Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden

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Lübeck–Puttgarden
Strecke der Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden
Streckennummer (DB):1100
Kursbuchstrecke (DB):140[1]
Streckenlänge:88,6 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:vorwiegend D4
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
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Fähre von Rødbyhavn / gepl. Fehmarnbelttunnel
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88,6 Puttgarden
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Feste Fehmarnbeltquerung (in Planung)
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Fehmarn-Burg (ehem. Burg auf Fehmarn)
Bahnhof ohne Personenverkehr
82,2 Bbf Burg-West
   
nach Orth auf Fehmarn
Bahnhof ohne Personenverkehr
77,8 Strukkamp
Brücke über Wasserlauf (groß)
Fehmarnsundbrücke
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Inselbahn Fehmarn
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Großenbrode-Fähre Fährbf
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Bahnhof, Station
70,5 Großenbrode
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ehem. Fähre von Gedser
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Großenbrode Kai
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43,4 Heiligenhafen
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39,6 Lütjenbrode
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Gleisdreieck Lütjenbrode
Bahnhof ohne Personenverkehr
64,4 Neukirchen (Holst)
Bahnhof ohne Personenverkehr
61,4 Heringsdorf (Holst)
Bahnhof ohne Personenverkehr
56,6 Göhl
Bahnhof, Station
52,3 Oldenburg (Holst)
Straßenbrücke
A 1
Bahnhof ohne Personenverkehr
47,1 Grüner Hirsch
Bahnhof, Station
45,0 Lensahn
Bahnhof ohne Personenverkehr
41,7 Beschendorf
Bahnhof ohne Personenverkehr
38,4 Groß Schlamin
Bahnhof ohne Personenverkehr
34,5 Hasselburg
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BSicon .svgBSicon ABZgxl+l.svgBSicon KHSTeq.svg
30,4 Neustadt (Holst) (ehem. Bf)
Verbindungskurve 1881–1960 (KOE)
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Bahnhof ohne Personenverkehr
29,1 Neustadt (Holst) Gbf
   
nach Eutin
Bahnhof ohne Personenverkehr
26,1 Sierksdorf
Haltepunkt, Haltestelle
25,4 Sierksdorf Hp
Bahnhof, Station
23,0 Haffkrug
Bahnhof, Station
18,7 Scharbeutz
Bahnhof, Station
15,8 Timmendorferstrand
Straßenbrücke
A 1
Bahnhof ohne Personenverkehr
10,6 Ratekau (Reaktivierung geplant)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Schwartau
   
von Kiel
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
6,6 Abzw Bad Schwartau
Haltepunkt, Haltestelle
6,0 Bad Schwartau
Straßenbrücke
A 1
   
Stichstrecke von Travemünde
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
4,7 Abzw Wr
Bahnhof, Station
0,0 Lübeck Hbf
   
nach Lüneburg, nach Bad Kleinen
Strecke – geradeaus
nach Hamburg

Die Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden verbindet als Teil der internationalen Vogelfluglinie Lübeck und die Ostseeinsel Fehmarn in Schleswig-Holstein.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Lübeck aus werden bis Bad Schwartau die Gleise der Bahnstrecke Kiel–Lübeck benutzt. Die Strecke folgt dann über Timmendorfer Strand, Scharbeutz[2], Haffkrug und Sierksdorf der Ostseeküste. Im Güterbahnhof von Neustadt in Holstein zweigt eine Stichstrecke zum Neustädter Personenbahnhof ab. Die Stammstrecke geht weiter durch Ostholstein und erreicht via Lensahn, Oldenburg in Holstein, Großenbrode und nach Überquerung des Fehmarnsunds auf der Fehmarnsundbrücke schließlich den Bahnhof Puttgarden auf Fehmarn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehen der Strecke Neustadt (Holst) – Oldenburg (Holst)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Teilstrecke der Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden war das 23 Kilometer lange Streckenstück von Neustadt (Holstein) bis Oldenburg (Holstein). Dieses wurde von der Kreis Oldenburger Eisenbahn gebaut und am 30. September 1881 eröffnet. Erst am 17. Januar 1898 wurde sie weiter in Richtung Lütjenbrode und Heiligenhafen (20 Kilometer) gebaut.

