Oliver Karbus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oliver Karbus

Oliver Karbus (* 30. März 1956 in Bad Ischl) ist ein österreichischer Regisseur, Schauspieler, Autor und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Karbus wurde als Sohn der Schauspielerin Gertrude Karbus, geborene Kügler, und des Architekten Heinz Karbus in Bad Ischl geboren. Er wuchs im Salzkammergut auf und legte 1975 seine Matura am Bad Ischler Realgymnasium ab. Nach seinem Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer wurde er 1977 an der Wiener Schauspielschule Krauss aufgenommen und schloss diese, auch nach einem Privatstudium bei Vera Balser-Eberle, 1979 ab. 1979 lernte er die Schauspielerin Irmgard Sohm kennen. Es entwickelte sich eine langjährige Beziehung. 1984 wurde sein Sohn Kyrill geboren. 1998 heiratete er die Psychologin Christine Pinterich. Aus dieser Ehe wurde 2000 die Tochter Medea geboren. Die Ehe wurde 2002 geschieden. Seit 2005 lebt Oliver Karbus mit der Journalistin Maria Bullok zusammen in Landshut, Bayern. 2009 kam ihrer beider Tochter Emilia zur Welt.

Schauspielerische Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Schauspielausbildung erfolgte ein Engagement an das Städtebundtheater in Biel/Solothurn in der Schweiz. 1980 ging er auf Europatournee mit dem Theaterensemble paket. In der Fernsehserie Die 5. Jahreszeit von Felix Mitterer spielte Oliver Karbus eine Hauptrolle. 1982 erfolgte ein Engagement an das Tiroler Landestheater in Innsbruck, 1983 wechselte er an das oberösterreichische Landestheater in Linz, von dort wurde er 1985 von Schauspieldirektor Hansjörg Utzerath an die Städtischen Bühnen Nürnberg engagiert, wo er unter anderem die Rollen Fetzer in Nigel Williams Klassenfeind, Stoppel in Utzeraths Bearbeitung von Hitlerjunge Quex, Voland in Utzeraths Dramatisierung von Bulgakows Der Meister und Margarita, Alceste in Molières Der Menschenfeind und Leontes in William Shakespeares Wintermärchen spielte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regiearbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1987 wechselte Oliver Karbus nach und nach in das Regiefach. Er übernahm die künstlerische Leitung am Volkstheater Fürth. 1991 inszenierte er am Nürnberger Opernhaus die Fledermaus von Johann Strauß. 1997 inszenierte Oliver Karbus das Wallensteinfestspiele in Altdorf, Franken mit 300 Mitwirkenden. Ab Herbst 1997 wurde er Oberspielleiter am Landestheater Coburg. Seit dem Intendantenwechsel 2001 arbeitet Karbus als freier Regisseur. Unter anderem am Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Karlsruhe, an den Theatern Krefeld-Mönchengladbach, Theater Heilbronn, Landestheater Niederbayern, Theater Augsburg, Tiroler Landestheater Innsbruck, Stadttheater Ingolstadt, Stadttheater Bruneck, Rittner Sommerspiele, Südtirol und am TheaterInKempten.

Inszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musiktheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Die Fledermaus, Opernhaus Nürnberg
  • 1994: Heimatlos - Wirtshausoper in einem Rausch, Städtische Bühnen Nürnberg
  • 1999: Westside Story, Landestheater Coburg
  • 2005: Jesus Christ Superstar, Landestheater Niederbayern
  • 2005: Shockheaded Peter, Tiroler Landestheater

Schauspiel (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe literarische Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel, oder verknüpft mit seinen anderen Tätigkeiten betätigt sich Oliver Karbus sowohl als Literat, Übersetzer und Literaturvermittler. 1972 war er einer der Mitbegründer der Literaturzeitschrift „Pensum Literarum“ im Salzkammergut, in der er bis 1975 Gedichte und Kurzprosa veröffentlichte. Weitere Veröffentlichungen in österreichischen Literaturzeitschriften, wie Die Rampe, Sterz (Zeitschrift) oder projekt-il sowie der New Yorker Zeitschrift Grassroots-gazette sowie viele Veröffentlichungen im österreichischen Theaterverlag Thomas Sessler folgten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]