Robert Tomaszek

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Basketballspieler
Robert Tomaszek
Robert Tomaszek.jpg
Robert Tomaszek (2010)
Spielerinformationen
Geburtstag 16. Juni 1981 (39 Jahre)
Geburtsort Bydgoszcz, Polen
Größe 205 cm
Position Power Forward
College Texas Tech
Vereinsinformationen
Verein MHP Riesen Ludwigsburg
Liga Basketball-Bundesliga
Trikotnummer 24
Vereine als Aktiver
2000–2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eastern Wyoming Lancers (NJCAA)
2002–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Texas Tech Raiders (NCAA)
2004–2005 DeutschlandDeutschland Eisbären Bremerhaven
200600000 TschechienTschechien BK Kondoři Liberec
2007–2008 TschechienTschechien BK Prostějov
2008–2009 TschechienTschechien ČEZ Nymburk
200900000 UkraineUkraine Gryfony Simferopol
2009–2010 PolenPolen PBG Posen
2010–2011 PolenPolen Turów Zgorzelec
2011–2012 DeutschlandDeutschland s.Oliver Baskets
2012–2013 PolenPolen Czarni Słupsk
Seit 0 2013 DeutschlandDeutschland MHP Riesen Ludwigsburg

Robert Tomaszek (* 16. Juni 1981 in Bydgoszcz) ist ein deutsch-polnischer Basketballspieler. Geboren in Polen kam Tomaszek, dessen Familie seit 1987 in Deutschland lebte, in seiner neuen Heimat mit Basketball in Kontakt. Nach insgesamt fünf Jahren in den Vereinigten Staaten, wo er studierte und seine Fähigkeiten als Spieler verbesserte, kehrte er 2004 als Profi zunächst nach Deutschland zurück, bevor er in der Folge in Tschechien, der Ukraine und seinem Geburtsland spielte. Nachdem er bereits in der Spielzeit 2011/12 in der höchsten deutschen Spielklasse für die s.Oliver Baskets Würzburg gespielt hatte, tritt er in der Basketball-Bundesliga 2013/14 für die MHP Riesen Ludwigsburg an.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tomaszek, der 1987 mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen war,[1][2] begann das Basketballspielen in Deutschland und spielte zuletzt in den Jugendmannschaften der BSG Bremerhaven, bevor er 1999 für ein Austauschjahr an die Aspen High School im gleichnamigen Ort in Colorado ging. Hier intensivierte er seinen Fokus auf den Basketball, obwohl ihm sein Trainer zunächst davon abriet, ein Stipendium an einer Universität der NCAA Division I zu suchen,[2] was als Voraussetzung für eine professionelle Sportlerkarriere in den Vereinigten Staaten gilt. So blieb Tomaszek nach der Highschool in den USA und folgte dem Ratschlag seines Trainers insoweit, als dass er zunächst ein Studium am Eastern Wyoming College begann, einem Community College in Torrington. Hier spielte für die Hochschulmannschaft Lancers in der „National Junior Collegiate Athletic Association“ (NJCAA). Nach zwei Jahren hatte er dann 2002 die Möglichkeit, sein Studium und seine Hochschulbasketball-Karriere an der Texas Tech University in Lubbock fortzusetzen, deren Hochschulmannschaft Red Raiders in der NCAA Division I damals von dem renommierten, aber auch kontroversen Trainer Bobby Knight trainiert wurde. 2003 reichte es für die Mannschaft aus der Big 12 Conference beim National Invitation Tournament nach einer knappen Niederlage mit einem Punkt Differenz im Halbfinale gegen den späteren Sieger Red Storm der St. John’s University (New York) zu einem dritten Platz. Die Red Storm mussten später den Titel wieder zurückgeben, da sie einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatten. Ein Jahr später erreichten die Red Raiders wieder die landesweite NCAA-Endrunde, in der man jedoch in der zweiten Runde gegen die in ihrer Regionalgruppe topgesetzten Hawks der Saint Joseph’s University unterlag.