Eine direkte Verbindung von Lübeck nach Neustadt fehlte jahrzehntelang, denn Neustadt war nur mit Umstieg in Eutin (Bahnstrecke Eutin–Neustadt) mit Lübeck verbunden. Erst am 1. Juni 1928 wurde die Direktverbindung Lübeck–Neustadt von der Deutschen Reichsbahn hergestellt.

Idee einer „Vogelfluglinie“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1920er Jahren griffen die Deutsche Reichsbahn (DR) und die Danske Statsbaner (DSB) die Idee des Ingenieurs Gustav Kröhnke (1826–1904) auf, eine Eisenbahn-Fährverbindung über den Fehmarnbelt zwischen Puttgarden und Rødby einzurichten. Auch eine Brücke über den Fehmarnsund wurde erstmals 1921 geplant. Auf der deutschen Seite gab es, wie oben erwähnt, zu dieser Zeit bereits die Strecken von Lübeck nach Hamburg der Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) und von Neustadt in Holstein nach Heiligenhafen der Kreis Oldenburger Eisenbahn (KOE), der auch eine Kleinbahn mit Fähre nach Fehmarn gehörte.

Die ersten baureifen Pläne für die Vogelfluglinie entstanden 1940 durch Heinrich Bartmann. Ein formales Regierungsabkommen zwischen dem Deutschen Reich und dem besetzten Königreich Dänemark wurde am 8. April 1941 unterzeichnet. Nachdem die LBE bereits am 1. Januar 1938 von der DR übernommen worden war, wurden mit der ELE am 1. Januar 1941 und der KOE am 1. August auch die übrigen Eisenbahngesellschaften auf der deutschen Seite verstaatlicht. Im September desselben Jahres begannen sowohl in Deutschland als auch in Dänemark die Bauarbeiten. Sie wurden 1943 bedingt durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen.

Ab 1951: Großenbrode Kai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauarbeiten wurden 1949 wiederaufgenommen. Dabei wurde die Strecke der ehemaligen KOE modernisiert, eine Umgehungskurve um Lütjenbrode gebaut und die Verbindungsstrecke zur Umgehung von Neustadt fertiggestellt. Auf dem Gelände des früheren Seefliegerhorstes Großenbrode entstand der Bahnhof Großenbrode Kai. Am 15. Juli 1951 eröffneten die Deutsche Bundesbahn und die DSB von hier die Eisenbahnfähre Großenbrode–Gedser nach Gedser auf der dänischen Insel Falster.

Hauptartikel: Bahnhof Großenbrode Kai

Ab 1963: Fehmarnsundbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Mit dem Bau der Verbindung von Großenbrode nach Puttgarden im Norden Fehmarns begann man erst 1958. Am 14. Mai 1963 ging in Anwesenheit des Bundespräsidenten Heinrich Lübke und des dänischen Königs Frederik IX. mit der Fehmarnsundbrücke und der Fährverbindung über den Fehmarnbelt die Vogelfluglinie in ihrer heutigen Form in Betrieb. Anlässlich der Eröffnung gab die Deutsche Bundespost eine Sonderbriefmarke heraus. Die parallel verkehrende Eisenbahnfähre von Großenbrode Fähre über den Fehmarnsund bis zum gleichnamigen Ort Fehmarnsund auf der Insel Fehmarn wurde aufgegeben.

Über die Vogelfluglinie verkehrten seitdem viele bedeutende Fernverkehrszüge wie beispielsweise der Nord-Express und der Italia-Express Rom–Kopenhagen. Hinzu kam ein reger Güterzugverkehr. So wurden beispielsweise 1994 laut Deutscher Bahn 190.757 Güterwagen trajektiert. Die D-Züge, der TEE Merkur und die TEEM-Güterzüge Richtung Puttgarden wurden von Diesellokomotiven der Baureihe 221, später mit der Baureihe 218 in Doppeltraktion und den Großdiesellokomotiven der Baureihe 232 bespannt.

