Bundesautobahn 26

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Bundesautobahn 26 in Deutschland
Bundesautobahn 26
Karte
Verlauf der A 26
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Stade
(53° 35′ N, 9° 30′ O)
Straßenende: Jork
(53° 30′ N, 9° 40′ O)
Gesamtlänge: 58 km
  davon in Betrieb: 15,4 km
  davon in Bau: 8,6 km
  davon in Planung: 34 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig

Die Bundesautobahn 26 (Abkürzung: BAB 26) – Kurzform: Autobahn 26 (Abkürzung: A 26) – ist eine Autobahn in Norddeutschland. Ihr Bau begann 2002 bei Stade. Nach ihrer Fertigstellung soll die A 26 vierstreifig vom Autobahndreieck Drochtersen (A 20) nach Hamburg-Stillhorn (A 1) führen und dabei die stark befahrene und unfallträchtige Bundesstraße 73 zum Teil ersetzen sowie die A 7 als Hafenpassage mit der A 1 verbinden.

Kosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bestehende Strecke des 16,1 km Teilstücks südöstlich von Stade bis zur Anschlussstelle Jork wurde mit 52,2 Mio. Euro durch den Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.[1]

Bestehende Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Bau des ersten, rund zwölf Kilometer langen Abschnitts zwischen Stade und Horneburg wurde 2002 begonnen. Zwischen dem 5. August und dem 5. September 2008 war die Richtungsfahrbahn Horneburg–Stade als Umleitung für die B 73 provisorisch für den Verkehr freigegeben, es stand nur ein Fahrstreifen zur Verfügung und die Höchstgeschwindigkeit war auf 50 km/h begrenzt. Die feierliche Verkehrsübergabe dieses Abschnitts fand am 4. Oktober 2008 statt. Nach geringer Verzögerung beim Beseitigen der letzten Absperrungen wurde am 23. Oktober 2008 der Abschnitt endgültig für den Verkehr freigegeben.[2] Der Anschluss an die Hansestadt Stade wurde mit einem aufwändigen „schwebenden Kreisel“ umgesetzt. Die A 26 geht dabei unter dem Kreisel in die jetzige B 73 über, die Auf- und Abfahrten verlaufen vom Kreisverkehr. Die Fahrbahnbreite beträgt zehn Meter, was dem Regelquerschnitt RQ 26 entspricht.

Zweiter Abschnitt (Horneburg – Jork)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AS Jork (Hinweise zur Fahrtrichtung Hamburg sind noch überdeckt)
Vorläufiges Ende der A 26 an der AS Jork (gen Osten)

Für den zweiten 9,15 Kilometer langen Abschnitt zwischen Horneburg und Buxtehude gibt es seit 2004 den Planfeststellungsbeschluss.

Der erste Teil des zweiten Abschnitts Horneburg–Jork ist seit Mitte 2014 fertig asphaltiert. Er ist für PKW und Motorräder seit dem 28. November 2014 in Fahrtrichtung Westen[3] und seit dem 17. Juli 2015 für beide Fahrtrichtungen geöffnet.[4]

Bauphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweiter Abschnitt (Jork – Buxtehude)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer teilweise erfolgreichen Klage gegen die geplante Streckenführung musste der östliche Teil des Abschnitts zum Schutz des NSG „Moore bei Buxtehude“ verlegt werden. Eine zusätzliche Klage der Stadt Buxtehude, bzgl. der geplanten Brückenquerung der Este wurde zurückgezogen.[5] Durch die in Bau befindliche Brücke wird der Buxtehuder Stadthafen nicht mehr für Segelschiffe erreichbar sein.[6]

Dritter Abschnitt (Buxtehude – Neu Wulmstorf)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den dritten, etwa 4,1 Kilometer langen Abschnitt von der Anschlussstelle Buxtehude östlich der Este bis Neu Wulmstorf/Rübke, kurz vor der Landesgrenze Hamburg/Niedersachsen, gibt es seit dem 29. Juni 2012 einen Planfeststellungsbeschluss[7][8]. Der Baubeginn war am 5. September 2013.[9] Die Fertigstellung ist bis Juli 2021Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren geplant.[10] Zur Entlastung des nachgelagerten Verkehrsnetzes wurde die B 3n im ersten Schritt als westliche Ortsumgehung Neu Wulmstorfs errichtet. Sie soll im weiteren Verlauf südlich über die B 73 an die bestehende B 3 angeschlossen werden und so eine bessere Anbindung zur A 1 über die Anschlussstelle Rade schaffen.[11] Im Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 wird dieser Abschnitt als laufendes Projekt geführt.[12]

Planungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vierter Abschnitt: „A 26-West“ genannt (Neu Wulmstorf – A 7)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschnitt der A 26 innerhalb von Hamburg

