Puttgarden

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Koordinaten: 54° 29′ 46″ N, 11° 12′ 45″ O

Puttgarden
Stadt Fehmarn
Postleitzahl: 23769
Vorwahl: 04371
Puttgarden (Fehmarn)
Puttgarden

Lage von Puttgarden in Fehmarn

Im Hafen von Puttgarden
Border Shop und Fähre Prins Richard im Hafen von Puttgarden

Puttgarden ist ein Ort im Norden der Insel Fehmarn und seit Gründung der Stadt Fehmarn einer ihrer Stadtteile. Bekannt wurde Puttgarden vor allem als Standort des Fährhafens Puttgarden im Verlauf der Vogelfluglinie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Puttgarden bedeutet vermutlich „Unter der Burg“; hergeleitet vom altslawischen pod für „unter“ und gard für „Burg“. Mit der Peter-Pauls-Kapelle, die 1198 erstmals urkundlich erwähnt wurde, hatte die Gemarkung Puttgarden das erste Gotteshaus auf der Insel Fehmarn. Die Kapelle wurde 1644 von schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg zerstört.[1] Die Bezeichnungen Kapellenkuhl und Landwiese, auf der die Pferde der Gottesdienstbesucher weideten, erinnern an die Kapelle.[2]

1963 erhielt Puttgarden im Rahmen des Ausbaus der Vogelfluglinie Anschluss an die Bahnstrecke von Lübeck sowie einen modernen Fährbahnhof östlich des Ortes, von dem aus seither Fähren nach Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland verkehren. 2007 wurde Puttgarden erstmals ICE-Bahnhof.

Ebenfalls 1963 wurde Puttgarden an die B 207 angeschlossen, die nach Süden in die Autobahn A 1 übergeht.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Puttgarden steht der 115 Meter hohe Fernmeldeturm Puttgarden der Deutschen Telekom AG.

2008 wurde zwischen Deutschland und Dänemark ein Staatsvertrag zum Bau der festen Fehmarnbeltquerung unterzeichnet, die Puttgarden über den Fehmarnbelt mit Rødby auf Lolland verbinden soll.[3] Die Verbindung soll ein 17,6 Kilometer langer Absenktunnel sein, mit dessen Bau noch nicht begonnen wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Puttgarden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Puttgarden – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt bei puttgarden.net, abgerufen am 21. Februar 2016
  2. Pastor (Richard) Trede: Die St. Nikolai-Kirche zu Burg auf Fehmarn: Ihre Geschichte – ihr Inventarium – ihre Häuser und Kapellen – ihre Diener. Kirchengemeinde Burg auf Fehmarn, Burg auf Fehmarn 1985, 4. Neuauflage mit Zusätzen von Pastor Voß, S. 5.
  3. Text des Staatsvertrages (PDF), abgerufen am 2. Februar 2016