Im Regional- und Nahverkehr setzte die Deutsche Bundesbahn zwischen Lübeck und Puttgarden mit der Baureihe 212 bespannte Wendezüge mit Silberlingen ein, die teilweise sogar die Stichstrecken nach Heiligenhafen und Burg auf Fehmarn befuhren.

Ferner fuhr von 1963 bis 1983 in den Sommermonaten der vor allem von Ostseeurlaubern genutzte Fehmarn-Express, der von Köln via Ruhrgebiet, Ostwestfalen, Hannover, Lüneburg, Büchen, Lübeck und einigen Urlaubsorten an der Lübecker Bucht nach Puttgarden beziehungsweise Burg auf Fehmarn verkehrte. Zu zahlreichen nicht an der Strecke liegenden Seebädern, zum Beispiel nach Dahme und Grömitz, gab es Busanschlüsse.

Wegen des starken Verkehrs auf der eingleisigen Strecke wurde die Strecke 1971, zunächst zu Versuchszwecken, mit Zugbahnfunk ausgerüstet. Bereits in den 1970er Jahren wurde die Bedienung der meisten Unterwegshalte zwischen Neustadt und Puttgarden aufgegeben und der Nahverkehr mit Bussen durchgeführt.[3] Auf der Stichstrecke vom Gleisdreieck Lütjenbrode Ost nach Heiligenhafen wurde der Personenverkehr am 30. Mai 1976 und der Güterverkehr am 31. Oktober 1984 eingestellt. Die Strecke ist inzwischen stillgelegt und wurde demontiert. Teilweise befindet sich hier ein Fahrradweg.

Nach der Inbetriebnahme der festen Eisenbahnverbindung über den Großen Belt zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland im Jahr 1997 wurde die Trajektierung von Güterzügen über den Fehmarnbelt – und damit der Güterzugverkehr auf der Vogelfluglinie – eingestellt. Der internationale Güterzugverkehr zwischen den Großräumen Hamburg und Kopenhagen wird seitdem über Flensburg und Fredericia geführt. Dies bedeutet einen Umweg von 160 Kilometern. Wegen der verminderten Anzahl von Zügen wurden die Bahnhöfe Sierksdorf Bbf, Hasselburg und Beschendorf als Kreuzungsbahnhöfe aufgelassen.

Eine Reaktivierung eines Teils der Inselbahn Fehmarn wurde beschlossen, um Burg, den größten Ort auf Fehmarn, wieder zentrumsnah mit Personenzügen anfahren zu können. Die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein (LVS) legte mehrere Gutachten vor, die die Einrichtung eines Haltepunktes in unmittelbarer Ortsnähe als verkehrlich sinnvollste Lösung darstellten.[4] Hiergegen regte sich vor Ort vereinzelter Protest. Die Bauarbeiten sollten bis Ostern 2010 abgeschlossen sein, eröffnet wurde der neue Bahnhof schließlich zum Fahrplanwechsel Ende Juli 2010.[5]

Die Regionalbahn-Züge von Lübeck zweigen seitdem in Burg West von der Hauptstrecke ab und fahren zum neuen Bahnhof Fehmarn-Burg am Ortsrand. Einige der Züge wenden unmittelbar und setzen ihre Fahrt fort, um zum Bahnhof Puttgarden zu gelangen, andere Züge fahren direkt von Burg aus zurück nach Lübeck.

Lokomotiven und Triebwagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekanntesten Lokomotiven der Vogelfluglinie waren die Diesellokomotiven der Baureihe V 200.1, die 1963 fabrikneu vom Bahnbetriebswerk Lübeck aus den Betrieb übernahmen. Sie galten neben den Fährschiffen und der Fehmarnsundbrücke jahrelang als Symbol modernen und schnellen Reisens und wurden so in der Werbung der Deutschen Bundesbahn und der Region dargestellt. Schon zuvor waren schnelle Triebzüge der Baureihe VT 12 als Kopenhagen-Expreß zwischen Hamburg und Kopenhagen über Großenbrode eingesetzt worden.

