Polizeiruf 110: Henkersmahlzeit

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Folge der Reihe Polizeiruf 110
OriginaltitelHenkersmahlzeit
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
MDR
Länge92 Minuten
EinordnungFolge 237 (Liste)
Erstausstrahlung17. März 2002 auf Das Erste
Stab
RegieHartmut Griesmayr
DrehbuchPeter Probst
ProduktionEmmo Lempert
MusikRainer Oleak
KameraCharly Steinberger
SchnittClaudia Fröhlich
Besetzung

Henkersmahlzeit ist ein deutscher Kriminalfilm von Hartmut Griesmayr aus dem Jahr 2002. Es ist die 237. Folge innerhalb der Filmreihe Polizeiruf 110 und der 18. Fall für die Hallenser Kommissare Schmücke und Schneider.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während Restaurantbetreiber Marco Witte zusammen mit seiner Ehefrau Laura bei einem Picknick am Saaleufer weilt, erscheinen plötzlich zwei maskierte Männer. Sie schlagen ihn nieder und entführen Laura Witte. Die Polizei schaltet sich sofort ein und Schmücke und Schneider nehmen sich des Falles an. Per SMS kommt vom Täter die Aufforderung eine Million an Lösegeld bereitzuhalten. Für die Kommissare erscheint es verwunderlich, dass Witte ganz offen seine Freundin, die Psychologin Eva Berner, präsentiert. Angeblich wüsste seine Frau davon und hätte es toleriert.

Schmücke und Schneider durchleuchten zunächst die Möglichkeit einer Schutzgelderpressung, was für Lokale von Wittes Größenordnung nicht ungewöhnlich wäre. Ehe sie in dieser Richtung etwas erreichen können, wird die Leiche von Laura Witte gefunden. Kurz darauf gerät der in der Schutzgeldszene einschlägig bekannte Passlack ins Visier der Ermittler. Er leugnet allerdings bis zu einem Mord zu gehen. Da nichts Beweisbares gegen ihn vorliegt, bleibt Passlack auf freien Fuß. Als Schmücke und Schneider ihn noch einmal befragen wollen, wird er vorher umgebracht. Erstochen mit dem gleichen Messer wie Laura Witte.

Obwohl die Kommissare keinen konkreten Anhaltspunkt haben, deuten viele kleine Hinweise immer mehr auf eine Beziehungstat, die nur als Entführung getarnt werden sollte. Nachdem Wittes Geliebte unter Tatverdacht gerät und verhaftet wird, begeht sie in ihrer Zelle Selbstmord. Witte nutzt diese Chance und schiebt jegliche Schuld auf Eva Berner. Dennoch gelingt es Schmücke und Schneider eindeutige Indizien gegen Marco Witte zu finden. Sie konfrontieren ihn mit ihren Ermittlungsergebnissen, woraufhin er einknickt und den Mord an seiner Frau gesteht. Seit dem Konkurs ihres ersten Lokals hätte Witte nur noch im Schatten seiner Frau gestanden, was er am Ende nicht mehr ertragen konnte. Bei der Entführung hätte ihm Passlack geholfen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henkersmahlzeit wurde im Auftrag des MDR vom „Mitteldeutsches Filmkontor“ (MDF) produziert. Die Dreharbeiten erfolgten in Halle und der Umgebung von Halle.[1] Am 17. März 2002 erfolgte im Ersten Programm der ARD zur Hauptsendezeit die Deutsche Erstausstrahlung.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergaben eine mittlere Wertung (Daumen zur Seite) und schrieben dazu: „Teils bissiger, teils biederer Appetithappen“.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Drehorte bei der Internet Movie Database, abgerufen am 20. Februar 2016.
  2. Polizeiruf 110: Henkersmahlzeit bei tvspielfilm.de