Reichsbahndirektion Berlin

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Dienstgebäude am Schöneberger Ufer, um 1896

Die Reichsbahndirektion Berlin war ein Verwaltungsbezirk der Staatsbahn mit Sitz in Berlin

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisenbahndirektion wurde 1879 als Königliche Eisenbahndirektion Berlin der Preußischen Staatseisenbahnen gegründet. Nach dem Übergang der Preußischen Staatsbahnen auf die Reichsbahn 1920 wurde sie in „Reichsbahndirektion Berlin“ umbezeichnet. Nach 1947 bestand die Reichsbahndirektion Berlin weiterhin, nun als eine von acht Direktionen der Deutschen Reichsbahn.

1920 bis 1947[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Deutschen Reichsbahn erstreckte sich über Groß-Berlin und das unmittelbare Umland der Stadt und reichte im Westen darüber hinaus zeitweilig bis zur Elbe. Die Direktionsgrenzen wurden im Laufe der Jahrzehnte mehrfach verlegt.

Der Direktionsbereich umfasste von den Fernstrecken:

Richtung Osten
Richtung Süden
Richtung Westen
Richtung Norden

1947 bis 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürohochhaus des Rba Berlin 1 im Hintergrund

Unter der Deutschen Reichsbahn zu DDR-Zeiten war die Direktion Berlin die Grenzdirektion zu West-Berlin und der VR Polen. Ihr unterstanden auch die Strecken in West-Berlin. Die untere Ebene der Direktion war gegliedert in:

  • Reichsbahnamt Berlin 1 (Verwaltungssitz Berlin Ostbahnhof) (später Frankfurter Allee 216, nahe Fernbahnhof Berlin-Lichtenberg)
  • Reichsbahnamt Berlin 2 (Verwaltungssitz Potsdam) (später in Reichsbahnamt Potsdam umbenannt)
  • Reichsbahnamt Berlin 3 (Verwaltungssitz Wustermark) (am 1. Januar 1968 aufgelöst)
  • Reichsbahnamt Berlin 4 (Verwaltungssitz Berlin Nordbahnhof) (später in Vizepräsidentenbereich BT der Rbd Berlin umbenannt). Ihm unterstanden die Strecken in Berlin (West), der Bahnhof Friedrichstraße und die Nord-Süd-S-Bahn.
  • Reichsbahnamt Frankfurt (Oder)

Während der Zeit der DDR war der Sitz der Rbd Berlin in der Wilhelm-Pieck-Straße 140/142.[1] Heute beherbergt das Gebäude Dienststellen der Bundespolizei.

Ende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 1993 wurde die Reichsbahndirektion Berlin aufgelöst und deren Aufgaben an die mit der Bahnreform 1992 entstandenen selbständigen Geschäftsbereiche verteilt.[2]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dienstgebäude am Schöneberger Ufer wurde schon in preußischer Zeit, 1895 errichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsche Reichsbahn: Plan der Gleisanlagen Reichsbahndirektion Berlin 1973 - Reprint im Format A1, GVE-Verlag & Berliner S-Bahn Museum, Berlin 2013, ISBN 978-3-89218-973-2
  • Deutsche Reichsbahn: Eisenbahn Übersichtskarte 1938 - Reprint im Format A1, GVE-Verlag & Berliner S-Bahn Museum, Berlin 2012, ISBN 978-3-89218-938-1
  • Amtsblatt der Reichsbahndirektion Berlin. (Vorläufer: Amtsblatt der (Königlichen) Eisenbahndirektion Berlin). Steiniger, Berlin. Nachgewiesen: Nr. 70, 1922 – 1948. Mikrofiche bei Deutsche Nationalbibliothek, Standort Leipzig
  • Amtlicher Berliner Taschenfahrplan Berlin – Jahresfahrplan 1943, Gültig vom 17. Mai 1943 an – Deutsche Reichsbahn – Kursbuchbüro der Generalbetriebsleitung Ost Berlin, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1. Reprint-Auflage 2006, ISBN 978-3-937135-95-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gelaufener offizieller Postbeleg aus dem Jahr 1977 mit der Anschrift Reichsbahndirektion Berlin, Wilhelm-Pieck-Straße 142; im Privatbesitz.
  2. Eisenbahndirektion in Berlin