Radio Rock Revolution

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Filmdaten
Deutscher Titel Radio Rock Revolution
Originaltitel The Boat That Rocked
The boat that rocked.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich,
Deutschland,
Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 135 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Richard Curtis
Drehbuch Richard Curtis
Produktion Hilary Bevan Jones,
Tim Bevan,
Eric Fellner
Musik Hans Zimmer (nicht erwähnt)
Kamera Danny Cohen
Schnitt Emma E. Hickox
Besetzung

Radio Rock Revolution (Originaltitel: The Boat That Rocked) ist eine britische Musikkomödie aus dem Jahr 2009. Erzählt wird die Geschichte eines Piratensenders, der in den 1960er Jahren von einem Schiff in der Nordsee aus Rock ’n’ Roll sendet. Vorlage für die fiktive Handlung war der damalige Piratensender Radio Caroline. Regie führte Richard Curtis, der auch das Drehbuch verfasst hat.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er wegen Drogenkonsums von der Schule verwiesen worden ist, wird der 18-jährige Carl von seiner Mutter auf das Schiff seines Patenonkels Quentin geschickt, um dort beim Arbeiten wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

Quentin ist Chef von „Radio Rock“, einem Radiosender, der aus der Nordsee rund um die Uhr Rock ’n’ Roll und Pop sendet – von den Beatles, von Cream, den Kinks, den Rolling Stones und vielen anderen Bands, deren Musik auszustrahlen die BBC sich weigert.

Der Regierung ist der (noch legale) Sender ein Dorn im Auge. Premierminister Wilson beauftragt Postminister Dormandy mit der „Beendigung des Unfugs“. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Titten (im Original „Twatt“, ähnlich dem englischen twat für „Trottel“) plant er ein Gesetz, welches das Betreiben von Piratensendern verbietet.

Unterdessen wird der junge Carl mit den Radio-DJs und den Sitten an Bord bekannt gemacht. Die Moderatoren von „Radio Rock“ genießen ein zügelloses Leben mit einer unerschütterlichen Liebe zum Rock und zu Frauen. Immer wieder versucht die Crew, Carl zu verkuppeln und ihm seinen ersten Sex zu ermöglichen. Crazy Kevin erscheint es unsinnig, dass ihn seine Mutter ausgerechnet auf dieses Schiff schickt, um ihn von Drogen fernzuhalten. Er vermutet, dass Carl hier vielmehr endlich seinen Vater kennenlernen soll. Er tippt dabei auf Quentin, was sich aber als Irrtum herausstellt. Als Carls Mutter auf Besuch vorbeikommt, wird klar, dass der verschrobene Sonderling Bob, ein DJ, der nur noch nachts auf Sendung ist, wenn alle anderen schlafen, sein Vater ist.

Als der Druck auf den Sender von Seiten der Regierung spürbar wird, kündigt die Rundfunklegende Gavin Canavagh seine Rückkehr zum Sender an. Count (engl. für „Graf“), ein US-Amerikaner, der als Nachfolger für Gavin auf das Boot gekommen ist und seitdem einen Sonderstatus genießt, ist von Gavins Rückkehr jedoch wenig erfreut. Zwischen Gavin und einigen Mitgliedern der Crew kommt es schnell zu Spannungen, die sich verschärfen, als eine von Gavins Bewunderinnen den ahnungslosen Simon auf dem Schiff heiratet, um Gavin nahe sein zu können. Elenore erklärt Simon am Morgen nach der Hochzeitsnacht, dass sie jetzt zu Gavin ziehe. Die Crew ist entsetzt und obwohl Gavin erklärt, dass er nicht verantwortlich sei für Elenores Manöver, kommt es zu einem Mutduell zwischen Gavin und dem Count in den Sendemasten des Schiffes. Keiner gibt nach und so landen sie schließlich mit leichten Verletzungen im Wasser.

Zu Neujahr 1967 verabschiedet die britische Regierung ein „Schifffahrt-Schutzgesetz“, mit dem das Ende für Radio Rock besiegelt werden soll. Doch die Crew schlägt vor, das Schiff, das nur knapp außerhalb der Dreimeilenzone vor Anker liegt, weiter hinaus in See stechen zu lassen, um unbehelligt weitersenden zu können. Im Laufe der folgenden Nacht kommt es dann im veralteten Maschinenraum zu Explosionen, wodurch Lecks im Rumpf entstehen, so dass das Schiff im Morgengrauen sinkt. Die zu ertrinken drohende Crew wird jedoch von Fans gerettet, die im Radio von dem Vorfall gehört und sich mit zahlreichen Booten zur Unglücksstelle aufgemacht haben. Dormandy hat zuvor Hilfsleistungen durch die Behörden abgelehnt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film ist nach Tatsächlich … Liebe aus dem Jahr 2003 die zweite Regiearbeit des preisgekrönten Drehbuchautors Richard Curtis; er wurde zwischen März und Juni 2008 gedreht. Als „Rock Boat“ diente das ehemalige niederländische Hospiz-Schiff „Timor Challenger“. Gefilmt wurde im Portland Harbour in Dorset, auf der Isle of Portland und in den „Shepperton Studios“.

Der Soundtrack enthält zahlreiche Beat- und Rock-Titel aus den 1960er Jahren, beispielsweise von den Kinks, den Rolling Stones, den Troggs, The Moody Blues, von Jimi Hendrix oder Cat Stevens.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Radio Rock Revolution. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, März 2009 (PDF; Prüf­nummer: 117 416 K).
  2. Alterskennzeichnung für Radio Rock Revolution. Jugendmedien­kommission.