Red Planet

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Filmdaten
Deutscher Titel Red Planet
Originaltitel Red Planet
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe FSK/JMK 12
Stab
Regie Antony Hoffman
Drehbuch Chuck Pfarrer,
Jonathan Lemkin
Produktion Bruce Berman,
Mark Canton,
Jorge Saralegui
Musik Melissa R. Kaplan,
Graeme Revell
Kamera Peter Suschitzky
Schnitt Robert K. Lambert,
Dallas Puett
Besetzung

Red Planet ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, in dem eine kleine Gruppe von Astronauten aufbricht, die Besiedlung des Mars vorzubereiten. Hauptdarsteller sind Carrie-Anne Moss und Val Kilmer.

Handlung[Bearbeiten]

Nachdem die Erde aufgrund zunehmender Verschmutzung unbewohnbar zu werden droht, beginnt man 2025 damit, die Kolonisierung des Mars vorzubereiten. Mit unbemannten Sonden werden Algen auf dessen Planetenoberfläche ausgesetzt, die Sauerstoff produzieren sollen. Zwei Jahrzehnte lang scheint das Projekt zu funktionieren, bis plötzlich die Sauerstoffkonzentration wieder zu sinken beginnt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Führung der Kommandantin und Pilotin Kate Bowman bricht daher mit dem Raumschiff Mars-1 auf, um das Problem zu untersuchen.

Schon bei ihrer Ankunft geraten die Astronauten in Schwierigkeiten, als ihr Schiff in eine Sonneneruption gerät. Bowman bleibt an Bord und versucht, alles wieder in Ordnung zu bringen. Die übrige Crew – Co-Pilot Ted Santen, Bordingenieur Rob Gallagher, die Wissenschaftler Burchenal, Chantilas und Pettengill sowie der vierbeinige Navigations- und Kampfroboter A.M.E.E. – verlässt das Schiff in einer Landekapsel, die jedoch vom Kurs abkommt. Nach einer verpatzten Landung verlassen die Männer die Kapsel. Chantilas ist jedoch so schwer verletzt, dass er zum Sterben zurückbleibt. Derweil kann Bowman ein an Bord des Raumschiffs ausgebrochenes Feuer löschen, indem sie alle Atmosphäre in den Weltraum ablässt. Schließlich kann sie Mars-1 in einer Kreisbahn um den Mars stabilisieren.

Auf der Oberfläche machen die Männer sich auf die Suche nach ihrem Habitat, um ihre Luftvorräte aufzufrischen. Sie müssen jedoch feststellen, dass dieses zerstört worden ist. So bereiten sie sich aufs Sterben vor. In einem einsamen Augenblick kommt es zwischen Pettengill und Santen zum Streit, wobei letzterer in eine Felsschlucht stürzt und stirbt. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Atmosphäre atembar ist, und die übrigen drei sind vorerst gerettet. Sie machen ein Lagerfeuer und treffen auf A.M.E.E., dessen Prozessor beim Absturz beschädigt wurde. Als die Astronauten ihn deaktivieren wollen, betrachtet der Roboter sie als Feind und verletzt Burchenal.

Nach A.M.E.E.s Rückzug suchen die Männer nach der US-amerikanischen Mars-Sonde Pathfinder, die 1997 auf dem Mars gelandet ist. Deren Rover Sojourner enthält eine Kommunikationseinheit, mit deren Hilfe sie wieder mit Bowman in Kontakt treten wollen. Als die Funkverbindung mit Bowman wieder hergestellt ist, erfahren sie, dass ihre einzige Chance, den Planeten zu verlassen, eine alte russische Mars-Sonde ist, die nicht, wie ursprünglich geplant, zur Erde zurückgekehrt ist. Von ihrem außer Kontrolle geratenen Roboter verfolgt, machen sie sich auf den Weg, geraten jedoch in einen Sturm und müssen sich in einer Höhle verstecken. Dort offenbart Gallagher den anderen, dass nur zwei von ihnen in der Sonde Platz haben werden. Er erklärt, selbst zurückbleiben zu wollen.

Gallagher und Burchenal erwachen aus einem kurzen Schlaf und stellen fest, dass Pettengill verschwunden ist: er will ohne sie abfliegen, wird aber von A.M.E.E. überfallen und getötet. Als die beiden Überlebenden ihn finden, stoßen sie auf die verloren geglaubten Algen und stellen fest, dass diese einer Spezies allesfressender marsianischer Insekten als Nahrung dienen, deren Verdauungsprozess genug Sauerstoff für eine ganze Atmosphäre produziert und die Tiere sehr leicht entflammbar macht. Burchenal wird von den Insekten angegriffen und sprengt sich mit ihnen in die Luft. Nachdem Gallagher die alte russische Mars-Sonde erreicht hat, versucht er sie zu aktivieren. Allerdings enthalten die Akkumulatoren der Sonde nicht mehr genügend Energie. Gallagher benötigt daher eine alternative Energiequelle. Es gelingt ihm in einem letzten Duell mit A.M.E.E., diesen zu überlisten und seine Energiezelle sicherzustellen. Mit der Energiezelle kann er nun die alte russische Mars-Sonde starten und somit zu Mars-1 zurückkehren. Mit einigen Exemplaren der Käfer in der Tasche und damit einem Mittel zur Erneuerung der Erdatmosphäre brechen er und Bowman zur Heimreise auf, wobei sie sich bald näherkommen.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die „Mars-Szenen“ wurden größtenteils in Jordanien gedreht.
  • In einigen Szenen des Films wird mit Product Placement agiert, beispielsweise bei den Aufnähern auf den Raumanzügen.
  • Der Film war ein kommerzieller Flop und spielte bei Kosten von 75 Millionen Dollar weltweit nur ca. 30 Millionen Dollar ein.

Vergleich mit Mission to Mars[Bearbeiten]

Brian De Palma brachte im selben Jahr wie Antony Hoffman einen weiteren Film über die erste bemannte Marsmission in die Kinos. Mission to Mars wählte dabei einen um einiges utopischeren Ansatz, dennoch konkurrierten die Filme um die Zuschauer. Ironischerweise war keiner von beiden ein Erfolg an den Kinokassen, wodurch der Mars (später auch bestätigt durch die Horror-Produktion Ghosts of Mars) in Hollywood als Kassengift abgestempelt wurde.

In beiden Filmen heißt das Raumschiff „Mars One".

Kritiken[Bearbeiten]

„Science-Fiction-Film, der es vor allem mit den technischen Details genau nimmt, während er sich in den Dialogen darum bemüht, dem rationalen Fortschritts- und Technologie-Glauben der Menschen mit Fragen nach der Existenz Gottes sowie der Bedeutung der Kategorie ‚Gottvertrauen‘ zu begegnen. Da er weder interessante Figuren entwirft noch seine Geschichte spannend zu erzählen vermag, bleibt nicht mehr als ein papierner, blutarmer filmischer Entwurf.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Furioser Trip ins All mit schönen Tricks – Der 75 Millionen Dollar teure, geschickt erzählte Überlebenskampf besticht durch stilvolle Ausstattung und ausgefeilte Tricks. Und der durchgeknallte Roboter ist echt phänomenal!“

TV Spielfilm[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmlexikon FILME von A–Z – Red Planet
  2. TV Spielfilm Ausgabe 03/08, S.201

Weblinks[Bearbeiten]