Ab 1978 wurde die Beförderung der Züge schrittweise durch in Doppeltraktion eingesetzte Lokomotiven der Baureihe 218 übernommen.

Die Deutsche Bahn AG setzte nach der Wende auch Dieselloks der Baureihen 232 bzw. 234 auf der Vogelfluglinie ein.

Dampflokomotiven verkehrten in den 1950er-Jahren nach Großenbrode Kai. Sie fuhren nach Fertigstellung der Fehmarnsundbrücke im Plandienst Puttgarden mangels Drehscheibe oder anderer Wendemöglichkeiten im Bahnbetriebswerk Puttgarden nicht an. Heute verkehren gelegentlich Dampfsonderzüge nach Puttgarden (siehe unten).

1993 übernahmen dänische MF-Garnituren den gesamten Fernverkehr der Vogelfluglinie. Seit 2007 verkehren die meisten Züge mit der deutschen Baureihe 605. Regionalzüge von Puttgarden nach Lübeck und Hamburg verkehren mit Doppelstock-Wendezügen und Bespannung durch Baureihe 218 und mit Triebwagen der Baureihe 648.

Jedes Jahr über das Himmelfahrtswochenende fährt eine Museumsdampflok mit historischen Wagen dreimal täglich die Strecke von Oldenburg nach Puttgarden und zurück.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die umfangreichen Gütergleise in Puttgarden liegen brach.

Der mittlerweile im Vergleich zu früher stark reduzierte Eisenbahnverkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen wird mit EuroCity-Zügen (DSB MF) der Danske Statsbaner betrieben. Der Bahnhof Neustadt ist ein Kopfbahnhof an einer kurzen, aus Richtung Lübeck nach Osten abzweigenden Stichstrecke. Daher fahren die Fernzüge von Hamburg/Lübeck nach Puttgarden/Kopenhagen an Neustadt vorbei. Zwischen Neustadt und Lübeck verkehren Regionalbahn-Züge im Stundentakt, zwischen Puttgarden bzw. Burg auf Fehmarn und Lübeck im Zweistundentakt. Diese Züge fahren zwischen Neustadt Gbf und Lübeck vereinigt.

Als Nachfolger des Fehmarn-Express – dieser umfuhr Hamburg via Büchen–Lüneburg – verkehren InterCity-Züge, die im Sommerhalbjahr täglich (in der Ferienzeit zweimal täglich) Frankfurt (Main) Hauptbahnhof, Köln Hauptbahnhof und das Ruhrgebiet via Hamburg mit Fehmarn-Burg verbinden.

Die Intercity-Haltepunkte sind: EC-Züge halten an folgenden Bahnhöfen:
  • Lübeck Hbf
  • Oldenburg (Holstein)
  • Puttgarden (und weiter nach Dänemark)

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Tabellennummer (Kursbuch Fernverkehr) Zuglauf Takt
IC 31 (10.4), 10, (13.2) Fehmarn-Burg – Oldenburg – Sierksdorf – Haffkrug – Scharbeutz – Timmendorferstrand – Lübeck – Hamburg – Hamburg-Harburg – Bremen – OsnabrückMünster – Dortmund – Hagen – Wuppertal – Solingen – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Frankfurt Fernbahnhof Frankfurt (– Hanau – Aschaffenburg – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Straubing – Plattling – Passau) einzelne Züge
ICE 75 (19), 10.4 Hamburg – Lübeck – Oldenburg – Puttgarden – Rødby – Nykøbing F – Vordingborg – Næstved – Høje-Taastrup – København H < Nørreport < Østerport vierstündlich, in der Urlaubssaison zweistündlich

Insgesamt gibt es einen ungefähren Zweistundentakt mit einer Lücke am Vormittag mit EC- oder ICE-Zügen von Hamburg nach Kopenhagen.

