Ralf Özkara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ralf Özkara (* 19. November 1970[1] in Schramberg als Ralf Helble) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er war seit März 2017 Co-Landessprecher und seit April 2018 mit Marc Jongen gleichberechtigter Landessprecher der AfD Baden-Württemberg. Am 20. November 2018 trat er mit sofortiger Wirkung von diesem Amt zurück. Seitdem ist er als Referent der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag tätig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Özkara wurde in Schramberg als Ralf Helble geboren[2] und wuchs im Landkreis Rottweil auf.[3] Er ist ein ehemaliger Zeitsoldat und Verwaltungsfachangestellter. Seit Juli 2010 leitet er zusammen mit seiner Frau eine Zeitarbeitsfirma für Pflegekräfte.[2][4]

Er ist mit einer türkischstämmigen Unternehmerin verheiratet, deren Nachnamen er annahm.[2] Mit ihr hat er einen Sohn[4] und lebt in Berglen.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Özkara trat in die AfD ein und wurde 2015 zum Sprecher des Kreisverbandes Rems-Murr gewählt.[3] Er war ab April 2016 bis Ende Februar 2017 Büroleiter von Jörg Meuthen.[6] Anfang März 2017 wurde er in Sulz am Neckar vom Landesparteitag zum ersten Landessprecher (Landesvorsitzenden) gewählt. In der Stichwahl gewann er mit 224:209 Stimmen gegen Alice Weidel.[6]

Özkara fordert die Überwachung aller Moscheen in Deutschland.[7]

Im Oktober 2018 kandidierte Özkara bei der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg als erster AfD-Kandidat bei einer solchen Wahl. Als Grund nannte er die Tötung eines Offenburger Arztes durch einen Asylbewerber am 16. August 2018. Die AfD vor Ort habe sich die Reaktionen der anderen OB-Kandidaten daraufhin angesehen. Sie habe keine angemessene Anpassung der jeweiligen Sicherheitskonzepte für Offenburg gefunden, daher sei man übereingekommen, mit einem eigenen Kandidaten die Lücke zu füllen. Özkara sei dann für diese Rolle angefragt worden.[8] Özkara strebte ein Ergebnis von mindestens 20 % an, alles andere wäre für ihn eine Enttäuschung.[8] Bei der Wahl belegte er beim Sieg des CDU-Politikers Marco Steffens den vierten Platz mit 5,4 % der Stimmen.[9]

Am 20. November 2018 trat Özkara mit unmittelbarer Wirkung vom Landesvorsitz der AfD „aus privaten, beruflichen und familiären“ Gründen zurück und ist seitdem als Referent der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag tätig.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug aus dem Handelsregister@1@2Vorlage:Toter Link/www.firmendaten.info (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. vom 16.09.2013, abgerufen am 5. März 2017
  2. a b c Phillip Weingand: Islamkritiker mit muslimischer Ehefrau. In: Stuttgarter Zeitung. 9. März 2017, abgerufen am 11. März 2017.
  3. a b Jürgen Maier: Landesparteitag: Özkara führt Südwest-AfD. In: Schwarzwälder Bote. 5. März 2017, abgerufen am 6. März 2017.
  4. a b Özkara sticht Weidel aus. In: Südwestrundfunk. 4. März 2017, abgerufen am 6. März 2017.
  5. Peter Schwarz: Ralf Özkara will AfD-Landeschef werden. In: Winnender Zeitung. 2. März 2017, abgerufen am 6. März 2017.
  6. a b Thomas Steiner: Favoritin Weidel unterliegt bei AfD-Parteitag. In: Badische Zeitung. 5. März 2017, abgerufen am 6. März 2017.
  7. Carsten Wagner: "Pegasus": Neuer Flügel-Streit bei der AfD. In: NDR. 2. September 2018, abgerufen am 6. November 2018.
  8. a b Ralf Burgmaier: AfD-Kandidat Ralf Özkara:"Ich bin nicht der Heilsbringer". Badische Zeitung, [1], 27. September 2018.
  9. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: OB-Wahl Offenburg: Klare Entscheidung im ersten Wahlgang. In: stuttgarter-zeitung.de. (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 11. November 2018]).
  10. FAZ: AfD-Landesvorsitzender Özkara zurückgetreten. 21. November 2018, abgerufen am 22. November 2018.