Robert von Dassanowsky

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Robert Dassanowsky (Mitte) bei VIS 2016

Robert von Dassanowsky (* 28. Jänner 1960 in New York City, New York, auch Robert Dassanowsky) ist ein österreichisch-amerikanischer Germanist, Filmhistoriker, Schriftsteller und Filmproduzent. Er ist Professor für Germanistik und Film an der University of Colorado in Colorado Springs, gastierte an der University of California, Los Angeles (UCLA), diente als Adjunct Professor von Medien und Kommunikationswissenschaft an der Webster University Vienna, und ist Affiliate Core Fakultät am Global Center for Advanced Studies (GCAS).[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den von ihm verfassten Artikeln im Sachbereich der Literatur- und Kulturkritik gehören sowohl Essays über Ingeborg Bachmann, Leni Riefenstahl, Robert Musil, Max Dauthendey, Alois Hotschnig, Billy Wilder, Christine Brückner, Hugo von Hofmannsthal u. v. a. als auch Aufsätze, die sich mit Themen der internationalen Filmkunst befassen. Der Spezialist auf dem Gebiet österreichischer Literatur- und Kulturstudien gilt als Experte für das Werk von Alexander Lernet-Holenia. Er schrieb die erste soziopolitische Abhandlung über Lernet-Holenias Romane, welche die Probleme der österreichischen Identitätskrise untersuchen: Phantom Empires (1996). Sein Buch Austrian Cinema: A History (2005) ist die erste englischsprachige Studie der österreichischen Filmgeschichte. Er ist auch als Lyriker, Übersetzer (u. a. Lernet-Holenia, Hans Raimund, Oskar Marischler-Rotterheim), Bühnenautor und dient im Redakteurvorstand der Literaturjournals Poetry Salzburg Review, Rampike (Kanada), Osiris (USA), Colloquia Germanica, sowie für Ariadne Press in Los Angeles. Dassanowsky ist auch Mitarbeiter bei Senses of Cinema, Bright Lights Film Journal, und The Vienna Review.

Er leitete die Belvedere Film Produktionsfirma in Los Angeles und Wien mit seiner Mutter, Elfi von Dassanowsky (1924–2007), und produzierte oder co/associate produzierte unter anderem Filme wie Semmelweis (Kurzfilm, USA/A 2001), The Nightmare Stumbles Past (Trickfilm, USA 2002), Wilson Chance (Spielfilm, USA 2005), The Retreat (Kurzfilm, USA 2010), Menschen (Kurzfilm, USA/A 2012) und Felix Austria! (auch: The Archduke and Herbert Hinkel, Dokumentarfilm, USA/A 2013), De expressione humanitatis mit Angelika Kirchschlager (ORF Fernsehdokumentarfilm, A 2014), Reel Herstory: The Real Story of Reel Women mit Jodie Foster (Dokumentarfilm, USA 2014), Before Anything You Say (Spielfilm, Kanada 2016), Der Bauer zu Natal mit Sunnyi Melles u. Nicholas Ofczarek (Dokumentarfilm, A 2018).

Dassanowsky ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, der Europäischen Filmakademie[2], der Akademie des Österreichischen Films, des österreichischen und des USA P.E.N.-Zentrums, und Mitbegründer der Internationalen Alexander-Lernet-Holenia-Gesellschaft sowie der Austrian American Film Association (AAFA). 2014 wurde er Beiratsmitglied der Salzburg Institute of Religion, Culture and the Arts[3] und 2016 Vorstandsmitglied den American Friends of the Documentation Center of Austrian Resistance (DÖW).[4] Er war Vorstandsmitglied der Modern Austrian Literature and Culture Association (MALCA) die seit 2012 als Austrian Studies Association (ASA) erscheint. Dassanowsky wurde Vizepräsident (2010–2012) und Präsident (2012–2014) der Gesellschaft sowie Redaktionsmitglied der Zeitschrift Journal of Austrian Studies.

Dassanowsky hat im November 2007 bekannt gegeben, dass zum Andenken an seine Mutter eine Elfi von Dassanowsky-Stiftung geplant sei. Der Kulturfond wurde Februar 2009 aktiv.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Übersetzer
Videokommentar
  • Tag der Freiheit von Leni Riefenstahl. Short Vision 8, Warner Home Video DVD, 2000.
als Gastredakteur
  • mit Gertraud Steiner: Austria's Hollywood/Hollywood's Austria. Sonderausgabe von Filmkunst. 154, 1997.
  • Michael Haneke. Sonderausgabe von Modern Austrian Literature. 43.2, 2010.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GCAS Core Faculty
  2. European Film Academy
  3. Salzburg Institute
  4. American Friends (DÖW)
  5. Finanznachrichten.de/2009-02
  6. a b https://www.cu.edu/sg/messages/5011.html
  7. 2004: Professor of the Year State Winners (Memento vom 13. Februar 2007 im Internet Archive)
  8. http://www.uccs.edu/~webdept/CMS/getnewscontent.php?id=207
  9. http://www.royalhistoricalsociety.org/rhsfellows.htm
  10. http://www.euro-acad.eu/organisation/delegations
  11. https://www.cusys.edu/newsletter/2010/03-17/people.html
  12. http://www.uccs.edu/facassembly/awards/awards-home.html
  13. http://www.botstiber.org/austrian/grants/grantsgiven6.html
  14. https://www.cu.edu/office-academic-affairs/p-20-initiatives/thomas-jefferson-award-past-recipients
  15. http://acfdc.org/upcoming-events/2015/5/29/lecture-robert-dassanowsky-ars-gratia-austriae-the-remarkable-1936-vienna-hollywood-deal-to-save-independant-austrian-film-and-its-threat-to-nazi-german-anschlusswww.botstiber.org/austrian/grants/grantsgiven6.html