Todendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Todendorf
Todendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Todendorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 42′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Bargteheide-Land
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 12,81 km2
Einwohner: 1255 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 22965
Vorwahl: 04534
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 078
Adresse der Amtsverwaltung: Eckhorst 34
22941 Bargteheide
Webpräsenz: www.todendorf-sh.de
Bürgermeister: Philipp Lemke (AFWT)
Lage der Gemeinde Todendorf im Kreis Stormarn
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Über dieses Bild

Todendorf (niederdeutsch Todendörp) ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Altenfelde, Fliegenberg, Kalkkuhle, Mannhagen, Ochsenkoppel und Rönnbaum.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todendorf liegt fünf Kilometer nordöstlich von Ahrensburg. Die Bundesautobahn 1 und die Bundesstraße 404 verlaufen durch die Gemeinde. Der Gölmbach fließt durch die Gemeinde. Teile der Staatsforste Reinfeld und Trittau, so wie die Wälder Buchenwald und Ochsenkoppel. Weiter liegt das Gölmer Moor im Gebiet der Gemeinde Todendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1259 wurde die Gemeinde erstmals erwähnt. Der Name leitet sich wohl von dem Eigennamen Todo ab. Damals hieß das Dorf noch Todendorp, später Todendorpe. 1263 verkaufte der Ritter Gherbert das Dorf für 150 Mark mit allen Rechten an das hamburgische Domkapitel. 1294 gab das Domkapitel dem Ritter Otto v. Wackerbart Todendorf für 500 Mark zu Lehen. 1300 verkaufte das Domkapitel für 14 Mark ein Stück an den Ritter Johann v. Homore (heutiges Hammoor). Vor 1766 war Todendorf ein Dominalgut.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle elf Sitze der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AFWT bei der Kommunalwahl 2018 errungen.[2] Bürgermeister ist Philipp Lemke (AFWT).[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein silberner Schragen, bewinkelt oben von einem silbernen Stundenglas, unten von einem kampfbereiten silbernen Schwan mit einer goldenen Krone um den Hals.“[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterstützt durch die Eltern, den Pastor und den Bürgermeister, haben etwa 15 Jugendliche im Jahr 1974 einen Jugendclub gegründet. Die Jugendlichen, die 13 bis 16 Jahre alt waren, trafen sich alle zwei Wochen, um Karten zu spielen, Sport zu machen oder zu tanzen. Diese Jugendarbeit gibt es allerdings schon seit längerer Zeit nicht mehr, weil sich niemand dafür zur Verfügung stellt.

Ehemalige Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Todendorfer viele Jahre ihre Gottesdienste in der örtlichen Schule abgehalten hatten oder für diesen Zweck die Kirche im nahe gelegenen Eichede, einem heutigen Ortsteil der Gemeinde Steinburg besuchten, erhielt die Gemeinde Todendorf im Jahr 1967 eine eigene Kirche, einen fünfeckigen Bau, dessen Dachkanten bis zum Boden reichten. Da auf dem Baugrund in früheren Zeiten ein Teich gelegen hatte, wurde aufgrund des besonders weichen Bodens die Kirche in einer modernen Pfahlbauweise errichtet. Hierfür wurden 17 Stützpfeiler aus Stahlbeton verwendet, die bis zu acht Meter in den Untergrund reichten. Schon in den 1980er Jahren wurden aufwändige Sanierungen an den Pfeilern nötig, da der enthaltene Stahl korrodierte. Da für die Zukunft mit weiteren hohen Sanierungskosten gerechnet wurde, entschloss sich die zuständige Kirchengemeinde Eichede im Oktober 2016, das Kirchengebäude aufzugeben. Am 18. Januar 2018 fand in der Kirche der letzte Gottesdienst mit der von Bischöfin Kirsten Fehrs vollzogenen kirchlichen Entwidmung statt. Die Gemeinde Todendorf, als neue Eigentümerin des Grundstückes, will die Kirche im Sommer 2018 abreißen lassen und an dieser Stelle ein Feuerwehrhaus errichten.[4][5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportplatz und Mehrzweckhaus

Der VfR Todendorf wurde 1931 als „Fußballclub Rasensport“ gegründet und später in „Verein für Rasensport“ umbenannt. Er geht zurück auf den „Todendorfer Turnverein“ von 1914, dessen Turngeräte nach dem Ersten Weltkrieg verkauft wurden, weil Turnen aus der Mode kam und die Jugend lieber Fußball spielte.

Der Verein hat gut 350 Mitglieder und bietet Sport in den vier Sparten Fußball, Gymnastik, Tennis und Fitness an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Todendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Philipp Lemke ist Todendorfs neuer Bürgermeister. Hamburger Abendblatt, 26. Juni 2018, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Ehemalige Kirche in Todendorf. Gemeinde Todendorf, abgerufen am 30. Januar 2018.
  5. Der letzte Gottesdienst. Hamburger Abendblatt, 20. Januar 2018, abgerufen am 20. Januar 2018.