Rico, Oskar und der Diebstahlstein (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelRico, Oskar und der Diebstahlstein
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2016
Länge94 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
Stab
RegieNeele Vollmar
DrehbuchMartin Gypkens
ProduktionPhilipp Budweg,
Robert Marciniak,
Anna Maria Zündel,
Magdalena Prosteder
MusikOliver Thiede
KameraFelix Novo de Oliveira
SchnittBenjamin Kaubisch
Besetzung

Rico, Oskar und der Diebstahlstein ist ein deutscher Kinderfilm von Neele Vollmar, der am 28. April 2016 in den deutschen Kinos startete. Der Film basiert auf dem 2011 im Carlsen Verlag veröffentlichten gleichnamigen Buch von Andreas Steinhöfel und ist die Fortsetzung von Rico, Oskar und das Herzgebreche (2015).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem letzten Abenteuer von Rico und Oskar wohnen mittlerweile auch Oskar und sein Vater Lars in der Dieffenbachstraße 93. Dafür ist der mürrische und eigenwillige Nachbar Fitzke gestorben. Während der Beerdigungsfeier bemerkt Rico auf dem Friedhof eine junge Frau, die er zuletzt sah, als sie sein Wohnhaus verließ und sich zuvor mit Fitzke gestritten haben musste. Als Fitzke wenig später verstarb vermachte er Rico seine umfangreiche Steinsammlung samt Hinweis, gut darauf aufzupassen.

Wozu Rico genug Zeit hat, da seine Mutter und ihr Freund Herr Westbühl nach Sri Lanka in den Urlaub fliegen. Rico soll solange bei Oskar und Lars wohnen. Beim Fernsehen bei Frau Dahling, welche von Herr von Scherten zum Tanzen ausgeführt wird, hören die Jungen plötzlich Schritte in Fitzkes Wohnung und beobachten aus dem Fenster einen Einbrecher. Am nächsten Morgen zerstreiten sich Lars und Oskar, woraufhin die Jungen in Fitzkes Wohnung auf Spurensuche gehen, wo sie feststellen, dass Ricos Lieblingsstein, der sogenannte Kalbstein, verschwunden ist. Dafür entdecken sie ein Foto der jungen Frau. Ihre Ermittlungen führen sie schließlich dazu, dass es sich bei ihr, sie heißt Julia, um die Einbrecherin handeln muss und sie sich samt Kalbstein in Pretow an der Ostsee befinden muss. Unter dem Vorwand einen Ausflug zu machen reisen die Jungen mit dem Hund Porsche ebenfalls dorthin, wobei sie unverhofft auf den aus dem ersten Abenteuer bekannten Sven treffen, der ihnen eine Bleibe im Gartenschuppen seiner Familie verschafft.

Bei ihren Ermittlungen am nächsten Tag stoßen die Rico und Oskar auf Julia und ihren Komplizen, ihren Freund Justin. Sie erfahren, dass sie den gestohlenen Stein verkaufen wollen und hören auch den Ort der Übergabe mit. Allerdings kommt es kurz darauf zum Streit der Freunde, als Rico herausfindet, dass Oskar nicht unbedingt aus Freundschaft zu Rico an die Ostsee gereist ist um ihm zu helfen, den Kalbstein zurückzuholen, sondern auch, weil es eine passende Gelegenheit war, sich an seinem Vater dafür zu rächen, dass er ihn auch einmal einfach allein gelassen hat. Im Streit beleidigen sich die Freunde gegenseitig und Rico läuft schließlich mit Porsche davon, zum ersten Mal seit längerer Zeit im wieder ganz durcheinander im Kopf. Nachdem seine Wut jedoch verraucht ist kehrt er zurück und die Freunde versöhnen sich. Oskar hat währenddessen mithilfe eines Handbuches herausgefunden, dass es sich bei einem der Steine aus Fitzkes Sammlung um einen Rubin handeln muss, auf dessen Wert es Justin und Julia ankommt. Doch weder bei einer Aktion in der Nacht noch am nächsten Tag am Strand können die Jungen etwas über den Verbleib des Steines erfahren; unter den gestohlenen Steinen sind weder ein Rubin noch der Kalbstein. Doch die Diebe wollen ein zweites Mal in der Wohnung nachsehen. Mit Unterstützung des ebenfalls an der Ostsee Urlaub machenden Nachbarn Herr Kiesling und dessen Freund Tom gelangen die Jungen noch vor den Einbrechern zurück nach Berlin und können sämtliche Steine in Sicherheit bringen. Als Justin und Julia schließlich eintreffen kommt es zum Kampf zwischen Justin und den anderen, doch endet dieser glimpflich, als Oskar ihn ins Treppenhaus lockt und in seine Wohnung fliehen kann, wobei Lars Justin eine runterhaut, um seinen Sohn zu schützen. Bevor die Polizei eintrifft sprechen sich Vater und Sohn aus; Lars gesteht, Oskar zwar sehr lieb zu haben, es sei jedoch schwer, mit einem Kind zusammenzuleben, das klüger und sensibler ist als man selbst. Auch Julia entschuldigt sich für das Verhalten ihres Freundes und bringt Tom und Kiesling ins Krankenhaus. Einige Tage später, nachdem Ricos Mutter und Herr Westbühl wieder da sind, trifft Rico an Fitzkes Grab auf Julia. Sie gibt ihm den Kalbstein zurück und erklärt, dass sie ihn nur als Erinnerung an Fitzke behalten wollte und geht, doch mit der Absicht, sich mal wiederzusehen. Als Rico einen letzten Stein zu den anderen auf das Grab legt erkennt er, dass es sich bei diesem um den Rubin handelt, lässt ihn jedoch liegen. Der Film endet damit, dass Rico, Oskar und Porsche den Friedhof verlassen und Oskar Rico etwas vorrechnet.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten zu Rico, Oskar und der Diebstahlstein begannen am 16. Juni 2015 und fanden bis zum 11. August 2015 in Leipzig, Berlin und an der Ostsee statt.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) versah den Film mit einem Prädikat, denn „diese Welt ist wie immer liebevoll gestaltet, Setting und Ausstattung sind absolut stimmig. Doch dieses Mal wird der Kosmos von Rico und Oskar um einen spannenden Handlungsort am Meer erweitert. Und auch hier stimmt alles, einschließlich der großartigen skurrilen Nebenfiguren, die von einem wie immer gut gelaunten Ensemble hochkarätiger Darsteller verkörpert werden, darunter dieses Mal Fahri Yardim, Friederike Kempter, Detlev Buck und Heike Makatsch. Spannung und Komik halten stets eine gute Balance, und immer wieder gibt es auch rührende Momente, ob nun zwischen Oskar und seinem Vater oder den beiden besten Freunden, die sich mittlerweile ergänzen wie Butter und Schokoaufstrich.“ Abschließend hieß es, der Film sei „der krönende Abschluss einer Kinder- und Familienfilmreihe, die alles richtig gemacht hat. Mehr Spaß und mehr Charme kann Kinderkino nicht versprühen“.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Rico, Oskar und der Diebstahlstein. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Rico Oskar Und Der Diebstahlstein Drehbeginn. film.tv, abgerufen am 5. April 2016.
  3. Rico, Oskar und der Diebstahlstein, abgerufen am 6. Februar 2018.