Der vierte 8,7 Kilometer lange Abschnitt von der Landesgrenze Niedersachsen/Hamburg bis zum zukünftigen Autobahnkreuz Hamburg-Süderelbe zum Anschluss an die A 7 wird hauptsächlich von der Freien und Hansestadt Hamburg geplant (Bauabschnitt 4b).[13] Seit dem 8. Oktober 2012 läuft hierzu das Planfeststellungsverfahren, zu dem etwa 200 Einwände vorliegen.[14] Die Länder Niedersachsen und Hamburg erwarten einen Planfeststellungsbeschluss für beide Teile des vierten Abschnitts in der zweiten Hälfte des Jahres 2017, womit der Bau frühestens 2018 beginnen könne und die Verkehrsfreigabe 2023 erreichbar sei.[15] Im Referentenentwurf und Kabinettsbeschluss des Bundesverkehrswegeplans 2030 wurde dieser Abschnitt als fest disponiertes Projekt mit einer Gesamtinvestition von 238,5 Millionen Euro geführt.[16][17]

Für den niedersächsischen 800 Meter langen Teil des Bauabschnitt 4 (4a) läuft seit dem 6. September 2012 das Planfeststellungsverfahren.[18] Obwohl die Planfeststellung zum Bauabschnitt 3 keine Verlegung der AS Rübke nach Osten vorsah, fordert Neu Wulmstorf weiterhin eine östliche Umgehung Rübkes auf Hamburger Gebiet zur Vermeidung des Schwerlastverkehrs auf der nördlichen L 235.[19]

Fünfter Abschnitt (Drochtersen – Stade)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2004 beschloss der Verkehrsausschuss des Bundestages, die Autobahn von Stade nordwestlich nach Drochtersen um 15,6 Kilometer zu verlängern und sie an die geplante A 20 anzuschließen. Dieser Abschnitt befindet sich seit dem 20. September 2010 im Planfeststellungsverfahren.[20] Er umfasst neben der Streckenführung einen Rastplatz, die Anschlussstelle nördlich von Stade und den Anschluss an die bestehende Strecke an der umzugestaltenden Anschlussstelle Stade-Ost.

Planungsabschnitt A 20 / A 26[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autobahndreieck Drochtersen sowie die Anschlussstelle Drochtersen werden separat geplant, um die neue Elbquerung und die A 20 anzuschließen.

Sechster Abschnitt: „A 26-Ost“ oder „Hafenpassage“ genannt (A 7 – A 253 – A 1)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplanter Verlauf der A 26 zwischen der A 7 und A 1

Planungen des Bundesverkehrsministeriums sehen eine 9,7 Kilometer lange Verlängerung des vierten Bauabschnittes vom zukünftigen Autobahnkreuz Hamburg-Süderelbe, über die A 7 hinaus südlich von Wilhelmsburg entlang, als sogenannte Hafenpassage zur A 1 mit einem Autobahndreieck Hamburg-Stillhorn vor.[21] Dafür wird auch eine weitere Überquerung der Süderelbe nötig. Dieser Abschnitt ersetzt die nie realisierte Planung der Hafenquerspange und wird selbst oft fälschlicherweise als Hafenquerspange bezeichnet.

Der Bau soll in drei Abschnitten von West nach Ost durchgeführt werden. Der Abschnitt 6a (West) soll vom zukünftigen Kreuz Süderelbe zu einer zukünftigen AS Hafen-Süd führen, der Abschnitt 6b (Mitte) bis zur AS Hohe Schaar und der Abschnitt 6c (Ost) schließlich zur A 1.[22] Herzstück des Abschnitts 6b ist die neue Süderelbbrücke, deren Design nach einem Architektenwettbewerb am 16. Mai 2013 vorgestellt wurde. Es ist eine Schrägseilbrücke mit zwei Pylonen. Die Durchfahrtshöhe für Schiffe soll 53 Meter betragen. Im Abschnitt 6c soll die Bahnstrecke Hannover–Hamburg in einem Tunnel unterquert werden.

Im Februar 2017 wurde das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 6a eröffnet. Die Unterlagen wurden vom 3. März bis 3. April ausgelegt, die Einwendungsfrist endete am 18. April 2017.[23]

Im Januar 2015 erwartete der Senat die Planfeststellungsverfahren für die Jahre 2015 bis 2019 und einen möglichen Baubeginn ab 2018. Eine vollständige Freigabe wurde bei günstigem Verlauf frühestens Mitte der 2020er Jahre erwartet.[22] Bei einer Informationsveranstaltung am 30. Juni 2015 wurden die Kostenschätzung von 900 Millionen Euro bekannt gegeben.[24][25] Im Referentenentwurf und Kabinettsbeschluss des Bundesverkehrswegeplans 2030 wird dieser Abschnitt als vordringlicher Bedarf mit einer Gesamtinvestition von 895,9 Millionen Euro aufgeführt.[16][17]

