Rübke (Neu Wulmstorf)

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Rübke
Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf
Wappen von Rübke
Koordinaten: 53° 29′ 30″ N, 9° 46′ 35″ O
Höhe: -1–7 m
Einwohner: 583 (1. Dez. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 21629
Vorwahl: 040
Rübke (Neu Wulmstorf) Neu Wulmstorf Rade (Neu Wulmstorf) Schwiederstorf ElstorfKarte
Über dieses Bild
Lage von Rübke in Neu Wulmstorf
Apfelernte in Rübke
Apfelernte in Rübke

Audio-Datei / Hörbeispiel Rübke?/i (plattdeutsch Rübk) ist ein Teil der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf im Landkreis Harburg im nordöstlichen Niedersachsen in der Metropolregion Hamburg und hat ca. 500 Einwohner.

Feuerwehr Rübke
Rübke (Neu Wulmstorf)
Rübke
Rübke

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rübke liegt an der Südgrenze der Dritten Meile des Alten Land und besteht im Wesentlichen aus den beiden Straßenzügen Nincoper Deich und Buxtehude Straße.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rübke liegt im äußersten Südosten des Naturraums Das Alte Land (Nr. 670.02), der zur Haupteinheit Harburger Elbmarschen (670) und der Haupteinheitengruppe Untere Elbeniederung (Elbmarsch) (67) gehört. Direkt südlich schließen sich die Harburger Berge im Naturraum Schwarze Berge (640.00) in der Untereinheit Wilseder Endmoränen (640.0) an, die zur Haupteinheit Hohe Heide (640) und der Haupteinheitengruppe Lüneburger Heide (64) gehören.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden grenzt Rübke an Neu Wulmstorf, im Westen an Buxtehude, im Norden und Osten an Hamburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hollerkolonisation

Als Teil der drei Meilen des selbstverwalteten Alten Land gehörte Rübke bis zum 1. August 1932 zum preußischen Kreis Jork, bevor es bei dessen Auflösung in den Landkreis Harburg überging.[2] Bei der Sturmflut 1962 war Rübke durch Überflutungen, in Folge großer Deichbrüche im Bereich Süderelbe zwischen Neuenfelde und Harburg betroffen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rübke ging im Zuge der Gründung der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf am 1. Juli 1972 in Neu Wulmstorf auf.[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Franzosenzeit zählte Rüpke 387 Einwohner und gehörte im Mairie Estebrügge und Moorende-Ostseite zum Département des Bouches de l’Elbe.[5]

Am 1. Dezember 1910 zählte Rübke 353 Einwohner.[6]

Jahr 1812 1910 1925 1933 1939 2015 2016
Einwohnerzahl 387[5] 353[6] 397[7] 399[7] 350[7] 550 583[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rübke liegt nördlich des seit 5. September 2013 im Bau befindlichen dritten Bauabschnitts der Bundesautobahn 26[8], der Eisenbahnstrecke Hamburg-HarburgCuxhaven (Niederelbebahn) mit einem Haltepunkt der Hamburger S-Bahn (S3 Stade-Pinneberg) und der Bundesstraße 73.

Ruebke - Anti A26 2.jpg

Im Rahmen der Planung A26 gab es erhebliche Konflikte im Zusammenhang mit dem Streckenverlauf am südlichen Ortsrand. Durch die direkt angrenzenden Naturschutzgebiete Moorgürtel und „Moore bei Buxtehude“ wurde ein sehr ortsnaher Streckenverlauf gewählt, welches auf Widerstand bei den Anwohnern trifft. Die Fertigstellung des Bauabschnitts mit eigener Anschlussstelle ist bis 2020Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren geplant.[9] Danach entsteht eine besondere Verkehrsbelastung, da der Anschluss an die Bundesautobahn 7 durch das Hamburger Staatsgebiet noch nicht absehbar ist und die A26 zumindest für ein paar Jahre hier enden wird. Ein bereits fertiggestelltes erstes Teilstück der Bundesstraße 3n verbindet dann die A26 mit der B73 westlich von Neu Wulmstorf.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rübke befindet sich inmitten einiger besonderer Naherholungsgebiete und Naturschutzgebiete:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rübke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Wissenswertes über die Gemeinde Neu Wulmstorf“, Stand der Einwohnerzahlen: Dezember 2016, Faltblatt der Gemeinde Neu Wulmstorf, Januar 2017
  2. Preußisches Staatsministerium, § 66, Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen, vom 1. August 1932 Preußische Gesetzessammlung, Berlin 1932; Nr. 43, R. von Deckers Verlag, G. Schenk, 1932, Seiten 255–273
  3. NI GVBl., 23. Juni 1972, Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Harburg, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt 1972, (Nr. 30, S. 320–322)
  4. Die Geschichte von Neu Wulmstorf
  5. a b A. F. L. Lasius: Der Französische Kaiser-Staat unter der Regierung des Kaisers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 57 (online).
  6. a b Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900, Königreich Preußen, Provinz Hannover, Regierungsbezirk Stade, Landkreis Jork
  7. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 9. März 2015.
  8. A 26: Baubeginn zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf. 5. September 2013, archiviert vom Original am 29. Oktober 2013, abgerufen am 15. September 2013.
  9. A26: Baubeginn für dritten Abschnitt. 19. August 2013, abgerufen am 15. September 2013.