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Zuglauf KBS Takt
RE 80 RB 85 (Hamburg –) Lübeck – Bad Schwartau – Timmendorferstrand – Scharbeutz – Haffkrug – Sierksdorf – Lensahn – Oldenburg – Großenbrode – Fehmarn-Burg – Puttgarden KBS 140[1] zweistündlich
RB 85 Lübeck – Bad Schwartau – Timmendorferstrand – Scharbeutz – Haffkrug – Sierksdorf – Neustadt in Holstein KBS 140[1] stündlich

Planungen für die Fehmarnbeltquerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2021 soll eine feste Querung des Fehmarnbelts als Tunnel errichtet werden.Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren

Der Streckenabschnitt von Lübeck bis Puttgarden soll bis zur Fertigstellung des neuen Tunnels elektrifiziert werden, ein zweigleisiger Ausbau jedoch erst sieben Jahre nach Fertigstellung der festen Querung erfolgen. Die Fehmarnsundbrücke soll eingleisig bleiben. Als Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Hinterlandanbindung zur Festen Fehmarnbeltquerung wurde 6,7 : 1 angegeben.[6]

Das Land Schleswig-Holstein leitete am 9. Januar 2013 das Raumordnungsverfahren für den Ausbau der Hinterlandanbindung zur Festen Fehmarnbeltquerung ein.[7][8] Nach dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens vom 6. Mai 2014[9] soll eine Neubaustrecke von etwa 55 Kilometer Länge nahe der Autobahn A 1 mit Umfahrungen der Gemeinden Ratekau, Lensahn und Großenbrode gebaut werden. Diese und der Streckenabschnitt auf Fehmarn sollen für 200 km/h ausgebaut werden[10]. Die vorhandene eingleisige Strecke soll nach deren Fertigstellung (geplant 2030) stillgelegt werden.[11]

Der Bahnhof Ratekau sollte laut Landesverkehrsplan bis 2012 wiedereröffnet werden.[12] Wegen der noch nicht abgeschlossenen Planungen für den Ausbau der Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung wurde dies vorerst aufgeschoben.[13]

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 sind ca. 1,518 Milliarden Euro für die Maßnahme ausgewiesen.[14]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhelm Ernst: Die Vogelfluglinie. Eisenbahn-Kurier-Special 53, EK-Verlag, Freiburg (Breisgau).
  • Olaf Hamelau: Die Eisenbahn in Ostholstein. Sutton-Verlag, Erfurt 2010, ISBN 978-3-86680-589-7.
  • Garrelt Riepelmeier: An die See, an die See. In: Eisenbahn Geschichte 71 (2015), S. 4–15.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl.: Riepelmeier.
  2. DB-Kursbuch Sommer 1975
  3. Gutachten der LVS Gegenüberstellung von Varianten für die Bahnerschließung der Insel Fehmarn – Endbericht, abgerufen am 29. Juni 2010
  4. Neue Bahnstation Fehmarn-Burg feierlich eröffnet
  5. Ergebnisse der Überprüfung der Bedarfspläne für Schiene und Straße (PDF; Seite 32)
  6. Medien-Information. Landesregierung Schleswig-Holstein, 9. Januar 2013, abgerufen am 31. Januar 2013 (PDF; 17 KiB).
  7. Femernbælt: Verkehrsanbindung in Deutschland
  8. Fehmarnbeltquerung: Entlastung für die Bäderorte. Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, 6. Mai 2014, abgerufen am 6. Mai 2014.
  9. Vogelfluglinie. Abgerufen am 9. Februar 2018.
  10. Neuer Bahnhof für Timmendorf – Aus für die Bäderbahn. wochenspiegel-online.de, 25. Januar 2017, abgerufen am 5. November 2017.
  11. lvs-sh.de
  12. http://www.lvs-sh.de/media/pdf/090320_lnvp_090306_web_FINAL.pdf
  13. Projektdossier für die ABS/NBS Hamburg–Lübeck–Puttgarden (Hinterlandanbindung FBQ)