Y-Trasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sogenannte Breimeier-Trasse, als alternative Trassenvariante der Y-Trasse, sieht vor, den Güterbahnverkehr des Hamburger Hafens entlang der geplanten A 26 bis Rübke und der zukünftigen B 3n bis Bachheide/Elstorf weiter nach Buchholz und Wittenberge zu führen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 26 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neubau der Bundesautobahn A 26. In: verNETZt, 2/2010, Seite 2. Abgerufen am 22. Januar 2016.
  2. Hamburger Abendblatt: A 26-Abschnitt wird eingeweiht, 4. Oktober 2008
  3. "A26 Light" in Stein gemeißelt? In: Kreiszeitung-Wochenblatt Jork. 17. April 2014, abgerufen am 18. Juli 2015.
  4. Es ist soweit: Die A26 kann komplett befahren werden. In: Stader Tageblatt. 18. Juli 2015, abgerufen am 18. Juli 2015.
  5. Buxtehude zieht Klage gegen A26-Bau zurück
  6. Buxtehude hält an Klage fest (Memento vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.is)
  7. Planfeststellungsbeschluss über den Neubau des 3. Bauabschnitts der Bundesautobahn 26, östlich der Anschlussstelle Buxtehude bis zur Anschlussstelle Neu Wulmstorf von Bau-km 21+400 bis Bau-km 25+500 (Az.: 3318-31027/01 (A 26-405)) (PDF 2,0MB). 26. Juni 2013, abgerufen am 21. Mai 2014.
  8. Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes – Teil Straße (Niedersachsen). 25. Juni 2013, abgerufen am 30. Juli 2013.
  9. A 26: Baubeginn zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf. In: BMVBS. 5. September 2013, archiviert vom Original am 29. Oktober 2013, abgerufen am 15. September 2013.
  10. Maßnahmen-Fahrplan – Dialog A26. In: www.dialog-a26.de. Abgerufen am 9. Januar 2017.
  11. B 3n: Zubringer zur A 26, 2. Bauabschnitt. Abgerufen am 21. Mai 2014.
  12. Bundesverkehrswegeplan 2030 - Entwurf März 2030. Abgerufen am 17. März 2016. S. 114
  13. Claudia Michaelis: Neue Hoffnung: 2018 freie Fahrt. A26-Weiterbau. HAN-online, 11. Mai 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (Planungen des Bundesverkehrsministeriums zur Anbindung an die A 7).
  14. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: Planfeststellungsverfahren für den Neubau der A 26 (Stade–Hamburg), Bauabschnitt 4 (A 7 bis Landesgrenze) und für den Ausbau der A 7 von Moorburg bis AS HH-Heimfeld. 8. Oktober 2012, abgerufen am 21. Mai 2013.
  15. Drucksache 17/6785 Unterrichtung. Antworten auf Mündliche Anfragen gemäß § 47 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Landtages - Drs. 17/6705. 10. Wie ist der Planungsstand der A 26, 4. Bauabschnitt? Niedersächsischer Landtag, 28. Oktober 2016, abgerufen am 20170105.
  16. a b Bundesverkehrswegeplan 2030 - Entwurf März 2030. Abgerufen am 17. März 2016. S. 104
  17. a b BMVI - Bundesverkehrswegeplan 2030 - Kabinettsbeschluss (PDF 7,3 MB). In: bmvi.de. Abgerufen am 16. August 2016.
  18. 4. Bauabschnitt von der Anschlussstelle Neu Wulmstorf bis zum Anschluss an die A 7
  19. Antwort vom Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies auf die mündliche Anfrage der Abgeordneten Heiner Schönecke und Norbert Böhlke (CDU), Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 16. Mai 2014 - TOP 30.
  20. Bau der Autobahn 26 von Drochtersen bis östlich von Stade (5. Bauabschnitt). In: strassenbau.niedersachsen.de. Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, abgerufen am 30. November 2015.
  21. st/ag: Entscheidung für Südtrasse. Hafenquerspange. HAN-online, 7. März 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (Planungen des Bundesverkehrsministeriums zur Hafenquerspange).
  22. a b Kleine Anfrage und Antwort des Senats: A26-Realisierung – Reine Augenwischerei? Abgerufen am 8. Mai 2015.
  23. Amtlicher Anzeiger. Planfeststellungsverfahren für den Neubau der A26 Ost („Hafenpassage“) Abschnitt 6 a (VKE 7051) AK HH-Süderelbe (A7) bis AS HH-Hafen Süd (Moorburg östlich A7). Justizbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, 24. Februar 2017, S. 346–348, abgerufen am 23. April 2017.
  24. Pläne für Hafenquerspange vorgestellt - Hamburg 1. In: hamburg1.de. Abgerufen am 3. Juli 2015.
  25. Pläne für Hamburger Hafenautobahn vorgestellt. In: ndr.de. Abgerufen am 3. Juli 2015.