PZL Bielsko SZD-41

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SZD-41 Jantar Standard
SZD-41A
SZD-41A
Typ: Segelflugzeug
Entwurfsland: PolenPolen Polen
Hersteller: PZL Bielsko
Erstflug: 3. Oktober 1973
Produktionszeit: 1973 – 19??
Stückzahl: 159

Der PZL Bielsko SZD-41 Jantar (deutsch Bernstein) Standard ist ein einsitziges polnisches Hochleistungs-Segelflugzeug aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konstruktion von Władysław Okarmus basierte auf dem SZD-38 Jantar 1. Rumpf und Leitwerk wurden übernommen, Spannweite und Wasserballast an die vorgegebenen Anforderungen der Standard-Klasse angepasst und die Anformung an die Tragfläche wurde auf die neue tiefere Tragfläche angepasst. Der Segler bekam von den Piloten den Kosenamen „Wal“, weil beim Betanken der Ballasttanks durch ein Entlüftungsventil in der Mitte des Rumpfes immer eine charakteristische Wasserfontäne schoss.

Eingeflogen wurde der Jantar Standard am 3. Oktober 1973 und 1974 konnte Frantiszek Kepka mit ihm bei der Weltmeisterschaft in Australien für Polen den 3. Platz erringen. 1976 wurden mit dem Jantar Standard während der WM in Finnland die Plätze 4, 6 und 18 belegt. Zwischen 1975 bis 1979 wurden zehn SZD-41A an die GST der DDR geliefert[1] und kurze Zeit später wurde durch Johannes Barwick ein DDR-Rekord von 115 km/h auf einem 100-km-Dreieck erflogen.[2]

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SZD-41 ist in Schalen-Sandwichbauweise konstruiert und besitzt ein zentrales Stahlrohrgerüst für die Übergänge vom Rumpf zum Flügel und die Fahrwerkshalterung. Die Kabinenhaube besteht aus zwei Teilen, wobei der hintere abnehmbar gestaltet ist. Der freitragende Schulterdecker verfügt über einen zweiteiligen, einholmigen, rippenlosen Tragflügel und ein ebenfalls freitragendes T-Leitwerk. Das Hauptrad ist einzieh- und bremsbar ausgelegt.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SZD-41-1
  • SZD-41-2
  • SZD-41A
  • SZD-41B

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Hersteller PZL Bielsko
Spannweite 15,00 m
Länge 7,10 m
Flügelfläche 10,66 m²
Flügelstreckung 21,1
Profil NN 8
Gleitzahl 38 (bei 92 km/h)
Geringstes Sinken 0,56 m/s bei 70 km/h
Leermasse 244 kg
Wasserballast max. 100 l
Flugmasse max. 360 kg (mit Wasserballast)
max. 460 kg (ohne Wasserballast)
Zulässige Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Mindestgeschwindigkeit 68 km/h
Flächenbelastung: ca. 30 kg/m² bis 50,5 kg/m²
max. Lastvielfaches +5,3/–2,65
Besatzung 1


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Detlef Billig: Flugzeuge der DDR. Band III., TOM, Friedland 2003, S. 163
  2. Martmut Buch: Segelfliegen., Transpress, Berlin 1980, S. 222