der Landebahn in einen niedrigen Hügel. 34 der 79 Menschen an Bord starben.[29]
  • 9. Februar 1982 – Die Douglas DC-8-61 JA8061 kam beim Landeanflug auf den Flughafen Tokio-Haneda wegen eines Pilotenfehlers (versuchter erweiterter Suizid) vom Landegleitpfad ab und stürzte in die Bucht von Tokio. 24 der 174 Insassen starben (siehe Japan-Airlines-Flug 350).
  • 17. September 1982 – Bei der Douglas DC-8-61 JA8048 fielen nach dem Start vom Flughafen Shanghai-Hongqiao (China) wesentliche Hydrauliksysteme aus. Die Piloten kehrten nach Shanghai zurück und führten eine Notlandung durch, bei der das Flugzeug zerstört, aber keiner der 124 Insassen getötet wurde.[30]
  • 12. August 1985 – Absturz einer Boeing 747-SR46 (JA 8119) während eines Inlandsfluges (Japan-Airlines-Flug 123) von Tokio nach Osaka. Die Maschine war um 18:12 vom Flughafen Tokio-Haneda gestartet. Auf Grund eines explosionsartigen Ermüdungsbruchs im hinteren Druckschott und gleichzeitigem Ausfall der wichtigen Hydrauliksysteme stürzte die Maschine um 18:56 Uhr aus ca. 2070 Metern Höhe in den Berg Osutaka in der Präfektur Gunma. 520 Menschen starben (alle 15 Besatzungsmitglieder und 505 Passagiere). Nur vier Passagiere überlebten das Unglück. Dies ist die höchste Zahl an Todesopfern in der Geschichte der Zivilluftfahrt beim Absturz eines einzelnen Flugzeugs.
  • 7. Januar 2013 – Die Batterie einer Boeing 787-8 explodierte auf dem Flughafen Boston und das Flugzeug fing Feuer. Die Maschine war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Luft, sondern wurde auf den Flug vorbereitet. Es wurde niemand verletzt.[31]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Japan Airlines – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Members of the Board of Directors
  2. finanznachrichten.de - Japan Airlines beantragt Insolvenz 19. Januar 2010
  3. JAL files for bankruptcy in record failure. ¥2 trillion in debt; carrier awaits reconstruction. In: The Japan Times. 19. Januar 2010, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
  4. Vorbild GM: Japan Airlines beschließt Insolvenzantrag bei handelsblatt.com, 19. Januar 2010 (aufgerufen am 19. Januar 2010)
  5. a b airliners.de - JAL: Rückkehr des Kranichs 19. Januar 2011
  6. Aus Pleite auferstanden: Japan Airlines rechnet nach Börsengang mit mehr Gewinn. In: Handelsblatt. 2. November 2012, abgerufen am 28. Dezember 2014.
  7. Leicht über Ausgabepreis: Japan Airlines fliegt zurück an die Börse. In: Wirtschaftswoche. 19. September 2012, abgerufen am 28. Dezember 2014.
  8. planespotters.net: [1], abgerufen am 1. Februar 2016
  9. [2], abgerufen am 1. Februar 2016
  10. boeing.com - Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 16. Juli 2013
  11. a b http://www.aero.de/news-18302/Airbus-gelingt-mit-A350-der-Durchbruch-in-Japan.html
  12. aero.de - Japan Airlines mustert letzte Boeing 747 aus 1. März 2011
  13. aero.de: JALCARGO stellt Betrieb ihrer Vollfrachter ein 26. März 2010
  14. Boeing 737-800 Bestellung von Japan Transocean Air
  15. Flotte von Japan Transocean Air auf CH-Aviation.com
  16. a b c Flotte von Ryūkyū Air Commuter auf CH-Aviation.com
  17. a b Flotte von Japan Air Commuter auf CH-Aviation.com
  18. Flotte von J-Air auf CH-Aviation.com
  19. Bestellung von J-Air, Centre for Aviation
  20. http://www.aerotelegraph.com/jal-japan-airlines-bestellt-bei-mitsubishi-mrj-und-embraer MRJ-Bestellung
  21. http://www.flugrevue.de/zivilluftfahrt/flugzeuge/top-10-die-groessten-boeing-747-betreiber-platz-1-108-exemplare/591510?seite=11
  22. Unfallbericht N93043, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  23. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  24. Unfallbericht JA8028, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  25. Unfallbericht JA8012, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  26. Unfallbericht JA8013, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Dezember 2015
  27. Unfallbericht JA8040, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Dezember 2015
  28. Unfallbericht JA8054, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Dezember 2015
  29. Unfallbericht JA8051, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  30. Unfallbericht JA8048, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  31. Boeing 787: Pannenserie hält Dreamliner am Boden. Abgerufen am 19. Januar 2014: „Am Montag hatte bereits eine andere 787, ebenfalls in Boston, Feuer gefangen. Offenbar war eine Batterie explodiert, die Geräte an Bord mit Strom versorgt. Die US-Transportbehörde NTSB erklärte, das Feuer habe einen schwerwiegenden Schaden im Flugzeug angerichtet.“