Jacob Matschenz

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Jacob Matschenz, 2014 am Set für den Film Till Eulenspiegel

Jacob Matschenz (* 1. Januar 1984 in Ost-Berlin[1][2]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacob Matschenz ist in Berlin-Pankow geboren und wuchs in Berlin auf.[3][4] Er war Realschüler, als durch Zufall der Kontakt zum Film und zur Schauspielerei über eine Kinderagentur zustande kam, wo er an einem Casting teilnahm.[2][4] Die dort angebotene Rolle erhielt der junge Jacob Matschenz zwar nicht, er wurde aber von Regisseur Jakob Hilpert 2001 für dessen Diplomfilm Kleine Kreise engagiert, mit dem Matschenz sein Filmdebüt gab.[2][4]

2002 spielte er die Figur des Jul Rosenberg im TV-Film Juls Freundin. Im Polizeiruf 110: Der Spieler (2002) spielte er den jungen Daniel Dietzel, der seinen Vater aus Wut niedergeschlagen hat. In dem dramatischen Science Fiction-Film Mutanten (2002) spielte er Jens an der Seite von Karoline Teska.[4] In den beiden Fernsehfilmen Sex Up – Jungs haben’s auch nicht leicht und Sex Up – Ich könnt’ schon wieder (2003 und 2005) spielte er Häschen neben André Kaminski, Joseph Bolz und Jonas Jägermeyr.

2004 bekam Matschenz seine erste Tatort-Rolle in der Folge Waidmanns Heil als Michael Voss, der Stiefsohn eines tatverdächtigen Jagdpächters. Weitere Tatort-Rollen hatte Matschenz in Nachtwanderer (2006) als Andi Schwab, in Alle meine Jungs (2014) als Müllmann Sascha Decker und zuletzt 2017 in Stau als Chauffeur Bernd Hermann.

In Neandertal (2006) verkörperte er in einer Hauptrolle den an Neurodermitis erkrankten Jungen Guido. Matschenz war in weiteren Filmen in Haupt- oder Nebenrollen zu sehen, unter anderem in Befreite Zone (2003), Rose (2007), 1. Mai – Helden bei der Arbeit (Hauptrolle, 2008) sowie in Die Welle von Dennis Gansel. In 42plus (2008) spielte Matschenz den jungen Tramper Tamaz, der eine Affäre mit der 42-jährigen Christine (Claudia Michelsen) beginnt.

2010 spielte er die Hauptrolle des Würzburger Heranwachsenden Tommy Weber an der Seite von Burak Yiğit in dem Jugenddrama Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung; er verkörperte einen Jugendlichen, der nach einem Gefängnisaufenthalt versucht, nicht erneut auf die „schiefe Bahn“ zu kommen, was ihm aber misslingt.[3] Er erhielt den Bayerischen Filmpreis 2010 in der Kategorie „Nachwuchsdarsteller“, zusammen mit seinem Schauspielkollegen Burak Yiğit. In Renn, wenn du kannst (2010), einer Dreiecksgeschichte zwischen einem Rollstuhlfahrer, seinem Zivi und einer umtriebigen Studentin, verkörperte er die Figur des „sympathischen, netten“ Zivildienstleistenden Christian.[3] In dem Zweiteiler Laconia (2011) spielte Matschenz die Rolle des Ersten Wachoffiziers Mannesmann. In dem historischen Zweiteiler Die Pilgerin (2014) verkörperte Matschenz neben Josefine Preuß den Sebastian Laux, den jüngsten Sohn des Bürgermeisters. In dem zweiteiligen Kinderfilm Till Eulenspiegel (2014) übernahm er die Titelrolle. In dem Kinofilm Jeder stirbt für sich allein (2016) war Matschenz als Dietrich Necker in einer internationalen Produktion neben Brendan GleesonMikael Persbrandt und Emma Thompson zu sehen.

Matschenz stand 2017 auch für die Krimiserie Babylon Berlin vor der Kamera und war als Max, der eine Ausbildung zum Hotelfachmann absolviert, in Mein Blind Date mit dem Leben (2017) auf der Kinoleinwand zu sehen.

Für seine Hauptrolle des 17-jährigen Malte in Till Endemanns Coming-of-Age-Film Das Lächeln der Tiefseefische, die für Matschenz 2005 den Durchbruch als Filmschauspieler bedeutete, erhielt er den Max Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller und für die Darstellung des jungen DDR-Grenzsoldaten Alexander Karow im Fernsehfilm An die Grenze den Adolf-Grimme-Preis 2008.[2][3][4]

Zu Jacob Matschenz’ Hobbys zählen Motorradfahren, Reiten und Bogenschießen.[1] Er lebt in Berlin.[1]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Hamburger Kammerspielen ist Matschenz in der Spielzeit 2017/18 unter der Regie von Henning Bock als „revoluzzerischer“ Sohn in der deutschen Erstaufführung von Philipp Löhles Stück Schlaraffenland zu sehen.[5][6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jacob Matschenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jacob Matschenz bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 28. November 2017.
  2. a b c d Jakob Matschenz: Leben und Werk. In: Kino.de. Abgerufen am 28. November 2017.
  3. a b c d Peter Zander: Jacob Matschenz hat "so einen komischen Komplex". Porträt und Bericht. In: Berliner Morgenpost vom 20. September 2010. Abgerufen am 28. November 2017
  4. a b c d e Jacob Matschenz: Vielversprechender Nachwuchsstar. Porträt über J.M. Offizielle Internetpräsenz ZDF. Abgerufen am 28. November 2017
  5. Schlaraffenland. Offizielle Internetpräsenz Hamburger Kammerspiele. Abgerufen am 27. November 2017.
  6. Revolution im Schlaraffenland scheitert. NDR.de vom 3. Oktober 2017. Abgerufen am 27. November 2017.