Wolfgang Winkler (Schauspieler)

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Wolfgang Winkler (* 2. März 1943 in Görlitz) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkler, der zunächst bei der Deutschen Reichsbahn eine Ausbildung zum Lokomotivführer absolvierte, besuchte von 1962 bis 1965 die Deutsche Hochschule für Filmkunst in Potsdam. 1965 debütierte er am Görlitzer Gerhart-Hauptmann-Theater als Handwerker Zettel in William Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum. Weitere Stationen seiner Bühnentätigkeit waren von 1967 bis 1986 das Landestheater Halle (aus dem 1992 das Opernhaus Halle sowie das Neue Theater hervorging) und Anfang der 90er Jahre das Staatsschauspiel Dresden.

Seinen Erstauftritt vor der Kamera hatte Winkler bereits 1965 in Kurt Maetzigs Drama Das Kaninchen bin ich. Der Film, eine Adaption des Romans Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich von Manfred Bieler, war bis 1990 in der DDR verboten, da er sich kritisch mit dem Sozialismus und im Besonderen mit der Strafjustiz auseinandersetzte. Auch mit Angeboten und Hauptrollenoptionen für die DEFA-Filme Ich war neunzehn (1968), Dr. med. Sommer II (1970) und Leichensache Zernik (1970) war Winkler wenig Glück beschieden – sie gingen dann doch an Jaecki Schwarz bzw. Werner Tietze [1] und im Fall von Leichensache Zernik, wo er an der Seite von Wolfgang Kieling zu drehen begonnen hatte, erkrankte der Regisseur Gerhard Klein am 10. Drehtag und verstarb. Der dann zwei Jahre später schließlich unter der Regie von Helmut Nitzschke produzierte Kriminalfilm wurde mit einer anderen Besetzung realisiert.

Erst mit verschiedenen kleinen und mittleren Fernseh-Rollen, beispielsweise in zahlreichen Inszenierungen des Fernsehtheaters Moritzburg zwischen 1968 und 1988, sowie mit Egon Schlegels Kinderfilm Das Pferdemädchen (1979) wurde Winkler einem breiten Publikum bekannt. Auch nach der Wende gelang es Winkler, im Fernsehgeschäft zu bleiben. So spielte er 1992 in Frank Beyers Das große Fest an der Seite von Hans Christian Blech, Rolf Hoppe und Iris Berben oder 1994 neben Manfred Krug in Werner Mastens neunteiliger Serie Wir sind auch nur ein Volk nach Drehbüchern von Jurek Becker.

Einem Millionenpublikum bekannt wurde er in der Rolle des Hauptkommissars Herbert Schneider in der Krimireihe Polizeiruf 110, wo er von 1996 bis 2013 gemeinsam mit Jaecki Schwarz in Halle (Saale) und Umgebung ermittelte. Am 29. Januar 2013 teilte der MDR mit, dass ihre Nachfolger Sylvester Groth und Claudia Michelsen werden.[2]

Seit März 2015 spielt Winkler in der ARD-Vorabendserie Rentnercops an der Seite von Tilo Prückner die Hauptrolle des aus dem Ruhestand zurückgeholten Kommissars Günter Hoffmann.[3]

Ferner spielt er noch Theater, so unter anderem in Dresden und 2007 sowie 2011 beim Schauspielensemble Klassik am Meer unter der Regie von Jürgen Kern.

Winkler engagiert sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V. in Tambach-Dietharz.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert & Herbert: Andreas Kurtz spricht mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler über Freundschaft, TV-Kommissare und das Leben. Eulenspiegel Verlag 2012
  2. Sylvester Groth und Claudia Michelsen neue "Polizeiruf"-Fahnder welt.de (Abgerufen am 29. Januar 2013)
  3. Wolfgang Winkler ist Günter Hoffmann daserste.de. Abgerufen am 2. April 2015.