Oberdrees

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Oberdrees
Stadt Rheinbach
Koordinaten: 50° 38′ 24″ N, 6° 55′ 11″ O
Höhe: 160 m ü. NN
Einwohner: 1448 (31. Mrz. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53359
Vorwahl: 02226
Oberdrees (Nordrhein-Westfalen)
Oberdrees

Lage von Oberdrees in Nordrhein-Westfalen

Kirche Sankt Ägidius

Oberdrees ist ein Stadtteil von Rheinbach, aber auch eine Ortschaft im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt rund 3,0 km nordwestlich der Kernstadt an der alten Römerstraße von Niederzier nach Kripp (heute Bundesstraße 266), ein Teilstück der alten Heerstraße von Aachen nach Frankfurt. Südlich des Ortes verlief die Trasse der ehemaligen römischen Wasserleitung von der Eifel nach Köln. Zahlreiche Funde in der Umgebung bezeugen die römische Besiedlung, Teilstücke sind in Rheinbach ausgestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf Dreisa (Oberdrees) in einer Urkunde aus dem Jahre 856. Damals verlieh König Lothar II. einem Vasallen Otbert unter anderem Güter in Oberdrees. In einem Güterverzeichnis der Abtei Prüm aus dem Jahre 893 ist Oberdrees als Dreyse aufgeführt.

Heute erinnern die Straßennamen Frankenstraße und Odinstraße an die fränkische Besiedlung des Ortes.

Oberdrees wurde am 1. August 1969 in die Stadt Rheinbach eingegliedert.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfbild verfügt neben dem alten Dorfkern – hier stehen noch verschiedene Fachwerkhäuser und landwirtschaftliche Gehöfte – auch über eine Siedlung aus der Nachkriegszeit. In den 1970er, 1980er und 1990er Jahren entstanden im Innenbereich und an der Peripherie des Ortes moderate Neubaugebiete. Ferner verfügt Oberdrees über ein kleines Gewerbegebiet.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsausschuss und Vereine veranstalten neben verschiedenen karnevalistischen Höhepunkten auch Dorffeste wie das Maifest, Schützenfest, Straßenfeste, Sommerfest, Kirmes, Herbstmarkt, Sportveranstaltungen, Seniorenfeiern und Weihnachtsfeiern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Rheinbach, Sachgebiet Bürgerbüro, SGL Volker G., Stand 31. Oktober 2014(Gesamteinwohnerzahl: Hauptwohnung = 1364; Nebenwohnung = 86)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 83.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]