Polizeiruf 110: Der Pferdemörder

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Folge der Reihe Polizeiruf 110
OriginaltitelDer Pferdemörder
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
MDR
Länge94 Minuten
EinordnungFolge 179 (Liste)
Erstausstrahlung17. März 1996 auf Das Erste
Stab
RegieMatti Geschonneck
DrehbuchGabriele Gabriel
Joachim Nestler
ProduktionHans-Werner Honert
MusikKlaus Doldinger
KameraJürgen Heimlich
SchnittMargrit Schulz
Hannelore Löhde
Besetzung

Der Pferdemörder ist ein deutscher Kriminalfilm von Matti Geschonneck aus dem Jahr 1996. Es ist die 179. Folge innerhalb der Filmreihe Polizeiruf 110 und der erste Fall für die Hallenser Kommissare Schmücke und Schneider.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit einigen Wochen gibt es immer wieder Anschläge eines Pferdemörders, der zwischen Halle und dem Harz Tiere tötet. Dabei betäubt er die Pferde mit einem Bolzenschussgerät und schneidet ihnen dann mit einem Messer die Halsschlagader durch. Kommissar Herbert Schmücke soll die Ermittlungen aufnehmen und begibt sich in die Harzgemeinde Bingerode, wo die letzten schwerwiegenden Tötungen vorkamen. Er trifft dort auf seinen alten Bekannten von der Polizeischule Aschersleben: Herbert Schneider.

Schon in der nächsten Nacht schlägt der Pferdemörder erneut zu. Diesmal tötet er ein Reitpferd auf der Koppel von Bauer Manfred Löffler. Seine beiden Söhne Jacob und Peter trifft das besonders hart, denn sie planen aus dem väterlichen Bauernhof eine Pferdepension zu machen und das Pferd gehörte Kurt Glaser. Er hatte gerade erst vier Pferde gekauft und sie den Löfflers in Pflege gegeben. Manfred Löffler ist seit dieser Nacht verschwunden. In seinem Motorrad mit Beiwagen findet die Kriminaltechnikerin Blut und ein Bolzenschussgerät. Für Schneider spricht dies alles gegen Löffler. Der stets betrunkene Bauer war als mürrisch und zanksüchtig bekannt. Nicht einmal seine eigene Familie hat er mit seinen Launen verschont. So gefiel es ihm auch nicht, dass Kurt Glaser seine Pferde in seinem Stall einstellte. Für ihn war dieser Mann ein Krake, der seine Fangarme nach allem ausstreckte und auch seinen Hof zu gern aufkaufen würde.

Inzwischen ist kriminaltechnisch nachgewiesen, dass aus dem gefundenen Bolzenschussgerät auf das Pferd geschossen wurde, das Blut jedoch von Löffler selbst stammt. Schmücke vermutet, dass er bei seinem Tun auf der Weide beobachtet und ermordet wurde. Auf der Suche nach dem Täter müssen Schmücke und Schneider das halbe Dorf verdächtigen, denn niemand mochte Löffler leiden. Am Ende konzentrieren sich die Ermittlungen auf Löfflers Familie, aber auch die stellt eigene Nachforschungen an. Als Gisela Löffler befürchten muss, dass ihre Söhne dem Totengräber etwas antun, wendet sie sich an Schmücke und Schneider. Sie gesteht, ihren Mann auf frischer Tat ertappt und ihn vor Wut mit dem eigenen Messer erstochen zu haben. Totengräber Rudi Winter hatte ihr geholfen, die Leiche zu verstecken und sie einfach mit in ein frisches Grab gepackt.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Schmücke und Schneider sowie einem Personalmangel bei der Hallenser Kriminalpolizei soll Herbert Schneider zukünftig mit in Halle arbeiten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saxonia Media Filmproduktion produzierte Der Pferdemörder im Auftrag des MDR. Die Dreharbeiten erfolgten in der Oper Leipzig, in Wernigerode, Benzingerode, Schauener Pferdehof[1] und Halle.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergaben die bestmögliche Wertung (Daumen nach oben) und nannten den Polizeiruf einen „Dorfkrimi mit überraschenden Wendungen“.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mario Heinicke: Unvergessener Krimi-Dreh In: volksstimme.de, abgerufen am 16. Februar 2016.
  2. Polizeiruf 110: Der Pferdemörder bei tvspielfilm.de