Oliver Karbus

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Oliver Karbus

Oliver Karbus (* 30. März 1956 in Bad Ischl) ist ein österreichischer Regisseur, Schauspieler, Autor und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Karbus wurde als Sohn der Schauspielerin Gertrude Karbus, geborene Kügler, und des Architekten Heinz Karbus in Bad Ischl geboren. Er wuchs im Salzkammergut auf und legte 1975 seine Matura am Bad Ischler Realgymnasium ab. Nach seinem Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer wurde er 1977 an der Wiener Schauspielschule Krauss aufgenommen und schloss diese, auch nach einem Privatstudium bei Vera Balser-Eberle, 1979 ab. 1979 lernte er die Schauspielerin Irmgard Sohm kennen. Es entwickelte sich eine langjährige Beziehung. 1984 wurde sein Sohn Kyrill geboren. 1998 heiratete er die Psychologin Christine Pinterich. Aus dieser Ehe wurde 2000 die Tochter Medea geboren. Die Ehe wurde 2003 geschieden. Seit 2004 lebt Oliver Karbus mit der Journalistin und Redakteurin Maria Bullok zusammen in Landshut, Bayern. 2009 kam ihrer beider Tochter Emilia zur Welt.

Schauspielerische Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Schauspielausbildung erfolgte ein Engagement an das Städtebundtheater in Biel / Solothurn in der Schweiz. 1980 ging er auf Europatournee mit dem Theaterensemble "paket". In der Fernsehserie "die 5. Jahreszeit" von Felix Mitterer spielte Oliver Karbus eine Hauptrolle. 1982 erfolgte ein Engagement an das Tiroler Landestheater in Innsbruck, 1983 wechselte er an das oberösterreichische Landestheater in Linz, von dort wurde er 1985 von Schauspieldirektor Hansjörg Utzerath an die Städtischen Bühnen Nürnberg engagiert, wo er unter anderem die Rollen "Fetzer" in Nigel Williams "Klassenfeind","Stoppel" in Utzerath Bearbeitung von "Hitlerjunge Quex", "Voland" in Utzeraths Dramatisierung von Bulgakows "Der Meister und Margaritha", "Alceste" in Molièrs Der Menschenfeind und Leontes in William Shakespeares Wintermärchen spielte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regiearbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1987 wechselte Oliver Karbus nach und nach in das Regiefach. Er übernahm die künstlerische Leitung am Volkstheater Fürth. 1991 inszenierte er am Nürnberger Opernhaus die Fledermaus von Johann Strauß. 1997 inszenierte Oliver Karbus das Wallensteinfestspiele in Altdorf, Franken mit 300 Mitwirkenden. Ab Herbst 1997 wurde er Oberspielleiter am Landestheater Coburg. Seit dem Intendantenwechsel 2001 arbeitet Karbus als freier Regisseur. Unter anderem am Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Karlsruhe, an den Theatern Krefeld-Mönchengladbach, Theater Heilbronn, Landestheater Niederbayern, Theater Augsburg, Tiroler Landestheater Innsbruck, Stadttheater Ingolstadt, Stadttheater Bruneck, Rittner Sommerspiele, Südtirol, TheaterInKempten...

Wichtigste Inszenierungen:

MUSIKTHEATER: WESTSIDE STORY (Bernstein), Landestheater Coburg 1999, DIE FLEDERMAUS (Strauß), Opernhaus Nürnberg 1994, HEIMATLOS - WIRTSHAUSOPER IN EINEM RAUSCH (Prestele/Gruber) Städtische Bühnen Nürnberg 1994, JESUS CHRIST SUPERSTAR (Webber), Landestheater Niederbayern 2005, SHOCKHEADED PETER (Mc Dermot), Tiroler Landestheater 2005

SCHAUSPIEL: SZENEN EINER EHE (Bergmann), Staatstheater Karlsruhe, 2002, DIE RASSEN (Bruckner), Landestheater Coburg, 2001, WOYZECK (Büchner), Landestheater Coburg 2000, HAUTNAH (Marber), Staatstheater Nürnberg, 1999, DER MENSCHENFEIND (Moliere), Stadttheater Bruneck 2002, BETROGEN (Pinter), Landestheater Niederbayern 2009, DIE JUNGFRAU VON ORLEANS (Schiller), Landestheater Niederbayern 2005, WIE ES EUCH GEFÄLLT (Shakespeare) Landestheater Coburg 1997, HAMLET (Shakespeare) Landestheater Niederbayern 2003, Stadttheater Bruneck 2006, DAS WINTERMÄRCHEN (Shakespeare), Tiroler Landestheater 2007, ROMEO UND JULIA (Shakespeare) Tiroler Landestheater 2012, KÖNIG ÖDIPUS, Landestheater Niederbayern 2007, FAUST (Goethe), Landestheater Niederbayern 2010, WAS IHR WOLLT (Shakespeare) Landestheater Niederbayern, 2004, Rittner Sommerspiele 2012, ENIGMA (E. E. Schmitt) TheaterInKempten 2013, LIEBELEI (Schnitzler) Landestheater Niederbayern 2013, DER GWISSENSWURM (Anzengruber) Rittner Sommerspiele 2013, DER VERKAUFTE GROSSVATER, Landestheater Niederbayern 2013, WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF, TheaterInKempten 2014, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, Landestheater Niederbayern 2015, BAAL (Brecht), Landestheater Niederbayern 2016.

Frühe literarische Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel, oder verknüpft mit seinen anderen Tätigkeiten betätigt sich Oliver Karbus sowohl als Literat, Übersetzer und Literaturvermittler. 1972 ist er einer der Mitbegründer der Literaturzeitschrift „Pensum Literarum“ im Salzkammergut, in der er bis 1975 kontinuierlich Gedichte und Kurzprosa veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen in österreichischen Literaturzeitschriften, wie die Rampe, Sterz (Zeitschrift) oder projekt-il sowie der New Yorker Zeitschrift Grassroots-gazette folgen.

Dramatische Arbeiten und Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ´ Da wird sich der Burli aber freuen´, eine Revue - Uraufführung am Wiener Theater der Courage, 1980
  • ´Die Unbeholfenen´- Hörspiel für die Radiostation Ö1, 1981
  • ´ Geppone und der Wind´- Kindertheaterstück verfasst gemeinsam mit Markus Nondorf, Uraufführung am Volkstheater Nürnberg/Fürth, 1988
  • ´Heartbreak Hotel´- Einakter, gemeinsam mit Markus Nondorf, Uraufführung am Volkstheater Nürnberg/Fürth, 1988
  • ´Dachstein´ - Erzählung, Nürnberger Verlag Puckmann, 1991
  • ´Immer auf die Kleinen´ - Theaterstück, szenische Uraufführung am Nürnberger Theater im Altstadthof 1989
  • ´Spiegelblind´ - Theaterstück, szenische Uraufführung am Gostner Hoftheater, Nürnberg 1990
  • ´Santini´ - Theaterstück, szenische Uraufführung am Gostner Hoftheater, Nürnberg 1991
  • Neuübersetzung von William Shakespeares ´Viel Lärm um nichts´ gemeinsam mit Peter Biermann und Inszenierung dieser Version am Landestheater Coburg, 1998
  • ´König in den Sack´ Kinderstück veröffentlicht um Whalesongs Theaterverlag, 2000

"Hasenschrot", Thomas Sessler Verlag Wien, 2002

"Der Mann, der Mozart kaufte", Thomas Sessler Verlag, Wien 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]