Zwar reichte es für Tomaszek nach den zwei Jahren in der NCAA Division I nicht für seinen großen Traum NBA,[2] doch er begann nach dem Ende seines Studiums 2004 eine Karriere als Profi. Nach Probetrainings in Spanien und Italien kehrte er zunächst nach Bremerhaven zurück,[3] wo er mit den Eisbären, der professionellen Mannschaft seines ehemaligen Vereins, in der 2. Basketball-Bundesliga 2004/05 den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse nach nur zwei Saisonniederlagen schaffte. Trotz solider Werte in seinem ersten Profijahr fand Tomaszek keine Einigung mit seinem Heimatverein über einen Platz im Erstligakader. Nach dem Vorspielen in der NBA Summer League 2005 konnte er sich auch beim französischen Rekordmeister ASVEL Lyon-Villeurbanne nicht für einen Vertrag empfehlen. Zu Beginn der Saison 2006/07 hatte er zunächst einen Vertrag beim BK Kondoři aus Liberec in der tschechischen NBL, bevor er im Januar 2007 zum Ligakonkurrenten aus Prostějov wechselte. Mit diesem Verein erreichte er die Vizemeisterschaft hinter Titelverteidiger ČEZ Nymburk. Nach einer weiteren Saison in Prostějov wechselte Tomaszek selbst zum Serienmeister aus Nymburk, mit dem er am Ende der Saison 2008/09 erneut die Meisterschaft gewinnen konnte.

Zu Beginn der Saison 2009/10 hatte Tomaszek zunächst einen Vertrag im ukrainischen Simferopol, bevor er in sein Geburtsland zurückkehrte und sich PBG Basket aus Posen anschloss. In der Qualifikation für die Meisterschafts-Play-offs scheiterte man am Saisonende an Energa Czarni Słupsk. In der folgenden Saison spielte Tomaszek dann für den Ligakonkurrenten PGE Turów aus Zgorzelec an der deutschen Grenze gemeinsam mit Konrad Wysocki, der als Deutsch-Pole einen ähnlichen Karriereweg wie Tomaszek hatte. Mit PGE Turów erreichte er die Vizemeisterschaft 2011 in der Polska Liga Koszykówki, nachdem man Serienmeister Asseco Prokom Gdynia in der Finalserie knapp in sieben Spielen unterlag. Für die Basketball-Bundesliga 2011/12 kehrte Tomaszek nach Deutschland zurück und unterschrieb einen Vertrag beim Erstliga-Aufsteiger s.Oliver Baskets aus Würzburg, die überraschend bis ins Halbfinale der Meisterschafts-Play-offs einziehen konnten. Trotzdem verließ Tomaszek Deutschland wieder und spielte in der Saison 2012/13 für Energa Czarni aus Słupsk erneut in Polen, die jedoch in der ersten Play-off-Runde knapp in fünf Spielen gegen den späteren neuen Meister Stelmet Zielona Góra unterlagen. Sein ehemaliger Würzburger Trainer John Patrick holte ihn dann für die Basketball-Bundesliga 2013/14 schließlich doch wieder in die höchste deutsche Spielklasse, in der er für dessen neuen Verein MHP Riesen aus Ludwigsburg auflaufen wird.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Mantel: Ein sanfter Riese mit viel Biss und Zähigkeit. Main-Post, 17. Februar 2012, abgerufen am 10. November 2013.
  2. a b c Steve Benson: Robert Tomaszek big on little things. Aspen Times, 4. August 2003, abgerufen am 10. November 2013 (englisch).
  3. Eisbären verpflichten Robert Tomaszek. (Nicht mehr online verfügbar.) DieJungeLiga.de, 15. September 2004, archiviert vom Original am 10. November 2013; abgerufen am 10. November 2013 (Medien-Info Eisbären Bremerhaven).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.diejungeliga.de
  4. Fester Vertrag für Robert Tomaszek. Südwest Presse, 18. September 2013, abgerufen am 10. November 2013.